Musikdownloads:
Amazon MP3 bringt Android-App

Amazon bietet seit heute eine Android-Applikation seines digitalen Musik-Downloadshops Amazon MP3. Besitzer von Android-Mobiltelefonen haben durch sie Zugriff auf rund zehn Millionen kostenpflichtige MP3-Downloads.

Im April 2009 brachte Amazon seinen bis dahin nur in den USA verfügbaren MP3-Downloaddienst Amazon MP3 nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz. Zum Start gab es dort rund fünf Millionen DRM-freie Songs zum kostenpflichtigen Herunterladen.

Neun Monate später leitet das vom Onlinehändler zum Internetkonzern transformierte Unternehmen die nächste Evolutionsstufe seines Musikdienstes ein: Seit heute können sich Besitzer von Android-Smartphones die kostenlose Amazon MP3-App herunterladen und damit mobil im mittlerweile zehn Millionen Titel umfassenden Katalog stöbern.

Die billigsten Songs kosten laut Amazon 68 Cents, Alben gibt es ab 4,99 Euro – die meisten sind jedoch etwas teurer. Erworbene Stücke können sowohl über WLAN als auch über die Mobilfunkverbindung heruntergeladen und auf den von Amazon für alle Produkte angebotenen Zahlungswegen bezahlt werden.

Android-App für Amazon MP3
Android-App für Amazon MP3

Das iPhone und die wachsende Zahl von Android-Mobiltelefonen liefern sich zunehmend ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Smartphone-interessierten Käufer. Dass Amazon MP3 für seine erste mobile Applikation das Android-System gewählt hat, kommt dabei nicht überraschend: Bekanntlich betreibt Apple mit iTunes ein Konkurrenzangebot, was die Freigabe einer Amazon-MP3-Anwendung durch Apple für den App Store äußerst unwahrscheinlich erscheinen lässt.

Von den führenden Anbietern für legale Musik-Downloads in Deutschland ist Amazon somit der einzige, der eine Anwendung für Android bereitstellt. Während iTunes ab Werk in jedes iPhone integriert ist, präsentiert sich Musicload von T-Online bisher ganz ohne mobile Apps.

— Textanzeige — Ihr kennt die Legende von der Sekretärin, die einen Tippfehler mit Tipp-Ex auf dem Computerbildschirm bearbeiten wollte? Zehn wahre, aber nicht weniger lustige IT-Geschichten gibt es bei 25jahre.klubschule.ch!

Bleibt die Frage, wie lange Amazon seine MP3-App auf den kostenpflichtigen Download von Musik begrenzen wird. Gerüchten zufolge arbeitet Apple nach der Übernahme von Lala an einer Cloud-Variante von iTunes, mit der Songs direkt aus dem Web gestreamt werden können. Amazon hat nicht nur eine enorme Marktmacht, sondern alle vier Major Labels in einem Boot. Gelingt es dem Unternehmen, die Musikfirmen von einer (womöglich sogar kostenlosen) Streaming-Variante zu überzeugen, um weitere Kunden an das Amazon-Angebot heranzuführen, könnte die Android-App noch äußerst populär werden.

Mehr lesen

Linkwertig: Pinterest, Chrome, Amazon, Microsoft

8.2.2012, 0 KommentareLinkwertig:
Pinterest, Chrome, Amazon, Microsoft

Zum Anachronismus von unserem Urheberrecht, Chrome kommt auf Android und mehr.

Wer weiß was über die Nutzer: Die wirkliche Datenkrake  heißt Amazon

25.10.2011, 22 KommentareWer weiß was über die Nutzer:
Die wirkliche Datenkrake heißt Amazon

Google, Facebook und vielleicht auch Apple bereiten Datenschützern Kopfschmerzen. Aber sie vergessen einen großen Konzern im Internet, der viel sensiblere Informationen über uns hat als alle anderen: Amazon.

Amazon und die Buchverlage: Bald wünschen sie sich Google Books

20.10.2011, 9 KommentareAmazon und die Buchverlage:
Bald wünschen sie sich Google Books

Google und die Buchverlage sind schon öfter aneinander geraten. Doch angesichts der zunehmenden Dominanz von Amazon wird sich die Buchbranche bald wünschen, sie hätte sich gegenüber Google kooperativer gezeigt.

PR-Manager für DACH: Spotify bereitet sich auf Deutschlandstart vor

6.2.2012, 2 KommentarePR-Manager für DACH:
Spotify bereitet sich auf Deutschlandstart vor

Ein Start von Spotify in Deutschland ist nur noch eine Zeitfrage. Die Anstellung eines in Berlin ansässigen PR-Managers für den deutschsprachigen Markt signalisiert, dass es nicht mehr lange dauern kann.

\

18.1.2012, 43 Kommentare"Die GEMA ist schuld":
Grooveshark schließt für Nutzer aus Deutschland - simfy übernimmt

Grooveshark, die "Schurkenseite" unter den Musikstreamingdiensten, ist für Nutzer aus Deutschland nicht mehr zugänglich. Verantwortlich macht der US-Dienst die hiesige Verwertungsgesellschaft GEMA.

Auf dem Weg zum Tipping Point: musicplayr ist gut, aber behäbig

17.1.2012, 18 KommentareAuf dem Weg zum Tipping Point:
musicplayr ist gut, aber behäbig

Mit musicplayr hat Deutschland ein junges, innovatives Musikstartup - das allerdings beim Entwicklungstempo mehr Gas geben sollte.

4 Kommentare

  1. Paul
    schrieb am 21. Januar 2010 um 20:58 Uhr (#)

    Würde Apple denn damit durchkommen die App von Amazon abzulehnen? Das Apple hier gerne restriktiv bei der Freigabe handelt ist bekannt, wenn es jedoch nicht zu beanstanden gäbe, aber trotzdem eine Freigabe aus bliebe, wäre das doch zumindest ein Grund zu einer Klage (vom Aufschrei in der “Szene” absehen). Immerhin kann Microsoft doch auch nicht einfach die Installation von ungewünschten Programmen verbieten oder das Umstellen des Standardbrowsers.

  2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 21. Januar 2010 um 21:26 Uhr (#)

    Apple behält sich ausdrücklich das Recht vor, Applikationen abzulehen, die die Grundfunktionalität des iPhones duplizieren (oder eine Formulierung in diese Richtung). Das wäre bei der Amazon MP3 App definitiv der Fall. Spotify ist ja durchgekommen, obwohl man da auch erwartet hätte, dass Apple die App ablehnen würde. Aber Spotify war klug und hat enormen öffentlichen Druck aufgebaut…

    Microsoft kann nicht so verfahren wie Apple, weil es eben eine solche Restriktion nicht in den Geschäftsbedingungen hat (und heute niemals etablieren könnte).

    Dass Apple so vorgeht, hat dagegen für viel negative PR gesorgt.

  3. rari
    schrieb am 4. Mai 2010 um 19:49 Uhr (#)

    Wo gibt es denn diese APP? Im Market ist sie nicht, und Euer Link ist tot….
    Danke für RE vorab,
    rari

    1. Manuel
      schrieb am 4. Mai 2010 um 20:07 Uhr (#)

      hier

      Im Market finde ich die Anwendung auch nicht. Kann daran liegen dass ich ein importiertes Nexus One habe. Meinte mal gelesen zu haben dass pro Land und pro Gerät unterschiedliche Applikationen angezeigt werden.

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.