Ausblick:
12 Web-Wünsche für 2010
Viel hat sich 2009 im Webbereich getan. Doch am Ziel sind wir noch lange nicht. Es folgt eine Übersicht mit 12 konkreten, persönlichen (Feature-)Wünschen für 2010. Auf welche Dienste, Funktionen und Trends hofft ihr im kommenden Jahr? Hinterlasst gerne einen Kommentar.
jeannie
Google Docs erhält vollständige mobile Unterstützung für iPhone, Android & andere Smartphones, bevorzugt in Form einer eigenen Applikation.
Wahrscheinlichkeit: hoch
Google Voice kommt nach Europa.
Wahrscheinlichkeit: mittel
Ein ortsbasiertes Location Based Social Network gewinnt die Oberhand und verbreitet sich rasant – ob nun Foursquare, Gowalla, Loopt, Brightkite, Rally, Rummble, aka-aki etc. Je mehr Anwender, desto mehr Spaß und Nutzen bringt es.
Wahrscheinlichkeit: hoch
Spotify und Voddler launchen in Deutschland und weiteren Ländern.
Wahrscheinlichkeit: mittel
Hulu schafft den Sprung über den großen Teich.
Wahrscheinlichkeit: mittel
Twitter ermöglicht Einteilung von Followern nach Sprachen sowie das gezielte Absenden eines Tweets an eine spezifische Sprachgruppe.
Wahrscheinlichkeit: gering
iTunes startet kostenpflichtige Movie-on-Demand-Streams mit Filmen auch in Originalsprache.
Wahrscheinlichkeit: hoch
Skype erhält integrierte Aufnahmefunktion für Audio sowie Video.
Wahrscheinlichkeit: mittel
Die Integration von PayPal als Zahlungsweg wird grundsätzlicher Standard für jeden Anbieter von Gütern und Services im Internet.
Wahrscheinlichkeit: mittel
Kartenleser für Smartphones werden gängig, entweder ab Werk oder extern in Form von z.B. Square.
Wahrscheinlichkeit: mittel
Roamingzuschläge für mobilen Datenverkehr innerhalb Europas werden abgeschafft.
Wahrscheinlichkeit: gering
Single-Sign-On wird Standard. Jeder neue Webdienst ermöglicht das Registrieren/Anmelden über bestehende “Identitätsprovider”.
Wahrscheinlichkeit: mittel bis hoch












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PayPal als Standard?
Ich hoffe, nicht … wer irgendwie kann, sollte keine Zahlungen via PayPal abwickeln.
interessante wünsche, meine weichen nicht viel davon ab :-)
Frohe Weihnachten euch allen !
@mds
und wieso sollte man das nicht?
Paypal?
Warum sollte es Standard werden, dass jeder Anbieter fast 1,5% von jedem Verkauf von Gütern und Dienstleistungen an einen Zahlungsdienstleister leistet?!
Am Ende zahlt das ja der User. Ich hoffe, dass sich da eine günstigerer Standard durchsetzt.
@Marc Tiedemann:
Aufgrund der zahlreichen Nachteile, die für Verkäufer und Käufer mit der Nutzung von PayPal einhergehen – mit ein paar Minuten Googeln wirst Du problemlos fündig.
@dave:
Die Gebühren von PayPal sind üblicherweise höher, aber selbst damit zählt PayPal meistens zu den weniger teuren Anbietern für Zahlungsdienstleistungen. Eine wichtige Rolle spielt dabei, dass PayPal keine relevanten Anforderungen an die Verkäufer stellt, während bei anderen Anbietern beispielsweise strenge Richtlinien bezüglich der IT-Sicherheit bestehen. Daneben profitiert PayPal davon, nicht als Bank reguliert zu werden.
@ mds
Als Käufer will ich eine bequeme und relativ sichere Lösung. Auch wenn du mir vermutlich jetzt einen Vortrag darüber halten wirst, warum PayPal weder bequem noch sicher ist, habe ich für mich entschieden, dass PayPal für das Bezahlen von Waren und Services online ideal ist, bzw. zumindest idealer als das manuelle Eintragen der Kreditkartendetails bei jeder Bestellung.
@ dave
Weil wir nicht im Kommunismus leben und ein Unternehmen, das Zahlungen abwickelt, sich logischerweise eine Provision abzwackt. Aber auch hier wieder: Als Käufer betrifft mich das höchstens indirekt. Ob ein Händler sich die Integration von PayPal leisten kann und will, ist seine Sache.
@Martin Weigert:
Ich halte keine Vorträge für netzwertig.com. Ich hoffe bloss, Du zählst nie zu jenen Kunden, die Probleme mit PayPal bekunden.
Für das Eintragen meiner Kreditkartenangaben in Formularen habe ich mir entsprechende Textkürzel definiert – das geht schneller als die Keychain zu öffnen und dort das Kennwort für PayPal abzurufen.
Das PayPal Standart wird wage ich zu bezweifeln. Da würde sicherlich die Wettbewerbsbehörde und sagt: “Nö!”.
Wegen Wettbewerbsverzerrung mit Mono- und Oligopolen.
Ad Google Voice: Wahrscheinlichkeit meiner Meinung nach eher gering.
Liegt einfach an der hiesigen Gebührenstruktur. Die Terminierungsentgelte für Mobilfunknummern betragen immer noch ein Vielfaches derer für Festnetznummern (0,36 bis 1,36 ct/min vs. 6,59 [D-Netze] bis 7,14 [E-Netze] ct/min).
In den USA und Kanada gibt es diesen Unterschied nicht – bei Mobilfunk zahlt immer der Teilnehmer, egal ob er ein- oder ausgehend telefoniert (“Airtime”). Nur deshalb lässt sich ein Dienst wie Google Voice überhaupt realisieren.
Bleibt zu hoffen, dass die Terminierungsentgelte in DE weiter deutlich gesenkt und zwischen den Netzen angeglichen werden.
@ Mainboarder
Standard im Sinne von “bei jedem Händler als eine Zahlungsalternative integriert”. Da können Wettbewerbsbehörden wenig gegen tun.
@ Jan
Stimmt, da ist wohl (leider) was dran.
Apropos PayPal:
… schreibt Wikileaks per Twitter.
Ich weiss nicht, worin der Grund dieses Mal liegt. Das Problem ist bei PayPal aber weit verbreitet, ein häufiger Grund ist, wenn der Umsatz auf dem Konto innert kurzer Zeit sehr stark ansteigt.