Kostenloses Musikstreaming:
Das neue simfy öffnet seine Tore

simfy hat am Freitag die Tore zu seiner neuen Version geöffnet. Der Dienst zum kostenlosen Musik-Streaming hat sich neben einer neuen Oberfläche auch ein neues Konzept verpasst.

simfy
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Ein halbes Jahr lang hat simfy, das Musik-Startup aus Berlin, in geschlossenem Beta-Stadium an seiner neuen Version gearbeitet. Seit heute ist sie für jeden Nutzer aus Deutschland zugänglich. Nicht nur die Oberfläche wurde komplett überarbeitet, sondern auch Teile des Konzepts und der Funktionsweise.

Die wichtigsten Änderungen hatte ich bereits in diesem Beitrag beschrieben: simfy verabschiedet sich vom dem Schwerpunkt eines Social Music Networks, bei dem Nutzer die eigens hochgeladenen Songs sowie die Musik ihrer Freunde online hören können. Stattdessen setzt man nun auf das bewährte Prinzip, jedem User (egal ob Mitglied oder nicht) kostenlosen Zugriff auf Grundfunktionalitäten wie das Abspielen von Playlists (mit mindestens zehn Songs) und Künstler-spezifischen Radios zu gewähren. Einige Social Networking-Funktionen wie Kontakte bleiben allerdings erhalten.

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Wer sich registriert, kann auch einzelne Stücke “on Demand” abspielen, Playlists speichern und mit simfy-Kontakten teilen. Um sämtliche Beschränkungen sowie Werbung los zu werden, soll in Kürze ein Premium-Paket – eine Art Musik-Flatrate – angeboten werden.

simfy verweist darauf, dass noch immer an einigen Features gearbeitet wird, die in den nächsten Wochen Schritt für Schritt finalisiert und verfügbar gemacht werden sollen. Das betrifft z.B. die Funktion des Hochladens eigener Musik. Diese war Kern des ursprünglichen simfy und soll in Zukunft zusätzlichen Mehrwert bieten.

Besonders interessant ist, was der Dienst laut Blogeintrag außerdem auf seiner Roadmap hat: Eine Desktop-Applikation, ein Sync-Tool à la Dropbox, sowie Apps für iPhone und Android – Spotify lässt grüßen.

Das neue Interface ist in jedem Fall eine große Verbesserung, und angesichts von kostenlosem Zugriff auf rund zwei Millionen Songs aus den Katalogen von u.a. Universal Music, Sony Music und Finetunes dürfte sich der Dienst quasi von selbst verkaufen. simfy hat laut eigener Aussage rund 1,4 Millionen Nutzer, gut 30 Prozent davon aktiv, und ist mit joinR, Piczo, Spickmich, Jimdo und stayblue bei einer Reihe von sozialen Netzwerken integriert.

Es wird spannend zu sehen, wie sich simfy in den nächsten Monaten in einem aufregenden, aber schwierigen Markt behaupten wird. Während im Sommer mit roccatune ein einheimischer Wettbewerber die Segel streichen musste, ging mit steereo 2009 ein neuer, kostenloser Musik-Streaming-Dienst aus Deutschland an den Start. Und mit internationalen Anbietern wie z.B. Last.fm, Deezer oder Grooveshark hat simfy nicht nur Konkurrenz aus dem Inland. Zumal auch Schwedens Exportschlager Spotify darauf abzielt, irgendwann hierzulande aktiv zu werden.

simfy hatte kürzlich eine Finanzierungsrunde in unbekannter Höhe bekannt gegeben.

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5 Kommentare

  1. Tobi_as
    schrieb am 13. November 2009 um 23:28 Uhr (#)

    Klingt nach maestro.fm. Dort kann man auch Playlists erstellen und es gibt bereits eine iPhone-App.
    Man kann über die App auch einfach bereits erstellte Playlists anderer Leute streamen.

  2. Tom
    schrieb am 14. November 2009 um 11:11 Uhr (#)

    ich glaube dass auf diesem gebiet die konkurrenz zu stark ist.
    alleine lastfm hat sehr sehr viel nutzer und wahrs. mehr auswahl an musik.
    und von solchen diensten gibt es noch einige, die sehr viele user haben.

    aber mal schauen..

  3. Martin
    schrieb am 16. November 2009 um 11:39 Uhr (#)

    Das Design ist wirklich klasse und um Welten besser und aufgeräumtert als das von Steereo.

    @Tom: Klar, international ist die Konkurrenz stark, aber in Deutschland gibt es meines Wissens nach außer Simfy nur noch steereo mit entsprechenden Lizenzrechten (abgesehen vom gestorbenen Roccatune). Simfy muss in DE unangefochtener Marktführer werden und alle drei Apps-Sparten (Web, Desktop, iPhone/Android) besetzen, dann haben Sie eine gute Chance. Hilfreich dürfte da nicht zuletzt die große Reichweite dank Social Network-Integration sein.

  4. Wolf
    schrieb am 16. November 2009 um 12:07 Uhr (#)

    ich find da nix. Bisher ist für meine Bedürfnisse grooveshark am besten.

  5. Robert C. Mendez
    schrieb am 16. November 2009 um 13:12 Uhr (#)

    Leider sind sämtliche Musikplattformen zum Tode durch Erpressung verurteilt. Es gibt in der Musikbranche kein Geld zu verdienen für Internetdienste, sondern nur zu verbrennen. Wünschen tät ichs mir andersherum… :-(

    Ich lobe alle Musikdienste und wünsche diesen viel, viel Glück!

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