Syndikation:
Von offenem RSS zu
geschlossenen Systemen

Vermehrt wird vom Tod von RSS geschrieben. Was hat es damit auf sich? Eine Analyse in zwei Teilen.

RSS (Really Simple Syndication) ermöglicht die Syndikation von Inhalten im Web. Das heißt, statt die unzähligen Websites einzeln aufzusuchen, kann man über RSS (oder das konkurrierende Atom) die neu erschienenen Inhalte in einem Feedreader wie dem Google Reader zu sich kommen lassen.

RSS war und ist eine Revolution in der Verteilung von Inhalten. Die Abonnierbarkeit von Inhalten war vielleicht die wichtigste Neuerung im Internet seit dem Beginn des World Wide Web. RSS hat die globale Blogosphäre in ihrer Breite erst möglich gemacht. RSS ist eine “geniale Technologie”, die im Vergleich zum Nutzen auch heute noch von verhältnismässig wenigen Leuten genutzt wird.

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Linkwertig:
Netzneutralität, Google Street View, Jimdo

Netzneutralität
netzpolitik.org über die Bedeutung von Netzneutralität und ihre Bedrohung auf EU-Ebene.

» EU: Mitmachen und die Netzneutralität erhalten : netzpolitik.org

Jimdo Business
Homepagebaukasten Jimdo bietet jetzt auch eine B2B-Lösung an. Siehe auch unsere Berichterstattung zu Jimdo.

» Jimdo macht Business. JimdoBusiness. – Jimdo

Twitter-Buch
Spreeblick rezensiert das Twitter-Buch vom O’Reilly-Verlag.

» Das Twitter-Buch | Spreeblick

Eigenwillige Rechtsvorstellung
Die eigenwillige Rechtsvorstellung der JAKO-Anwälte, man sei für die Verwendung der eigenen Textstellen an anderen Stellen im Netz verantwortlich, ist nicht neu:

Ich habe also, um das Risiko erheblicher Kosten zu meiden, an wordpress.com geschrieben und den Eintrag löschen lassen, sowie Google aufgefordert, ihn aus den Suchergebnissen zu entfernen. Die Gegenseite fand später noch weitere Spuren meines Textes zum Beispiel bei der Blogsuchmaschine Technorati, weshalb ich auch dort und an einer Reihe anderen Stellen dafür sorgen durfte, dass sie gelöscht werden.

Wie gesagt: Es ist unklar, ob ich dazu wirklich juristisch verpflichtet gewesen wäre. Aber es war nicht unwahrscheinlich, dass ein Gericht so entschieden hätte.

Das sagt einiges über den Zustand des deutschen Rechtes im Bezug auf das Internet aus.

» Haften für eigene Zitate an fremder Stelle « Stefan Niggemeier

Google Street View in der Schweiz

Der Internet-Konzern Google will Gesichter und Autoschilder in seinem Online-Dienst Street View besser verwischen. Dies ist ein Teil eines umfangreichen Pakets von Ideen und Lösungen zum Persönlichkeitsschutz, die Google laut eigenen Angaben am Mittwoch in Bern dem eidgenössischen Datenschützer Hanspeter Thür unterbreitet hat.

» Google lenkt ein (Medien, NZZ Online)

P2P-Razzia

Auf der Suche nach den Hintermännern einer BitTorrent-Tauschbörse wurden gestern in Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, dem Saarland und Schleswig-Holstein Hausdurchsuchungen durchgeführt. Wie die GVU mitteilte, soll das entsprechende Netzwerk knapp 2.000 Nutzern illegale Inhalte gegen Bezahlung angeboten haben.

» gulli: GVU: Zeitgleich Hausdurchsuchungen in sechs Bundesländern

Yourls
Yourls ist ein URL-Shortener, den man selbst hostet.

» YOURLS: Your Own URL Shortener (and a WordPress plugin)

Hier erscheinen von Montag bis Freitag ausgewählte Links zu lesenswerten Texten und aktuellen Entwicklungen. Hinweise auf Texte gern an tipps.netzwertig at blogwerk.com

Twingly Channels:
Gemeinsam gegen die Informationsüberflutung

Dem Web fehlen Filter, um die enorme Masse an Informationen gewichten und nach Relevanz sortieren zu können. Twingly Channels will es richten.

Twingly
Twingly
Nicht Information Overload ist das große Problem des Internets im Jahr 2009, sondern das Fehlen funktionierender, intelligenter Filter. Twingly, die internationale Blogsuchmaschine aus dem schwedischen Linköping, möchte sich diesem Problem annehmen und plant mit Twingly Channels für den 1. Oktober den geschlossenen Beta-Launch eines neuartigen, sozialen Nachrichtenaggregators für das Echtzeitweb. Das Twingly-Team hat uns vorab eine Vorschau gegeben und neugierig gemacht.

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Linkwertig:
Xing, Opera, Freemium

Xing
Techcrunch spekuliert ob Xings ungewöhnlich steigendem Aktienkurs über die Möglichkeit von Insidergeschäften und einer bevorstehenden Übernahme durch Linkedin.

» Shares in XING skyrocket on buyout rumours

Opera
Opera veröffentlicht Version 10 seines Browsers.

Die Tab-Leiste liefert Vorschaubilder der geöffneten Websites. Die Schnellstartseite kann jetzt bis zu 25 Websites unterbringen. Opera integriert Web-Anwendungen besser. So kann der Benutzer festlegen, dass der Browser E-Mail- oder RSS-Links in einem Web-Mailer oder -RSS-Reader der Wahl öffnet.

Nicht mit in die neue Version hat es Opera Unite geschafft.

» heise online – Opera 10 erschienen

Öffentlich-Rechtliche im Web

Die Privaten wollen die Angebote von ARD und ZDF schneller offline haben. Ihnen ist vor allem die lange Verweildauer von ARD-Filmen und Serien im Internet ein Dorn im Auge.

» Web-Auftritte von ARD & ZDF: Nix wie raus aus dem Netz – taz.de

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JAKO und der Streisand-Effekt

Der Sportkleidungshersteller JAKO geht mit voller Härte gegen einen unbekannten Blogger vor und schiesst damit ein klassisches PR-Eigentor.

2003 wollte Barbara Streisand verhindern, dass ihr Strandhaus in einem Buch eines Fotografen neben anderen Strandhäusern abgebildet wird. Ihr Rechtsstreit mit dem Verfasser des Buches führte zu mehr Aufmerksamkeit im Internet als es das Buch selbst je erregt hätte. Streisand hat das Gegenteil von dem erreicht, was sie wollte: Ihr Strandhaus möglichst aus der Öffentlichkeit heraushalten.

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eBay verkauft 65 Prozent von Skype

skype logo
skype logo

eBay stösst Skype wie im April angekündigt ab. Allerdings nicht über einen Gang an die Börse. Skype wird an eine private Investorengruppe verkauft. 65 Prozent gehen für 1,9 Milliarden US-Dollar in Cash an die Investorengruppe Silver Lake, Index Ventures, Andreesen Horowitz (ein neuer Fund von unter anderem den Netscape-Gründer Marc Andreesen) und das kanadische CPP Investment Board. Die übrigen Prozent verbleiben bei eBay.

eBay zahlte 2005 rund 2,6 Milliarden US-Dollar für Skype. Der heutige Verkauf bewertet Skype mit rund 2,75 Milliarden US-Dollar.

Das eBay-Management hat sich mit Skype nicht gerade mit Ruhm bekleckert, wie Om Malik auf GigaOm ausführt.

Jetzt da Skype wieder auf eigenen Füßen steht, könnte es endlich zu neuen Höhen finden. Wir hatten über die Möglichkeiten von Skype im Januar geschrieben:

Trotz des aus heutiger Sicht schon bemerkenswerten Erfolges könnte Skype seine Blütezeit erst noch vor sich haben: Dann nämlich, wenn der Service sich auch zunehmend auf Mobiltelefonen ausbreitet, um unterwegs teure Handygespräche durch günstige Telefonate über das Datennetz zu ersetzen – was Mobilfunktunternehmen derzeit (aus nachvollziehbaren Gründen) noch ein Dorn im Auge ist. Weiteres Potenzial für Skype liegt in der Möglichkeit, die für SkypeOut-Gespräche eingesetzten Skype Credits als praktisches Zahlungsmittel für webbasierte Micropayments anzuwenden – ein Wachstumsbereich im zukünftigen Internet.

Hier die Berichterstattung in den US-Blogs.

Das Beste:
August 2009 auf netzwertig.com

Heute stellen wir Euch die besten und populärsten Beiträge aus dem vergangenen Monat zusammen. Das Beste aus dem August 2009:

Analysen

  • Medienwandel: Die kommende Fragmentierung der Medienbranche
    Dass in der Medienbranche in den nächsten Jahren kein Stein auf dem anderen bleiben wird, ist inzwischen wohl weitgehend klar. Aber wie wird die Medienbranche des Digitalzeitalters aussehen? Eins ist fast sicher: Sie wird nicht mehr von riesigen Konzernen beherrscht werden.
  • Google gegen Facebook: Die nächste Front im Netz
    Mit der Übernahme von FriendFeed verdeutlicht Facebook, wie ernst es seinen Vorstoß in den Bereich der Publikationsnetzwerke nimmt. Und es wird endgültig klar, wo in den nächsten Monaten (oder gar Jahren) die Frontlinie im Internet verlaufen wird.
  • Aufmerksamkeit: Die Parallelökonomie der digitalen Medien
    Dass die Digitalisierung der Medien die Welt verändert, ist wohl niemandem verborgen geblieben. Aber diese Veränderungen gehen vermutlich tiefer als wir denken. Es entsteht nichts weniger als eine parallele neue Wirtschaft.
  • Unternehmen und das Netz: 10 Schritte, um im Social Web zu glänzen
    Um Kunden im digitalen Zeitalter auf Augenhöhe zu begegnen, müssen Unternehmen einiges verändern. Doch die ersten Schritte sind gar nicht so schwer. Wir beschreiben, in welcher Reihenfolge welche Aktivitäten zu empfehlen sind, um im Social Web zu glänzen.

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Linkwertig:
Wikipedia, Last.fm, Onlinegames

Wikipedia
Wikipedia wird Textstellen ab Herbst optional nach Glaubwürdigkeit einfärben. Je nachdem wie vertrauensvoll der jeweilige Verfasser ist und wie lang die Textstellen unbearbeitet auf Wikipedia stehen, werden sie farblich als mehr oder weniger glaubwürdig dargestellt. Das System namens Wikitrust wurde an der Universität von Kalifornien entwickelt.

» Wikipedia to Color Code Untrustworthy Text | Wired Science | Wired.com

Last.fm
Die Futurezone über die Entstehungsgeschichte von Last.fm. Wie vertrauensvoll die Informationen sind, die von einer Person stammen, lässt sich allerdings schwer beurteilen.

» Zwist und Intrigen bei Last.fm – futurezone.ORF.at

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