Hyperdistribution:
Wie Inhalte durch das Netz reisen

Je mehr Menschen einen online publizierten Artikel lesen, desto größer das Potenzial zur (direkten oder indirekten) Monetarisierung. Hyperdistribution erhöht die Reichweite von Inhalten und spannt dazu die Leser ein. Ein konkretes Beispiel.

Im Rahmen der Debatte um die Zukunft des Journalismus fällt immer öfter der Begriff “Hyperdistribution” (alternativ auch Superdistribution). Dieser bezeichnet ein Konzept, bei dem Inhalte über möglichst viele Kanäle des Internets verbreitet werden. Hyperdistribution ist das Gegenstück zur Exklusivität, bei der Content lediglich über eine kontrollierte Quelle (z.B. ein Printmagazin oder einen kostenpflichtigen Internetdienst) zugänglich gemacht wird.

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Linkwertig:
Urheberrecht, Internet-Manifest, XMPP, Twitter

Interview
Erstaunlich erfreuliches Interview zu den Themen Urheberrecht, Netzkultur und Politik mit Rechtsprofessor und Richter Thomas Hoeren in der Zeit:

Das Internet führt zu einer Diversifizierung von Vertriebswegen, zu einer Vielfalt neuer Kommunikationsakteure und schnelllebigen Intermediären. Dass das den alten Anbietern wie den Verlegern Angst macht, ist klar. Die verlieren täglich an Bedeutung, was ihre Geldquellen und Netzwerke angeht. Aber Jura ist nicht dazu da, solch antiquierte Geschäftsmodelle zu schützen.

» Jura ist nicht dazu da, antiquierte Geschäftsmodelle zu schützen

 

Internet-Manifest
Mehr Manifeste braucht das Web. Unter dem nicht gerade bescheidenen Titel Internet-Manifest haben Mario Sixtus und 14 andere bloggende Journalisten und journalistische Blogger 17 Thesen zum Journalismus im Webzeitalter veröffentlicht. Die Thesen sind durchaus knackig und als Gegenentwurf zu den jüngsten Bestrebungen das Internet zu bändigen wunderbar, dem durch den Titel implizit gestellten Anspruch werden sie allerdings nicht ganz gerecht.

» Internet-Manifest

 

Google App Engine
Die jüngste Version der Google App Engine bekommt Unterstützung für XMPP, einem der wichtigsten Bausteine im Echtzeit-Web.

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Spotify für iPhone und Android:
Musikdienst launcht mobile Applikationen

Spotify, Hoffnungsträger für sowohl Musikindustrie als auch -fans, hat heute seine Applikationen für iPhone und Android-Geräte veröffentlicht. Die hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Spotify
Spotify
Es geschieht nicht oft, dass ein im deutschsprachigen Raum noch nicht verfügbarer Dienst eine nennenswerte Aufmerksamkeit bekommt. Spotify, das innovative Musikstartup mit Potenzial, iTunes gefährlich zu werden (oder es zu ergänzen), ist eine Ausnahme.

Heute früh erhielt die lang ersehnte und überraschend von Apple freigegebene Applikation für das iPhone grünes Licht und steht ab sofort in Ländern, in denen Spotify verfügbar ist (u.a. Schweden und Großbritannien), zum Download bereit. Auch die Android-Anwendung kann ab heute heruntergeladen werden. Es dauerte nicht lang, da gab es auf Twitter auch von zahlreichen deutschen Usern Kommentare und Retweets. Bei vielen deutschen Musikfreunden ist die Vorfreude auf Spotify offenbar groß.

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Linkwertig:
Amazon, WordPress, Technorati, j.mp

Amazon
Amazon nimmt George Orwells 1984 und Animal Farm wieder in sein Angebot für den Kindle auf. Wir erinnern uns: Vor ein paar Wochen hat Amazon ausgerechnet diese beiden Romane eigenmächtig von den Kindles der Benutzer gelöscht.

Die Löschung war dumm, gedankenlos und schmerzlich außerhalb unserer Prinzipien

» Amazon gibt elektronische Orwell-Romane zurück

WordPress
Ein heimtückischer Wurm hat dieses Wochenende die WordPress-Community in Aufregung versetzt. Auch WordPress-Gründer Matt Mullenweg empfiehlt nachdringlich, ein Update auf die aktuellste Version vorzunehmen.

» How to Keep WordPress Secure

Technorati
Ab Oktober wird Technorati damit beginnen, eigene Inhalte zu publizieren. Derzeit werden interessierte Blogger gesucht.

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Steinmeier fordert Leistungsschutzrecht für Verlage

Der SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier fordert neben Breitbandzugang für ländliche Gegenden unter anderem ein Leistungsschutzrecht für Verlage im Internet.

Carta hat einen Text des SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier veröffentlicht, welcher in dem Band “Media-Governance und Medienregulierung” erscheinen wird.

Darin fordert Steinmeier unter anderem Breitband für ländliche Gegenden und damit “gleiches Netz für alle”. Außerdem scheint er in letzter Zeit Hubert Burda aufmerksam gelauscht zu haben. Denn so fordert Steinmeier weiter:

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Samstag App Fieber:
meep, meindaumenkino,
Swiss DNA Bank

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: meep – Microblogging von Events; meindaumenkino – Daumenkinos eigener Videos; und Swiss DNA Bank – ein Safe für die eigene DNA.

meep
meep
meep ist ein frisch geschlüpfter Dienst, der Microblogging mit Elementen eines sozialen Eventkalenders verbindet. Wie bei Twitter kann man kurze Nachrichten posten, wohin man wann gehen wird und warum. Die Freunde können die Meeps kommentieren und sich ggf. informell verabreden, aggregiert entsteht eine Art soziales Sensorium für die Möglichkeiten zum Ausgehen in der Stadt.

Derzeit gibt es meep in Wien und in München, andere Städte sollen folgen. Auch die Integration mit Twitter und Facebook ist geplant.

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RSS, Twitter und der Kampf zwischen Offen und Geschlossen

Das Wechselspiel zwischen RSS und Twitter ist symptomatisch für den Kampf zwischen offenen und geschlossenen, proprietären Systemen.

Dies ist Teil 2 einer Analyse zur Entwicklung von RSS und der Syndikation von Inhalten im Netz. Teil 1: Von offenem RSS zu geschlossenen Systemen

Im ersten Teil unserer Analyse haben wir die neuen Tendenzen und Entwicklungen, wie im Social Web Inhalte verbreitet werden , betrachtet.

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Neuer Optimismus:
Das Web und
der bessere Kapitalismus

Langsam erholt sich die Welt von den Folgen der Finanzkrise. Immer mehr Unternehmer und Vordenker erkennen, dass nur nachhaltiges, auf Innovation ausgerichtetes Wirtschaften eine Lösung für die sich offenbarenden Schwächen des Kapitalismus sein kann. Ein Großteil des Optimismus speist sich dabei aus dem Web.

Seit einiger Zeit verbreitet sich im Netz ein neuer Optimismus. Angetrieben von der Digitalisierung, verstärkt durch die Einsichten aus der Finanzkrise, und realisiert von immer mehr Firmen, nimmt eine wachsende Zahl von Entrepreneuren, Vordenkern und Meinungsführern eine neuartige Sichtweise auf Unternehmertum an. Eine Sichtweise, die von Nachhaltigkeit und Innovation gekennzeichnet ist.

Im Juli prägte Ökonom und Harvard Business-Blogger Umair Haque den Begriff “Generation M”. Damit bezeichnete er einen aufstrebenden, aktiven Teil der Gesellschaft, der sich mit den Dingen auseinandersetzt, die für unsere Zukunft wirklich eine Rolle spielen: “Doing meaningful stuff that matters the most.”

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Umzug:
medienlese.com-Artikel ab Montag
bei netzwertig.com

Nachdem die Rubrik «6 vor 9» seit ein paar Tagen erfolgreich im BILDblog weiterläuft, erscheinen hier keine neuen Artikel mehr. Wir möchten aber kein «eingefrorenes Blog» hinterlassen und werden medienlese.com darum am Montag «abschalten».

Damit die hier veröffentlichten Texte aus rund drei Jahren dennoch online bleiben, ziehen wir alle (außer 6 vor 9) zu netzwertig.com um, dem Blog, das diesem hier thematisch am ähnlichsten ist. Alle Links auf medienlese.com-Artikel werden automatisch umgeleitet, es geht also nichts verloren.

Linkwertig:
Podcast.de, Amiando, VZ-Netzwerke

Podcast.de
Podcast.de legt einen gelungenen Relaunch hin und bekommt unter anderem eine (leider nicht öffentliche) API.

» Was wichtig ist heutzutage bei einem Web 2.0 Portal – Podcast.de machts vor – SocialNetworkStrategien

Tech-Podcasts
Passend dazu haben die Blogpiloten heute deutschsprachige Tech-Podcasts zusammengetragen.

» Tech-Podcasts: Hörend zu mehr Technik-Knowledge | Blogpiloten.de

Primacall verklagt Spreeblick
Nach JAKO versucht sich nun Primacall am Streisand-Effekt. Wo ist dieser ominöse rechtsfreie Raum, von dem immer die Rede ist?

» Primacall reicht Klage gegen Spreeblick ein | Spreeblick

JAKO
JAKO dagegen hat aufgrund des PR-Schadens eine Kurskorrektur vorgenommen. In einer Pressemitteilung heißt es unter anderem:

„Aber rückblickend betrachtet, wäre es viel besser gewesen, wir hätten mit Herrn Baade persönlich Kontakt aufgenommen und die Sache mit ihm direkt geklärt.“

» Jako vs. Baade: Ende gut, alles gut? : netzpolitik.org

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