Redbeacon:
Die Gewinner der TechCrunch50

Markus Spath, 16. September 2009 14:31 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Ein Marktplatz für Dienstleistungen wird zum vielversprechendsten Startup der TechCrunch50 gewählt.

Die letzten zwei Tage durften sich 50 Startups auf der TechCrunch50 präsentieren. Am Ende der Veranstaltung haben die beiden wohlwollenden Diktatoren Michael Arrington und Jason Calacanis mit Redbeacon den Sieger gekürt.

Redbeacon ist ein Marktplatz für Dienstleistungen. Wer Dinge erledigt bekommen möchte, kann Aufträge ausschreiben; interessierte Dienstleister können sich darum bewerben.

So ein Marktplatz ist sicherlich eine gute Idee, allerdings auch keine neue. MyHammer etwa gibt es in Deutschland seit mindestens vier Jahren. Auch kleinere Anbieter versuchen immer wieder ihr Glück.

Mit einigen Features versuchen sie, sich vom Pack abzusetzen:

  • sie kontaktieren potentiell interessierte Auftrageber proaktiv, ggf. können die Termine ohne weitere Kommunikation direkt auf Redbeacon ausgemacht werden.
  • es gibt eine Art natürliche Spracherkennung, die dabei hilft, die Suche oder Anfrage der geeignetsten Kategorie zuzuordnen.

Ob das reicht, wird sich zeigen. Der Dienst startet im Oktober, zunächst in der Bay-Area von San Francisco.

Auf den Plätzen zwei bis vier landeten Threadsy, AnyClip und CitySourced.

Thready, AnyClip, CitySourced
Thready, AnyClip, CitySourced

Das noch nicht gestartet Threadsy wird sich anschicken, unsere Inputströme zu konsolidieren. Nachrichten von Twitter, Facebook und 40 anderen Plattformen werden gebündelt und erleichtern so unser Webleben.

Auch noch nicht live ist AnyClip, eine Suchmaschine für Clips aus Filmen und Videos. Die Idee dabei ist, dass einzelne Szenen redaktionell (via Amazon Mechanical Turk) kategorisiert und getaggt werden, um zu möglichst relevanten Suchergebnissen zu kommen.

Und auch auf CitySourced müssen wir noch warten. Die Idee ist aber nett: Es ist eine Anwendung für das iPhone, Android oder Blackberry, mit der man der verantwortlichen Behörde Störungen im Stadtbild – Schlaglöcher, Graffiti, etc. – melden kann. Man schiesst ein Foto, wählt die passende Kategorie aus und beschreibt den Vorfall in einigen Worten. CitySourced holt sich via GPS eigenständig den Ort des Geschehens, verpackt alle Daten und leitet die Meldung an die entsprechende Stelle weiter.

Soweit zu den offiziellen Gewinnern der TechCrunch50. Wir werden uns in den kommenden Tagen auch alle anderen vorgestellten Dienste näher anschauen und über die spannendsten berichten.

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4 Kommentare

  1. Denise Widmer
    schrieb am 16. September 2009 um 19:04 Uhr (#)

    Hey, das ist tatsächlich eine tolle Sache. Dies obwohl TechCrunch sehr stark abgegeben hat, meiner Meinung nach. Wahrscheinlich wegen der Wirtschaftskriese.
    [Martin: Link entfernt, da werblich]

  2. Britta Stahl
    schrieb am 17. September 2009 um 11:20 Uhr (#)

    Der Dienstleistungsbereich ist meist zu dynamisch, um in statischen Angeboten und Preisen festgehalten zu werden. Auch bei myhammer.de kommt es immer zu Unstimmigkeiten aus Änderungen, die nicht vorhersehbar waren – mal sehen, ob das mit dieser Art von Dienstleistungen dann funktioniert…

  3. Matthias Schwenk
    schrieb am 17. September 2009 um 12:34 Uhr (#)

    Dem Web 2.0 scheint langsam aber sicher der innovative Spirit auszugehen. Aufregend Neues hatte die TechCrunch50 leider nicht zu bieten, was nicht an der Wirtchaftslage liegen dürfte.

    Der Trend scheint eher in Richtung “Finetuning” zu gehen, also schon vorhandene Ideen und Ansätze besser umzusetzen bzw. zu bündeln.

  4. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 17. September 2009 um 13:30 Uhr (#)

    Matthias, kurz und bündig zusammengefasst. Stimme dir zu. Ein Grund ist wohl auch, dass die großen Anbieter sowieso Schritt für Schritt sämtliche Innovationsbereiche einnehmen, und dabei aufgrund ihrer enormen Ressourcen gegenüber den kleinen, jungen Anbietern im Vorteil sind.

    Ändern könnte sich dies, wenn Google und Facebook das Schicksal aller großen Unternehmen ereilt: Bürokratie und verkrustete Strukturen senken die Innovationskraft und Flexibilität. Aber da sind wir momentan wohl noch nicht.

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