Brizzly:
Ein Twitter-Client mit Fokus

Markus Spath, 9. September 2009 20:27 Uhr, 10 Kommentare Kommentare

Brizzly – ein Twitter-Reader für alle, die die Tweets ihrer Freunde tatsächlich lesen wollen.

Brizzly Logo
Brizzly Logo
Es kommt nicht oft vor, aber manchmal verliebt man sich in eine Anwendung auf den ersten Blick. Mir ist es zuletzt mit Brizzly so ergangen, einem minimalistischen Client für Twitter.

Brizzly wurde von den Machern des Google Readers entwickelt, und das merkt man auch:

Im Herzen ist Brizzly vor allem ein effizienter Reader für Tweets. Man kann bis zu fünf Twitter-Accounts damit verbinden und in der Folge – vorzugsweise mit den Keyboard-Shortcuts j und k – durch die Tweets der Freunde zappen.

Bilder, Videos und Maps werden dabei inline angezeigt und verkleinerte URLs werden expandiert, man erlebt also weniger unangenehme Überraschungen.

Auch alle anderen Features von Twitter – Tweets posten, Replies, Favoriten und Suche – sind natürlich vorhanden.

Die zwei nützlichsten Features sind aber Gruppen und Stummschaltung von Usern.

Gruppen

Auch wer die Anzahl an Verfolgten in sinnvollen Grenzen hält und deren Output wirklich lesen will, kommt dabei nicht immer mit. Mit Gruppen kann man Ordnung ins Chaos bringen und den persönlich relevantesten oder interessantesten Freunden etwas bevorzugten Platz einräumen.

Derzeit können maximal fünf Gruppen angelegt werden, in die man jeweils bis zu 50 Benutzer stecken kann. Beim Browsen in den Gruppen werden übrigens auch die von Twitter unterdrückten Replies angezeigt.

Muting

Und auch das temporäre Stummschalten von Usern kann sehr nützlich und mitunter beziehungsrettend sein. Gelegentlich sind Freunde, von denen man sich eigentlich nicht trennen will, zu bestimmten Anlässen übermotiviert und überfluten den eigenen Strom mit Tweets. Durch Stummschaltung lässt sich diese Phase diplomatisch überbrücken.

Nett dabei: Es können jeweils nur fünf Benutzer stummgeschaltet werden. Diese Einschränkung verhindert, dass Brizzly primär als Tool zum Anhäufen von möglichst vielen Verfolgten wird, die man aber eigentlich nicht lesen will und mit Brizzly bequem unterdrücken kann.

Weitere Features sind Entwürfe und Trends. Die Trends sind eher überflüssig, sie werden direkt von Twitter übernommen und erzeugen keinen Mehrwert. Der Platz könnte besser verwendet werden. Entwürfe sind eventuell für Perfektionisten, die wirklich hart an ihren Tweets arbeiten und ihnen den letzten Feinschliff geben wollen, interessant.

Die schlechte Nachricht: Derzeit benötigt man für Brizzly noch eine Einladung. Man kann aber auf der Startseite sein Interesse bekunden, die Einladungen scheinen zügig verschickt zu werden.

Update: Brizzly hat euch einige Einladungen zur Verfügung gestellt. Mit dem Code netzwertig können sich die schnellsten 20 direkt bei Brizzly anmelden.

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10 Kommentare

  1. Matthias Mader
    schrieb am 10. September 2009 um 09:55 Uhr (#)

    Brizzly ist wirklich unbedingt empfehlenswert. Seit ich meine Einladung bekam, nutze ich eigentlich nichts anderes mehr. Dabei “kann” es ja kaum etwas Besonderes – aber die Bedienung ist wunderbar einfach (angenehmer v.a. als das fricklige tweetdeck) und die Seite ist herrlich übersichtlich gestaltet.

  2. frank
    schrieb am 10. September 2009 um 12:01 Uhr (#)

    danke für den invite. hat geklappt.

  3. Gunter
    schrieb am 10. September 2009 um 13:21 Uhr (#)

    Ich benutze Brizzly auch seit ein paar Wochen ziemlich regelmäßig und bin regelrecht begeistert. Die Oberfläche ist – gerade im Vergleich zu Programmen wie TweetDeck oder so – sehr einfach und klar strukturiert. Dabei werden viele interessante Funktionen angeboten; ich denke da vor allem an die Anzeige der DMs.
    Ein weiterer spannender Punkt ist sicher, daß Brizzly auch in Umgebungen funktioniert bzw. genutzt werden kann, die einen Zugriff auf die Seite von Twitter selbst nicht zu lassen. Und wer nicht gleich HootSuite zum Einsatz bringen möchte, ist bei Brizzly meiner Meinung nach mehr als gut aufgehoben.

  4. Thomas
    schrieb am 10. September 2009 um 13:28 Uhr (#)

    Klingt sehr gut. Falls du noch einen Einladungscode hast, würde ich mich über eine Mail freuen, oder auch eine DM an @pseudoliterat

  5. Chris
    schrieb am 11. September 2009 um 11:26 Uhr (#)

    Jo. Die Beschreibung klingt echt gut. Das wertet Twitter richtig auf. Vielleicht macht die Twitternutzung dann nicht mehr dumm (wie Forscher im Vergleich zu klügermachenden Facebook-Nutzung wohl herausgefunden haben wollen). ;-)

  6. BongoKARL
    schrieb am 11. September 2009 um 22:59 Uhr (#)

    Hallo, ich hätte auch gerne eine Einladung. @Bongokarl

    Bedankt!!!

  7. fetterfox
    schrieb am 13. September 2009 um 03:29 Uhr (#)

    @fetterfox ;-)

  8. Jan Gobrecht
    schrieb am 16. September 2009 um 22:24 Uhr (#)

    Nutze auch nichts anderes mehr. Die Mute-Funktion ist echt ne gute Idee!

  9. René Fischer
    schrieb am 21. September 2009 um 10:34 Uhr (#)

    An sich ein sehr genialer Client, aber mit der Einschränkung von derzeit nur 5 Gruppen für mich im Alltag nicht zu gebrauchen.

  10. Martin Steiner
    schrieb am 7. November 2009 um 09:06 Uhr (#)

    Würde diesen client gerne testen würde mich über eine Einladung freuen an @stooni , ich benutze bis jetzt den Seesmic Client die Live Suche finde ich im Seesmic, super aber ich denke mit dem Brizzly, bekommt man eher das mit von den Usern was man mitbekommen will!!

    ——–Danke Stooni

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