Spotify für iPhone und Android:
Musikdienst launcht mobile Applikationen

Spotify, Hoffnungsträger für sowohl Musikindustrie als auch -fans, hat heute seine Applikationen für iPhone und Android-Geräte veröffentlicht. Die hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Spotify
Spotify
Es geschieht nicht oft, dass ein im deutschsprachigen Raum noch nicht verfügbarer Dienst eine nennenswerte Aufmerksamkeit bekommt. Spotify, das innovative Musikstartup mit Potenzial, iTunes gefährlich zu werden (oder es zu ergänzen), ist eine Ausnahme.

Heute früh erhielt die lang ersehnte und überraschend von Apple freigegebene Applikation für das iPhone grünes Licht und steht ab sofort in Ländern, in denen Spotify verfügbar ist (u.a. Schweden und Großbritannien), zum Download bereit. Auch die Android-Anwendung kann ab heute heruntergeladen werden. Es dauerte nicht lang, da gab es auf Twitter auch von zahlreichen deutschen Usern Kommentare und Retweets. Bei vielen deutschen Musikfreunden ist die Vorfreude auf Spotify offenbar groß.

Ich habe die iPhone-Applikation mittlerweile ausprobieren können. Die Nutzung ist nur für zahlende Anwender möglich (umgerechnet 10 Euro pro Monat). Wer Musik liebt, der wird diese Ausgabe jedoch nicht bereuen: Die Applikation ist mindestens so beeindruckend, wie es diese Videopreview bereits vor einigen Wochen hat erahnen lassen.

Die App bietet On-Demand-Zugriff auf sämtliche in Spotify erstellten Playlists. Zudem lassen sich über die Suchefunktion beliebige Titel und Alben aus Spotifys mehrere Millionen Songs umfassenden Katalog finden, anhören und in Playlisten ablegen.

Das Highlight ist aber wahrscheinlich die Funktion, Playlisten offline verfügbar zu machen. Sämtliche enthaltenen Tracks werden dann lokal gespeichert und lassen sich auch anhören, wenn keine Internetverbindung vorhanden ist. Auf diese Weise bietet die Anwendung selbst Personen einen Mehrwert, die keine Datenflatrate besitzen – sie können die App zu Hause über WLAN befüllen und dann unterwegs ihre Lieblingstitel anhören.

Mit den Versionen für iPhone und Android-Geräte schafft sich Spotify erstmals einen echten, über positivere Imagewerte hinausgehenden Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen, ähnlich bepreisten Musik-Abodiensten wie Rhapsody (das immerhin eineiPhone-Applikation in der Pipeline hat) oder Napster. Es ist davon auszugehen, dass Spotifys mobile Applikationen die Zahl von Premium-Nutzern und damit den Umsatz des jungen Startups kräftig in die Höhe schnellen lassen werden.

Welche Konsequenzen die Spotify-App für die Mobilfunkprovider haben wird, bleibt abzuwarten. Spotify streamt im komprimierten Format Ogg Vorbis. Dennoch verursachte das Anzeigen meiner Playlists sowie das Abspielen eines einzigen Titels bei mir sechs Megabyte an Datentraffic. Zumindest hier in Schweden scheint man Spotify aber offensichtlich eher als Marketing-Tool auszunutzen: Der Mobilfunker “3″ veröffentlichte bereits eine Pressemitteilung mit der Überschrift “Premiere für Spotify bei 3″.

In den deutschen App Stores von Apple und Android taucht die Spotify-Anwendung bisher nicht auf. Die wenigen deutschen Anwender von Spotify, die in der kurzen Zeit der Verfügbarkeit von Spotify in Deutschland Ende letztenes Jahrens ein Premium-Abo erhaschen konnten, müssen somit vorerst ohne die mobilen Anwendungen auskommen.

Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (5 Bilder)

Mehr lesen

Linkwertig: Firefox, Buffer, Android, Quora

22.12.2011, 0 KommentareLinkwertig:
Firefox, Buffer, Android, Quora

Mozilla und Google haben ihre Partnerschaft um drei weitere Jahre verlängert, Finanzierungsrunde für Buffer und mehr.

Phonedeck: Fernbedienung für\'s Smartphone

6.12.2011, 3 KommentarePhonedeck:
Fernbedienung für's Smartphone

Das Berliner Startup desk.io hat mit Phonedeck einen Webdienst entwickelt, der das Verwalten von Smartphones über die Cloud erlaubt. Zum Start funktioniert dies nur für Android-Geräte, iOS und BlackBerry sollen folgen.

Linkwertig: Yahoo Cocktails, Xing Lunch,  Android, Kindle

4.11.2011, 1 KommentareLinkwertig:
Yahoo Cocktails, Xing Lunch, Android, Kindle

Yahoo tüftelt an einigen Cocktails, Xing hat einen Lunchplanner entwickelt und mehr.

Eine Frage der Lernkurve: Warum Apples Siri  witzige Antworten gibt

5.11.2011, 0 KommentareEine Frage der Lernkurve:
Warum Apples Siri witzige Antworten gibt

«What’s your favorite color?» «My Favorite color is… well, I don’t know how to say it in your Language. It’s sort of greenish, but with more dimensions.» Apples Siri gibt überraschend witzige Antworten auf banale Fragen. Warum eigentlich?

Neue Schnittstellen von iOS 5: Turbo für Location-Dienste  wie foursquare

13.10.2011, 5 KommentareNeue Schnittstellen von iOS 5:
Turbo für Location-Dienste wie foursquare

iOS 5 bringt neue Entwickler-Schnittstellen mit, die Applikationen besseren Zugang zu den Standortinformationen der Anwender gewähren - selbst wenn Apps geschlossen sind.

Siri: Apples bescheidener Diener  und unscheinbarer Revolutionär

5.10.2011, 12 KommentareSiri:
Apples bescheidener Diener und unscheinbarer Revolutionär

Das iPhone 4S bringt den sprachgesteuerten persönlichen Assistenten Siri mit. Apple läutet damit eine Ära ein, in der wir mit unseren Computern, Tablets und Smartphones sprechen.

PR-Manager für DACH: Spotify bereitet sich auf Deutschlandstart vor

6.2.2012, 2 KommentarePR-Manager für DACH:
Spotify bereitet sich auf Deutschlandstart vor

Ein Start von Spotify in Deutschland ist nur noch eine Zeitfrage. Die Anstellung eines in Berlin ansässigen PR-Managers für den deutschsprachigen Markt signalisiert, dass es nicht mehr lange dauern kann.

GEMA: \

20.12.2011, 0 KommentareGEMA:
"Bitkom-Einigung gilt auch für Freemium-Dienste"

Zwei Wochen nach der Einigung mit dem BITKOM über kostenpflichtige Online-Musikdienste hat die Verwertungsgesellschaft GEMA auch einen neuen Tarif für rein werbefinanzierte Angebote veröffentlicht. Spotify, simfy und ähnlichen Diensten kann dieser egal sein.

Linkwertig: Google Currents, LocalUncle, Spotify, Silverlight

12.12.2011, 0 KommentareLinkwertig:
Google Currents, LocalUncle, Spotify, Silverlight

Google eifert Flipboard nach, Spotify eifert Pandora nach und mehr.

14 Kommentare

  1. Ruben
    schrieb am 7. September 2009 um 12:44 Uhr (#)

    Woran genau hakt es denn momentan bei Spotify für Deutschland? Warte sehnsüchtigst darauf.

  2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 7. September 2009 um 12:58 Uhr (#)

    Spotify gibt sich da zugeknöpft. Aber dürften wohl einfach auf Probleme bei den Verhandlungen mit der deutschen Musikindustrie zurückzuführen sein. Und deshalb fokussiert man sich – so wie ich das vorstanden habe – vorerst lieber auf den noch attraktiveren Markt USA und hat den Launch in Deutschland nach hinten verschoben.

  3. Gerd
    schrieb am 7. September 2009 um 16:18 Uhr (#)

    Hiermit http://support.apple.com/…534?viewlocale=de_DE können auch deutsche User die iPhone App laden. Man muss sich nur mit der Anleitung einen UK Account erstellen (Keine Kreditkarte oder sonstiges benötigt).

  4. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 7. September 2009 um 16:23 Uhr (#)

    Guter Tipp, danke. Damit hätten User dann schon mal die App. Dürfte aber nur geschätzten paar Tausend Premium-Nutzern aus Deutschland was bringen.

    Oder wie ist das, wird beim Kauf des Premium-Kontos über Spotify.com (z.B. mit Hilfe eines UK Proxies) die Herkunft der Kreditkarte gecheckt? Hat das jemand ausprobiert?

  5. Gerd
    schrieb am 7. September 2009 um 16:49 Uhr (#)

    Ja die Kreditkarte wird auf ihre Herkunft überprüft. Früher konnte man sich für den Premiumdienst auch noch mit deutscher Karte anmelden, jetzt leider nur noch mit einer aus den Spotifyländern.

  6. Sukram21
    schrieb am 7. September 2009 um 20:18 Uhr (#)

    Für Android-Nutzer ist der Download-Link http://bit.ly/11xOTA (auf Twitter gefunden) hilfreich. Dort lässt sich die apk – Installationsdatei herunterladen und dann auf Android ausführen und installieren. Bei mir hats geklappt :)
    Leider gibts immer noch das Problem mit der Premium-Mitgliedschaft.

  7. Joerg Peters
    schrieb am 7. September 2009 um 22:54 Uhr (#)

    @Gerd: Vielen Dank für den Tipp!

  8. Andreas
    schrieb am 8. September 2009 um 08:08 Uhr (#)

    Kein Premium-Kauf über Maestro-Karte und Paypal möglich = Epic Fail?

  9. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 8. September 2009 um 08:42 Uhr (#)

    Das Paypal fehlt, ist seltsam, ja. Aber Maestro??? Diese Karte spielt in den meisten Ländern außerhalb Deutschlands sowieso nur eine untergeordnete Rolle. Und im Web zahlen kann man damit doch so gut wie nie.

  10. teLLy
    schrieb am 8. September 2009 um 14:11 Uhr (#)

    Gerade ne Mail bekommen, das die mir Spotify-Free abstellen wollen weil ich Deutsch bin :-( Habe aber ja den Free Account und wenn ich mich einlogge, kann ich den Premium Account bestellen. Geht das ohne Probleme auch aus Deutschland? Und kann ich da mit meiner deutschen KK bestellen?

    Gruß

    der teLLy

  11. Martin Spindler
    schrieb am 8. September 2009 um 15:58 Uhr (#)

    @teLLy nein, da wie oben beschrieben die Kreditkarte auf Herkunft überprüft wird, ist auch mit existierendem Account ein Upgrade auf Premium mit deutscher Kreditkarte nicht möglich.

  12. teLLy
    schrieb am 8. September 2009 um 16:22 Uhr (#)

    ok, aber wenn ich jetzt den Account schon habe und irgendwo eine englische KK auftreibe, dann kann ich die Premium Mitgliedschaft auch in Deutschland nutzen oder?

  13. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 8. September 2009 um 16:48 Uhr (#)

    Wahrscheinlich. Wobei ich nicht weiß, ob nicht deine deutsche IP immer noch ein Problem wäre.

    Könntst du mir die Mail von Spotify vielleicht mal weiterleiten? Meine E-Mail steht hier. Thx, wäre nett.

  14. teLLy
    schrieb am 8. September 2009 um 20:54 Uhr (#)

    Mail is raus!

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.