Linkwertig:
Reuters, GoogleReader, Pornoportale

Marcel Weiss, 7. August 2009 09:00 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Nachrichten im Web
In den USA hat die Nachrichtenagentur AP einen aberwitzigen Plan vorgelegt, mit dem sie sich gegen unerlaubte Nutzung ihrer Texte absichern will. Damit würde nach Wunsch der AP das Verlinken und Zitieren ihrer Texte kostenpflichtig. Das führt zu abstrusen Situationen, in denen Blogger, welche als Quellen für AP-Artikel zu Rate gezogen werden, sich nicht mehr selbst zitieren können, ohne zu zahlen. AP-Konkurrent Reuters hat jetzt eine indirekte Antwort gegeben: Verlinken ist gut und wichtig.

» Reuters Steps Up; Says Linking, Excerpting, Sharing Are Good Things For The News | Techdirt

Facebook
Facebook spendiert den Pages vollen Open-Stream-API-Support. Damit können Inhaber von Pages, also Unternehmen, Bands etc., Inhalte bald über Desktop-Applikationen aktualisieren.

» Facebook Pages Getting Stream API Support – Look for New Page Management Apps Soon

Google Reader
Google Reader implementiert bei den Shared Items das Echtzeitweb-Protokoll PubSubhubbub[sic]. Damit erscheinen Shared Items auf Aggregatoren wie FriendFeed, welche das Protokoll unterstützen, in der Regel sofort(!). Ein interessante Implikation wird im Artikel angesprochen: Damit können die Shared Items und Google Reader bald sehr wichtig für das Breaking-News-Segment werden.

» Google Decided Reader Will Be The Real Time Hub | Regular Geek

Twitter-DDoS
Der gestrige Angriff auf Twitter zieht weiter Kreise. Facebook bestätigte mittlerweile, dass es zur gleichen Zeit einen DDoS-Angriff erlitt. Experten sagen, es war unabwendbar, dass so etwas passieren würde:

» Twitter, Facebook Attacks No Surprise to Security Experts | Epicenter | Wired.com

Online-Journalismus

NowPublic ist eine feste Größe in der Medienlandschaft von Kanada und darüber hinaus. Mit einem Stamm von 20 bis 25 Mitarbeitern (darunter fünf Redakteure) stellt die Nachrichtenplattform seit fünf Jahren Nachrichten zur Verfügung. Qualität und Wahrheitsgehalt beruhen – ähnlich wie bei Wikipedia – auf dem Prinzip der Schwarmintelligenz. Mehr als 200.000 aktive Nutzer stellen weltweit Beiträge ein.

» Medial Digital » NowPublic – eine Plattform für crowd-powered journalism

Internetsperren
Rechtsanwalt Udo Vetter im Interview:

Wie beurteilen Sie mit diesem Wissen die Aussage, dass es einen millionenschweren Markt für Kinderpornographie im Internet gebe?

Vetter: Das ist eine grobe Falschdarstellung, mitunter sogar eine bewusste Irreführung. Dies gilt insbesondere für die darauf aufbauende Behauptung, Kinder würden missbraucht, nur um solche Filme herzustellen. Tatsächlich gibt es weltweit keine Filmstudios, die für Geld Kinderpornos drehen.

» “Es gibt keinen Markt für Kinderpornographie” « Schaltzentrale

Unrentable Pornoportale
Nicht allzu überraschend:

Laut einer Untersuchung des Wirtschaftsmagazins Forbes machen Pornovideoseiten, nach dem Vorbild von YouTube, im Gegensatz zu ihrem Ruf nur wenig Gewinn.

» gulli: Tube-Sites: Kostenlose Pornoportale nicht profitabel

Hier erscheinen von Montag bis Freitag ausgewählte Links zu lesenswerten Texten und aktuellen Entwicklungen. Hinweise auf Texte gern an tipps.netzwertig at blogwerk.com

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1 Kommentar

  1. Holger71
    schrieb am 9. August 2009 um 22:21 Uhr (#)

    Verlinken ist gut und wichtig.

    …. //richtig!

    Kurz zum Thema Internetsperren: Wenn Provider und Suchmaschinen Webangebote mit Inhalten in Richtung “Kinderpornografie” sperren dann halte ich dies für gut und richtig. Bei Terrorismus-Aktivitäten, welche online geplant werden mag das auch alles ok sein – Stichwort: Überwachung” … aber es kann nicht sein, das Politiker in Deutschland ernsthaft darüber nachcenken, das gesamte Web zensiren zu wollen …. zumal rund 90% der Internet-Nutzer volljährig sind und da ja irgendwo auch das Recht auf Meinungsfreiheit und Informationsvielfalt zählt oder?

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