CancelAds – ein nachhaltiger Werbeblocker; routeRANK – eine grüne Verkehrsmittelsuche; und setlist.fm – ein Wiki für Setlisten.
cancelads
In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Mit der Werbung ist es so eine Sache. Niemand will von ihr in seinem Flow gestört werden. Gleichzeitig ist sie die Basis der Geschäftsmodelle vieler Webangebote, die man auch nicht missen möchte (
wie zum Beispiel auch alle Blogwerk-Blogs. Bitte Werbeblocker ausschalten – PS). Die deutsch-russische Kooperation
CancelAds versucht das Dilemma zu lösen, indem Leser bzw. Benutzer Abos kaufen können und dann keine Werbung mehr angezeigt bekommen.
Ein nachhaltiger Werbeblocker sozusagen. Charmante Idee, ob das Modell funktionieren kann wird sich zeigen. Voraussetzung dafür ist sicherlich, dass das Angebot genügend loyale Fans hat, die sich nicht genötigt sehen, sondern eine Freude am freiwilligen Unterstützen haben.
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Bundling, das Schnüren von Produkt-Paketen zu einem Mischpreis, ist die Praxis, mit der Microsoft den Markt erobert hat. Das gleiche Prinzip könnten Medienkonzerne online anwenden.
Die Medienindustrie ist verzweifelt auf der Suche nach einem neuen geschäftsmodell für das Online-Zeitalter. Die aktuelle Diskussion dreht sich in weiten Teilen um Micropayments: Ist es möglich, die Anwender dazu zu bringen, kleine beträge für jeden Artikel zu bezahlen? Die Metapher “iTunes für News” scheint ein bevorzugtes Modell für viele Medienleute zu werden, und grosse Player wie News Corp planen bereits die Umsetzung von Micropayment-News-Modellen.
Ich denke, falscher könnte die Stossrichtung gar nicht sein. Es ist doch mehr als erstaunlich, dass die traditionellen Medienunternehmen blind zu sein scheinen für die Faktoren, welche ihr herkömmliches Geschäftsmodell erfolgreich gemacht haben. » weiterlesen
Twitter
Eigentlich wollte ich TechCrunchs Ausweidung der gestohlenen Twitter-Interna nicht verlinken, aber die Zusammenfassung der Strategien ist doch zu interessant, weil sie zeigt, wie Twitter tickt:
» Twitter’s Internal Strategy Laid Bare: To Be The Pulse Of The Planet’
Zlio
Exciting Commerce analysiert die strategischen Fehler von Zlio, die sich nach anfänglichen Erfolgen mit ihren Usern den falschen Goldesel ausgesucht haben.
Für ein Zlio aber, das sich auf die Fahnen geschrieben hat, seine Nutzer quasi reich zu machen, ist ein Freemium-Modell natürlich fatal. Man kann sich ausrechnen, was passiert, wenn die Masse der Nutzer das Gefühl hat, mit einer minderwertigen (Basis-)Version abgespeist zu werden, während es die optimale Version nur gegen Aufpreis gibt.
» Social Commerce: Wie sich Zlio selber das Wasser abgräbt
Schweiz
Auch die Schweizer Regierung ist im Echtzeit-Fieber und plant eine Echtzeit-Überwachung des Internetverkehrs von verdächtigen Personen.
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Google Voice ist ein kostenloser, webbasierte Telefonmanager. Unter dem Motto “Eine Nummer für alle deine Telefone, für immer” hat der bisher nur in den USA verfügbare Dienst das Zeug, die Telefonie zu revolutionieren – und könnte eines Tages Skype gefährlich werden.
Google Voice
In der Folge der Wirtschaftkrise scheint es, als ob sich junge Webdienste immer seltener den Luxus eines ausgiebigen “Stealth mode” oder einer langen, geschlossenen Beta-Phase gönnen und stattdessen schnellstmöglich einer großen Benutzerzahl Zugang gewähren wollen. Die Konsequenz für Web-Enthusiasten wie uns ist, dass es nur noch wenige Services gibt, auf die wir sehnsüchtig warten und bei denen wir uns auf den Tag freuen, an dem wir eine Einladung zur Testphase erhalten.
Aber zum Glück gibt es Google. Nicht nur das Chrome OS und die neuartige Kommunikations- und Kollaborationsplattform Wave stehen dort in der Pipeline, sondern auch der Telefonmanager Google Voice. Wenn es einen Onlinedienst gibt, auf dessen Launch ich persönlich ungeduldig warte, dann ist es dieser. Bisher ist Google Voice lediglich auf Einladung und nur in den USA verfügbar.
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Hamburger Erklärung
Google hat für die Hamburger Erklärung, in der Verlage Leistungsschutzrechte fordern, gerade mal ein Schulterzucken übrig. Wer von Google keine Besucher geschickt bekommen möchte (Google vermittelt Nachrichtenseiten monatlich eine Milliarde Visits) braucht das nur im robots.txt-File angeben. Google nimmt aber keine Rücksicht auf diverse Einzelinteressen.
» Working with News Publishers
Bing
Bing lanciert ein Mashup, bei dem neben den Suchergebnissen von Bing auch die letzten Tweets zum Thema angezeigt werden. Wie bei Technoratis Twitterati kann man auch hier sagen: Warum nicht, aber einem Suchmaschinenriesen sollte beim Thema Echtzeit etwas mehr einfallen.
» BingTweets
» BingTweets Debuts
Facebook
Facebook hat jetzt 250 Millionen Benutzer.
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Twitter kommt das Verdienst zu, die Echtzeit-Publikationsmöglichkeiten des Internets aufzuzeigen. Das war nur dank seiner quasi-Monopolstellung möglich.
Der Medienhype hat Twitter gross gemacht – und dabei war nie genau klar, was eigentlich der Zweck des Systems ist, und noch weniger, wie man damit Geld verdienen soll (ach ja, mit Werbung…). Diese beiden Umstände erweisen sich jetzt als Glücksfall, denn das scheinbar zweckfreie, aber von Sexappeal der Selbstdarstellung genährte Phänomen Twitter erhielt dadurch die Zeit zu etwas zu wachsen, was in der umkämpften Ideenplattform Internet immer seltener wird: Ein Standard.
Aber ein sehr offener Standard, der keinerlei Vorgaben über die Art der Nutzung macht, wie mir drei aktuelle Stories vergangene Woche verdeutlicht haben:
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High-Tech
Laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung sind Firmengründungen in der High-Tech-Industrie im vergangenen Jahr um elf Prozent zurückgegangen.
» Firmengründungen in der High-Tech-Industrie auf neuem Tiefstand
Netzkultur
Diedrich Diederichsen über die mögliche politische Kernkraft, die in der Netzkultur steckt.
Aber die Attraktion des Web sind Möglichkeiten, die es anderswo nicht gibt, weil sie im Widerspruch zu generellen gesellschaftlichen Regelungen stehen; zu Traditionen, Strukturen, Natürlichkeitsannahmen. Dies aber ist ein politisches Verhältnis. Politisch ist aber nicht nur das Verhältnis dieser Netzchancen zu ihrem Außen, sondern auch das der negativen zu den positiven Entwicklungen.
» Postskriptum zur Piratendiskussion
Socialtext
Socialtext lanciert eine Microblogging-Lösung für Unternehmen. Billig ist es nicht, dafür wird der Server gleich mitgeliefert.
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Twitter in Deutschland
Twitter legt in Deutschland rapide zu, ist aber immer noch ein kleiner Spatz.
» Zahl der Twitterer in Deutschland legt um 34 Prozent zu
» Twitter – Der Spatz im Reich der großen Web 2.0-Tiere
BBC
Die BBC plant eine Fernsehproduktion über das Web. Der Produktionsprozess dafür ist offen und kollaborativ.
Entstehen soll so – nach dem Open-Source-Prinzip, wie BBC Two den Produktionsprozess charakterisiert – eine Dokumentation darüber, wie das seit 20 Jahren bestehende Web das Leben der Menschen verändert.
» Digital Revolution
» BBC plant Open-Source-Fernsehproduktion
E-Mail
E-Mail einmal anders: Die Schweizerische Post hat ein Programm gestartet, bei dem Kunden ihre Post scannen lassen und in digitalisierter Form zugestellt bekommen können.
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Die heute vorangekündigte neue Version von Microsoft Office 2010 zielt in einer Hinsicht direkt auf Google: Kostenlose Versionen von Word, Excel, PowerPoint und OneNote werden per Webbrowser verfügbar sein. Der Kampf der Giganten heizt sich weiter auf.
Noch ist der Launch etwas holprig: Microsoft hat zwar schon einige Journalisten über die neue Office-Version gebrieft, aber die offizielle Website wurde inzwischen wieder vom Netz genommen. Aber egal, die wohl entscheidendste Neuerung in Office 2010 ist raus: Microsoft wird gratis Web-Versionen seiner beliebtesten Anwendungen anbieten und tritt damit natürlich direkt in Konkurrenz mit Googles kostenloser Online-Software Google Docs.

Die Online-Version von Word 2010. Bild: TechCrunch
Die Details sind noch spärlich, aber soviel liess sich Microsoft entlocken: Die Web-Versionen werden nicht nur auf Internet-Explorer laufen, sondern sind auch auf Firefox und Safari getestet (an einer Chrome-Version wird gearbeitet). Das User-Interface wird identisch zur lokal installierten Version die in Office 2007 eingeführten “Ribbons” verwenden und sollte damit Office-Usern gleich bekannt vorkommen.
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Irgendwie wirkt die IT-Industrie – inklusive Internet-Sektor – nicht mehr so spannend wie auch schon. Die Luft scheint ein bisschen raus zu sein, das aus dem Innovationstempo. Steckt mehr dahinter als die aktuelle Wirtschaftskrise?
Wie die meisten Innovationen scheint die Marktdurchdringung von IT einer S-Kurve zu folgen. Die ersten Computer hatten sehr wenige Benutzer, vor allem grosse Firmen. Mit dem PC ist die Nutzung von IT in der Gesellschaft explodiert, hat Tempo gewonnen mit den benutzerfreundlichen grafischen Oberflächen und den Höhepunkt mit der Erfindung des World Wide Web erreicht. Aber jetzt scheint sie an Geschwindigkeit zu verlieren.
Eine stark vereinfachte Darstellung der langfristigen IT-Innovationskurve könnte etwa so aussehen:
Es gibt zahlreiche Anzeichen, dass der Informatiksektor Tempo verliert. Einige Beispiele:
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