In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal: tvister – ein web-basierter Programmbegleiter; Picok – ein persönliches Informations Cockpit; und Lokales.at – Portale für österreichische Städte und Regionen.
tvister
tvister ist ein neuer, web-basierter Programmbegleiter für das Fernsehen. Die Seite ist erfreulich übersichtlich strukturiert: Auf der Startseite gibt es einen Überblick über das aktuelle Programm, welche Personen gerade ‘on air’ sind und die Höhepunkte des Tages. In Unterrubriken erfährt man mehr über Sendungen, Schauspieler und das Fernsehprogramm.
Nett: Bei den Seiten zu Filmen, Sendungen oder Personen werden auch andere Quellen – etwa Videos von Sevenload – eingebunden bzw. verlinkt. Einige soziale Features sind geplant.
picok
Mit
Picok – dem “persönlichen Informations Cockpit” – kann man seine eigene Startseite selbst betreiben. Wie bei Netvibes und anderen Startseiten kann man sich per Drag&Drop persönlich relevante Inhalte zusammenstellen, nach eigenem Geschmack anordnen und in Tabs organisieren.
Zur Verfügung steht eine Reihe von Modulen (Feeds, Notizen, Suche, Terminplanung via Doodle, Wetter, Wikipedia oder Wörterbuch), was genau legt der Administrator bei der Installation fest. Da es sich um ein Open-Source-Projekt handelt, können bei Bedarf auch eigene Module entwickelt werden.
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NewsGator
Google hat mit dem Google Reader den Markt an webbasierten Feedreadern mehr oder weniger leer gefegt. Mit NewsGator Online streicht nun eine der wenigen verbliebenen Alternativen die Segel. Google nimmt die Benutzer mit offenen Armen auf – die Desktop-Anwendungen können fortan mit Google Reader synchronisiert werden.
» A hearty welcome to NewsGator users
AOL
AOL beschäftigt zum Befüllen der Inhalte auf den verschiedenen Portalen mittlerweile nicht weniger als 1500 Mitarbeiter. Die Zahl hat sich seit 2008 verdoppelt.
» AOL Newsroom Now Has 1,500 Writers
The European
Alexander Görlach und Lukasz Gadowski starten ein Nachrichten-Portal mit dem Motto “Starke Meinungen. Journalismus für das Netz. Keine Dienstwagen.”
Wir haben uns eine eigenständige Ordnung ausgedacht, welche die klassischen Ressorts aufbricht, um die großartigen Möglichkeiten des World Wide Web voll auszuschöpfen.
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Medienmanager täten gut daran, sich wieder einmal die Bücher des legendären kanadischen Medienforschers Marshall McLuhan zu Gemüte zu führen. Denn auch hinsichtlich der kommerziellen Entwicklung der Medienmärkte sind die Einsichten McLuhans — besonders seine berühmteste These “Das Medium ist die Botschaft” — äusserst nützlich.
Marhall McLuhan wahr wohl derjenige Medienwissenschaftler, der im Fernsehzeitalter die Diskussion über Medien wie kein anderer geprägt hat. Nicht zuletzt war dafür sein Talent entscheidend, komplexe Argumentationsfäden in einfach wiederzugebene Phrasen zu verpacken. “Das Medium ist die Botschaft” und “globales Dorf” sind nur zwei davon.
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Facebook und Google
Google und Facebook sind nicht die allerbesten Freunde. Dennoch haben sich Entwickler beider Unternehmen nun zusammengetan, um eine offizielle Facebook-App für Android zu bauen.
» Pigs Fly As Facebook And Google Work Together On An Android App
aka-aki
aka-aki, ein mobiles soziales Netzwerk aus Berlin, gibt es jetzt auch für den BlackBerry.
» Finally! aka-aki now available for BlackBerry
OpenID
Via JanRains RPX wurden Seiten, die Google Apps For Domains verwenden, automagisch zu OpenID-Providern. Mitarbeiter brauchen dadurch beim Anmelden bei Diensten (die OpenID unterstützen) nur noch die URL des Unternehmens angeben, die Authentifizierung wird dann über das Google-Konto abgewickelt.
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17 Monate nach den ersten Fusionsgerüchten haben Microsoft und Yahoo sich nun endlich auf eine langjährige Zusammenarbeit geeinigt. Doch auch wenn dieser ausgesprochen wirre Deal kurzfristig ein Gegengewicht zu Google schafft, wird er die beiden Firmen nicht vor ihrem Abstieg im Internetgeschäft retten.
10 Jahre soll
die heute angekündigte Zusammenarbeit zwischen Microsoft und Yahoo im Bereich Web-Suche und Werbeverkauf reichen. Nach dem
dramatischen Übernahmeversuch letztes Jahr mutet dieser Deal nun ziemlich lauwarm und eigenartig kompliziert an. Wir haben in einem
früheren Artikel heute die zahlreichen Komponenten der Zusammenarbeit schon ausführlich aufgelistet.
Microsoft und Yahoo haben beide nicht aus Positionen der Stärke verhandelt. Microsofts Internetgeschäft ist schon seit bald 15 Jahren ein Milliardengrab, der Marktanteil mehr als bescheiden. Die kürzlich gelaunchte neue Suchmaschine Bing ist zwar ein gutes Produkt, aber zieht nur gerade knapp mit Google gleich — das ist zu spät und zu wenig. Yahoo befindet sich schon seit Jahren auf dem Abstieg, musste sich durch mehrere Managementwechsel, grossen Stellenabbau und diverse Krisen quälen.
Das nun abgeschlossene Abkommen zeigt diese Schwächen deutlich auf und ist ein Beispiel aus dem Bereich “Deals wie sie nicht sein sollten”:
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Microsoft und Yahoo haben eine auf 10 Jahre angelegte Zusammenarbeit im Suchbereich bekannt gegeben.
Ein neues Kapitel in der unendlichen Geschichte von Microsoft und Yahoo ist eröffnet: Nach monatelangem Verhandeln haben Microsoft und Yahoo eine Einigung erzielt und
offiziell eine Zusammenarbeit in Form eines Joint Venture im Suchmaschinenbereich bekannt gegeben.
Die wichtigsten Punkte:
- Die Zusammenarbeit ist auf zehn Jahre angelegt.
- Die Microsoftsuche Bing wird die Default-Suchmaschine bei Yahoo. Yahoo-Bing wird gemeinsam in den USA immerhin 28 Prozent Marktanteil erreichen. Die Suchindizes werden zusammengelegt.
- Yahoo wird im Gegenzug der exklusive weltweite Vermarkter für die “premium search advertisers”.
- Die Salesabteilungen für herkömmliche Displaywerbung bleiben getrennt.
Damit arbeiten Nummer Zwei und Drei im Suchmaschinenmarkt zusammen. Es wird spannend werden, die Entwicklung zu beobachten.
Fraglich bleibt, was aus dem innovativen Yahoo BOSS wird, über das wir hier berichtet hatten. Die gleiche Frage stellt man sich auf ReadWriteWeb: Was passiert mit BOSS, Delicious (das in der Suchmaschinenabteilung von Yahoo liegt) und Searchmonkey?
Weitere Links zum Thema:
Spotify hofft, dass seine lange erwartete Applikation für das iPhone von Apple zugelassen wird. Als iTunes-Konkurrent stehen die Chancen nicht gut. Das wäre schade, denn eigentlich passen Apple und Spotify gut zueinander. So gut sogar, dass sie gemeinsam viel erreichen könnten.
Spotify
Am Montag gab der viel gelobte und in Deutschland bisher nicht verfügbare Musikstreaming-Dienst
Spotify bekannt, dass die von Fans (und auch von mir) lange ersehnte iPhone-Applikation
nun auf die Freigabe von Apple wartet. Die Begeisterung über diesen Schritt des mittlerweile fünf Millionen Nutzer zählenden Streaminganbieters
war groß. Und das, obwohl fragwürdig ist, ob Apple die Anwendung tatsächlich auf seine Smartphones loslassen wird. Immerhin bietet das Unternehmen mit dem iTunes Music Store ein handfestes Konkurrenzprodukt.
Während man im Stockholmer Spotify-Hauptquartier zuversichtlich zu sein scheint, alle Anforderungen von Apple erfüllt zu haben und grünes Licht zu bekommen, habe ich mir genauer Gedanken über das zukünftige Verhältnis von Spotify und Apple gemacht.
Die P2P-Software des Startups wird gerne als Cloud-Version von iTunes bezeichnet. Genau das fehlt Apple Chef Steve Jobs bisher.
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Nichepapers
Umair Haque beschreibt den Übergang der ‘alten’ Produktionsbedingungen für Nachrichten zum Journalismus im 21. Jahrhundert. Die Zukunft liegt in den Nischen.
» The Nichepaper Manifesto
Manifest-VZ
Das StudiVZ hat ein Manifest mit dem Titel ‘Netzwerke mit Verantwortung’ erstellt. Einerseits ist es nicht schwer, einen Seitenhieb gegen die Konkurrenz – sprich Facebook – auszumachen (“Wer in Deutschland Dienste anbietet, muss sich an deutsches Recht halten – ohne Ausnahme und ohne Tricks”). Andererseits versprechen sie aber auch, den Nutzern die Chancen, die soziale Netzwerke bieten, zugänglich zu machen. Auch hier fordern sie den Vergleich mit der Messlatte Facebook quasi heraus.
» Netzwerke mit Verantwortung. Und Konkurrenz.
Google Wave
Google hat den Quelltext einiger Komponenten von Google Wave unter der Apache-Software-Lizenz veröffentlicht.
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Rund um die Favoriten-Funktion bei Twitter entsteht eine neue Parallelwelt der geistreichen Einzeiler und Wortwitze. Wir stellen die Dienste vor, welche die Favoriten sichtbar machen.
Die ARD war mit der Serie "Sternenfänger" ihrer Zeit weit voraus.
Eine anfangs eher nebensächliche und von vielen Twitter-Nutzern bisher kaum gebrauchte Funktion sind die Favoriten. Mit einem Klick auf den sich gelb färbenden Stern kann man Tweets anderer quasi als Lesezeichen
für später speichern . Das bietet sich etwa an, wenn man mobil Twitter liest und interessante getwitterte Links für später daheim zwischenspeichern will. Seit einige Dienste die öffentlich einsehbaren Favoriten aggregieren und die Favoriten pro Tweet anzeigen, ist ein bemerkenswerte Dynamik entstanden. In den USA und zunehmend auch in Deutschland gibt es Twitter-Nutzer, die es sich zum Ziel gemacht haben, sich gegenseitig zu bespaßen und die 140-Zeichen-Grenze so gekonnt wie möglich auszureizen. Wir stellen die Dienste vor, mit denen man die amüsantesten Tweets finden kann.
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Dieser Artikel wurde zuletzt 15:20 Uhr aktualisiert.
Anfang Juli hatten wir über die Pläne von studiVZ berichtet, den hauseigenen Microblogging-Dienst Buschfunk enger mit Twitter zu verzahnen. Heute ist die Integration online gegangen und wird nun Schritt für Schritt allen 14 Millionen Mitgliedern von studiVZ, meinVZ und schülerVZ zugänglich gemacht. Auch das Aktualisieren des Status per SMS ist nun möglich.
Nach dem Verknüpfen des studiVZ-Kontos mit Twitter erscheinen eigene Tweets im persönlichen Buschfunk. Innerhalb von studiVZ publizierte Status-Updates werden zugleich im eigenen Twitter-Stream veröffentlicht.
Die studiVZ-Netzwerke sind damit – zumindest theoretisch – auf einen Schlag Deutschlands größter Twitter-Client. Die tragweite der Integration haben wir hier analysiert.

Vom Buschfunk twittern.
Unter dem Menüpunkt “Mein Account” können Nutzer ihr Konto mit Twitter verknüpfen.

studiVZ-Konto mit Twitter verknüpfen
studiVZ setzt auf die sichere Authentifizierung per OAuth.

Sichere Authentifizierung per OAuth