In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal: Vidmap – Geo-Tagging von Videos; search4songs – Preise von MP3s vergleichen; und tweetranking – Twitterer empfehlen Twitterer.
vidmap
Vidmap ist eine Plattform, auf der man seine Videos mit Geodaten annotieren kann. Auf einer Google Map kann der Streckenverlauf eingezeichnet werden, das Video und die Position auf der Karte werden in der Folge nebeneinander und synchronisiert dargestellt.
Bewegung hat natürlich einen gewissen hypnotischen Magnetismus, besonders Fahrten mit Zug, Auto oder Motorrad lassen sich damit recht nett dokumentieren.
search4songs
Auf
search4songs kann man die Preise für MP3s von einzelnen Songs oder Alben bei mehreren Musikportalen vergleichen. Derzeit werden Amazon MP3, iTunes, Musicload, Medion, Musicbox, Universal Music und Saturn unterstützt.
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Clive Thompson über die Möglichkeiten durch die Digitalisierung des Buches.
Clive Thompson hat in dem US-Magazin Wired einen sehr lesenswerten Artikel über die
Zukunft von Büchern und dem Lesen allgemein geschrieben.
Thompson weist darauf hin, dass jede Form von Medium, die digital ging durch ihr jeweiliges Publikum verändert wurde. Wann immer ein Ausschnitt aus einem TV-Programm online gestellt wird oder ein Blogposting online geht, beginnen die Leute, zu kommentieren und nehmen sich daraus Passagen und reichen diese weiter. Warum das mit Büchern noch nicht passiert ist? Weil sie in Druckerschwärze auf Papier eingeschlossen sind.
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Wagn
ReadWriteWeb berichtet über den Start von Wagn, einem Wiki, das auf der Metapher beliebig schachtelbarer Karten basiert. Wiki Erfinder Ward Cunningham nennt es die erfrischendste Innovation, die er bis dato gesehen hat.
» Wagn
» Wagn 1.0 Blazes a Bold New Trail in Wiki Software
WordPress
Die Version 2.8 (Baker) von WordPress steht seit gestern zum Download bereit. Eine Liste mit allen Änderungen liegt hier.
» 2.8 Release Jazzes Themes and Widgets
Facebook
Anil Dash antizipiert die Geschehnisse und Berichterstattung rund um den morgigen Launch von den Facebook Benutzernamen. Amüsante Lektüre, allerdings auch etwas besserwisserisch.
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Immer wieder tauchen Studien auf, die belegen wollen, warum Filesharing und illegale Downloads sich doch nicht negativ auf die Medienbranche auswirken. Statt solche Märchen zu verbreiten, wäre es angebrachter, das Kind bei seinem Namen zu nennen.
Es hat sich zu einer Mode entwickelt, durch Studien oder Untersuchungen belegen zu wollen, dass Filesharing und “illegale” Downloads nur geringe, keine oder womögliche sogar positive Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Konsumenten haben. Und es ist durchaus legitim, die Folgen der Digitalisierung auf die Medienmärkte zu untersuchen, statt blind den Behauptungen der Betroffenen zu vertrauen.
Das Problem ist aber, dass nicht selten die eigene Interpretation der jeweiligen Studie dafür herhalten muss, um aufzuzeigen, wie harmlos Tauschbörsen & andere, nicht autorisierte Angebote für die Musik-, Film- und Buchindustrie angeblich sind. Wie oft bin ich in letzter Zeit nicht auf Berichte und Blogpostings mit Überschriften wie “Music Sale losses due to Gaming/DVDs, not P2P” (Sinngemäß: Einbruch im Musikgeschäft wegen Spielen und DVDs, nicht aufgrund von Tauschbörsen), “Musik-Piraten sind eifrigste Musik-Käufer” oder “Buch-Piraterie harmloser als gedacht” (ja das war bei uns) gestoßen.
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Google Fusion Tables
Google ist wieder in beta-Laune und veröffentlicht ein Tool nach dem anderen. Seit gestern können Daten in Google Fusion Tables visualisiert und kollaborativ editiert werden.
» Google Fusion Tables
» New From Google: Fusion Tables
E-Commerce
Exciting Commerce über die Strukturkrise des deutschen Versandhandels.
Die Dominanz und die angestammte Marktmacht von Otto, Quelle und Neckermann hat in Deutschland dazu geführt, dass kaum neuartige Geschäftsmodelle entstehen konnten. So finden diese inzwischen samt und sonders ihren Weg aus den USA bzw. zunehmend auch aus Frankreich zu uns.
» Beginnt jetzt die Zukunft des deutschen Versandhandels?
Last.fm
Die drei Gründer von Last.fm verlassen das Schiff. Die Ankündigung ist kurz und schmerzlos.
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Kein Zweifel, die Medienbranche steckt in einem fundamentalen Wandel, und niemand weiss, wie die erfolgreichen Geschäftsmodelle der Zukunft aussehen werden. Manchmal hilft es da, sich die Sache aus der Perspektive guter alter ökonomischer Gesetze anzuschauen. Die gelten nämlich auch im Zeitalter der Digitalisierung.
Die Diskussion um die Zukunft der Medienbranche ist weiterhin von Ideologie statt Sachlichkeit geprägt. Zwischen Internetfans (“Information will frei sein”) und Traditionalisten (“Guter Journalismus muss gutes Geld kosten”) scheint es kaum Gemeinsamkeiten zu geben. Internet-Propheten sprechen den Medienkonzernen oft schon jedes Recht ab, für ihre Produkte überhaupt Geld von den Konsumenten zu verlangen, während so manche Manager etablierter Medienkonzerne das lästige Internet am liebsten schliessen lassen würden.
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Google Translator Toolkit
Google startet ein Toolkit für Übersetzer. Texte werden dabei in einer kollaborativen Feedback-Schleife zwischen Mensch und Google Translate übersetzt.
» Google Translator Toolkit
» Translating the world’s information with Google Translator Toolkit
Copyright
Spreeblick wirft einen Blick auf das Urheberrecht bzw. Copyright und macht dabei die gesellschaftlichen Opportunitätskosten deutlich.
Deren Autoren, die Wissenschaftler also, forschen im besten Falle mit Steuergeldern bezahlt an der Uni, müssen also nicht vom Verlag alimentiert werden. Im Gegenteil, oft zahlen Wissenschaftler, auch wenn sie keinen festen Job haben, dem Verlag hohe Zuschüsse zu den Produktionskosten. Vielfach sind das Privatgelder oder weitere Steuergelder. Die Fachbücher werden dann teuer an Unibibliotheken verkauft, die diese Bücher mit Steuergeldern zahlen.
Im Extremfall werden also in drei Schritten Steuergelder dafür ausgegeben, dass ein Verlag Geld verdient und Wissen in Kleinauflage nur in Fachbibliotheken steht, statt beispielsweise allgemeinfrei online verfügbar zu sein.
» Die Tragweite der Copyright-Wars
YouTube
Laut Quellen von TechCrunch liefert YouTube jeden Tag etwa 1,2 Milliarden Videos aus.
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Wer von einer Sache überzeugt ist, trifft immer auf Gegenwind. Wichtig ist, richtig zu reagieren und schlagfertige Argumente parat zu haben. Es liegt in unserer Hand, die gesellschaftliche Sichtweise auf das Internet positiv mitzuprägen.
Wir, die Autoren von netzwertig.com sowie wahrscheinlich einige Leser dieses Blogs, sind so etwas wie Missionare. Unser Bestreben ist es, die Kenntnis über die schier unbegrenzten Möglichkeiten des Webs zu verbreiten und andere mit unserem Enthusiasmus und unserer Neugier anzustecken.
Grundlage für dieses Handeln ist die Überzeugung, dass der intensive Einsatz des Internets stark positive Auswirkungen auf den privaten sowie beruflichen Alltag von Personen und Gruppen sowie auf Wirtschaft und Gesellschaft hat.
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Rivva
Gute Nachricht für alle News-Junkies: Frank Westphal hat sich das Feedback rund um die Ankündigung der Einmottung von Rivva zu Herzen genommen.
Dankeschön für die unzähligen Kommentare, Vorschläge, Offerten. Gestorben wird später.
» Tomorrow never knows
Twitter
Das musste ja kommen: Mit Super Chirp gibt es einen neuen Dienst, bei dem man seinen Twitter-Strom monetarisieren kann. Zumindest kann man es versuchen. Abos kosten zwischen einem und zehn Dollar, die Tweets werden als DMs zugestellt.
» Super Chirp
» Paid Twitter Streams Are Here: Super Chirp
Technophilie
Kevin Kelly über unsere Liebe zur Technik, Maschinen und dem Web.
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Es kristallisieren sich zwei Klassen von sozialen Netzwerken heraus: Auf private Interaktion zwischen Bekannte spezialisierte Netzwerke und solche, welche hauptsächlich für die Distribution von Inhalten verwendet werden.
In den letzten Monaten und Jahren sind eine Menge soziale Netzwerke entstanden, die in ihrer Entwicklung teilweise recht unterschiedliche Entwicklungen genommen haben. Dabei haben sich zwei von einander mehr oder wenige abtrennbare Klassen herauskristallisiert, die wir hier vorstellen und von einander abgrenzen wollen.
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