Die Zukunft des Lesens
Clive Thompson über die Möglichkeiten durch die Digitalisierung des Buches.
Clive Thompson hat in dem US-Magazin Wired einen sehr lesenswerten Artikel über die Zukunft von Büchern und dem Lesen allgemein geschrieben.Thompson weist darauf hin, dass jede Form von Medium, die digital ging durch ihr jeweiliges Publikum verändert wurde. Wann immer ein Ausschnitt aus einem TV-Programm online gestellt wird oder ein Blogposting online geht, beginnen die Leute, zu kommentieren und nehmen sich daraus Passagen und reichen diese weiter. Warum das mit Büchern noch nicht passiert ist? Weil sie in Druckerschwärze auf Papier eingeschlossen sind.
Thompson:
Release them, and you release the crowd.
Thompson beschreibt im Artikel weiter einige Systeme und Werkzeuge zum Diskutieren und Kommentieren von ganzen Büchern und einzelnen Passagen. Tatsächlich wird das wohl Spannendste werden, wie sehr die durch die Digitalisierung ermöglichte Ausweitung der Metaebene – also des Kommentierens, Annotierens und direkten Einflechtens von Sekundärliteratur – das älteste Medium der Menschheit nachhaltig verändern wird.
Vor einiger Zeit schrieb ich hier auf netzwertig.com:
All die Möglichkeiten, die jetzt auf öffentlich zugängliche Artikel im Web beschränkt sind, auf Bücher – auf Romane und Sachbücher – auszuweiten, wird uns eine völlig neue Welt offenbaren.
Thompson berichtet von Bob Stein, einem Veteran, was E-Publishing betrifft. Stein glaubt, dass die Digitalsierung eine neue Klasse “professioneller Leser” hervorbringen wird – Leute, die so gut sind, dass du für ihre Fussnoten bezahlen würdest.
Sehr lesenswert:
» Clive Thompson on the Future of Reading in a Digital World
Siehe zum Thema auch:
(Foto: kwerfeldein; CC-Lizenz)















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Ich lese total gerne Bücher, bzw. ich lese gerne vom Papier.
Auch sehr lange Dokumente auf der Arbeit drucke ich lieber aus.
Zwar sind Notizen und Markierungen in Dokumenten auf dem PC ganz nett, aber irgendwie ist mir Papier mit Marker und handschriftlichen Notizen doch (noch) lieber.
Sekundärlitaratur fand ich schon immer lästig. Um so erfreuter war ich, wenn ich ein Buch erhielt, in dem ein Vorleser bereits – meist passende – Markierungen und kurze Notizen hinterlassen hatte.