Siegeszug des Internets:
Die Elite hat Angst

Die Anfeindungen zwischen Netz-Kritikern und Web-Enthusiasten erreichen neue Höhepunkte. Warum scheint die Debatte in Deutschland größere Ausmaße anzunehmen als zum Beispiel in den USA?

Die Elite hat AngstIm Wochentakt werden wir Zeuge von engstirnigen, pauschalen und unqualifizierten Rundumschlägen gegen das Internet. Urheber sind zumeist Journalisten, Professoren, promovierte Medienexperten oder Politiker. Während das grundsätzliche Bestreben, auch in der digitalen Welt ein friedliches und faires Miteinander sicherzustellen, keineswegs abwegig ist, kann man die Vorgehensweise und Argumentation in den meisten Fällen als völlig kontraproduktiv und fehl am Platz bezeichnen.

Intensiv hat die deutsche Netzgemeinde in den vergangenen Monaten versucht, sich mit den unterschiedlichsten Attacken ihrer Kritiker auseinanderzusetzen und diese zu widerlegen.

Was mir aber schon seit einiger Zeit keine Ruhe lässt, ist die Frage nach dem Warum. Warum hat es den Anschein, dass die Anfeindungen zwischen Web-Enthusiasten und -Skeptikern in Deutschland erheblich größere Ausmaße annehmen als z.B. in den USA, wo der neue Präsident Barack Obama das Internet von Beginn an als Chance angesehen hat, oder in Schweden, wo ich seit drei Jahren lebe?

Ich bin kein Soziologe und werde meine Aussagen nicht mit Studien oder wissenschaftlichen Experimenten belegen. Aber ich habe eine Leidenschaft dafür, zu beobachten und zu analysieren, was um mich herum geschieht. Zudem hilft mir die nach einigen Jahren im Ausland entwickelte Distanz, Prozesse in meinem Heimatland objektiver zu beurteilen.

An den zahlreichen Debatten der letzten Zeit wird deutlich, woran es hapert: Die Elite in Deutschland hat Angst vor dem Web. Sie, also Entscheider, Gestalter und Menschen mit Einfluss auf die Gesellschaft, haben enorme Probleme damit, die Web-Phänomene zu verstehen, die gerade eine Revolution vorantreiben. Eine friedliche und digitale Revolution. Eine Revolution, bei der sich Machtverhältnisse verändern, bei der Menschen ohne Einfluss plötzlich Gehör finden und andere, die bisher viel zu sagen hatten, sich schlagartig mit deutlich weniger Aufmerksamkeit begnügen müssen oder aber stärkeren Gegendwind erfahren.

Nun könnte man fragen: Wieso machen es die führenden Personen hierzulande nicht ganz einfach wie Barack Obama und andere US-Amerikaner? Warum versuchen sie nicht, das Web für ihre Zwecke zu nutzen und die Möglichkeiten darin zu sehen, statt eine grundsätzliche Abneigung gegen das Netz zu entwickeln? Deutschland hat zwar nur knapp ein Drittel so viele Einwohner wie die USA, aber mehr als die Hälfte derer lassen sich online erreichen.

Die Antwort, so glaube ich, liegt in der hiesigen Zusammensetzung dessen, was ich gerade als Elite bezeichnet habe.

In den USA gibt es viele gebildete Menschen, einflussreiche Wissenschaftler, Professoren und Autoren. Doch mindestens den gleichen Stellenwert wie der intellektuelle Status hat Unternehmertum. Wer in den USA etwas aufbaut, eine Firma gründet, damit aufsteigt, Jobs schafft und zugleich Geld verdient, ist hochangesehen. Ganz ähnlich ist die Situation hier in Schweden.

In Deutschland aber garantiert traditionell etwas anderes hohes Ansehen: Klassische Bildung, so beispielsweise exzellente Kenntnis deutscher Geschichte, Konflikte, Dichter, Philosophen und Literaten. Wer dieses Wissen beherrscht und ein ausführliches Universitätsstudium vorweisen kann, braucht sich nicht davor scheuen, im Rampenlicht zu stehen, und hatte bisher gute Chancen, Einfluss und Macht zu erlangen. Folgt man hingegen seinem unternehmerischen Drang oder ist gar darauf aus, viel Geld zu verdienen, muss man sich mit weit weniger Status abfinden – selbst wenn dabei Jobs entstehen und mitunter positiv auf die zukünftige Entwicklung des Landes eingewirkt wird. Und überhaupt: Reich zu sein, gehört in Deutschland bekanntlich nicht zu den Dingen, von denen man stolz seinem Nachbarn berichtet.

Die Elite in Deutschland kann nicht – wie ihr Pendant in den USA oder in Schweden – offen auf das Netz zugehen, sich vorurteilslos mit ihm auseinandersetzen und versuchen, die Vorteile für sich und für die Gesellschaft zu erkennen und zu nutzen. Sie definiert sich nämlich zu einem großen Teil über klassische Bildung, über ihren intellektuellen Stand. Das Internet beendet dessen Tauglichkeit als Alleinstellungsmerkmal.

Heute lässt sich viel leichter in den Genuss der Privilegien kommen, die bis dato ausschließlich Personen mit Macht und Einfluss vorbehalten waren. Jeder kann Inhalte publizieren, jeder kann sich eine Folgschaft erarbeiten, jeder kann gemeinsam online Dinge erreichen und sich organisieren, jeder kann in wenigen Sekunden das nachschlagen, wofür andere Jahre lange studiert haben – und dieses Wissen auch noch selbst ergänzen. Was für die Netzjünger das Faszinierende darstellt, schafft bei den an der Vergangenheit festklammernden Skeptikern Missgunst und Furcht.

Das ursprüngliche Privileg der deutschen intellektuellen Elite hat sich zum Instrument der Masse entwickelt. In anderen Ländern wie den USA oder Schweden ist dies kein so großes Problem. Dort reichte der Stolz auf die eigene, akademischer Ausbildung allein sowieso nie aus, um sich eine Position an vorderster Front zu verschaffen.

In Deutschland aber bangt gerade eine ganze Reihe von bisher mit Ansehen und Einfluss ausgestatteten Personen darum, ihre Legitimierung als Bildungselite zu verlieren. Das Ergebnis ist ein Kampf zwischen früheren und zukünftigen Machthabern. Gerne würde ich auf solche Kriegsrhetorik verzichten, doch die für offene, global denkende und zukunftsorientierte Menschen vollkommen unverständlichen, permanenten Querschüsse einiger Vertreter der beschriebenen Gruppen lassen einem keine andere Wahl.

Dabei braucht es eigentlich nicht viel, um diesen Kampf zu entschärfen: Ein wenig mehr Offenheit, ein wenig mehr Verständnis und ein klarer Blick nach vorne statt nach hinten. Das wünsche ich mir von all denen, die sich momentan auf Kriegsfuß mit dem Internet befinden.

(Foto: Flickr/stuartpilbrow, CC-Lizenz)

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

41 Kommentare

  1. Ein absolut großartiger Beitrag. Vielen Dank.

  2. Eigentlich ist es ganz einfach, die Leute welche Macht haben (wie schon geschrieben) haben einfach Angst diese zu verlieren. Ist genau so das gleiche Spiel wie in der Politik.

    Wer Macht hat, will diese nicht verlieren oder gar teilen.

    Sowas halte ich zwar für bescheuert, aber was soll’s…

  3. Eine sehr interessante Meinungsäußerung.

    Spannend wären vieleicht noch konkrete Belege für die Furcht und Missgunst gegenüber den “Internet-Revolutionären”.

    Meiner Erfahrung nach empfinden besonders Menschen in der Forschung und Bildung das Internet als eine enorme Arbeitserleichterung z.B. für Recherchen, um Pulikationen zu veröffentlichen oder auch um mit den Gelehrten zu kommunizieren.

    Das Internet ist heute für Menschen aller Schichten derart selbstverständlich, dass mich ihr Gedankenfluß doch sehr verwundert. Das gilt auch für Deutschland (vieleicht kann man die Situation aus der Ferne doch nicht so gut beurteilen, wie man es zu glauben scheint?)

    Vor 13 Jahren wäre solch ein Blog-Eintrag vieleicht angebracht – heute hat so ein Artikel für mich einzig den Zweck, durch eine komische These, Aufmerksamkeit zu erlangen.

    mfg
    Marcus

  4. @ Sebastian
    Danke!

    @ nastorseriessix
    Die Frage ist, wie man mit dieser Angst umgeht und ob man einen Backupplan für sich und seine eigene, durch die Veränderungen betroffene Berufung hat.

    @ Marcus
    Klicke auf die Links am Anfang des Artikels an, lies die jeweiligen Beiträge, dann hast du deine Beispiele. Und es gibt noch viel viel mehr. Ansonsten reicht es wohl auch, wenn ich ein paar Namen einwerfe: Schäuble, von der Leyen, oder auch einige andere Exemplare (Kult-Video).

  5. Eigentlich ist es ja so mit der Angst:
    Wenn Menschen etwas nicht verstehen, dann macht Ihnen das Angst. Aus der Angst heraus und dem unverständnis resultiert dann meistens Wut und daraus wird dann Hass.

    So ist eigentlich der Weg der Angst, bezogen auf, wenn jemand etwas nicht versteht.

    Von daher wäre es in dem Fall einfach mal angebracht sich auf das Neue einzulassen.

  6. Danke für den Artikel!

    Er beschreibt sehr gut einen Teil der deutschen Kultur und das Wertegefühl, das ihr innewohnt. So erfolgreich und innovativ einige Deutsche auch sind, der Großteil der Bevölkerung ist immer noch sehr vergangenheitsbezogen und hat große Achtung vor einer fundierten humanistischen Bildung. Auch diese ständigen langwierigen Diskussionsrunden sind in Deutschland üblich (ganz im Gegensatz zu einigen anderen Ländern). Eine richtige Umstellung dieser Denke kommt wohl erst “mit der Zeit”, sprich wenn neue, jüngere Generationen nachkommen. Um eine plötzliche Änderung zu erreichen, bedarf es in Deutschland schon Lichtgestalten aka Ludwig Erhardt, Helmut Schmitt, etc. Und die sind ja bekanntlich selten…

    @Angst: resultiert aus Angst nicht erst einmal Scheu und Ablehnung?

  7. Dein Ansatz ist schon mal gar nicht so schlecht. Doch beschreibst du meiner Ansicht nach nur einen Teil dessen was dieses Phänomen auslöst. Es gibt aber auch ein systembedingtes Problem: Sehr zentral ist der Punkt Macht und mit ihm verbunden: Geld. Das Internet nimmt einigen mächtigen (und reichen) substantiell ihre Einnahmen-Grundlage.

    Wie sollen z.B. Verleger das Internet gut finden, wenn es plötzlich Blogs ermöglicht. Auch solche in denen sich journalistisch arbeitende Menschen direkt ihren Lebensunterhalt verdienen, ohne auf den Zeitungsverlag des Verlegers angewiesen zu sein. Wie soll ein Musik-Manager das Internet finden, wenn plötzlich Künstler sich selbst auf Myspace promoten und die digitalen Kopien ihrer Musik am Ende sogar verschenken. Wie sollen Programm-Direktoren das Internet finden, wenn plötzlich jeder Videos bei Youtube einstellen oder sogar ein eigenes Radio-Programm ins Netz streamen kann.

    Was wir derzeit erleben, ist wie die über Jahrzehnte hinweg etablierte Broadcasting-Infrastruktur vom Longtails des Webs verdrängt wird und die mächtige und reiche Vermittlungsschicht ihre Felle davon schwimmen sieht. Aber dazu funktioniert das Lobbyisten-System in Deutschland noch zu gut und die Krallen dieses Systems werden nach und nach immer mehr ausgefahren.

  8. Wir sollten bedenken: Viele Menschen, die sich im Netz auskennen und sich zur Netzgemeinde zählen, sind ebenfalls Intellektuelle, sprich Hochschulabgänger. Aber eben mehr aus den technischen Fächern. Es ist also m.E. kein Kampf zwischen den Gebildeten und Ungebildeten (auch wenn Du es so nicht formuliert hast). Und das ist unsere Chance. Denn auch in unseren Reihen ist Bildung und reichlich Intellekt vertreten. Wir müssen diese nur zu unserem Nutzen anwenden, indem wir mehr Einfluss auf Politik und Gesellschaft nehmen.

    Schade finde ich z.B., dass sich eine Interessensgruppe wie der VDI, dem zehntausende Ingenieure angehören, so wenig um die Belange des Netzes kümmert. Auch hier wäre ein Ansatzpunkt, um mehr Gewicht zu erhalten.

    Ralf

  9. Hmmm – könnte es etwas damit zu tun haben, daß Netzmenschen die Verantwortung für sich selbst in die eigene Hand nehmen?

    Sie bilden sich ein eigenes Bild, sie formulieren ihre eigene Meinung, sie sprechen selbst, sie suchen sich ihr eigenes Auditorium, sie bilden selbst Netzwerke von Gleichgesinnten, sie diskutieren direkt miteinander.

    Alle von Martin angesprochenen Gruppen leben davon, daß sie unverzichtbar sind in ihrer intellektuellen Leistung. Politiker brauchen die Wähler, die sie beauftragen, für sie zu sprechen. Journalisten brauchen die Leser/Zuschauer, denen sie ihre vollendeten Meinungsvorschläge unterbreiten können.

    Es ist der Elfenbeinturm, in dem die “Elite” sitzt und dessen Türen geöffnet wurden. Jetzt muß man dem Volk auch antworten.

  10. Sehr schöner Beitrag !
    Und wie heißt es doch so schön:
    Wer nicht mit der Zeit geht geht mit der Zeit !

    Herzliche Grüße, M.

  11. großartig geschrieben, vielen Dank. Kann ich nur unterschreiben. Ohne das Internet wäre ich wahrscheinlich nie in den Rang eines “kompletten” Journalisten aufgestiegen – schließlich hab ich weder Abi noch studiert.
    Aber dankenswerterweise wird das Internet in den höheren Kreisen noch immer gerne ignoriert, so dass es dadurch genügend Chancen für die normalen Leute gibt – die, btw, mit ihrer Arbeit ab 16 oder 18 und den Steuern oftmals das Bafög für die Eliten mitfinanzieren.

  12. Das Netz und die Elite

    Sicherlich geht es “dieser Elite” dabei um den Verlusst von Exklusivität, Macht und Einflussnahme sowie der Unberechenbarkeit der Kritiker alles und jeden zu hinterfragen. Der Elfenbeinturm der Gelehrten beginnt zu wanken. Und das zu Recht. Denn wenn wir doch mal zu einem großen Teil “der geistigen Elite” hinauf schauen,und das Ergebnis dessen sehen was in den letzten dreißig Jahren elitärer Bildung herausgekommen ist, dann stimmt das doch bedenklich.
    Der wirkliche Gewinn hat sich ausschließlich auf der Ebene der technischen und naturwissenschaftlichen Innovation abgespielt. Dabei spielte der Nutzen für den Menschen nur vordergründig eine Rolle. Tatsächlich ging es immer darum wirtschaftliches Wachstum zu generieren.
    Auf der anderen Seite wurde eine Generation von Leistungsträgern und Entscheidern geprägt, die eine rein ökonomisierte Gesellschaft entstehen ließ deren Spaltung ein Ergebnis der marktliberalen Glaubenslehre der ordoliberalen Fundamentalisten aus der Chicagoer Schule ist.
    Die Verkommenheit dieser Elite Generation wird mit den Skandalen der Wirtschaft (Korruption, Stasimethoden) deutlich.
    Je mehr die “neoliberalen Reformer” von der systemimmanenten Crash Cultur des “Kettenbrief-Kapitalismus” überholt werden, umso deutlicher wird die Angst von der unkontrollierten “Revolution” einer Meinungshoheit, die sich nicht von oben manipulieren lässt.
    Und das ist auch gut so!

  13. Ausser hier trägt netzwertig wenig zu einer Versachlichung der Debatte bei.

  14. Leute, so etwas wie Pressefreiheit gibt es heute schon nicht mehr! Ein großteil der Medien wird kontrolliert und manipuliert, außer das Internet, noch !
    Gerade weil die Deutschen ein Volk der Denker sind und sich organisieren können, haben sie Angst, Angst vor der Revolution, wo es keine Eilite mehr gibt, die die Armen Dummen und Schwachen ausbeuten können, dass die Wahrheit ans Licht kommt.
    Obama ist nicht besser, informiert euch bei infokrieg.tv !
    Sie wollen nicht dass die angestrebte absolute Kontrolle gefährdet wird.
    Informiert euch über alternative Medien, schaut Dokumentationen, wie Zeitgeist Addendum, Ring of Power etc.
    Schaut euch das Programm der PiratenPartei an,die Europawahl kommt, geht wählen, aber informiert euch mal über alternative Parteien zu den korrupten Mainstream Parteien.

  15. Ich kann Daniel nur unterstützen.

    Die ganze Debatte basiert ja im Wesentlichen auf der Zensursula-Geschichte und auf der Skepsis der Verlage gegenüber dem Internt. In beiden Fällen wirken aber kurzfristige Effekte. Bei Zensursula der Wahlkampf und bei den Verlagen die Wirschaftskrise. Wenn diese Zeiten vorbei sind, wird sich das alles entspannen. Also würde ich die Sache auch ein wenig entspannter sehen.

    Trotzdem bleibt eine Tendenz zu beobachten: Die Eliten scheinen tatsächlich ein wenig mit den Knien zu schlottern. Gut so.

    Und trotzdem warne ich: Die Internet-Skepsis hat auch ihren wahren Kern, zumindest in Sachen Zeitungssterben (in Sachen Zensursula ist es keine Internet-Skepsis, sondern einfach dummes Wahlkampfgetöse mit fatalen Folgen). Und das Problem, um das es mir geht, hat auch mit Macht zu tun.

    Richtig eingesetzt kann die Macht der Verlage wirklich zum Sturmgeschütz der Demokratie werden. Dann nämlich, wenn die Verlage Hort einer journalistischen Elite sind, wo der Luxus langfristiger Recherche möglich ist. Leider hat sich aber die Verleger-Perspektive gewandelt: Einige Verleger scheinen das Interesse am langfristigen Denken verloren zu haben.

    Die Quittung: Sollte das Verlagswesen tatsächlich so schrumpfen, verschwindet der Hort der langfristigen Recherche. Da fehlt mir bisher ein realistischer Ansatz, wie dieses langfristige Denken in Blogos- und Statusphäre entwickelt und wirtschaftlich profitabel gemacht werden kann.

    Die Antwort auf diese Frage sind wir der Elite schuldig, bevor wir ihr den Dolchstoß versetzen!

  16. Ist das nicht Mark Zuckerberg auf dem Foto? :-)

  17. wo ist hier eigentlich der “gefällt mir” button?

  18. Danke für euren zahlreichen Kommentare!

    @ Matthias Zellmer
    Ja sicherlich ist das Problem komplexer als beschrieben. Aber das Problem der durch das Web wegbrechenden Einnahmen haben Zeitungen und andere Medienanbieter in aller Welt. Und trotzdem wird sich der Sache von Land zu Land auf unterschiedliche Art und Weise angenommen. Was diesbezüglich derzeit hier geschieht, ist nicht gut für den zukünftigen Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland. Wenn die Herrschenden das Netz nicht verstehen/verstehen wollen, können sie weder dessen Potenzial für die Gesellschaft & Volkswirtschaft erkennen, noch den Wählern nahe sein.

    @ Ralf
    Nein es ist definitiv kein Kampf der Ungebildeten gegen die Gebildeten. Aber das ist das eigentliche Problem: Wenn die Gebildeten nicht erkennen, wie wichtig es ist, JETZT das Internetthema auf die bestmögliche und konstruktivste Weise anzugehen, dann muss man sich fragen, wie viel diese Bildung wert ist.

    @ Björn
    Guter Kommentare, ich stimme dir in weiten Teilen zu. Allerdings bezog ich mich überhaupt nicht auf Zensursula. Das ist, wie du selbst schreibst, lediglich Wahlkampf und maximal die Folge aus dem fehlenden Verständnis der Machthaber für die Dynamik und Bedeutung des Netzes.

    Ich bin auch davon überzeugt, dass sich neue Modelle für Qualitätsjournalismus finden werden. Die Nachfrage nach gut recherchierten und hochwertigen Artikeln wird nicht verschwinden. Wir befinden uns in einer Umbruchphase, auf die aktuellen Veränderungen werden auch wieder stabile Zeiten folgen, in denen auf neue Art und Weise guter Journalismus finanziert werden kann. Wichtig ist aber erst einmal, sich von alten Vorstellungen und Herangehensweisen zu lösen. Denn diese sind ganz einfach nicht mehr zu retten.

    @ Peter
    Nee ich hoffe nicht ;)

    @ /sms
    Danke ;)

    Allgemein:
    Ich glaube, in Deutschland ist man viel zu stark darauf konzentriert, nach hinten zu schauen. Auf das, was war, auf die Geschichte und Ereignisse. Und das ist auch nicht verwunderlich, immerhin ist viel passiert, und es war stets wichtig, aus dem Geschehenen Konsequenzen zu ziehen und zu lernen. Doch man kann nicht gleichzeitig nach vorne und nach hinten schauen, weshalb teilweise die Fähigkeit fehlt, neue Wege zu gehen und den Blick gen Zukunft zu richten. Potenzial gibt es genug.

  19. Was du hier beschreibst ist etwas, daß mittelfristig in erhebliches Konfliktpotenzial ausarten wird. Ganz ehrlich, wenn die Gatekeeper auf den Märkten (Information, Bildung wie auch Finanz) die Zügel aus der Hand genommen kriegen, dann werden wir wohl alle mit einem erhöhten Maß an aufgestauter Wut und Frustration auf Seiten derer, die eben nicht zur Elite gehörten, konfrontiert werden. Der Westen und speziell Deutschland kommt in dem Zusammenhang wahrscheinlich nicht so gut weg, könnte ich mir vorstellen. Ich habe da ganz ehrlich schon länger kein gutes Gefühl dabei. Es ist zwar an der Zeit, daß sich Machtstrukturen neu sortieren, aber da ich ein ganzes Leben auf der sicheren und starken Seite der Diskussion führen durfte, habe ich das erst mal in meinem Leben so etwas wie Angst vor unmittelbarer Bedrohung.

    Und mit ein bisschen Piratenpartei wählen ist die Sache sicher nicht vom Tisch.

    Der Artikel ist aus meiner Sicht sehr relevant. Vielleicht relevanter, als man das jetzt überblicken kann.

    Euer orakelnder
    Martin

  20. Für die, dies noch nicht kennen: Da gibts einen Blog-Post “How the web changed the economics of news – in all media” von Paul Bradshaw. Er seziert höchst säuberlich die Leiche der Zeitung von gestern.

    Es ist das Business-Modell, das scheitert. Journalismus ist zukünftig ungleich Medien. Und das deswegen, weil die Informations-Träger seit dem Internet völlig anders funktionieren.

    Journalisten, die das Internet angreifen, blasen eigentlich nur ins Angriffs-Horn ihres Verlegers, ihres Arbeitgebers. Sie machen ihre eigene Angst zum Schreib-Motiv. Daß die damit ihre Glaubwürdigkeit ruinieren, zeugt nur, wie dicht sie vor der Wand stehen.

    Die Chance entsteht nicht im Bewahren sondern im Ändern. Freie Kollegen spüren das seit geraumer Zeit und handeln danach – zum Wohl der aufgeklärten net-citizens.

    http://onlinejournalismbl…f-news-in-all-media/

  21. hsllo,

    vielem kann ich mich hier anschliessen. Als ich den Artikel las, musste ich an die erste These des Cluetrain-Manifest denken: Märkte sind Gespräche.
    Und ich glaube sie haben wirklich Angst vor unseren Gesprächen, vor unserer Dynamik und unseren Meinungen. Sie könnnen noch soviel versuchen uns Steine in den Weg zu legen, das Netz einzuengen oder zu überwachen (schäuble und Consorten), aber sie werden das nicht rückgängig machen können. Nämlich die Tatsache, dass wir durch das Netz als Bürger viel aktiver und meinungsstärker geworden sind. Das wir durchs Netz gelernt haben mit einander zu kommunizieren,connecten oder uns schnell verbünden können. Sie haben Angst vor der Revolution. Vorallendingen nervt es sie, dass wir ihre armseeligen Versuche im Netz Meinung zu machen, schneller durchschauen als sie die überhaupt geschrieben haben…bestes Beispiel ist hier die Telekom (Blogs-Infiltrierung). Also ich kann nur rufen:
    Wir sind User, und ihr (Elite)nicht!

  22. Was ich an der momentanen Netzdiskussion absolut nervig finde, ist die Schützengraben-Mentalität beider Seiten. Das Twitter-Bashing der Zeit ist genauso anstrengend wie dessen Heiligsprechung (und die anderer Entwicklungen im Netz) z.B. hier auf Netzwertig. Allen Protagonisten wäre ernsthaft an’s Herz zu legen, ‘mal die Scheuklappen abzulegen und auf billige Pseudo-Argumente zu verzichten.

    Zwei konkrete Anmerkungen, bzw. Fragen zu dem obigen Artikel:

    Du schreibst, “Sie (die Elite) definiert sich nämlich zu einem großen Teil über klassische Bildung, über ihren intellektuellen Stand. Das Internet beendet dessen Tauglichkeit als Alleinstellungsmerkmal.” Dem kann ich nicht folgen. Willst Du ernsthaft behaupten, nun, da uns allen die Möglichkeit offen steht, einen Facebook-Account zu eröffnen, werden wir “gleicher”?

    Deinen Vergleichen zwischen der Dynamik in den USA und Deutschland mag’ ich zu großen Teilen folgen. Da Schweden einfach mit ‘reinzurühren ist aber absolut lächerlich. Das soziale System von Privilegien, Anerkennung und Erfolg tickt hier vollkommen anders als in den USA.

    Thomas

  23. Thomas, die einzige Parallele, die ich zwischen den USA und Schweden gezogen habe, ist die positive Sicht auf das Unternehmertum und die damit verbundene völlig andere Zusammensetzung der “Elite” des Landes.

    Die von dir gestellte Frage wird im Absatz beantwortet, der auf das von dir wiedergegebene Zitat folgt. Mit einem Facebook-Account hat das nichts zu tun. Es gibt um das insgesamt zur Verfügung stehende Instrumentarium für globalen Austausch, globale Kommunikation, Meinungsmache und Meinungsbildung.

  24. Martin, deine Analyse scheint mir sehr schlüssig.

    Ich glaube, dass noch ein weiterer Aspekt hinzukommt, der aber nah verwandt mit dem von dir beschriebenen ist: Kommunikation ist keine Stärke der Deutschen. Man muss sich nur die Klischees über Nachbarvölker ansehen, die fast durchwegs als kommunikativer gelten: französische Diplomaten, holländische Talkmaster, österreichische Charmeure, italienische Schnellsprecher. Fast jedem Nachbarn unterstellt man, besser im Reden zu sein (und dann natürlich schlechter im Machen, denn das ist ja die große deutsche Tugend).

    Für jemand, der sich an die Spitze der Bildungspyramide gearbeitet hat und für den Kommunikation um ihrer selbst willen “inhaltloses Geschwätz” ist, muss das Internet fast zwangsläufig als “Untergang des Abendlandes” erscheinen.

  25. Ich finde den Beitrag auch sehr zutreffend. Die Intelligenz oder sagen wir ein großer Teil davon hat Angst vor dem Internet. Da fragt man sich dann allerdings, wenn man so borniert ist, wie intelligent ist man eigentlich wirklich?

    Doch dass man in Deutschland eher mit Bildung als mit Geld glänzen kann ist auch nicht richtig.

    Nein im Gegenteil, wer z. B. bei seinem Kinde eine gewisse angeborene Begabung oder gar Hochbegabung feststellt, wie ich das getan habe, muss erstmal Wände einrennen weil klassische 0815 Betreuung in der Kita und in der Schule einfach solchen Kindern nicht gerecht wird. Wer fordert, dass man in der Kita und die Schule endlich was über Hochbegabung lernt, der ist schnell als überehrgeizig abgestempelt.

    Man will sein Kind pushen etc. und würde es im zarten Kindergartenalter von drei oder vier Jahren mit Lesen- und Schreibenlernen drillen. Die Wirklichkeit ist eine andere und das ist es, was tagtäglich sehe. Auch mit Intelligenz ist nicht leicht zu glänzen in Deutschland.

    Als kleines Beispiel mal die Statistik, dass beim selben Notendurchschnitt eher das Kind eines finanziell besser gestellten Elternhauses die Empfehlung für das Gymnasium bekommt, als das Kind aus einer sozialen Brennpunktfamilie.
    Also, wer Geld hat, hat es leichter in Deutschland.

    Die Angst vor dem Internet muss noch andere Ursachen haben.

  26. Martin, sorry, aber die Parallelen die Du zwischen den USA und Schweden ziehst sind nach meiner Erfahrung einfach falsch. Du schreibst oben, dass in den USA erfolgreiches Unternehmertum den gleichen Stellenwert wie der “intelektuelle Status” hat. Das würde ich unterschreiben, ev. sogar noch einen Schritt weitergehen: Erfolg als Unternehmer wird in den USA häufig höher angesehen als z.B. Erfolg als Wissenschaftler.

    Das ist aber in Schweden definitiv nicht so.

    Und auch wenn Du schreibst dass das Internet die klassische Bildung, bzw. den “intelektuellen Stand” als Aleinstellungsmerkmal beendet, bin ich nicht Deiner Meinung. Die Fähigkeit, ein Medium, ein Werkzeug zu benutzen führt noch lange nicht dazu, kreativ zu sein. Wir werden nicht alle gebildeter, nur weil wir via Internet plötzlich Zugang zu einer Vielfalt von (Pseudo)-Informationen haben und diese leicht vervielfältigen können.

    Wieso wird also Bildung plötzlich Allgemeingut?

    • @ThomasB

      Ich sage nicht, dass Wissenschaftler in Schweden kein Ansehen haben. Im Gegenteil. Wer aber etwas auf sich hält und Einfluss haben möchte, entscheidet sich schon beim Studium für Wirtschafts- oder Ingenieurstudiengänge (inkl it). Anders als in Deutschland existiert im Prinzip kein “intellektuelles Milieu”, also eine häufig kritische Gruppe aus Schriftstellern, Journalisten, Professoren und Berufsskeptikern – bzw ist ein solches Milieu in Schweden ohne nennenswerten Einfluss.

      Was das Alleinstellungsmerkmal betrifft: bisher hatte die klassische Bildungselite die Informations-, Diskussions und Publikationshoheit. Das ist heute nicht mehr der Fall. Wer seinen Status allein durch diese Privilegien gerechtfertigt und sonst wenig zur wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Weiterentwicklung beizutragen hat, steht nun schlecht da.

  27. Ein wirklich hervorragender Kommentar zur aktuellen gesellschaftlichen Situation in Deutschland. Interessante These und guter Länder-Vergleich.

  28. In Schweden werden aber sowohl das Netz zensiert, genau in der Art, wie Ministerin von der Leyen das möchte, als auch die Kommunikationsdaten jedes Bürgers protokolliert, genau wie China es praktiziert.

  29. Ich habe auch nicht behauptet, dass es derartige Maßnahmen nicht gibt. Das ist politikgetrieben.

    Wobei die Bezeichnung “das Netz wird zensiert” wohl stark übertrieben ist. Worauf beziehst du dich?

    Das gute Abschneiden der schwedischen Piratenpartei bei der EU-Wahl zeigt aber gleichzeitig, wie viele Schweden für die Internetfragen ein Bewusstsein entwickelt und daraus Konsequenzen gezogen haben.

  30. Christian bezieht sich darauf, dass die in Deutschland diskutierten Internetsperren in Schweden längst eingerichtet sind.

    Das gute Abschneiden der Piratenpartei ist wohl vor allem darauf zurückzuführen, dass der Prozess gegen die Piratebay-Betreiber hier stattgefunden hat – geleitet und (mit) entschieden von einem vorsitzenden Richter der seine Stellung massivst missbraucht hat. Und auf sowas reagieren die Schweden (GottseiDank) empfindlich.

    Martin, Du schreibst weiter oben: “Wer aber etwas auf sich hält und Einfluss haben möchte, entscheidet sich schon beim Studium für Wirtschafts- oder Ingenieurstudiengänge (inkl it).” Würde mich interessieren, wie Du zu dieser These kommst. Vielleicht kannst Du das ja mal weiter ausführen.

    Du behauptest weiter “Anders als in Deutschland existiert im Prinzip kein “intelektuelles Milieu”, also eine häufig kritische Gruppe aus [...]“. Das halte ich, mit Verlaub, für Blödsinn.

    Zum 2ten Diskussionspunkt: Du schreibst “bisher hatte die klassische Bildungselite die Informations-, Diskussions und Publikationshoheit.” Die klassische Bildungselite hat schon mit längst etablierten Medien wie z.B. privatem Fernsehen oder Yellow Press nicht viel zu tun. Die Informations- und Publikationshohheit werden hier nahezu 100%ig von wirtschaftlichen Interessen geleitet. Und die Diskussionshochheit liegt hier sicherlich auch nicht bei der “klassischen Bildungselite”.

    “Wer [...] sonst wenig zur wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Weiterentwicklung beizutragen hat, steht nun schlecht da.” Das war schon immer so. Oder anders ausgedrückt: Wer nix beizutragen hat, wird nicht wahrgenommen, “steht schlecht da”.

  31. Das, was ich schreibe, basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen. Ich wohne seit drei Jahren in Stockholm, arbeite in einem schwedischen Unternehmen im Medienbereich, habe viele schwedische Freunde.

    Wenn du meinst, eine Behauptung wäre Blödsinn, darfst du auch gerne ausführen, warum. Wo tritt dieses intellektuelle Milieu in Aktion, wo sieht man es, und wo hat es Einfluss auf die Gesellschaft (in ähnlichem Ausmaß, wie dies in Deutschland der Fall ist) (Professoren aus den Bereichen WiWi und Ing-Wi/NaWi ausgenommen, denn diese sind in den meisten Fällen deutlich unternehmerisch geprägt, und entsprechend positiv gegenüber Innovation und technologischen Errungenschaften eingestellt)?

  32. Gerade drauf gestoßen und sehr passend für das im Artikel Beschriebene: ZDF-Programm “das Philosophische Quartett“.

  33. Ja, das habe ich gestern auch gesehen. Und obwohl ich das philosophische Quartett sonst mag, muss ich sagen, dass das wirklich recht seicht war gestern.

  34. Nach den zahlreichen vorurteilsbeladenen Artikel in renommierten Zeitungen hat heute Spiegel Online endlich mal eine intelligente Antwort gebracht, wie sie einer geistigen Elite entspricht:

    Christian Stöcker macht klar, dass es DAS Internet gar nicht gibt, weil es von den intelligentesten Datenbanken des Planeten bis zu Kinderpornographie und Alltagsgeschwätz alles mögliche enthält. Insofern sind auch alle Befürchtungen der Elite vor DEM Internet ausgesprochen unelitärer Unsinn.

    http://spiegel.de/netzwel…,1518,629119,00.html

  35. @Martin: Ich lebe und arbeite seit einer ähnlichen Zeit in Göteborg. Und das was ich persönlich unter einem “intellektuellem Milieu” verstehe finde ich hier vor allem an der Uni glücklicherweise häufig. Aber vielleicht kommen unsere unterschiedlichen Einschätzungen auch von einem unterschiedlichen Verständnis was ein solches “intellektuelles Milieu” ausmacht. Du nimmst ja in Deinem letzten Post auch schonmal naturwissenschaftlich arbeitenden Menschen aus – was eine deutliche Einschränkung im Vergleich zu Deiner ersten Definition ist.

    Aber hast Du noch eine Anmerkung zu meinen anderen o.a. Punkten? Insbesondere würde mich wirklich interessieren, wie Du zu Deiner Einschätzung kommst, dass diejenigen die etwas bewegen wollen, die etwas “auf sich halten” Wirtschaftwissenschaften und Ingenieurs-studiengänge bevorzugen.

  36. Ja ich glaube fast, wir verwenden unterschiedliche Definitionen. Was du als intellektuelles Milieu an deiner Uni bezeichnest, würde ich “akademisches Milieu” nennen. Und solche gibt es natürlich in Schweden zur genüge.

    Wenn man in Deutschland von Intellektuellen spricht, meint man aber eher Humanwissenschaftler und Denker, die sich mit dem Mensch als solches beschäftigen. Dieses Milieu ist in Schweden erheblich weniger präsent als in Deutschland.

    Zu deiner anderen Frage: Das ist einfach mein persönlicher Eindruck und natürlich etwas pauschalisiert. Aber WiWis und Ingenieure bzw. Naturwissenschaftler sind hoch angesehen und verdienen vergleichsweise viel. Sie haben außerdem nach meinem Empfinden einen deutlich stärkeren Einfluss auf die Gesellschaft – die anders als in Deutschland einen größeren Schwerpunkt auf Konsum legt. In diesem Punkt liegt Schweden gar nicht so weit von der USA entfernt. Der Konsum ist quasi die Ersatzreligion der atheistischen Schweden – staatlich abgesichert durch den Sozialstaat (anders als in den USA).

    Schweden ist eben kein Land der Dichter und Denker, sondern eher eines der Erfinder, Ingenieure und Unternehmer. Was die große international erfolgreicher schwedischer Unternehmen belegt.

  37. Netzkonservative im Remix: Jens Jessen and Bad Company feat. Das Internet befindet sich am Scheideweg.

  38. Selten so einen Blödsinn gelesen.

    Sie behaupten und behaupten und können rein gar nichts nachweisen. Schade für die Domain aber sehr typisch für Selbstdarsteller: Je mehr Wert im Namen steckt, desto weniger muss ich belegen und desto mehr kann ich frei und ohne jedweden Beweis rumlabern. Sie beschäftigen sich mit sich selbst und merken nicht, dass ihnen schon längst niemand mehr zuhört. Und das alles trotz Twitter, Facebook oder noch 100 anderer Accounts. Zum Totlachen, wenn’s nicht so traurig wäre.

    “Ich bin kein Soziologe und werde meine Aussagen nicht mit Studien oder wissenschaftlichen Experimenten belegen. Aber ich habe eine Leidenschaft dafür, zu beobachten und zu analysieren, was um mich herum geschieht. Zudem hilft mir die nach einigen Jahren im Ausland entwickelte Distanz, Prozesse in meinem Heimatland objektiver zu beurteilen.”

    Es verlangt niemand Experimente, einfache Belege in Form von Verweisen, Links oder Zitaten (oder gar eigenen Recherchen ?) reichen völlig aus, dazu muss man kein Soziologe sein. Aber es ist immer schön sowas zu schreiben in der Hoffnung, dass es viele nicht merken, wie ahnungslos der Schreiberling doch ist. Nach so einem Satz kann man alles schreiben, das ist einfach wunderbar und auch so schön einfach. Dazu kommt natürlich noch die Objektivität, welche allein daraus resultiert, dass der Herr Schreiberling in Schweden lebt. Hammer. ‘hätte ich jetzt nicht gedacht. Mal ganz ehrlich: Für wie blöd hälst du eigentlich die Leute, die sich hierher verirren ?

  39. @kodix Wieso schreibst Du anonym? Wer soll das ernst nehmen?

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  1. [...] Siegeszug des Internets: Die Elite hat Angst » netzwertig.com [...]

  2. [...] sender: > culturalstudies | | von sms um 08:05björn in einem kommentar nach dem text: Siegeszug des Internets: Die Elite hat Angst auf netzwertig: (…) Die Quittung: Sollte das Verlagswesen tatsächlich so schrumpfen, [...]

  3. [...] Die Elite hat nicht nur Angst vor dem, die Elite weiß auch nichts vom [...]

  4. [...] Siegeszug des Internets: Die Elite hat Angst Shared um 20:44 Uhr via Google Reader Die Anfeindungen zwischen Netz-Kritikern und Web-Enthusiasten erreichen neue Höhepunkte. Warum scheint die Debatte in Deutschland größere Ausmaße anzunehmen als zum Beispiel in den USA? [...]

  5. [...] Siegeszug des Internets: Die Elite hat Angst » netzwertig.com "Die Anfeindungen zwischen Netz-Kritikern und Web-Enthusiasten erreichen neue Höhepunkte. Warum scheint die Debatte in Deutschland größere Ausmaße anzunehmen als zum Beispiel in den USA?" (Tags: via:mento.info gesellschaft internet polkarobot) [...]

  6. [...] Wiegert macht sich auf Netzwertig gedanke darüber, warum der gegenwärtige Diskurs um das Internet so netzfeindlich ist. Die Elite [...]

  7. [...] auf Twitter (fuellhaas.com) Internet-Zensur wird salonfähig (Update vom 29.3.2009) (fuellhaas.com) Die Elite hat Angst (netzwertig.com) Wider die Ideologen des Internets! [...]

  8. [...] Sicherlich wirkte sich die seit Monaten anhaltende, enorme Präsenz von Twitter in den internationalen Medien unterstützend auf meine eher als Experiment gesehene Missionarstätigkeit aus. Dennoch wurde mir klar, wie essentiell es ist, das “Killerargument” zu finden, mit denen man selbst Skeptiker davon überzeugen kann, etwas Neues, erst einmal Fremdes auszuprobieren. Es gibt zwar immer Unbelehrbare, aber diese gehören in der Regel zu einer Minderheit. [...]

  9. [...] Siegeszug des Internets: Die Elite hat Angst [...]

  10. [...] denken und handelnden Menschen ist, sondern dass ihre bisher gesammelte Lebenserfahrung sie gar am unvoreingenommenen Ausprobieren und Akzeptieren [...]

  11. [...] hatte diese Situation vor einem Jahr schon einmal im Artikel “Die Elite hat Angst” illustriert und ich denke, Wulffs Zitat ist ein Beleg dafür, dass dem wirklich so ist. Die [...]

  12. [...] Weigert hat einen interessanten Artikel zur aktuellen Netzkritik bei netzwertig.com publiziert und trifft mit der Aussage, dass die Kritik [...]

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