Twitter:
Oft Kommunikation statt Sendung

Marcel Weiss, 3. Juni 2009 16:51 Uhr, 24 Kommentare Kommentare

Nicht alles, was im Internet öffentlich stattfindet, ist für die Öffentlichkeit bestimmt.

Der Twitter-Failwhale
Der Twitter-Failwhale
In der ZEIT ist ein Artikel über den Mikroblogging-Dienst Twitter erschienen, in dem wieder alles falsch verstanden wird. Jens Uehlecke hat einen Artikel verfasst, der so polemisch wie falsch in seinen Grundannahmen ist. Hätte die ZEIT nicht letztens erst einige haarsträubende Artikel zum Thema Internet veröffentlicht (einer von Soboczynski, einer von Wefing), könnte man den Text für Satire halten. Reaktionen von Bloggern zum ZEIT-Artikel über Twitter findet man auf Rivva.

Ich will nur auf einen Aspekt im Text eingehen. Über Twitter heißt es in der ZEIT:

Wer vorbeikommt, hinterlässt einen kurzen Spruch, einen Gedanken oder eine Befindlichkeit, erlaubt sind maximal 140 Zeichen. Und wer sich für die – allein schon aus Platzgründen – inhaltsarmen Beiträge der anderen interessiert, kann sie abonnieren. Das ist dann so, als würde man sich auf dem Büroklo immer wieder in die gleiche Kabine setzen, um nachzuschauen, ob neue Kommentare an der Wand stehen.

und

An der konzertierten Banalität erkennt man schnell, dass einen gewaltigen Vogel haben muss, wer da noch mitsingt. Warum das Ganze trotzdem so populär ist, ist schnell erklärt: Erstens haben Menschen einen nahezu unerschöpflichen Geltungsdrang. Und zweitens gibt es wie für Klowände keine Qualitätskontrolle, keine Mindeststandards.

Das ist natürlich hanebüchener Unsinn, der völlig an der tatsächlichen Nutzung und dem Nutzen von Twitter vorbeigeht.

Wenn wir uns heute die im Netz publizierten Äußerungen anschauen, machen wir oft den Fehler, alles in einen Topf zu werfen. Es wird oft vermutet, dass alles, das öffentlich ist, gleichzeitig dazu gedacht ist, an so viele Leute wie möglich gesendet zu werden. Das ist aber grundlegend falsch.

Es gibt Blogs und Twitter-Accounts, die zum Senden gedacht sind. Aber das ist nur eine Teilmenge der Gesamtheit.

Die Twitter-Messages, über die sich Uehlecke von oben herab in der ZEIT aufregt, sind nicht für die Augen von fremden Menschen bestimmt. Sie sind öffentliche Kommunikation unter Freunden und Bekannten.

Clay Shirky hat in seinem Buch “Here comes everybody” (Affiliate-Link) solche öffentliche Kommunikation mit einer Gruppe von Jugendlichen verglichen, die sich im Einkaufscenter trifft und dort unterhält. Es ist öffentlich. Man kann ihnen zuhören, wenn man das will. Aber wenn du das machst, so Shirky weiter, wäre klar, dass DU der Eigenartige bist.

Shirky:

Das meiste, was heute an jedem beliebigen Tag gepostet wird, befindet sich in der Öffentlichkeit, ist aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. [übersetzt von mir, M. Weiß]

Was belanglos für Fremde ist, ist für Freunde interessant. Diese können auf diese Weise sich gegenseitig auf dem Laufenden halten.

Davon abgesehen ist niemand gezwungen, dieses oder jenes Blog, dieses oder jenes Medienangebot oder diesen oder jenen Twitter-Account zu folgen. Das Follower-Prinzip lässt jedem seine Freiheit, selbst zu entscheiden, was man konsumieren möchte.

Das zu erkennen, erfordert allerdings ein oder zwei Minuten, in denen man tatsächlich über all das auch einmal nachdenken muss. Man müsste sich mit dem beschäftigen, worüber man schreibt. Bei der ZEIT ist das aber nicht mehr nötig.

Was fehlt, ist eine intellektuelle Auseinandersetzung mit den Internet-Themen. Die aber erwartet sowieso niemand mehr von ZEIT-Autoren.

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24 Kommentare

  1. Peter Bach
    schrieb am 3. Juni 2009 um 17:32 Uhr (#)

    Guter Beitrag, der wieder einmal zeigt, wie weit hintendran die “etablierten” Redaktionen heute sind. Schon seit vielen Jahren ist der technische Fortschritt ein Grund dafür, dass es Leute gibt, die nicht mehr mithalten können. Ich habe aber das Gefühl, dass sich dieses Phänomen in den letzten 3 Jahren enorm beschleunigt hat. Die Zukunft liegt im Internet, das kann man heute wohl ohne Widerspruch sagen. Und die Entwicklung ist so schnell, dass ihr nur noch wenige, meist Jüngere, folgen können. Die Älteren kennen die neuen Techniken und wenn sie sie anschauen, verstehen sie ihr Potential nicht (wie der Zeit Redakteur). Diese gesellschaftliche Entwicklung wird uns wohl noch einige Zeit begleiten.

  2. burnheart
    schrieb am 3. Juni 2009 um 18:11 Uhr (#)

    etwas (zu?) emotional geschrieben…

    die Beschränkung auf wenige Zeichen, führt mMn zwangsläufig dazu, dass nur oberflächlich kommuniziert wird (ohne wertend zu meinen) – egal wem man folgt.

    Auch die “Geschwindigkeit” der Kommunikation ist nicht zwangsläufig ein Vorteil.
    Bspw. die “Save Jon” Kampagne: Grafiker behauptet, dass er für seine eigenen Logos verklagt wird. In rasantem Tempo wird eine Spendenkampagne auf die Beine gestellt (welche in kurzer Zeit Geld lukriert), Banner erstellt uvm. jeder gibt seinen Senf dazu – bis es kurz darauf sogar in renommierten Zeitungen auftaucht http://derstandard.at/?url=/?id=1237229427473
    Schnell und unreflektiert wird alles übernommen ohne Details zu kennen – zu schnell wie sich dann herausstellt. Der Grafiker hatte gestohlen.
    http://watshit.com/interv…logo-design-scammer/
    Schlußendlich wurde überhastet viel Aufwand – vollkommen sinnlos – betrieben. Auf der anderen Seite hätte man – wäre alles wahr gewesen, natürlich schnell und unbürokratisch helfen können.
    Auch “seriöse” Medien stehen dabei vor einem Dilemma – gut recherchieren und (zu)langsam oder vice versa

    Für mich ist Twitter deshalb weder “gut” noch “schlecht”. Es ist einfach eine Kommunikationsform mit bestimmten Eigenschaften. Wann und wie es eingesetzt wird, macht den (Un)Sinn. In den allermeisten Fällen wird es, subjektiv gefühlt, völlig unsinnig eingesetzt und dient bestenfalls der Unterhaltung.

  3. joergreschke
    schrieb am 3. Juni 2009 um 18:18 Uhr (#)

    Schön auch, dass unter dem Artikel der redaktionseigene Twitter-Feed beworben wird…

  4. André Luce
    schrieb am 3. Juni 2009 um 18:52 Uhr (#)

    Der Gedanke, dass Webkommunikation öffentlich ist, damit sie jeden erreichen kann aber nicht soll/ muss ist von den meisten Menschen noch nicht erwägt worden.
    So musste ich mir bei einem Vorstellungsgespräch kürzlich die Frage gefallen lassen, warum ich denn bloggen und all das machen würde, wenn es doch keiner (< 2 dutzend Personen) regelmäßig liest.
    Die quantitative Reichweitenmessung der linearen Medien lässt sich nicht sinnvoll auf Netzwerke übertragen.
    Die Qualitätsanforderungen an lineare Medien müsste das Netzwerk übertreffen – auch in 140 Zeichen (die ja dank Hypertext beliebig viel Info enthalten können!). Letztlich definiert es öffentliche Kommunikation neu.

  5. Jack
    schrieb am 3. Juni 2009 um 19:07 Uhr (#)

    als ich den Zeit-Artikel im Feedreader gesehen habe, habe ich schon gleich in den netzwertig-Ordner geguckt, ob schon eine Kritik zu dem Artikel fertig ist. Und ich wurde nicht enttäuscht ;) Gute Arbeit.

    Aber einem muss ich widersprechen, Zeit Online bringt ab und zu tatsächlich noch intellektuelle Artikel zum Thema Internet wie den hier, den ich einmal gebookmarkt habe:
    http://www.zeit.de/2009/18/Mashup?page=1

  6. Daniela
    schrieb am 3. Juni 2009 um 19:08 Uhr (#)

    Der Typ hat einfach recht.

    Twitter ist nichts anderes als ein kastriertes Gästebuch mit Abo-Funktion.

    Findet euch endlich damit ab, dass Twitter Scheiße ist, es niemand wirklich braucht und es bald wieder out ist.

  7. tsx
    schrieb am 3. Juni 2009 um 19:24 Uhr (#)

    “Was belanglos für Fremde ist, ist für Freunde interessant. Diese können auf diese Weise sich gegenseitig auf dem Laufenden halten.”
    Ja, dafür taugt es – zu mehr aber auch nicht. Was wird Google Wave erst für einen Hype auslösen müssen.

  8. FFD
    schrieb am 3. Juni 2009 um 19:32 Uhr (#)

    Ich finde die Reaktion der Internetszene (wie auf Rivva nachzulesen) auf den Artikel in der Zeit ziemlich peinlich. Laßt doch den Jens dort schreiben, und wer’s nicht mag, soll die Zeit halt ignorieren. Und wer Twitter für Müll hält, soll Twitter ignorieren. Warum wird die Diskussion Print vs. Online auf beiden Seiten nur so erbittert und humorlos geführt?

  9. Daniel Schultz
    schrieb am 3. Juni 2009 um 19:38 Uhr (#)

    Zur Zeit fällt mir noch Herr Jessen ein, der die Anonymität im Internet abschaffen möchte, und dessen Meiung ich nicht unbedingt teilte.

    http://www.presseschauer.de/?p=663

    Jeder soll von Twitter halten was er will. Mir macht es jeden falls Spaß!

  10. Schreibt hier auf dem Blog Marcel Weiss
    schrieb am 3. Juni 2009 um 19:40 Uhr (#)

    @FFD: Ich sehe da zumindest bei mir keinen “Print vs. Internet”-Faktor reinspielen. Würde ein großes dt. Blog solche unsinnigen Artikel veröffentlichen, würde ich genauso darauf reagieren.

  11. Leander Wattig
    schrieb am 3. Juni 2009 um 20:05 Uhr (#)

    Warum dürfen in der ZEIT/bei ZEIT Online ständig so unterirdische Artikel rund um das Thema Internet erscheinen?

    Erstens haben Menschen einen nahezu unerschöpflichen Geltungsdrang. Und zweitens gibt es wie für Klowände keine Qualitätskontrolle, keine Mindeststandards.

    Wer heute noch Öffentliches mit für große Menschengruppen Relevantem gleichsetzt, hat selbst Grundlegendstes nicht verstanden.

  12. a.
    schrieb am 3. Juni 2009 um 20:18 Uhr (#)

    Geltungsdrang – wer allen Ernstes meint, jeder im Internet abgesetzte Blubb sei auch wirklich ganz an ihn super-selbst-persönlich gerichtet, muss sich selbst ja schon arg wichtig fühlen. Das ist in etwa Interneterlebnisstand von 1995.

  13. Marcus
    schrieb am 3. Juni 2009 um 22:05 Uhr (#)

    Jens Uehlecke hat Politikwissenschaft, Journalistik und VWL studiert und die Hamburger Henri-Nannen-Schule besucht.

    Quelle

    Da schaut eben jemand nicht über den Tellerrand seiner Hochschulsozialisation.

  14. FFD
    schrieb am 3. Juni 2009 um 22:29 Uhr (#)

    Eine der besten Repliken auf den (viel kritikwürdigeren) Artikel von Soboczynski stand ebenfalls in der Zeit, nämlich die von Gero von Randow. Die Artikel in der Zeit geben also nur die Meinung des jeweiligen Autors wieder.

    Auch die Kommentare hier im Blog spiegeln die ganze Hysterie der Diskussion:

    Warum dürfen in der ZEIT/bei ZEIT Online ständig so unterirdische Artikel rund um das Thema Internet erscheinen?

    Meine Güte, warum denn nicht? Sie arbeiten sich halt langsam an das Thema Internet heran. Jedes Medium hat seine Stärken und seine Schwächen: die Zeit hat schon immer einen schlechten Wirtschaftsteil, die FTD hält sich bei der Kultur komplett raus, und Twitter ist naturgemäß keine Plattform für tiefschürfende Analysen. Ist doch schön, daß wir die Auswahl haben!

  15. Schreibt hier auf dem Blog Marcel Weiss
    schrieb am 3. Juni 2009 um 22:43 Uhr (#)

    @FFD:
    “Meine Güte, warum denn nicht? Sie arbeiten sich halt langsam an das Thema Internet heran.”

    Ist das Dein Ernst? Du findest es ok, dass in der ZEIT Artikel mit manipulativen Argumenten und Halbwahrheiten veröffentlicht werden?
    Mein Anspruch an die ZEIT war mal höher.
    (Nochmal: Ich habe kein Problem mit unterschiedlichen Positionen. Ich habe aber ein Problem mit seichten und/oder manipulativen Argumentationen.)

    Und warum dürfen sie sich “langsam” an das Internet heranarbeiten? Rühmen sich Journalisten nicht immer damit, die einzigen zu sein, die recherchieren? Das Internet ist nun wirklich keine Raketentechnik.

    Btw. Randows Artikel war im Print flankiert von Wefings Artikel und ist online auf der ersten Seite Jessens Videoappell für eine Zivilisierung(!) des Internets verbunden. Das finde ich insgesamt schon interessant, wie man bei der ZEIT vorgeht. für ein “pro Internet” gibt’s mindestens zwei “kontra Internet”. Randow hat in seiner Replik die Online-Reaktionen auf Soboczynski übrigens auch komplett ausgeblendet, was ich ebenfalls recht interessant fand.

  16. FFD
    schrieb am 3. Juni 2009 um 23:22 Uhr (#)

    @Marcel

    Du findest es ok, dass in der ZEIT Artikel mit manipulativen Argumenten und Halbwahrheiten veröffentlicht werden?

    Manipulative Argumente und Halbwahrheiten sind nie ok. Habe jetzt erst das Video von Jessen gesehen – zugegeben, gruselig, reaktionär, absolut unterste Schublade.

    Aber der Twitter-Artikel, das ist Teil eines Diskurses, auf die altmodische Art und Weise, wie ihn die Zeit nun mal führt. Und das Medium Twitter hat seine Schwächen und Grenzen und polarisiert, warum soll man da nicht einmal dagegen polemisieren? Und wenn’s mal daneben geht, oder oberflächlich ist, Twitter wird’s schon aushalten.

    Das Internet ist nun wirklich keine Raketentechnik.

    Stimme dir da nicht zu. Als Medium oder “Kulturtechnik” ist das Internet von einer enormen Komplexität, und muß “gelernt” werden. Die Politik beweist das ja täglich :-)

  17. Jo Life
    schrieb am 4. Juni 2009 um 00:07 Uhr (#)

    Wunderschöner einleitender Satz!

  18. Sebastian (Handelskraft)
    schrieb am 4. Juni 2009 um 09:25 Uhr (#)

    Ein wirklich bemerkenswerter und geistreicher Beitrag zu diesem Thema. Allerdings hat die ZEIT in einem Punkt recht: Das Geltungsbedürfnis. Da wird eine öffentlich-geführte aber nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Unterhaltung schnell zweischneidig, wenn man mal den Blick auf den Follower-Zahlen anderer behält, die teilweise lächerlich sind.

    Folge ich also 8000 Leuten und unterhalte mich mit drei von denen öffentlich, lege ich fest das weitere 7997 mitlesen. Und das ist meiner Ansicht nach eine Abart von Geltungsbedürfnis.

  19. Thomas Köhler
    schrieb am 4. Juni 2009 um 10:28 Uhr (#)

    Erstaunlich, wie ernsthaft und auch kleinkindbockig hier eine Glosse kommentiert wird.

  20. David
    schrieb am 4. Juni 2009 um 10:35 Uhr (#)

    Jetzt lass den Uhlecke doch reden!

    Ist doch nur seine Meinung! Man mag sie nicht teilen, aber er darf sie äussern…

    Das ist doch wieder so eine aufgetakelte “wer sind die besseren Journalisten” Debatte…

    Und im Kern steckt die korrekte Aussage “in Twitter steht auch viel Müll und es ist nicht leicht, die Rohdiamanten unter viel Müll und Kieselsteinen zu erkennen…”

  21. KLARDEUTSCH
    schrieb am 4. Juni 2009 um 11:12 Uhr (#)

    Ich glaube nicht, dass “Die Zeit” gegen das Internet ist. Das wäre auch eine unsinnige Haltung. Umgekehrt ist aber auch nicht alles gut, nur WEIL es das Internet ist. Und warum endet jede Netzdiskussion um Internet-Standards in persönlichen Angriffen? Warum sollten Studiengang und Studienort des Verfassers einen Beitrag disqualifizieren?

    Jedenfalls hat sich Uehlecke mit Twitter auseinandergesetzt. In der Wortwahl ist er sicherlich ziemlich pointiert, aber darüber sollten sich Blogger als allerwenigsten beschweren. Man neigt in der Szene ja nicht zu den ausgewogensten Statements.

    Den Blog-Eintrag hier finde ich ja noch differenziert und treffend. Seien wir doch ehrlich: wer bei Twitter einmal guckt, was gerade irgendwo auf der Welt getwittert wird, stellt fest, dass es sich wirklich nicht selten um Beiträge auf dem Niveau von Klowandschmiereien handelt. Oder um absolut Banales.

    Es spricht an sich nichts dagegen, denn im Gegensatz zu Klowänden handelt es sich bei Twitter nicht um Sachbeschädigung. Und manchmal unterhalte ich mich mit meinen Freunden oder Nachbarn über Nichtigkeiten, nur um mich als soziales Wesen überhaupt mit jemandem über etwas zu unterhalten. Mann nennt das Small Talk.

    Allerdings sollte man Small Talk nicht mit philosophischen Diskussionen verwechseln. Und Twitter nicht mit Journalimus.

    Weiteres dazu: http://klardeutsch.blogger.de/

  22. Daniel Peters
    schrieb am 4. Juni 2009 um 11:21 Uhr (#)

    Es gab auch mal einen Kritiker, der Blogs als die “Klowände des Internets” bezeichnet hat. Auch dieser Kritiker wurde recht schnell sehr leise.

    Die Zeit handelt sehr menschlich. Sie hat Angst vor dem wachsenden Erfolg Twitters und weiß wie gefährlich das Medium für Redaktionen ist, da es um ein vielfaches schnellere und aktuellere Neuigkeiten bietet. Und alles was Angst macht wird erst mal kritisiert. Dabei können auch Redaktionen Twitter als Chance sehen. In den USA schaffen es ja Nachrichten teilweise schon aufgrund von Tweets ins Fernsehen.

    Da steht natürlich gleich mit die Frage im Raum, ob Twitter nicht nur Chance, sondern auch ein Risiko ist. Aber das ist ein anderes Kapitel

  23. surfguard
    schrieb am 4. Juni 2009 um 13:03 Uhr (#)

    Ich habe auch kurz überlegt, ob ich dem Artikel etwas entgegenbloggen sollte. Aber dann war’s mir zu langweilig. Lasst die doch einfach alle aussterben, die Uehleckes und Richard Wagners und die anderen Kulturtechnikpessimisten. Die sitzen in ein paar Jahren alle da und kommen mit der Welt nicht mehr zurecht. Und dann machen wir uns auf Twitter (oder was auch immer bis dann erfunden sein wird) über sie lustig.

  24. silent_marc
    schrieb am 5. Juni 2009 um 17:32 Uhr (#)

    Hört auf die Zeit zu lesen. Dafür seid ihr noch viel zu jung. Oder wollt ihr schneller geistig tot sein als es euch lieb ist….grins…witzig wir ihr euch hier gegenseitig verbal boxt, wegen einem zweitklassigen Artikel aus der Zeit…also sa ist “Zeit-”verschwendung…hahaha

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