Wie geplant hat steereo, das neue Musikstartup aus dem Hause Holtzbrinck, heute seine geschlossene Beta-Phase gestartet. Wir haben die ersten Screenshots.
steereo
Holtzbrincks neuer Musikdienst
steereo hält sein Wort und hat soeben planmäßig die geschlossene Beta-Phase gestartet. Obwohl die Zahl konkurrierender Dienste hierzulande nicht gerade gering ist, hat der Vorstoß eines großen Medienhauses in den Bereich des werbefinanzierten Musikstreamings eine besondere Tragweite und wird daher mit Spannung erwartet.
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Internetsperren
Was unsere Kollegen in Frankreich können, das können wir auch, denkt sich die deutsche Musikindustrie und will auch hier Internetsperren als Strafe für Urheberrechtsverletzungen durchsetzen.
Kritiker sehen mit der französischen Lösung das Grundrecht auf Informationsfreiheit verletzt und halten sie angesichts der technologischen Entwicklung für unpraktikabel. Die deutsche Musikindustrie ist aber schon seit Längerem Anhänger des französischen Three-Strikes-Modell.
» Deutsche Musikwirtschaft fordert Internetverbot für ‘Raubkopierer’
Kindle
Auf der neuen Plattform Kindle Publishing for Blogs können jetzt alle Blogger ihr Glück dabei versuchen, zahlende Abonnenten zu gewinnen.
» Kindle Publishing Now Open To All Blogs
Open Source
Schweizer Open-Source-Dienstleister haben einen Interessenverband gegründet, um eine rationalere Auftragsvergabe bei der Beschaffung von Software zu fördern. Anlass war ein 28 Millionen Euro schwerer Vertrag mit Microsoft, der ohne Ausschreibung vergeben wurde.
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play.fm aus Wien bietet Freunden von DJ- und Clubmusik die Möglichkeit, Mixe anzuhören und selbst hochzuladen. Die Umsetzung und Funktionalität könnte solider und zeitgemäßer kaum sein.
play.fm
Ein Großteil der in den letzten Monaten und Jahren entstandenen Musikdienste legt den Schwerpunkt auf das Abspielen von Songs, Alben oder individualisierten Radiostreams. Doch nicht jeder zieht diese Art des Musikkonsums vor. Wer gerne und häufig in Clubs geht, Genres abseits von Pop und Rock mag und ein Faible für DJ-Kultur hat, bevorzugt mitunter in Studios oder auf Partys aufgenommene Mixe.
play.fm, ein Startup aus Wien, richtet sich an die große Gemeinde der Mix- und DJ-Verehrer. Das Konzept des Dienstes ist keineswegs revolutionär, aber in seiner komplett überarbeiteten Version 2.0 so konsequent und solide umgesetzt, dass wir die Site des jungen Unternehmens einfach vorstellen müssen.
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Das Ergebnis einer Studie: Kostenlose PDFs können ganz wesentlich beim Marketing eines neuen Buchs helfen, und bereits im Handel erhältliche Bücher können durch ein kostenloses E-Book erneut Aufmerksamkeit bekommen.
Führen illegale Downloads zu mehr oder weniger Verkäufen? An dieser Frage scheiden sich seit Jahren die Geister. Manch einer argumentiert, dass jeder Download auch eine Art Werbung ist. Andere lamentieren, dass jede unlizenzierte Kopie einem Verkaufsausfall entspricht.
Neue E-Book-Reader wie Amazons Kindle bescheren uns derzeit eine Renaissance dieser Debatte. So argumentierte Jason Kinkaid kürzlich auf Techcrunch, dass der 500 Dollar teure Kindle allein deswegen erfolgreich sein wird, weil man damit illegal heruntergeladene PDFs lesen kann. Die New York Times schrieb diese Woche, dass Buch-Piraterie ein „beängstigendes neues Phänomen“ für Buchautoren und Verlage sei – und ließ dann natürlich auch noch Cory Doctorow zu Wort kommen, der Piraterie ganz großartig findet.
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Twitter
Eine kleine Änderung, die laut Twitter-Gründer Biz Stone eine unerwünschte und verwirrende Funktion entfernte, hat gestern auf Twitter einen Proteststurm ausgelöst. @Replies werden nur noch angezeigt, wenn man dem Angesprochenen auch selbst folgt. Bisher war das Verhalten in den Einstellungen frei wählbar. In der Folge ruderte Twitter zurück und hat angekündigt, die Möglichkeiten zu evaluieren.
» Small Settings Update
» Whoa, Feedback!
» We Learned A Lot
TED
Die TED-Konferenz lässt die (teilweise wunderbaren) Präsentationen in einem Open Translation Project nach dem Crowdsourcing-Prinzip übersetzen.
» Open Translation Project
» TED Crowdsources Translation of Its Talks
Frankreich
Das französische Parlament hat das “Gesetz zur Verbreitung und zum Schutz kreativer Inhalte im Internet” beschlossen.
Das Gesetz sieht eine Sperre des Internetzugangs von bis zu einem Jahr bei mehrfachen Urheberrechtsverstößen vor. Die neue Regelung, die heute verabschiedet wurde, fordert zudem, dass die gesperrten Nutzer die Providergebühren weiter bezahlen.
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Facebook
Facebook-Gruppen, die den Holocaust leugnen, werden von Facebook nicht länger belästigt. Im Gegensatz zum Posten von Fotos stillender Frauen oder von Links zu Torrent-Seiten verstoßen diese nicht gegen die Nutzungsbedingungen.
» Facebook Remains Stubbornly Proud Of Position On Holocaust Denial
» Facebook protests over Holocaust denial groups
Nightline Twitter
ABCs Nachrichtensendung Nightline entwickelt gemeinsam mit Twitter ein Format namens NightTline. Die News des Tages können dort kollektiv bezwitschert werden.
» Nightline Teams Up With Twitter for New Web Show
Journalismus
Die NYT berichtet über ein spannendes hyperlokales Medien-Projekt aus Tschechien. Google unterstützt übrigens das Unterfangen, indem es Reportern im eigenen Produktportfolio (Google Maps, Google Translate oder YouTube) schult und die eigene Expertise zur Verfügung stellt.
» A Latte With Journalism on the Side
Qualitätsdebatte
Apropos Journalismus: Den jüngsten Beitrag von Stefan Niggemeier sollte man gelesen haben.
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Google verfeinert seine Suche und bietet den Nutzern neue Funktionen, die klein anfangen und grosse Wirkung haben dürften. Auch für Websitebetreiber. Und mit einer automatischen Datentabellen-Aggregation dürfte Google das Feuer der Copyright-Streiter auf sich ziehen.
Mit der Integration von neuen Funktionen bietet Google nicht nur Twitter als dem derzeit hippsten “News-Suche-Medium” die Stirn, sondern auch der Wikipedia als “Ich-klick-mich-durchs-Weltwissen”-Plattform: In den nächsten Tagen erfährt die weiterhin spartanisch wirkende Oberfläche der Suchmaschine einige “kleine” Anpassungen mit grosser Wirkung.
Die vermeintlich selbstverständlichen Zusatzfunktionen erweitern den Google-Nutzen für die Suchenden enorm. “Slice and Dice” ist das Motto gemäss Marissa Mayer: Die Suchresultate werden in “mundgerechte Happen” geschnitten.
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Haben Twitter und Facebook ihren Höhepunkt überschritten? Nein. Sie fangen gerade erst an. Einmal etabliert und in Verbindung mit funktionierenden Programmierschnittstellen können nur noch schwerwiegende eigene Fehler zu Hindernissen werden.
Vor einigen Wochen hat Andreas Göldi hier auf netzwertig.com gefragt,
ob Twitter und Facebook ihren Zenit erreicht haben. Gibt es für beide Dienste nur noch eine Richtung – nach unten? Nein, ganz im Gegenteil.
Es gibt drei Gründe, warum Facebook, Twitter und co. mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr verschwinden und stattdessen noch weiter wachsen werden:
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Soziale Evolution
Die durch Vernetzung getriebene soziale Evolution macht uns Menschen zu Insekten, ist eine These von Norbert Bolz in einem auch ansonsten inspirierenden Artikel.
Der Körper und seine Gegenwart werden für das Funktionieren unserer Gesellschaft immer unwichtiger. Was zählt ist Erreichbarkeit, nicht Anwesenheit; was zählt ist Funktion, nicht Substanz.
» Vernetzte Menschheit: Wie wir zu Insekten werden
IVW
Der klicktechnische Höhenflug von Wer-kennt-wen bekommt einen kleinen Dämpfer.
Im April hat das Netzwerk rund 800 Millionen PIs gegenüber März verloren. Auch die Visits (Besuche) sind um 16 Millionen auf 148 Millionen gesunken.
» IVW-Ranking: Wer-kennt-wen stürzt ab
Prism
Prism, ein Projekt von Mozilla, welches Webanwendungen auf den Desktop bringt, hat die Beta-Phase verlassen. Webmonkey beschreibt die Möglichkeiten.
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Was für ein Spaß. Fast zwei Jahre habe ich, die eckige schwarze Hornimitatbrille auf der Nase, was mit Medien gemacht. Gegen Geld aus der Schweiz.
Als ich damit anfing kam vom Verlag die Ansage: Macht mal, ihr seid unser Prestigeprojekt (auch wenn die FAZ dahinter ein Fragezeichen setzt), wir ahnen schon, dass man mit Gadgets, Games und Gedöns mehr Werbung verkaufen kann. Nur regelmäßig sollte gebloggt werden. Eingependelt haben wir uns zwischen zwei und drei Postings pro Tag, stetig, aber nicht atemlos und allumfassend. Rückblickend freue ich mich über viele Geschichten, die wir ohne Aufregung gemacht haben – und vor allem über viele Meldungen und Gerüchte, von denen wir die Finger gelassen haben. Und wir haben uns nicht ausgezogen.
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