Linkwertig:
Digitales Panopticon, Wikipedia, Flock, Google-Killer

Digitales Panopticon
Im 18. Jhr. hat der Philosoph Jeremy Bentham ein Panopticon konzipiert, das Gefangene einer permanenten Beobachtbarkeit aussetzen wollte. O’Reilly Radar greift das Thema auf und sieht das Panopticon im sozialen Web realisiert.

» The Digital Panopticon

 

Wikipedia
Die Inhalte der Wikipedia werden bald unter eine Creative Commons Attribution-ShareAlike Lizenz gestellt. In einer Abstimmung haben sich 75% der Wikipedianer für die Ergänzung ausgesprochen, 10% waren dagegen.

» Neue Lizenz für Wikipedia

 

Flock
Webmonkey gibt einen Überblick über die neue Version des ‘sozialen’ Browsers Flock. Twitter und Facebook Chat sind jetzt nativ eingebaut.

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Filter und Regulierung:
Internet als unsicherer Wirtschaftsraum

Internetfilter und andere Bestrebungen, das Internet direkt an der Wurzel zu regulieren sind höchst gefährlich und können viele der Vorteile des Webs zunichte machen.

Die Debatte in Deutschland rund die geplanten Internetfilter, um Kinderpornografie zu verstecken, wird auf beiden Seiten zunehmend gereizter.

Warum der Widerstand gegen die Internetfilter so stark ist, dafür gibt es viele Gründe. Cory Doctorow hat im britischen Guardian einen Artikel zum Themenkomplex der Regulierung des Webs veröffentlicht, der viele Punkte anspricht, die jeder Regulierungen Wünschende genau bedenken sollte.

Unter dem Titel “We must ensure ISPs don’t stop the next Google getting out of the garage – Wir müssen sicherstellen, dass die ISPs nicht das nächste Google daran hindern, die Garage zu verlassen” weist Doctorow auf die Ausgangslage und die Rahmenbedingungen hin, die das heutige Internet erst ermöglicht hat. Und auf die Notwendigkeit, die Rahmenbedingungen beizubehalten.

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Avatar-Dienst weblin insolvent:
Wie viele würden ihn vermissen?

Der preisbelohnte Hamburger 3D-Avatar-Dienst weblin hat Insolvenz angemeldet. Reines Pech oder ein Zeichen dafür, dass die Geschäftsidee nicht gut genug war?

weblin insolvent
weblin insolvent
Nach picabee erlebt nun das nächste ambitionierte deutsche Webunternehmen eine finanzielle Bruchlandung: deutsche-startups.de berichtet über die Insolvenz der Zweitgeist GmbH, das Unternehmen hinter dem 3D-Avatar-Dienst weblin, und bezieht sich auf eine entsprechende öffentliche Bekanntmachung.

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Linkwertig:
Berlin, CrunchBase, Social Web, Sportfreunde Stiller

Berlin
deutsche startups haben ihre Startup-Datenbank ausgewertet und in Berlin die meisten Neugründungen im Web-Umfeld gefunden. Auf den Plätzen folgen München, Hamburg und Köln, danach wird es sehr schnell sehr dünn.

In Berlin steppt weiter der Bär.

» Gründer lieben Berlin

 

CrunchBase
Und auch TechCrunch haben ihre Startup-Datenbank ausgewertet und die Neugründungen gezählt. Im ersten Quartal 2009 sind diese im Vergleich zum Vorjahr um 65% zurückgegangen.

» CrunchBase Data Rocks. Too Bad The Q1 Numbers Suck. Our Report

 

Social Web
Chris Messina gibt einen schönen Überblick über einige Trends im offenen, sozialen Web.

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Disruptives Internet:
Vier Geschäftsfelder, die bald Geschichte sind

2009 wird auch dem Letzten klar, welche grundlegenden Veränderungen das Internet auf nahezu alle Bereiche des Alltags hat. Nicht nur die momentan im Rampenlicht stehende Musik-, Zeitungs- und Buchbranche ist betroffen. Hier kommen vier weitere Beispiele für Geschäftsfelder, die es schwer haben werden.

Festnetztelefon
Festnetztelefon
Ich weiß nicht, wie häufig das Wort “disruptiv” in unseren Blogbeiträgen der vergangenen Zeit gefallen ist. Vermutlich sehr oft. Nach vielen Jahren des Aufwärmens gelangt das Internet im Jahr 2009 endgültig zu Topform und lässt immer mehr Menschen erkennen, wie grundlegend und langfristig die Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft, Medien und Politik eigentlich sind. Geschäftsmodelle werden in ihren Grundfesten erschüttert, über viele Dekaden hinweg erfolgreiche Praktiken und Verfahren kurzum durch neue ersetzt.

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Linkwertig:
Linked Data, Scribd, AWS, Musik-Downloads

Linked Data
Richard MacManus über Linked Data, Tim Berners-Lees neuer Anlauf, das von ihm seit 2001 promotete semantische Web populär zu machen.

» Linked Data is Blooming: Why You Should Care

 

Scribd
Scribd, die Plattform zum Sharen von Dokumenten, baut aus und ermöglicht es nun Verlagen und Autoren, ihre Bücher und Dokumente auch zu verkaufen. Satte 80% der Einnahmen bleiben bei den Autoren.

» Site Lets Writers Sell Digital Copies
» Scribd Store a Welcome Addition to Ebook Market

 

Amazon Web Services
Auch die Amazon Web Services bauen aus und ergänzen die Elastic Compute Cloud (EC2) um einige Tools zum Load Balancing und automatischen Skalieren.

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OpenID-Unterstützung geht live:
Mit Google-Login bei Facebook registrieren

Ab sofort können sich Neunutzer bei Facebook mit ihrer OpenID oder ihren Gmail-Zugangsdaten registrieren. Ein weitreichender Schritt, dessen genaue Folgen noch nicht abzusehen sind.

Facebook und OpenID
Facebook und OpenID
Ende April verkündete Facebook die geplante Unterstützung von OpenID. Heute, drei Wochen später, ist es soweit: Ab sofort können sich Neunutzer mit ihrer OpenID bei Facebook registrieren. Ebenfalls möglich ist das Erstellen eines Kontos mit Gmail-Zugangsdaten. Wie Inside Facebook erfahren hat, soll gleiches in Kürze auch für Yahoo- und Microsoft-Logins gelten. 
 
Die Änderung betrifft jedoch nicht nur neue User. Bestehende Mitglieder können ihren Facebook-Account mit einem Google-Konto verknüpfen. Sind sie z.B. bei Gmail eingeloggt und steuern anschließend Facebook an, werden sie dort ohne erneuten Login erkannt. Inside Facebook und TechCrunch erwähnen nur Gmail-Accounts. Es ist unklar, ob sich dies für alle Google-Zugänge bezieht.
 
Wie für Facebook üblich, wird dieses Feature wohl Schritt für Schritt ausgerollt. Ich sehe es momentan noch nicht. Die vollständige Implementierung von OpenID ist ein großer Schritt hin zu mehr Offenheit und die Loginmöglichkeit für Google-Nutzer eine fast schon freche Entscheidung. Der Internetriese ist seit einiger Zeit selbst dabei, ein eigenes Social Network zusammenzuschneidern und bietet mit Friend Connect ein webweites Loginsystem. 

Andererseits scheint Google an der exklusiven Zugangsmöglichkeit für Gmail-User beteiligt gewesen zu sein. Offensichtlich sieht man hier die Möglichkeit, sich etwas mehr an Facebook anzunähern. Wer weiß, wozu das einmal gut sein mag. 

Linkwertig:
Facebook, Web 2.0, Bild.de, Six Apart

Facebook
Facebook nimmt weitere 150 Millionen Dollar auf, mit denen 15 Millionen Aktien von Mitarbeitern zurückgekauft werden sollen, um diesen ihr Engagement etwas zu versüssen.

» Facebook raises $150 million more to cash out employees

 

Startups
2006 hat eine Collage der Logos von Web 2.0 Startups die Runde gemacht und wurde in der Folge häufig als Beleg für die kreative Vielfalt neuer Ideen zitiert. Meg Pickard hat sie jetzt aktualisiert – und dabei einige Leichen gefunden.

» Game Web 2.Over?

 

Jugendliche
danah boyd gibt trockene Antworten auf einige auf Twitter gestellte Fragen, wie sich Teenager im Web verhalten. Keine repräsentative Studie, aber doch interessante Einblicke in eine Generation, in die gerne viel hineininterpretiert wird.

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Ein erster Blick auf Wolfram Alpha

Das frisch gestartete Wolfram Alpha ist eine “Maschine zur Berechnung menschlichen Wissens”, deren Nutzung wir erst erlernen müssen. Während es viele (Recherche-)Aufgaben einfacher machen wird, wird der Dienst das Web nicht verändern.

Schon lang hat der Launch eines neuen Webdienstes nicht mehr so viel Medienecho im Vorfeld hervorgerufen, wie der Launch des am Freitag gestarteten Wolfram Alpha. Selten konnte man so viele Artikel über einen Webdienst lesen, den nur eine Handvoll Aussenstehende testen konnten. Nun kann die Öffentlichkeit den nach dem Gründer und bekannten Mathematiker Stephen Wolfram benannten Dienst unter die Lupe nehmen.

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Samstag App Fieber:
MindMeTo, wahlgetwitter, TwittBee, So ein Mist

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: MindMeTo – Erinnerungen via Twitter; wahlgetwitter – ein politisches Stimmungsbarometer; TwittBee – ein Aggregator für Hashtags; und So ein Mist – Microblogging der Widrigkeiten des Alltags.

mindmeto
mindmeto
Mit MindMeTo kann man sich auf Twitter erinnern lassen. Nachdem man @mindmeto folgt, kann man MindMeTo natürlichsprachige Replies oder Direct Messages schicken. Zum angegebenen Zeitpunkt schickt MindMeTo die entsprechende Erinnerung als DM.

Bei den Zeitangaben ist das Tool durchaus smart und versteht sowohl relative, als auch absolute Angaben wie … in two hours, … on Tuesday, … in two weeks oder … on October 24th. Zusätzlich gibt es einige Befehle, mit denen man die eigene Zeitzone festlegen oder das allgemeine Verhalten einstellen kann.

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