Samstag App Fieber:
MindMeTo, wahlgetwitter, TwittBee, So ein Mist

Markus Spath, 16. Mai 2009 15:46 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: MindMeTo – Erinnerungen via Twitter; wahlgetwitter – ein politisches Stimmungsbarometer; TwittBee – ein Aggregator für Hashtags; und So ein Mist – Microblogging der Widrigkeiten des Alltags.

mindmeto
mindmeto
Mit MindMeTo kann man sich auf Twitter erinnern lassen. Nachdem man @mindmeto folgt, kann man MindMeTo natürlichsprachige Replies oder Direct Messages schicken. Zum angegebenen Zeitpunkt schickt MindMeTo die entsprechende Erinnerung als DM.

Bei den Zeitangaben ist das Tool durchaus smart und versteht sowohl relative, als auch absolute Angaben wie … in two hours, … on Tuesday, … in two weeks oder … on October 24th. Zusätzlich gibt es einige Befehle, mit denen man die eigene Zeitzone festlegen oder das allgemeine Verhalten einstellen kann.

wahlgetwitter
wahlgetwitter
Auf den schönen Namen wahlgetwitter hört ein Mashup, das ein Abbild der politischen Stimmungslage auf Twitter geben möchte. Die Seite wertet Tweets aus, die mit einem qualifizierenden Hashtag versehen sind. #PARTEI+ bedeutet Zustimmung, #PARTEI- indiziert Ablehnung.

Die Idee ist grundsätzlich nicht schlecht, allerdings werden schon jetzt die Ergebnisse durch die Selbsteinschätzungen der jeweiligen Gruppen stark verschmutzt. Dass sich Parteien selbst sehr toll finden und allen anderen mit einem gesunden Misstrauen begegnen, ist zwar verständlich, aber auch nicht weiter informativ.

 

twittbee
twittbee
Auch TwittBee macht einen sinnvollen Gebrauch von Hashtags, indem es Tweets, die ein jeweiliges Hashtag enthalten, auf einer sich selbst aktualisierenden Twitterwall aggregiert. Neben einer internationalen Version gibt es auch eine deutsche, die praktischerweise nur deutschsprachige Tweets auflistet.

Zwar kann auch in der normalen Twitter-Suche nach Hashtags gefiltert werden, aber zum Verfolgen aktueller Meme kann eine Twitterwall ganz nützlich sein.

 

soeinmist
soeinmist
Psychohygienisch interessant: Auf So ein Mist kann man berichten, welcher Mist einem widerfahren ist. Andere User können mehr (‘So ein Mist!’) oder weniger (‘Selbst schuld’) Mitgefühl zeigen und die Erlebnisse kommentieren.

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1 Kommentar

  1. Tobias Wietschorke
    schrieb am 16. Mai 2009 um 18:19 Uhr (#)

    Zu “soeinmist”: Kein Wunder, dass es bereits 478.000 Einträge bei Google für “german copycat” gibt.

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