Journalismus 2.0:
Die Diskussion mitgestalten

Peter Sennhauser, 5. Mai 2009 10:22 Uhr, 14 Kommentare Kommentare

Dieser Text ist als Kolumne im Schweizer Medienmagazin “Edito” erschienen.

Von allen Seiten hören wir, die Medien steckten in einer Strukturkrise, deren Ausgang nicht absehbar sei. Die Digitalisierung unterspült Plattformen und Kanäle, und in kopfloser Aufregung beladen Verlage und Veranstalter neue Vehikel mit den alten Gefäßen und Inhalten.

Diese Panikaktionen greifen viel zu kurz, weil die Umwälzungen nicht nur die Strukturen des Mediengeschäfts erfasst haben, sondern vor dem Kern nicht halt machen: Dem Journalismus als solchem. Wo Informationen uneingeschränkt fließen, sind “Gatekeeper” überflüssig; die “Produktion” von News tut weniger Not als ihre Einordnung; vor allem aber findet eine Revolution statt, die Stanford-Professor Lawrence Lessig den Übergang von der “Nur-Lesen” zur “Lesen/Schreiben”-Kultur nennt:

Das emanzipierte Publikum kann sich nicht nur seine Quellen fast beliebig zusammensuchen – zu unserem Schrecken hat es begonnen, selber zu publizieren.

Und während immer grössere Kreise der Gesellschaft unsere Artikel und Sendungen kommentieren, kritisieren oder korrigieren, halten ausgerechnet wir Journalisten uns aus dem Diskurs fast vollständig heraus – in der Meinung, durch Abstand unsere “Glaubwürdigkeit” erhalten zu können.

Das Gegenteil ist der Fall. Die Distanziertheit des Publikum und sein Schweigen hatte noch nie irgendwas mit Respekt vor uns als “Vierter Gewalt” zu tun, sondern nur mit dem Fehlen eines Rückkanals, der diesen Namen verdient.

Der ist jetzt verfügbar, und der Journalismus wandelt sich, wie Medienwissenschafter und Blogger Dan Gillmor sagt, vom Frontalunterricht zum offenen Seminar. Oder sollte sich wandeln – denn Bedingung ist, dass wir vom hohen Ross der Dozenten auf die angemessenere Rolle der Moderatoren umsatteln. Im Publikum haben sich schon immer mehr Experten zu einem Thema befunden, als das Rolodex eines Journalisten zu fassen vermochte. Eine öffentliche Diskussion mit ihnen zu führen, müsste das Ziel journalistischer Arbeit sein.
Ein erster Schritt wäre eine “Diskussionsspalte” zu jeder Online-Sendung und jedem Artikel – und eben nicht die “Kommentar-Rubrik”, in der man das Publikum unbeachtet seine Meinung absondern lässt. Das Forum muss gefördert, nicht erduldet werden.

An dieser Stelle kommt jeweils der Einwand, dass wir die Masse und die Emotionalität der Wortmeldungen nicht bewältigen könnten. Bei der Blogwerk AG haben wir in drei Jahren professionellen Bloggens gegenteilige Erfahrungen gemacht. Wo immer Autorinnen direkt in die Diskussion eintreten und die Leserschaft ernst nehmen, verstummen die vereinzelten Querulanten fast schlagartig: Mit dem spürbaren Engagement aller Beteiligten steigt die Wertigkeit der Diskussion; die soziale Selbstregulierung nimmt zu, die Schein-Anonymität nimmt ab.

Führt der Weg zum neuen Rollenverständnis unweigerlich über die verhasste Kommentarspalte? Vielleicht weniger im Newsjournalismus und sicher nicht in reinen Meinungsschlachten. Und wahrscheinlich gibt es effizientere Wege, aus der medialen “Vorlesungs-” eine “Seminarkultur” zu machen. Aber wir sollten uns beeilen, diese Methoden zu finden und zu entwickeln: Die Seminarteilnehmer sind da und warten nicht. Wenn sich die Zunft der Journalisten nicht bald dazu bequemt, in den Kreis zu treten und die Moderation zu übernehmen, dann wird es jemand anderes an ihrer Stelle tun.

Erschienen in Edito, dem neuen Schweizer Medienmagazin. Es wird von den Berufsverbänden impressum – Die Schweizer JournalistInnen und vom Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM herausgegeben.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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14 Kommentare

  1. Schtonk!
    schrieb am 6. Mai 2009 um 10:24 Uhr (#)

    Oh – finde ich gut, dass es hier jetzt auch außerhalb von 6 vor 9 zumindest ein bisschen weitergeht!

    Wobei: Ist der Text in Edito von Herrn Sennhauser? Schaut so aus, ist aber nicht ganz klar. Und wie kam das ß in den Text? Das habt ihr doch in .ch gar nicht!

    Die Diskussion mit dem Leser – nun, was, wenn hier nicht 10, sondern 500 Leute kommentieren? Wann macht ihr das dann? Und wenn der Autor mit dem Leser nicht einer Meinung ist, darf der Autor dann auch den Leser beschimpfen oder nur der Leser den Autor? Und kann der Leser dann auch den Beitrag des Autors löschen so wie der die Kommentare?

    Und: Wie wird das in der Schule? Schreiben die Schüler nun Kommentare unter das vom Lehrer an die Tafel Geschriebene?

    :-)

    Demokratie ist anstrengend…

  2. Björn
    schrieb am 6. Mai 2009 um 10:37 Uhr (#)

    Alles schön und gut, aber ein Punkt kann einfach nicht stimmen und da tut es mir leid, aber da frage ich mich, warum den immer alle voneinander abschreiben, ohne ihn mal richtig zu durchdenken:

    “Wo Informationen uneingeschränkt fließen, sind “Gatekeeper” überflüssig; die “Produktion” von News tut weniger Not als ihre Einordnung”

    Zwei Dinge sind komisch daran:
    - Wenn überhaupt keine News mehr produziert werden, wo ist dann das einzuordnende oder von LeserInnen zu kommentierende Material? Eine (ziemlich breite) Basis der Newsproduktion wird immer bleiben. Aber dass jemand einfach noch mal drei Wörter in der dpa-Meldung ändert und seinen Namen drübersetzt wird natürlich langfristig aussterben. Würde ich aber auch nicht als “Kern des Journalismus” bezeichnen.
    - Warum sollte der Gatekeeper überflüssig werden, wenn gleichzeitig die Einordnung wichtiger wird? Was anderes als Einordnung ist denn letztlich die Auslese von Informationen? Wenn ich meinen LeserInnen zuverlässig und unvoreingenommen durch den ja viel unübersichtlicher werdenden Info-Dschungel helfe, indem ich gewichte (also Dinge weglasse, andere in den Mittelpunkt rücke), dann bin ich doch ein “Gatekeeper”. Das Gegenteil ist doch richtig: Der Gatekeeper wandelt sich zwar, aber am Ende wird er noch viel wichtiger als zuvor.

  3. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
    schrieb am 6. Mai 2009 um 10:56 Uhr (#)

    @Schtonk: Ja, Demokratie ist anstrengend.

    @Björn:
    1. Die News, die Du heute konsumierst, stammen zu 70 Prozent aus Agenturdiensten. Die basis ist überhaupt nicht breit, ich würde behaupten, sie ist extrem schmal. Darüber täuschen die zwei Dutzend TV-Kameras und die dreissig Fotografen hinweg, die man an jedem Promi-Ereignis sieht. Hier wird Showbusiness zu oft mit Nachrichtenbeschaffung verwechselt.
    2. Zwischen Gatekeeping und Einordnung besteht ein kleiner, aber feiner Unterschied: Das erste war die “Vierte Macht” im Staat – eine aus Konsumentensicht anmassende Bevormundung der Leserschaft. Das zweite ist eine Dienstleistung, welche die gleiche Leserschaft zuerst als solche schätzen lernen muss – im Augenblick herrscht noch der Freiheitstaumel über den Zugang zu ALLEM vor.

    Niemand behauptet, Journalisten seien überflüssig (ausser manchen Verlegern). Aber ihr Job ändert sich fundamental, und ich sehe wenige Kollegen, die sich darauf einstellen – und sehr viele, die aussteigen.

  4. Fred David
    schrieb am 6. Mai 2009 um 12:08 Uhr (#)

    Ich glaube , ihr seht das viel zu kompliziert.

    Wenn ich die Leserbriefseiten grösserer Zeitungen anschaue – als Beispiel mal NZZ, SZ, FAZ – bin ich jedesmal erstaunt, was da an Knowhow und an interessanten neuen Aspekten herauskommt. Manche pointierte Leserbriefe sind jedem redaktionellen Kommentar überlegen, die sich oft im breiigen “Sowohl-als auch” ergehen

    Das ist noch nicht sehr lange so. Früher dominierten auf Leserbriefseiten oft Querulanten. Dass fast nur noch Leserbriefe mit vollem Namen,manchmal sogar mit Adresse abgedruckt werden, förderte die Qualität.

    Dieses Potential ist meiner Meinung nach noch viel zu wenig ausgeschöpft. Leserbriefseiten werden noch immer lieblos als Pflichtstoff abgehandelt, der auf Kosten des redaktionellen Raums geht. So ist das ganze denn auch optisch gestaltet.

    Das ist falsch. Man kann solche Leserbriefseiten “moderieren”, wie man Blogs moderieren kann. Mann kann auch Blogs und Leserbriefe zusammenspannen, um Diskusionen gezielt weiter zu treiben und neue Themen zu lancieren. In dieser Vernetzung liegt eine grosse Chance, umso mehr, weil das web noch den unschlagbaren Vorteil der Verlinkung mitbringt. Auch diese lässt sich unmittelbar mit Leserbriefseiten (die müsste man natürlich anders nennen und viel attraktiver gestalten) kombinieren.

    Aber das ist viel Arbeit. Man muss beides moderieren – was ihr ja hier auf Medienlese vormacht, und es geht! Auf diesem Weg lassen sich auch neue, von der Redaktion unentdeckte Themen generieren und Leser und user können stärker darauf Einfluss nehmen, wo und was Journalisten recherchieren sollen/müssen. Das lässt sich gezielt ansteuern und abrufen.

    Viele Leser wissen sehr viel aus ihrem beruflichen und privaten Umfeld und können unschätzbare Tips geben, wo man den Hebel am besten ansetzt. Aber dazu muss man Leser und user geschickt animieren. Natürlich darf das nicht auf Denunziantentum hinauslaufen. Aber dazu hat man ja Moderatoren.

    …und über die Gefahr, was dann passiert, wenn sich mal 500 Leute zuschalten, sollten wir uns dann den Kopf zerbrechen, wenn die 500 Leute “ante portas” sind. Das dauert noch …

  5. Hardy Jäggi
    schrieb am 6. Mai 2009 um 14:41 Uhr (#)

    @Björn
    @Peter Sennhauser

    Zu News, Agenturdiensten, Gatekeeping und Einordnung:

    Das (genossenschaftliche) Geschäftsmodell der Nachrichtenagenturen ist es, für die Besitzer (die Medien) News zu sammeln, zu verifizieren, zu gewichten, aufzubereiten und dann der Redaktion als “Informations-Teppich” zur Verfügung zu stellen.

    Bei der Agentur passiert also bereits ein “Vor-Gatekeeping” um die einzelnen Redaktionen zu entlasten. (Die Agentur ist kein Kostenfaktor sondern eine Sparmassnahme!)

    Die Aufgabe der Redaktionen ist es dann, aus dem Agentur-Feed auszuwählen, die übernommenen Meldungen einzuordnen und den Lesern/innen Hintergründe, Erklärungen und Kommentare zu liefern. Genau dadurch kann sich eine Zeitung von den anderen unterscheiden/abheben.

    Der richtige Mix was gratis online steht und was der Abonnent in der Printausgabe (oder kostenpflichtig online) findet, wird über den wirtschaftlichen Erfolg entscheiden. Wer alles gratis gibt (verschenkt), geht zwangsläufig bankrott.

  6. Klaus Jarchow
    schrieb am 7. Mai 2009 um 09:53 Uhr (#)

    Hihi – jetzt reden die Medienschaffenden selbst auf ihren Holzbooten schon so daher, wie ich vor einem halben Jahr noch hier im Blog – dass es nämlich die Journalisten seien, die sich in Richtung auf Dialogfähigkeit und noch so manches andere ändern müssten. Tscha – dafür gab’s noch jede Menge Haue – heute erzeugt es Avantgardegefühle. Den frühen Vogel frisst eben der Wurm …

    ;-)

  7. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
    schrieb am 7. Mai 2009 um 10:23 Uhr (#)

    @ Hardy: Dein Wort in der Verleger Ohr. Die haben vorerst nur erkannt, dass die Agentur eine Sparmassnahme ist – im Zusammenspiel mit Praktikanten, welche die Texte dann nach Klickaffinität abfüllen (jawohl, auch in den Print-Gratis-Pendlerzeitungen).
    @ Klaus: Ich habe diese Rede, in etwas anderem Kontext, vor etwa einem Dutzend Jahren auf meinen Redaktionen schon angefangen zu schwingen. So früh warst Du also vor einem halben Jahr nicht…

  8. Hardy Jäggi
    schrieb am 7. Mai 2009 um 10:28 Uhr (#)

    @Peter Sennhauser:
    Leider gibt es Verleger, die unter “Agentur als Sparmassnahme” etwas anderes verstehen. :-)

  9. Fred David
    schrieb am 7. Mai 2009 um 11:21 Uhr (#)

    @) Klaus Jarchow: Dass Peter Sennhauser “diese Rede schon vor einem Dutzend Jahren auf seinen Redaktionen angefangen hat zu schwingen”, kann ich bestätigen. Mehr noch: Er ging uns manchmal damit gehörig auf den Wecker.

    Aber er hat nicht nur Recht bekommen, er war auch noch schneller. Und die Schnelleren müssen halt manchmal etwas leiden.

    Die Langsameren tun dann nachher immer so, als hätten sie es schon immer gesagt.

  10. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
    schrieb am 7. Mai 2009 um 11:23 Uhr (#)

    Ti-em-ai, Fred, Ti-em-ai… (typische Kalifornische Redensart: TMI – Too Much Information…)

    Nachtrag, wenn wir schon dabei sind, zu Deinem Einwurf oben: Kannst Du Dich erinnern, wie beim Cash jeden Mittwoch jemand händeringend durch die Redaktion lief und nach “etwas, das man als Leserbrief bringen könnte”, bettelte?

    Ich glaube nicht, dass der Leserbriefmangel damit zusammenhing, dass Cash zu wenig angriffig oder zu schlecht gelesen war. Aber der Nutzen eines Leserbriefs – sieben Tage nach einem Artikel – erschloss sich wohl dem ökonomisch denkenden Publikum nicht. Und mir, ehrlich gesagt, auch nicht.

  11. Schtonk!
    schrieb am 8. Mai 2009 um 08:27 Uhr (#)

    @Peter Sennhauser: Solange niemand durch die Gänge lief “Kann mal jemand schnell einen Leserbrief schreiben?” ;o)

  12. Klaus
    schrieb am 11. Mai 2009 um 11:20 Uhr (#)

    Agenturen sind keine Sparmaßnahme, sondern Dienstleister für die Redaktionen. Denn die konnten sich noch nie genügend eigene Korrespondenten leisten, um alle Orte oder Themenbereiche abzudecken. Dass Agenturmeldungen in sehr ähnlicher Form in praktisch allen Zeitungen auftauchen, war schon sehr lange Zeit so, es ist nur nicht aufgefallen, da man eben nur einer oder maximal zwei Zeitungen gelesen hat.
    Die dpa gehört ja sogar den großen Verlagen.
    Wenn allerdings die Zeitungen als Auftraggeber wegfallen, dann werden sich die Agenturen ihr engmaschiges Korrepondentennetz auch nicht mehr lange leisten können. Google News reicht hier ganz sicher nicht aus und dass Blogs diese Fülle an Informationen schnell und zuverlässig liefern können, das kann mir niemand erzählen.
    Und was die Gatekeeperfunktion angeht: Wer wie wir den ganzen Tag am Netz hängt, der vergisst leicht, dass die meisten Leute weder die Lust, noch die Zeit haben, sich Informationen aus einer Vielzahl von Quellen zusammenzusammeln. Diese Leute werden auch weiterhin noch Zeitungen oder Zeitschriften brauchen – entweder online oder auf Papier.

  13. Fred David
    schrieb am 11. Mai 2009 um 12:26 Uhr (#)

    @) Klaus: Ich sehe das ähnlich.

    Wer wie wir den ganzen Tag am Netz hängt, der vergisst leicht, dass die meisten Leute weder die Lust, noch die Zeit haben, sich Informationen aus einer Vielzahl von Quellen zusammenzusammeln. Diese Leute werden auch weiterhin noch Zeitungen oder Zeitschriften brauchen – entweder online oder auf Papier.

    Dieses Argument klingt relativ simpel,aber es triffts. Im Umgang mit web und print vergisst man solche Dinge häufig: etwa den “Blätter- und Ueberraschunmgseffekt” im print. In der Diskussion um print und web hält man solche Dinge für zu vernachlässigende soft factors – aber möglicherweise sind sie letztlich matchentscheidend.

    Das widerspricht völlig der Entweder/Oder-Theorie der Amerikaner, die eine andere Tradition im Umgang mit neuen Technologien habe, eine, die im ersten Moment überzeugt, aber bei genauem Hinsehen gefährliche Schwächen hat.

    Als die Eisenbahnen aufkamen, setzten die USA alles auf diese Karte, binnen weniger Jahre entstand ein riesiges Bahnnetz, alles redete nur noch von der Bahn, die gesamte Wirtschaft wurde darauf ausgerichtet, alle Grossvermögen gründeten auf der Bahn.

    Dann kam als neue Technologie die Massenherstellung von Autos. Die Bahn war innerhalb weniger Jahre abgeschrieben und vergammelte total, was sich heute als extremer Nachteil erweist, insbeosndere in den Grosstädten, wo der öffentliche Verkehr zum Teil fast völlig fehlt. Alles wurde aufs Automobil ausgerichtet – bis der Flugverkehr für die breite Masse erschwinglich wurde. Von da an war Auto Commodity. Die Technik wurde völlig vernachlässigt, Entwicklungen wurden verschlafen. Die US-Automobilwirtschaft ist ruiniert – und muss von Europäern und Japanern gerettet werden.

    Aehnlich war es mit dem Fernsehen, es dominierte die gesamte Medienbranche total, riesige Investitionen liefen da rein. Bis das web aufkam. Das US-Fernsehen wird seitdem völlig vernachlässigt und sendet heute grösstenteils Trash.

    Jetzt also alles aufs web. Zu 100%.

    Es ist nicht immer so, dass die Amerikaner die Nase vor hätten, vor allem langfristig nicht. Insbesondere nicht mit ihrer Entwedere/Oder -Mentalität, die wir nicht einfach übernehmen sollten.

    Die Europoäer sind langsamer, aber wahrscheinlich haben sie mit der sich verfestigenden dualen Medienstrategie (web und print als gegenseitige Ergänzung) letztlich mehr Erfolg.

  14. Hardy Jäggi
    schrieb am 11. Mai 2009 um 14:14 Uhr (#)

    @klaus: “Agenturen sind keine Sparmaßnahme, sondern Dienstleister für die Redaktionen.”

    Natürlich sind die Agenturen Dienstleister.
    Wahrscheinlich habe ich mich unklar ausgedrückt.
    Was ich mit “Sparmassnahme” sagen will:

    Hat ein Medium weniger Ausgaben wenn es einen Dienst nicht selbst herstellt, sondern ihn bei der Agentur einkauft, dann spart es Geld. (Sehr viel Geld unter Umständen)

    Dabei denke ich übrigens klar über das Kerngeschäft der Agenturen hinaus.

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