Samstag App Fieber:
flitter.fm, kreakido, courtsoftheworld

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: flitter.fm – neue Twitter-Freunde mit ähnlicher Disposition entdecken; kreakido – verpacktes Wissen; und courtsoftheworld – eine Community für Streetballer.

flitter.fm
flitter.fm
flitter.fm ist ein kleines Twitter-Mashup, das auf spielerische Weise Leute empfiehlt, denen man auf Twitter folgen könnte. Die Anmeldung erfolgt via Twitters OAuth, dann kann man nach Lust und Laune Fragen beantworten oder sich selbst Fragen ausdenken. flitter.fm generiert in der Folge ein Mapping mit den anderen Usern und listet diese nach Grad der Übereinstimmung auf.

Nette Abwechslung zu der Fülle an Follower-Management-Tools, die in den meisten Fällen blind darauf abzielen, die eigenen Follower-Zahlen zu erhöhen.

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Die unerträgliche Seichtigkeit der deutschen Internet-Debatte

Kinderpornographie, herkömmliche Pornographie, Computerspiele, Filesharing, usw.: Das alles wird in einem ZEIT-Artikel in einen Topf geworfen und sogenannten “Cyberpropheten” mit anarchistischem Anspruch als ihre Welt, die sie um jeden Preis verteidigen, angedichtet. Ein exemplarischer Artikel für eine vor Seichtheit und Demagogie triefende Debatte in Deutschland, welche in nächster Zeit wohl noch stark zunehmen wird.

Heinrich Wefing hat in der Printausgabe der ZEIT (und online hier) und online im Tagesspiegel einen Artikel veröffentlicht, der unter dem Titel “Was darf das Internet? Wider die Ideologen des Internets!” ein weiteres Mal zeigt, wie viele im Print verhaftete Journalisten in Deutschland das Web verabscheuen und wie sie für ihre Argumentation vor nichts zurückschrecken. Wefing wirft dabei, alles was ihm am Netz stört, in einen großen Anklagetopf: » weiterlesen

Kommunikationsplattform Wave:
Google, zeig uns deine Zeitmaschine

Google überrascht seine Kritiker: Gestern noch der Verlierer im Sturm um die Krone im Echtzeitweb, heute mit Wave wieder Top-Innovator und bald der Konkurrenz um Längen voraus. Man möchte meinen, Google hätte eine Zeitmaschine im Keller.

Mit der Vorstellung seiner neuen Plattform Wave hat Google die Netzgemeinde in Begeisterung versetzt. Der neueste Coup des Internetgiganten bedeutet nicht weniger als die Revolution von Kommunikation und Zusammenarbeit, so der Tenor, der hauptsächlich auf dem basiert, was Googles in seiner 80-minütigen Wave-Präsentation vorgezeigt hat.

Sicherlich genügt das Video nicht, um beurteilen zu können, ob Wave tatsächlich derartig weitreichende Auswirkungen haben könnte oder ob sich letztlich nicht doch nur um eine weitere Google-Spielerei handelt, die nach einigen Monaten wieder in der Versenkung verschwindet. Die gezeigten Funktionen sind aber in jedem Fall beeindruckend und vereinen im Prinzip alle angesagten Webtrends in einer einzigen Anwendung: Echtzeit, Schnittstellen, OpenSource, Wikis, Applikationen und Erweiterung, File Sharing usw.

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Google Wave:
Die Neuerfindung von E-Mail

Google möchte mit Google Wave E-Mail neu erfinden und damit unsere Kommunikation und Zusammenarbeit revolutionieren.

Google hat auf der Entwicklerkonferenz Google I/O einen neuen Dienst mit dem Namen Google Wave vorgestellt. Die Seite ist noch nicht live, aber Google Wave könnte Googles größter Wurf im Bereich Consumer-Apps seit Gmail sein.

Google Wave will nicht weniger als ein neues Paradigma für Kommunikation und Zusammenarbeit im Web etablieren. Während wir bis dato zwischen verschiedenen Kommunikationskanälen wie E-Mail und Chat wechseln und zum Publizieren oder Sharen von Dokumenten aus einer Fülle an isolierten Möglichkeiten wählen mussten, ist Google Wave eine integrative Umgebung, in der man alles machen kann.

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Linkwertig:
bing, Microsyntax, Unnovation, Google Web Elements

bing
Wired mit ersten Eindrücken und einigen Screenshots von Microsofts kommender Suchmaschine bing.

» Hands On With Microsoft’s New Search Engine: Bing, But No Boom

 

Microsyntax
Mit Microsyntax.org gibt es eine neue Initiative, die Tweets mit Meta-Informationen anreichern will. Retweets, #hashtags und @replies haben sich mittlerweile als informelle Standards etabliert, es bleibt wohl abzuwarten, ob noch mehr Annotation auf die Gunst der Twitter-Gemeinde trifft. Der Lesbarkeit besonders zuträglich ist das nicht, aber Drittanwendungen freuen sich über maschinenlesbare Informationen.

» nanoformats are dead, long live the microsyntax

 

Unnovation
Umair Haque führt den – sehr treffenden – Begriff der Unnovation ein. Jeder will natürlich innovieren, aber während echte Innovationen zu einem authentischen, nachhaltigen Wohlfahrtsgewinn führen, wird meistens nur unnoviert.

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Brian Eno über Musik im Internetzeitalter

Der bekannte Musiker Brian Eno hat die Einkommensmöglichkeiten für Musiker im Internet-Zeitalter erkannt: Liveauftritte, aufwendig gestaltete, limitierte Versionen ihrer LPs und grundsätzlich alles, was schwer oder gar nicht kopierbar ist.

Brian Eno, bekannt als Solomusiker und aus seiner Zeit bei der legendären Band Roxy Music, beschreibt in einem Artikel im britischen Prospect-Magazine die wirtschaftliche Lage der Musikindustrie. Musikaufnahmen sind heute verfügbar wie Wasser, so Eno, und nicht sehr viel aufregender als dieses.

Das ist aber nur schlecht für die, deren Geschäftsmodell allein auf dem Verkauf von Musikaufnahmen basiert. Die Livemusik-Szene explodiert. Festivals wachsen von Jahr zu Jahr und es gibt mehr Festivals denn jemals zuvor.

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Linkwertig:
dpa, Adobe, Yahoo, Twitter, CDU

dpa
Die dpa startet ein Geschichtsportal.

Mit dem neuen Portal “60 deutsche Jahre” drehen die Hamburger diesen Arbeitsablauf um. Auf der neuen Internet-Plattform können die Bezieher des dpa-Basisdienstes nun ihre eigenen Texte zum Thema veröffentlichen.

» dpa startet History-Portal

 

Adobe
Adobe lanciert ein webbasiertes Tool zum Erstellen von Präsentationen.

» Adobe offers online presentation technology

 

Yahoo
Bei der Bildsuche von Yahoo kann man jetzt auch gezielt nach Bildern suchen, die man kommerziell verwenden oder bearbeiten kann.

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tvtv.de:
ProSiebenSat.1 und RTL untersagen Datennutzung

ProSiebenSat.1 und RTL untersagen dem Online-Programmführer tvtv.de das Anzeigen der ausführlichen Programminformationen.

Es ist eine dieser Nachrichten, die vor allem Kopfschmerzen bereitet: Wie heise berichtet, haben die deutschen privaten TV-Sendergruppen ProSiebenSat.1 Media AG und die RTL-Gruppe dem Online-TV-Programmführer tvtv.de die Nutzung ihrer ausführlichen Programminformationen bis auf weiteres untersagt. Laut heise ist tvtv.de “auf vielen Endgeräten vertreten und dient auch so mancher Mediacenter-Software als Datenquelle”.

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Interview mit Andreas Göldi in ‘Kulturzeit’ auf 3sat

Hinweis in eigener Sache: Andreas Göldi wird heute Abend in der Sendung ‘Kulturzeit’ auf 3sat, welche 19.20 Uhr beginnt, zu sehen sein. Es wird um das sehr aktuelle Thema der geplanten Internetfilter und der sich daran entzündeten Zensurdebatte im Netz gehen.

Man findet die Sendung ‘Kulturzeit’ auch online. Die Sendung soll auch in der Mediathek veröffentlicht werden. Falls möglich, reichen wir einen Link nach.

(Foto: daveynin; CC-Lizenz)

Angebliche Datenherausgabe:
CBS bestreitet Vorwürfe gegen Last.fm

Hat Last.fm Nutzerinformationen an die Musikindustrie herausgegeben oder nicht? In einer aktuellen Stellungnahme bestreitet die Konzernmutter CBS die von TechCrunch erhobenen Vorwürfe.

Vor vier Tagen berichteten wir über die jüngsten Anschuldigungen gegen Last.fm, Benutzerdaten an die US-Musikindustrie herausgegeben zu haben. Die Vorwürfe basierten auf Informationen von TechCrunch, das diese von verschiedenen, zum Teil involvierten Informanten erhalten haben will.

Wir baten Last.fm um eine Stellungnahme. Martin Stiksel, in London lebender Österreicher und einer der Last.fm-Gründer, hat uns geantwortet und verweist auf einen Last.fm-Blogbeitrag mit dem knackigen Titel “TechCrunch are full of shit” vom Februar. Obwohl das dort veröffentlichte Dementi in seinen Augen alles Wesentliche zum Thema sagt, hat die Last.fm-Mutter CBS gestern noch einmal auf die Vorwürfe reagiert:

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