Linkwertig:
Web-Währung, Kulturflatrate, Scala, Sellsumerism

Facebook
Facebook testet ein eigenes Währungssystem.

Klar ist derzeit nur, dass Social Networks gesellschaftliche Strukturen abbilden und wie Facebook – mit bald 200 Mio. Mitgliedern weltweit – inzwischen Dimensionen erreicht haben, die an die Bevölkerung großer Staaten heranreicht.
Deshalb sind Social Networks prädestiniert dafür, ihre Mitglieder auf absehbare Zeit durch eigene Währungssysteme noch stärker zu vernetzen und den Austausch von Waren und (Dienst-)Leistungen zu fördern.

» Web-Währungen: Facebook testet eigenes Währungssystem

 

Kulturflatrate
Aus der endlosen Geschichte Kulturflatrate: Ein Gutachten des Instituts für Europäisches Medienrecht hält eine Kulturflatrate in Deutschland sowohl für rechtlich machbar als auch für die Künstler wünschenswert.

» Schweden, Großbritannien, Polen: Auf dem Weg zur Kulturflatrate?

 

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Übersetzungen im Kontext:
Linguee macht das Web zum Wörterbuch

Linguee ist ein neuer Übersetzungsdienst, der Wörter und Wortgruppen in Hinblick auf deren Kontext übersetzt. Innovativ ist auch, wie das Kölner Startup dies realisiert: Es nutzt das Web als Wörterbuch.

linguee
linguee
Nahezu jeder, der sich häufig mit dem Web beschäftigt, einem Studium nachgeht oder in der Internet- und Medienwelt tätig ist, kommt ab und an mit englischsprachigen Texten in Kontakt. Ein leistungsfähiges Onlinewörterbuch gehört daher zu den essenziellen Werkzeugen für viele User. Leider sind herkömmliche Übersetzungsservices wie LEO oder pauker.at nicht in der Lage, zu übersetzende Wörter oder Wortgruppen in ihrem Kontext zu erfassen, weshalb Anwender nicht selten auf völlig falsche sprachliche Fährten geleitet werden.

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Samstag App Fieber:
discounto, Factolex, Comicstars

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: discounto – eine Schnäppchensuchmaschine; Factolex – ein Community-gestütztes Fakten-Lexikon; Comicstars – eine Comics-Community; und Twitmeet – Verabreden via Twitter.

discounto
discounto
discounto ist eine Preissuchmaschine für den regionalen Bereich. Gesucht werden kann in den aktuellen Angeboten einiger Discounter (Aldi, Lidl, Netto, Norma, Penny, Plus und Tchibo) in der jeweiligen Umgebung.

Produkte sind in einigen Kategorien organisiert und die Prospekte kommender Angebote sind auf einem Kalender einzusehen.

 

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re:publica ’09, Tag 3:
Social Networks und holländische Wohnzimmer

Am dritten Tag der re:publica wurde in Berlin endlich etwas gegen den Testosteronüberschuss auf den Konferenzbühnen getan – und für das WLAN. Unser Rückblick auf einige der Panels des letzten Konferenztages.

Für den dritten Tag haben die Veranstalter der re:publica einiges in den Mix geworfen. Die Entscheidung zwischen den terminlich sehr eng gelegten Veranstaltungen fiel noch schwerer als zuvor, die Themen waren homogener und es hätte schöne Diskussionen geben können. Große Räume blieben leer, in den kleinen saß man zum Teil viel zu nah kuschelig beieinander. Und zum Abschied gab’s dann sogar fast ganztägig WLAN, hallelujah! » weiterlesen

Frisch kopiert:
studiVZ startet öffentliche Profile à la Facebook

Die studiVZ-Gruppe lässt sich einmal mehr von Facebook “inspirieren” und startet mit Edelprofilen eine Möglichkeit für Unternehmen und Organisationen, öffentliche Profile bei studiVZ und meinVZ anzulegen.

studivz
studivz
Ende 2007 führte Facebook einen neuen Typ von Profilseiten an, der sich direkt an Unternehmen, Organisationen sowie bekannte Persönlichkeiten richtete: Pages. Anfang März diesen Jahres wurde das Pages-Konzept von Facebook gründlich überarbeitet und läuft seitdem unter dem passenderen Namen “Public Profiles”.

Es hat fast anderthalb Jahre gedauert, aber nun zieht die studiVZ-Gruppe nach und bestätigt mit der neuen Funktion “Edelprofile”, dass sie das Kopieren von Facebook-Funktionen nicht verlernt hat. Edelprofile sind keine Premiumversion herkömmlicher Nutzerprofile, sondern das studiVZ-Pendant zu Facebooks Public Profiles. mehrblog.net macht auf das neue Feature aufmerksam.

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re:publica 09:
Esra’a al Shafei is kicking ass

Unbestreitbar ein kleines Highlight am letzten re:publica-Vormittag: Esra’a al Shafei sprach über Digitalen Aktivismus im Nahen Osten und demonstrierte ihren unglaublichen Mut im Kampf gegen Unterdrückung.

“Das Internet ist für uns die einzige Möglichkeit frei zu sein”, sagt Esra’a al Shafei, Vordenkerin des so genannten Digitalen Aktivismus, aus dem Inselstaat Bahrain im Nahen Osten. Wenn man niemanden kennt, mit dem man sich zusammentun kann, um gegen Unterdrückung zu protestieren, ist das Internet eben eine mächtige Waffe – so auch im Nahen Osten.

Eine mutige Frau, diese Esra’a al Shafei, die sicher gute Gründe hat, warum sie nicht fotografiert werden möchte und auch im Programmheft der diesjährigen re:publica mit einer Comicfigur abgebildet wird. Für ihre herausragenden Leistungen im Netz und ihren Einfluss auf die Gesellschaft wurde sie sogar mit einem Preis des renommierten Berkman Centers of Internet and Society at Harvard Law School ausgezeichnet.

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6 zur re:publica’09:
Leerlauf, Internetgemüse, Babykotze

1. “Die Blogger-Twitter-Internetgemüse-Riege”
(mevme.com/lizblog)
“Ich frage mich, für wen diese Veranstaltung eigentlich gemacht ist? Zum einen tummelt sich die Blogger-Twitter-Internetgemüse-Riege in einem Kreis und schmiert sich entspannt Smalltalk auf die Tastatur, zum anderen werden in Panels und Diskussionsrunden Dinge erklärt, von denen ich dachte, die seien Grundvoraussetzungen, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen.”

2. “nett, aber ein bisschen zu wenig”
(misscaro.blogspot.com)
“bei der re:publica soll es um netzkultur gehen, nicht um weltprobleme, und deshalb ist das babykotze-panel auch genau richtig und wichtig. wo, wenn nicht hier? was aber nicht gut ist, ist der inhalt der panels. das ist alles so verdammt basic. und dann auch noch größtenteils verdammt schlecht vorgetragen. und immer noch so ohne jeden diskurs, jeden streit, jedes disagreement, so vollkommen ohne eier.”

3. “Linkschleudern im Leerlauf”
(maerkischeallgemeine.de, Jörg Giese)
“Ausgerechnet auf einem Treffen von und für Blogger, deren Selbstverständnis verlangt, in Online-Tagebüchern permanent über ihren Alltag zu kommunizieren, war das Web weg, leuchteten die schicken Laptops funktionslos im Saal. Zum Trost fotografierte man sich gegenseitig mit dem I-Phone.”

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Linkwertig:
Digitale Gesellschaft, sevenload, mite, Qype

Digitale Gesellschaft
Wunderbarer Text von Peter Glaser. In was für einer (digitalen) Gesellschaft leben wir eigentlich, und in was für einer wollen wir leben?

» In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben?

 

sevenload
Auf YouTube verschwinden die Musikvideos, bei sevenload tauchen sie wieder auf. Zumindest der Musikkatalog von Universal Music bekam bei sevenload einen eigenen Kanal, bis zum Sommer 2009 wird das Angebot auf insgesamt über 3.000 Musikvideos ausgebaut.

» sevenload und Universal Music starten umfassende Kooperation für Musikvideos (PDF)

 

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re:publica 09, Tag 2:
Weniger Palast, mehr Scheune

Der Tag 2 der re:publica: Nachdenkliches von Peter Glaser, Fundiertes von Lawrence Lessig, Kontroverses zur Kulturflatrate und lauter Spaß bei der Twitterlesung.

Am zweiten Tag fand die “Bloggerkonferenz” re:publica zur alten Atmosphäre zurück: Die meisten Panels und Vorträge fanden wieder in der Kalkscheune statt und nicht im etwas ernsthaften Glamour des Friedrichstadtpalastes, auch die Zahl der Laptopbildschirme filmenden Fernsehteams war im Vergleich zum Vortag deutlich gesunken. Es wurde wieder mehr Bloggertreffen und weniger Kongress.

Und auch inhaltlich überzeugender:

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Interview von der re:publica:
Bloggen in Afrika

Einblicke in afrikanische Netzkultur: Geraldine de Bastion über ausgedruckte Blogeinträge, politische Berichterstattung und Internetanschlüsse für 500 Dollar.


Geraldine de Bastion arbeitet seit einem Jahr für die newthinking communications GmbH in Berlin. Davor war sie fünf Jahre für die Deutsche Entwicklungshilfe tätig. Schon seit ihrem Studium, das sie 2003 abschloss, lag ihr Schwerpunkt auf Neuen Medien. Für newthinking beschäftigt sie sich nun vor allem mit Open-Source- Communities in Afrika.

Wie sieht die afrikanische Blogosphäre im Moment aus?

Viel diverser als man vielleicht erwarten würde. Ich kenne nicht jeden Blogger in Afrika, aber ich lese Blogs, die mir persönlich gefallen. Dazu gehören Videoblogs aus dem Kongo genauso wie politische oder technikfokussierte Blogs. Das sind sehr lesenswerte Sachen. Und es gibt natürlich auch Leute, die über Kochrezepte oder Privatangelegenheiten schreiben, das sind sehr unterschiedliche Themen.

Welche Rolle spielen in Afrika denn politische Blogs?

Es gibt durchaus politische Blogger in Afrika. Die nehmen meines Erachtens nach eine ganz wichtige Position ein, insbesondere in Ländern, wo Medien nicht so frei in ihrer Berichterstattung sind wie bei uns. Ich habe mir verschiedene Blogs aus Kenia angeguckt, die 2008 eine wichtige Rolle gespielt haben, als es nach den Wahlen zu Konflikten kam. Es ist ein großes Chaos ausgebrochen, Medien waren eher Mitspieler in dem Konflikt als die vierte Gewalt. Die Blogger haben eine wichtige Lücke gefüllt, weil sie aktuell berichtet haben, was im Land passiert ist. Wenn man wissen wollte, was passiert, hat man sich an die Blogosphäre gewandt und nicht an die traditionellen Nachrichten.

Ist die breite afrikanische Bevölkerung denn technisch überhaupt in der Lage, Blogs zu lesen?

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