Rückblick:
Die Keystone-Bilder der Woche

Ein Minister auf der Flucht, Braunbär Pedro präsentiert, Rettung für die Kunst und Stromausfall in Millionen-Stadt: Wir zeigen die Bilder der Woche unserer Agentur Keystone.

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Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

kottke.org:
Jason schickt die Leser weg

Intelligente Zerstreuung: Seit elf Jahren füllt Jason Kottke sein populäres Weblog, lebt mittlerweile davon. In einem Interview gibt er Einblicke in seine Arbeit.

Blogger Kottke nimmt sich zurück (M, Zach Klein, cc-Lizenz)
Blogger Kottke nimmt sich zurück (M, Zach Klein, cc-Lizenz)

Jason Kottke schreibt seit mehr als zehn Jahren sein Blog kottke.org, seit 2005 lebt er von seiner Seite. 30-35.000 Besucher schauen täglich vorbei. Seine Hinweise auf interessante Artikel und Web-Fundstücke fasst er unter dem Begriff “liberal arts 2.0″ zusammen – eine intelligente Mischung, die ohne den heißen Scheiß auskommt. Jason war nun zu Gast bei Nora Young in der kanadischen Radiosendung “Spark” auf CBC Radio One (so etwas wie die BBC von Kanada) und sprach mit ihr über das Netzkultur, Blogs als Filter und “extreme borrowing”.

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30 Jahre Taz:
Mintgrün und lange Texte

Zum 30. Geburtstag hat die Taz ein leicht verändertes Aussehen bekommen – und eine neue Wochenendbeilage. Unser erster Eindruck von Layout und Sonntaz im Video-Kommentar.

Am Wochenende ist die Taz jetzt bunt und hat mit der Sonntaz eine neue Beilage bekommen: Pünktlich zum 30. Geburtstag gibt es nicht nur einen großen Kongress in Berlin, sondern auch Neuerungen bei der linken Zeitung aus Berlin. Radikal fallen die – aktueller Werbe-Slogan ist “Bereit zur Veränderung” – eher nicht aus, vor allem wurde das Layout nur sehr zögerlich verändert und verzichtet auf all zu mutige Schnitte. Vorbild ist der britische Guardian, von dem das typische blau aber nicht übernommen wurde, das hat in Deutschland schließlich auch schon der neue Freitag gemacht. Einen ersten Eindruck gibt’s im Video-Kommentar:

» Video nach dem Klick:

Samstag App Fieber:
all140.com, meMarmelade, esszettel, rapclip

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: all140.com – ein Aggregator für Echtzeit-News; meMarmelade – Marmelade selber mischen; esszettel – eine Suchmaschine für Bestellscheine; und rapclip – ein Videoportal zum Thema HipHop.

all140
all140
all140.com ist ein neuer Aggregator für Echtzeit-News aus Wien. Auf der Startseite werden die neuesten Tweets und Fotos zu den drei meistdiskutierten Themen gesammelt. Zusätzlich gibt es eine Liste mit den 100 heissesten Begriffen. Abgerundet wird das Angebot mit einer Suche.

Eigentlich ganz nett – den langen Schwanz an aktuellen Themen findet man bei Twitter z.B. nicht – und hübsch gemacht. Allerdings fehlt dem Aggregator noch die eine oder andere Quelle, um gegenüber einer normalen Suche bei Twitter einen deutlicheren Mehrwert zu offerieren.

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Urteil im Pirate-Bay-Prozess:
Schuldig

Das Urteil im Pirate-Bay-Prozess wurde heute bekannt. Peter Sunde: Schuldig. Fredrik Neij: Schuldig. Gottfrid Svartholm: Schuldig. Carl Lundström: Schuldig. Dazu kommt Schadenersatz in Höhe von insgesamt 30 Millionen Schwedischen Kronen (2,75 Millionen Euro).

Die Pirate-Bay-Betreiber wurden der Beihilfe zu Verstößen gegen das Urheberrecht für schuldig befunden. Das Schwedische Gericht folgte der von der Anklage geforderten Schadenshöhe von 10 Millionen Euro nicht, sprach aber die Haftstrafen von jeweils einem Jahr für die Angeklagten aus.

Die Angeklagten haben bereits Berufung angekündigt. Peter Sunde, einer der Angeklagten, hat betont, dass diese Entscheidung nicht das Ende bedeutet. Die endgültige Entscheidung könnte noch Jahre auf sich warten lassen.

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Linkwertig:
Zensurdebatte, SoundCloud, DiggBar, Ning

Zensurdebatte
Selten sind sich (die manchmal doch nicht besonders Web-affinen) Massenmedien und Blogs bei einem Internet-Thema so einig: Internet-Filter sind eine blöde Idee und der falsche Ansatz zur Lösung des Problems. Netzpolitik dokumentiert ein aufkommendes Mem.

» Internet-Sperren für Kinderpornos. ‘Ein Anruf genügt’ (sueddeutsche)
» Missbrauchsopfer kämpfen gegen Netzsperren (ZEIT online)
» #Zensursula, oder: Kreativ gegen Internetzensur! (netzpolitik)

 

SoundCloud
Das Berliner SoundCloud (eines unserer 9 besten neuen Startups 2008) hat eine Finanzierung in Höhe von 2,5 Millionen Euro erhalten.

» Berlin’s SoundCloud Raises €2.5M

 

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Die Buchbranche im digitalen Zeitalter

Leander Wattig hat eine lesenswerte Analyse über die künftigen Rahmenbedingungen und Implikationen für die Buchbranche geschrieben, wenn E-Books über sie hereinbrechen werden und ihr Geschäftsmodell umkrempeln.

Die Analyse von Leander Wattig liest sich in den Grundüberlegungen wie eine Eins-zu-Eins-Übersetzung unseres Artikels über die Musikindustrie im digitalen Zeitalter, was angesichts der ganz gleichen Veränderungen in den Kostenstrukturen bei beiden Branchen nur logisch ist. Diese allgemein bekannten Erkenntnisse stammen auch nicht von uns und werden auch von anderen Personen wie etwa Chris Anderson verbreitet.

Zunächst gilt es, die Kostenstrukturen und ihre Implikationen zu erkennen:

Wenn ich mich also in den jungen Autor der digitalen Medienwelt hineindenke, würde ich immer annehmen, dass er nichts zu verkaufen versucht, was im Überfluss vorhanden ist. Er wird das im Überfluss Vorhandene eher für seine Ziele, d.h. den Aufbau einer maximalen Reichweite, nutzen wollen. Daher wäre meine Vermutung, dass der junge Autor sein Manuskript in diesem Falle an potenziell jeden im Internet schicken wollen wird. Er würde das freie Kopieren seiner Inhalte nicht nur zulassen, sondern sogar befördern. Er würde die Tauschbörsen als Marketingplattformen begreifen.

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Chris Anderson:
“Free” als Teil von Geschäftsmodellen (Video)

Chris Anderson, Autor von The Long Tail (Affiliate-Link) und dem kommenden Buch Free, erzählt in einem sehenswerten Video (ca. 16 Min.) darüber, wie Free immer wichtiger wird und bald alle Branchen durchdringen wird.

Er spricht unter anderem auch darüber, dass es bei “Free”, also dem “Verschenken” von Gütern, nicht darum geht, alles zu verschenken, sondern dass es sich nur um eine Komponente eines mehrere Komponenten umfassenden Geschäftsmodells handelt. Etwas, das auch in Deutschland von unbedarften Beobachtern oft ignoriert wird.

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Digitale Musik im Jahr 2009:
Aufmerksamkeit als neue Währung

Noch nie zuvor war die Verfügbarkeit von Musik quantitativ und qualitativ so groß. Die Aufmerksamkeit der Hörer wird daher zu einer wichtigen Währung für Musikschaffende. Wir erklären diese gerne missverstandene Aussage.

Wenn wir uns auf netzwertig.com mit der Entwicklung von Musik im Web sowie mit der Zukunft der digitalen Musikbranche beschäftigen, verweisen wir häufiger auf die veränderten Rahmenbedingungen und erwähnen gerne, dass Aufmerksamkeit der Konsumenten/User die neue Währung für Künstler darstellt. Allerdings wird dieses mit der Digitalisierung Einzug haltende Konzept leicht missverstanden, weshalb ich es in folgendem Artikel nochmals detailliert erläutern möchte.

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Newsnetz wiederholt:
Facebook macht krank!

Demenz, Schlaganfälle, und Schulprobleme: Wer sich auf Tamedias Newsnetz über Facebook informiert, erfährt Schreckliches. Das soziale Netz scheint überaus gefährlich.

Facebook-Gründer Zuckerberg: Im Auftrag der Pharma-Lobby? (Keystone)
Facebook-Gründer Zuckerberg: Im Auftrag der Pharma-Lobby? (Keystone)

Vier Texte über Facebook aus den letztem zwei Monaten, vier Horror-Geschichten: Das hinter verschiedenen Online-Auftritten der Tamedia stehende Newsnetz schreibt gerne über das Social Network Facebook – nicht weniger als 56 Beiträge wurden bisher von der Redaktion dazu verfasst. Doch so richtig positiv ist kaum eine davon – oft drehen sich um fragwürdige Gruppen, Probleme mit Geld oder Technik.

Neu zu lesen sind seit einiger Zeit Artikel, die Facebook für allerlei Auswirkungen verantwortlich machen. Krebs, Demenz, Schlaganfälle, Gefühllosigkeit, Schulprobleme – es gibt kaum etwas, an dem das Social Network nicht schuld ist:

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