Deutschland degeneriert in ein Entwicklungsland (Teil 1 von 3)

Deutschland fehlt der öffentliche Diskurs, die angemessene Gesetzgebung und eine entsprechende Mentalität, um mit den Veränderungen durch das Internet zurechtzukommen. Ergebnis: Ein Umgang mit dem Internet von Seiten der Regierung und der Wirtschaft, der uns mittel- bis langfristig auf globaler Ebene in ein Entwicklungsland verändern wird.

Online-Demo auf SpreeblickRalf Bendrath hat einen lesenswerten Artikel auf netzpolitik.org geschrieben. In diesem führt er die Ereignisse der letzten Tage und Wochen zusammen: das (wohl anfechtbare) Pirate-Bay-Urteil, die Kinderporno-Sperren, die sofort folgende Forderung, die Sperren auf P2P auszuweiten, der Ruf nach mehr Kontrolle von YouTube und co., der anhaltende Versuch, das die Unschuldsvermutung ausschaltende Three Strikes einzuführen.

Ohne Frage, die Einschläge kommen näher.

Wie Bendrath ganz richtig anmerkt, hängt das alles mehr oder weniger zusammen.

Worum es hier geht, ist die grundlegende Eigenschaft des Internet als offener Kommunikationsraum. Dieser soll nach den verschiedenen Regulierungs-Vorschlägen in nationale und regionale Territorien zerstückelt werden, daneben sollen Alters-Zonen für Erwachsene und Kinder eingerichtet und noch weitere Zäune gebaut und chinesische Mauern errichtet werden

Ralf Bendrath fasst einen Kritikpunkt an den Vorhaben, das Internet in die Vorstellungen aus der analogen Welt zu pressen, zusammen:

Was die Befürworter der Forderungen nach einer Kontrolle des Internet nicht verstanden haben, ist die spezielle Eigenschaft digitaler Medieninhalte. Sie können einfach beliebig und fast ohne Transaktionskosten kopiert, verteilt, verschlüsselt und gespeichert werden.

Und weiter:

Wenn nach Pirate Bay auch die Torrent-Suche bei Google verboten werden sollte, dann tauscht man eben wieder auf dem Schulhof per USB-Festplatte oder Handy-Verbindung (das haben wir früher mit C-64-Games auch so gemacht).

Das Rad der Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Das ist auch die Gefahr bei den Bemühungen, das Internet in die Bahnen der alten Vorstellungen und Geschäftsmodelle zu pressen: Die Eingriffe in das Internet, das dürften auch die Vertreter der Unterhaltungsindustrie mittlerweile erkannt haben, müssen immer tiefer und tiefer gehen, um überhaupt spürbare Ergebnisse zu produzieren. Der Trend selbst lässt sich aber nicht aufhalten.

Bendrath fasst die möglichen Ergebnisse der Versuche “den freien Fluss von Meinungen, Informationen, Kommunikationen und Inhalten technisch zu kontrollieren” zusammen:

1. Sie laufen in’s Leere. Wie heute bereits bleiben die Kulturtechniken kriminalisiert.

2. Sie provozieren Umgehungsstrategien. Heißt im Klartext: Filesharing und andere Kulturtechniken werden von den sie einsetzenden Menschen verschlüsselt und/oder in sogenannte Darknets verschoben.

3. “Eine kontrollierte Maschine, die nur noch zulässt, was vorher technisch erlaubt wurde”. Und das ist, was viele Vertreter von Regierung und Unterhaltungsindustrie besonders in Deutschland wohl letztlich fordern.

Bendrath fasst zusammen:

Dieser Kulturkampf, der sich gerade zuspitzt, verläuft zwischen den Vertretern der freien Informations- , Kommunikations- oder Wissensgesellschaft auf der einen Seite und denjenigen, die vor der neugewonnenen Freiheit Angst haben und sie begrenzen und umzäunen wollen.

Ich glaube, dass man es auch banaler sagen: Diejenigen, die von den Veränderungen bedroht werden, versuchen, diese Bedrohungen wieder abzuschalten. Das trifft dann weniger auf die Regierung zu, und mehr auf die Wirtschaft, welche auf die Regierung über Lobbyisten einwirkt.

Die Regierung besonders in Deutschland hat zusätzlich nicht im Ansatz die Bedeutung des Internets begriffen. Deswegen ist sich beispielsweise Frau von der Leyen etwa auch nicht zu schade, das Internet und Kinderpornographie für die eigenen opportunistischen Wahlkampfziele zu missbrauchen. Ich glaube ernsthaft, dass die Bundesfamilienministerin den potentiellen Schaden, den sie anrichtet, nicht sieht, weil sie das Internet einfach als nicht so wichtig erachtet.

 

Schlechte Karten in Deutschland

Aufgrund meiner Arbeit lese und verfolge ich Hunderte Blogs und Nachrichtensites in den USA. Die oben und auf netzpolitik.org angesprochenen Entwicklungen finden mehr oder weniger in allen westlichen Ländern statt.

Das Internet ist über die Jahre wirtschaftlich immer wichtiger geworden und fängt mittlerweile an, massiv etablierte Wirtschaftszweige in ihren Grundfesten zu erschüttern. Etablierte Strukturen werden bedroht. Die aktuelle Wirtschaftskrise kommt als Durchlauferhitzer dieser Entwicklung hinzu.

Schaut man nun etwa auf die Musikbranche, dann sieht man da eine Struktur, die unfähig oder unwillig ist, ihre alten Geschäftsmodelle anzupassen. Je bedrohter diese ist, desto aggressiver wird diese gegen ihr altes Geschäftsmodell unterlaufende Praktiken im Internet lobbyieren.

Tatsächlich geht es mehr darum, dass etablierte Geschäftsmodelle und Strategien über den Haufen geworfen werden. Es geht nicht um Recht und Moral. Es geht um Wirtschaft, Geld, Macht, Geschäftsmodelle.

Wir haben hier die letzten Monate unzählige Male über die Verschiebungen in den Geschäftsmodellen geschrieben. Exemplarisch: Filesharing urheberrechlich geschützten Materials hat nichts mit Diebstahl oder ‘Piraterie’ zu tun, sondern mit einer grundlegenden Veränderung des Geschäftsmodells. So weit ich das überblicken kann, wird das nirgends in den größeren Medien in Deutschland diskutiert. Die Industrie-Seite beherrscht den Diskurs mit ihren Strohmann-Argumenten. Und ausnahmslos niemand scheint das in Regierung und den deutschen Mainstream-Medien zu hinterfragen.

Das macht das Internet in Deutschland ausgesprochen angreifbar.

Nun ist das alles in den USA nicht sehr viel anders, aber: In den USA etwa gibt es ein weitaus stärkeres Vertrauen in den Markt und die Freiheit als bei uns. Machen wir uns nichts vor: In dem Moment, in dem tatsächlich Majorlabels und Verlage unterzugehen drohen, aufgrund ihrer Unfähigkeit sich anzupassen und/oder aufgrund der Tatsache, dass eben einfach kein Markt mehr für ihre Art der Produkte existiert, werden Milliarden von Steuergeldern in die überholten Wirtschaftszweige gepumpt werden.

Der deutsche Status-Quo-Fetisch funktioniert bei Opel, er wird auch bei den Verlagen sein unheilvolles Werk tun.

Ein weiteres Beispiel für die unterschiedlichen Ausgangslagen in den Ländern: In den USA gibt es eine Tradition, die die Freiheit über alles stellt. In den USA wird zum Beispiel die Meinungsfreiheit höher geschätzt als die Würde des Menschens. In Deutschland ist das andersherum.

Die Würde des Menschens steht in Deutschland rechtlich über der Meinungsfreiheit. Das klingt auf dem Papier gut. In der Praxis bedroht es im Verbund mit der Störerhaftung Blogger mit Kommentarfunktion ebenso wie Startups, die auf User Generated Content setzen. Das ist ein Beispiel von vielen, das aufzeigt, wie wenig Deutschland auf das Ankommen des Internets im Mainstream vorbereitet ist. Dazu kommt eine Rechtsunsicherheit im deutschen Internet, die das nachhaltige Wirtschaften im Netz massiv gefährdet.

Weitere Beispiele: Die Filter bei flickr waren eine Reaktion auf die deutsche Gesetzgebung. Oder die deutsche Porno-Branche:

Wie tief der Frust in der Branche gegenüber den laxen Jugendschutzgesetzen in den USA ist, hat man im letzten Jahr gesehen, als einige Hersteller Anbieter wie “You Porn” aus dem deutschen Netz per Gerichtsbeschluss filtern wollten. Nicht wenige Anbieter aus diesem Segment haben ihre Inhalte mittlerweile ins Ausland verlegt. Arbeitsplätze, Steuern und sonstige Einnahmen fließen also woanders hin.

Das Problem in Deutschland ist, dass es nicht nur keinen ernstzunehmenden Diskurs zum vom Internet initiierten Wandel gibt – oder überhaupt erstmal über das Internet allgemein. Es herrscht außerdem eine alle Bevölkerungsschichten durchziehende Technophobie, die das Begreifen und Nutzbarmachen der sich verändernden Rahmenbedingungen äußerst erschwert. Und es gibt zusätzlich keinen Austausch zwischen denen, die das Web nutzen und ansatzweise verstehen und den Menschen, bei denen dies nicht der Fall ist (mehr dazu in Teil 2).

Dabei ist es enorm wichtig, zu verstehen, was passiert. Was das Netz bewirkt und wie tief die Eingriffe tatsächlich sind (Mehr dazu in Teil 3). Wenn die Entscheider in Deutschland, aus Angst vor Kontrollverlust oder durch von Existenzangst getriebenen Lobbyismus, das Internet so tiefgehend beschneiden, dass die systemischen Vorteile umgekehrt werden, passiert vor allem eins: Das Land kommt noch weiter ins Hintertreffen gegenüber den Ländern, die nicht verhindern, dass die dem Internet innewohnenden Eigenschaften die dortige Gesellschaft und Wirtschaft verändern (und damit zu einem massiven Wohlfahrtsgewinn führen).

Bereits heute ist Deutschland im Hintertreffen. Ein Web-Startup, welches auf User Generated Content setzt, im Rahmen der rechtlichen Bedingungen von Deutschland zu betreiben, kann man nur als mutig bezeichnen. Ein Wunder, dass es für keinen der Betreiber in Deutschland bis dato zum Klage-GAU gekommen ist. Die deutsche Gesetzgebung bezüglich des Internets, auch Ergebnis des desaströsen öffentlichen Diskurses über Internetthemen, könnte kaum kontraproduktiver sein. Und alles deutet daraufhin, dass es noch weitaus schlimmer wird.

Deutschland ist in keinster Weise auf die umwälzenden Änderungen durch das Netz vorbereitet.

Das Internet wird immer wichtiger. Und je wichtiger es wird, desto mehr gerät Deutschland global ins Hintertreffen bei der mit Abstand wichtigsten und umwälzendsten Technologie des 21. Jahrhunderts..

Deutschland degeneriert in ein Entwicklungsland.

Erster Teil einer dreiteiligen Artikelserie:

» Deutschland degeneriert in ein Entwicklungsland (Teil 2 von 3)

» 

 

(Foto: Online-Demonstration auf Spreeblick, von Andreas Schepers; siehe auch hier für das Endergebnis auf Spreeblick)

 

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30.4.2009, 97 KommentareDeutschland degeneriert in ein Entwicklungsland (Teil 2 von 3)

Deutschland ist auf das Ankommen des Internets im Mainstream nicht vorbereitet. Das schließt neben Politik und Medien auch die Blogger und die Webszene mit ein.

43 Kommentare

  1. Sehe ich auch so, da kann man wohl nur auf die nächste Politikergeneration hoffen. Ich befürchte allerdings, dass es bis zur übernächsten dauert und dann ist es definitiv zu spät den Rückstand aufzuholen.

  2. Man kann diese Entwicklung sogut wie nicht mehr aufhalten, zu wenige verstehen worum es überhaupt geht :-(

  3. Je découvre des blogs étrangers et bien que je ne connaisse pas la langue, je regarde et j’essaye de comprendre le tout…en admirant le travail fait…bravo !!!!

  4. Zuerst vorab ein Lob über den Artikel insgesamt, nicht dass bei Kritik im Detail ein falscher Eindruck entsteht. Ich freue mich schon auf die nächsten Teile.

    Die meisten Entscheider verstehen wohl wirklich nicht im Ansatz, was durch das Internet an Veränderungen alles ausgelöst wird.

    Aber mal ehrlich: Hätten die Verantwortlichen in Deutschland das Internet früher schon ernster genommen, wäre es doch nie erlaubt worden – oder sehe ich das falsch?

    Der Tausch von C64 Games auf dem Schulhof war aber doch was anderes. Es war einfach kein Massenphänomen.

    Ob etwas ein Problem ist oder nur ein unbedeutendes Ärgernis, hängt entscheidend davon ab, welches Ausmaß ein Verhalten annimmt. Das ist auch nicht auf digitale Güter beschränkt, sondern lässt sich bei vielen Sachverhalten sehen.

    Ich wähle mal ein Beispiel, bei dem unbestritten legal gehandelt wird: Das private Aufzeichnen von TV-Sendungen mittels eines Videorekorders.

    Spätestens seit der Verfügbarkeit preiswerter analoger VHS-Videorekorder kann sich theoretisch jeder die Sendungen der kommerziellen Free-TV-Sender ohne Werbung anschauen – und spart trotz Aufwand für die Programmierung des Rekorders am Ende noch viel Zeit.

    Ich hab das schon in den 90ern so gemacht. Würden alle Fernsehzuschauer ihr Programm auf Video aufnehmen, wäre das kommerzielle Free-TV in seiner jetzigen Form am Ende.

    Bisher war es aber kein Problem. Den meisten TV-Zuschauern war das entweder zu kompliziert oder zu mühsam.

    Entfallen aber diese Hürden für einen Großteil der Fernsehzuschauer (wachsendes technisches Verständnis, bessere Bedienbarkeit oder es kommt ein cooles Internet-Dings heraus, dass dem Zuschauer alles abnimmt), ist in der Wirkung des Schadens eine neue Qualität erreicht.

    Ich bin der Letzte, der sich einen Aufzeichnungsschutz wünscht. Hier muss dann einfach ein anderes Geschäftsmodell entwickelt werden.

    Aber, darum geht es mir: Von den Befürwortern des Wandels wird meiner Meinung nach oft übersehen, dass ein Verhalten, das lange Zeit nicht ernsthaft bekämpft wurde, nicht dadurch legal wird, weil sich so viele strafbar machen.

    Als es noch wenige waren, war es nur nicht so bedrohlich für die Geschädigten.

    Anderes Thema:
    Die Einrichtung einer Zensur-Infrastruktur sehe ich ebenfalls mit Erschrecken.

    Aber: Wie sehen die gewünschten Alternativen aus?

    Schaffen wir den Jugendschutz ab, weil er zu viele negative Auswirkungen hat?

    Solange Medieninhalte an physische Datenträger gekoppelt waren, war die Situation einfach eine andere. Klar, Lücken gab es immer. Aber es waren relativ kleine Lücken im Vergleich mit der Situation jetzt und in Zukunft.

    Ich finde es wichtig, sich mit den möglichen Konsequenzen zu beschäftigen.

    Die neuen Freiheiten wieder aufzugeben, die es nur deshalb gab, weil die Verantwortlichen das Internet unterschätzt haben, wollen wir nicht.

    Aber soll etwa der Jugendschutz gar nicht mehr geregelt werden?

  5. Mensch bleibt Mensch, ob mit oder ohne Internet.

  6. Heute bin ich irgendwie auch leicht technophob, zumindest jedenfalls Kulturpessimist. Deshalb zwei Geschichten:

    Ich habe einen Freund, der ist freier Fotograf. Für ihn ist es in den letzten Jahren schlecht gelaufen: Seine Geschäftsgrundlage war durch das Aufkommen von digitaler Fotografie und Online-Fotocommunities quasi über Nacht weg. Zwar ist ein Foto von ihm viel besser als ein Semi-Amateurfoto, allerdings sind seine Fotos teuer und die anderen kostenlos. Er sieht aber ein, dass er sich dem technischen Fortschritt anpassen muss, und hat sich in professionellen, kostenpflichtigen Fotoportalen registriert, mit denen er sich ein relativ stabiles, trotzdem niedriges Grundeinkommen sichern kann.

    Ein anderer Bekannter ist Musiker. Er hat ein paar Remixe für skandinavische Künstler gemacht, und dadurch einige recht populäre Veröffentlichungen auf deren Single-Auskopplungen erreicht. Seit ein paar Monaten hat er es aber aufgegeben: Keine Aufträge mehr aus Skandinavien, kein Label wollte sein eigenes Album verlegen, und der kostenlose Vertrieb über das Internet ist zwar reichweitenwirksam, aber nonprofitabel. Er hat quasi keine Möglichkeit, mit der Musik Geld zu verdienen, und so oder ähnlich geht es vielen oder allen anderen Musikern und Filmemachern fern des Mainstream. So jemandem zu sagen, er solle sich ein anderes Geschäftsmodell überlegen, da Musik und Kunst allgemein heutzutage doch immer kostenlos seien, empfinde ich (und er) als blanken Hohn.

    Vorteil: Hat sich die Alles-Umsonst-Philosophie erstmal durchgesetzt, und das sehe ich grade in der heranwachsenden Generation U20, wird es dann endlich keine Diskussion um Geschäftsmodelle mehr geben müssen: professionelle Produkte, für die ein Preis verlangt werden könnte, wird es kaum noch geben.

    Insofern stimme ich dem Artikel zu: Deutschland degeneriert vielleicht zum digitalen, aber besonders zum kulturellen Entwicklungsland.

  7. Der Punkt “Unwissenheit” ist an manchen Stellen weit aus wichtiger als man evtl. auf den ersten Blick meinen wuerde.

    Die Adaptierungszeit von Technologie war in den frueheren Jahrhunderten immens lang. Die Erfindundung des Buchdrucks war aus heutiger Sicht eine Revolution. Fakt ist, dass die meisten Menschen von der Erfindung, am Anfang, ueberhaupt nichts mitbekommen haben. Die Adaptierungszeit und die Verbreitung dauerte Jahrhunderte und konnte auf diese Weise sehr viel fluessiger in die Gesellschaft integriert werden.

    Das ist beim Internet bzw. bei der Digitalisierung der Gesellschaft etwas anders. Die technologischen Moeglichkeiten entwickeln sich weit aus schneller als das gesellschaftliche Verstaendnis und Akzeptanz. Die Unwissenheit unserer Politik ist, vermutlich, ein Spiegelbild unserer Gesellschaft und daher fast schon eine natuerliche Entwicklung.

    Mir ist leider noch nicht eingefallen was man tun kann um diese Luecke wieder zu schließen. Aufklaerung ist zunaechst das einzige Stichwort welches durch den Kopf schießt. Die Tatsache, dass die heutigen Medien diese Aufklaerung nicht betreiben ist bedauerlich. Gleichzeitig gibt es solche Blogs und solche Artikel, die durchaus zu Aufklaerung beitragen koennen.

    Ist es genug? Vermutlich nicht. Es waere spannend zu analysieren, ob es evtl. wiederum die Interessen von Unternehmen – wie Google, z.B. – die sich in diesem Gebiet durchsetzen werden. Derzeit scheint allerdings die Front der “Unwissenden” und “Ignoranten” besser organisiert zu sein.

  8. Von ARPA bis WWW dauerte es 39 Jahre. Wenn eine Technologie in die Gänge kommt, legt sie seit 200 Jahren schnell los. Ob Internet, Dampfmaschine, Radio, Flieger oder Autos.

    Was wir hier erleben, ist klassisch und ging beim Auto genau gleich vonstatten wie heute im Internet. Die erste Generation Autofahrer setzte sich in den Wagen und fuhr los. Führerschein, Rechtsverkehr, Geschwindigkeitsbegrenzung? Sicher nicht! Noch meine Mutter erhielt zur Autofahrprüfung den Motorradführerschein gratis dazu. Sie “flog” schwanger mit 180km/h auf Schweizer Autobahnen (ihr Mini leistete damals nicht mehr). Und obwohl sie eine Verantwortungsbewusste Frau ist, hatte sie damals ziemlich sicher keine Gurten an. Das Gurtenobligatorium kam ja auch erst 1981, wie auch die definitive Einführung der 0,8-Promillegrenz erst 1980 kam.

    Lernen sollten alle. Die Offline-Generation wie aber auch die Internetgeneration. Wir verstehen die Technik besser, aber verstehen wir auch “die Wirtschaft”, “den Staat”, “das Rechtswesen”, “die Demokratie”, ja “das Leben” besser?

    Etwas weniger Überheblichkeit würde diesem Blog gut tun.

  9. Ich gebe Daniel recht. Es führt zu nichts, dieses Themenfeld immer nur aus technologischer Perspektive zu beackern. Klar sollte sein: In einem Rechtsstaat gibt es keinen rechtsfreien Raum, kann es nicht geben. Dann kommt es darauf an, wer als erstes und am nachdrücklichsten vorstößt und Recht setzt – und das sind leider die Konservativen.

    Da haben “wir”, hat die Netzgemeinde, Blogosphäre oder wie auch immer man es nennen will, leider zu lange geschlafen und vor allem auf der Illusion dieses “rechtsfreien Raumes” beharrt, anstatt in irgendeiner Form selber vorzupreschen und Regeln zu setzen, die im Einklang mit unseren Bedürfnissen und denen anderer Teile der Gesellschaft stehen.

  10. Und warum steht dieser Artikel nicht in der FAZ? Oder im Spiegel? Warum können Talente wie Marcel ihre Ohrfeigen nur im luftleeren Raum mit allerlei offenen Türen verteilen und nicht dort wo sie hingehören? Ich weiß: das ist ein Teil des Problems.

  11. @Ralph:
    Die Weichen werden jetzt gestellt. Auf die nächste Politikergeneration warten, bringt nicht viel. Genauer gar nichts.

    @Eleonora:
    Je ne parle pas francais. :)

    @Felix: :)

    @Oliver Springer:
    “Aber mal ehrlich: Hätten die Verantwortlichen in Deutschland das Internet früher schon ernster genommen, wäre es doch nie erlaubt worden – oder sehe ich das falsch?”

    Interessanter Gedankengang. Da könnte was dran sein. Natürlich würden Indstruien, die die Disruption anrollen sehen, alles daran setzen, diese zu verhindern.

    “Aber, darum geht es mir: Von den Befürwortern des Wandels wird meiner Meinung nach oft übersehen, dass ein Verhalten, das lange Zeit nicht ernsthaft bekämpft wurde, nicht dadurch legal wird, weil sich so viele strafbar machen.”

    Frage: Wenn die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung seit Jahren regelmäßig eine bestimmte Kulturpraktik praktiziert, müsste diese dann nicht in einer Demokratie, in der die Mehrheit der Bevölkerung eigentlich die Macht inne hat, entkriminalisiert werden? Zumal wenn diese Praktik entgegen der Propaganda einer einzelnen gesellschaftlich mächtigen Gruppe eben nichts mit Diebstahl oder dergleichen zu tun hat? (Niemand kann auf der Tatsache, bestohlen zu werden, ein Geshcäftsmodell aufbauen, auf Filesharing haben Musiker zB aber bereits erfolgreich Einnahmen und Karrieren aufgebaut).

    @Nikjo:
    Und Deine beiden Freunde, der Fotograf und der Musiker, haben ein Anrecht genau worauf? Wir leben in einer Marktwirtschaft. Es war schon immer so, dass nicht jeder Anbieter Abnehmer für seine Produkte gefunden hat oder gar dem Markt seinen Preis aufdiktieren kann.

    “Hat sich die Alles-Umsonst-Philosophie erstmal durchgesetzt, und das sehe ich grade in der heranwachsenden Generation U20, wird es dann endlich keine Diskussion um Geschäftsmodelle mehr geben müssen: professionelle Produkte, für die ein Preis verlangt werden könnte, wird es kaum noch geben.”

    Das ist Unsinn. Es gibt keine Alles-Umsonst-Philosophie.

    @Igor Schwarzmann:
    Ja, die bisher unbekannte Geschwindigkeit in der Verbreitung führt zu absurden Verschiebungen der Wahrnehmung innerhalb der Gesellschaft. Das dürfte in der Tat ein Hauptgrund für die Probleme sein.

    @Wolf:
    Ich betrachte dieses Themenfeld nicht aus technologischer Perspektive. Viel eher nehme ich eigentlich die ökonomische Perspektive ein. In diesem Artikel war es eher eine gesamtgesellschaftliche.

    Es fordert niemand einen “rechtsfreien Raum”. Den gibt es auch im Internet in Deutschland nicht und hat es nie gegeben. Wer anderes behauptet, kann sich ja zum Beispiel mal mit all den abgemahnten Bloggern unterhalten. “Rechtsfreier Raum” ist genauso ein Diskurskonstrukt wie “Piraterie”, der nur dazu dient, einen bestimmten Umstand zu dramatisieren.

    @mspro:
    Ah, danke. :)

  12. Wolf, grundsätzlich stimme ich dir zu. Voraussetzung ist aber, dass die, die das Recht setzen und weiterentwickeln, die notwendige Kompetenz aufweisen, um dies auch tatsächlich “gerecht” und im angemessen Rahmen durchführen zu können. Und diese Kompetenz fehlt größtenteils in Deutschland. Und darin sehe ich eine enorme Gefahr.

    Das ist, wie wenn jemand mein Auto repariert, der nicht wirklich weiß, wie das geht, sondern sich maximal auf die Tipps und Ratschläge anderer verlässt – bei denen man auch nicht weiß, wie groß deren Kompetenz im Kfz-Bereich ist.

  13. Bin schon gespannt auf die zwei nächsten Teile.

    Lobbyismus werkelt nicht nur in Bezug auf Deine Beispiele (natürlich…), sondern versucht auch, der gerade boomenden Cottage-Industry-Welle (crafting, 1-Person-Shops, Indie Design etc.) den Hahn abzudrehen. USA wäre da ein trauriges hochaktuelles Beispiel, aber auch Deutschland hält da ganz “gut” mit.

    Counter-Lobbyismus wäre vielleicht ein Ansatzpunkt – obgleich beschwerlich und arbeitsreich.

    Was hatte Frau Merkel eigentlich genau gemeint, als sie im Zuge ihres Wahlkampfes zu mehr Mut zur Unternehmensgründung aufrief? Lobbykonform, vermutlich…

  14. Marcel jetzt stellst du die richtige Frage

    Wenn die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung seit Jahren regelmäßig eine bestimmte Kulturpraktik praktiziert, müsste diese dann nicht in einer Demokratie, in der die Mehrheit der Bevölkerung eigentlich die Macht inne hat, entkriminalisiert werden?

    Interessant wäre es, wenn du dir zu diesen Folgefragen Fakten holst:

    Ist es die überwiegende Mehrheit oder ist es nur die überwiegende Mehrheit innerhalb einer Alterskategorie (14-25)?

    Wenn die Stimmbürger über eine Änderung abstimmen könnten, kennen sie die Konsequenzen auch auf andere Bereiche wie Marken- und Patentrechte? Kennen Techis die Konsequenzen oder sehen sie nur den kleinen Urheberrechtsteil auf ihrer Festplatte?

    Wenn die Stimmbürger die Konsequenzen kennen, wären sie dann immer noch für eine Abänderung des Urheberrechts und für welche?

    In der Schweiz brauchst du nur 100’000 Unterschriften und schon würde das Volk über eine Abänderung abstimmen. Da haben die Parlamentarier dann nur noch wenig zu sagen…

  15. Eine wichtige Diskussion, die jetzt stattfinden muss. Nur mit der Überschrift habe ich Problem “Entwicklungsland”, das wird den ‘Entwicklungsländern’ nicht gerecht und es handelt sich doch wohl um eine Umkehrung, eine negative Entwicklung, oder?

  16. Als einer der “mutigen” Betreiber eines Web-Startup im UGC-Umfeld muß ich dir widersprechen. Ich halte die deutsche Gesetzgebung in dem Bereich für nicht schlechter als die anderer Länder. So eine Darstellung ist pauschal und oberflächlich.

    Ja, es gibt Probleme. Insbesondere sind einige deutsche Richter wenig sachkompetent, und neigen dazu, im Sinne des “Establishment” zu entscheiden, wie in dem wenig verständlichen Urteil zu den Hartplatzhelden.

    Trotzdem ist das nicht anders als in anderen Ländern, auch in den USA gab es schon sehr skurrile Urteile in bezug aufs Internet und in einigen angrenzenden Rechtsbereichen sind wir in Deutschland durchaus den USA voraus, zum Beispiel was den Datenschutz angeht, und, was für mich als Unternehmer außerordentlich wichtig ist: wir haben keine Software-Patente. (Für alle die, die Diskussion nicht kennen: “Software-Patente” sind reine Willkür. Wie sollte man prüfen, das in irgendeiner von 100.000 Zeilen Code nicht irgend eines von 100.000 Patenten verletzt ist? Ich frage mich, wie die amerikanischen Kollegen mit diesem Damoklesschwert zurechtkommen.)

    Also, bitte etwas mehr Argumente.

  17. Zitat 1:
    “… Frage: Wenn die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung seit Jahren regelmäßig eine bestimmte Kulturpraktik praktiziert, müsste diese dann nicht in einer Demokratie, in der die Mehrheit der Bevölkerung eigentlich die Macht inne hat, entkriminalisiert werden? …”
    Ende von Zitat 1

    Erwiderung: Mit diesem “argument” kannst Du gleich und als allererstes die ganze straßenverkehrsordnung abschaffen …

    Zitat 2:
    “… Das ist Unsinn. Es gibt keine Alles-Umsonst-Philosophie. …”
    Ende von Zitat 2

    Erwiderung: Gibt es sehr wohl ! Nennt sich “geiz ist geil” und hat leider nicht nur die u20 infiziert. Marketingtechnisch genialer slogan, volkswirtschaftlich aber verheerend. Denn die wenigsten (wollen) begreifen, daß es einfach nicht machbar ist – und zwar logisch und (gesamtwirtschaftlich) mathematisch nicht machbar -, einerseits für alles wenig bis nichts bezahlen zu wollen, andererseits selbst ein hohes einkommen zu beziehen.

  18. Gutes Fazit, jedoch befürchte ich, dass sich hier kaum etwas ändert. Die Deutschen neigen zu vielen Regulierungen und Gesetzen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – das habe ich erst hier in Deutschland gelernt.

  19. @Marcel Weiss:

    Und Deine beiden Freunde, der Fotograf und der Musiker, haben ein Anrecht genau worauf? Wir leben in einer Marktwirtschaft. Es war schon immer so, dass nicht jeder Anbieter Abnehmer für seine Produkte gefunden hat oder gar dem Markt seinen Preis aufdiktieren kann.

    Joa, das stimmt vielleicht. Deshalb muss ich diese Entwicklung, nämlich die Verdrängung von Qualität durch Masse, aber noch lange nicht gut finden. Der Karren Marktwirtschaft ist soeben ungebremst und eindrucksvoll gegen die Wand gerasselt; sie als Maßstab aller Dinge zu betrachten halte ich für unmodern (die s.g. “entfesselte”, wohlgemerkt).

  20. Ja. Auf das hier und heut bezogen ist das gruselig und grausam, was unsere Politk veranstaltet. Das wirklich schlimme daran ist aber nicht die Veränderung des Netzes. Das sind Gesetze und Mechanismen, die sich wieder rückgängig machen lassen und werden, sobald unsere Generation ihren Weg durch die Institutionen beendet hat.

    Das eigentlich Schlimme an dieser Entwicklung ist die fundamentale Unterhölung des Vertrauens in Politik und Demokratie. Zu einer Staatsform, die solche durch Denken nicht zu rechtfertigenden Handlungsspielräume für ihre Repräsentatenen bereithält, kann es nur eine bessere Alternative geben.

  21. @Daniel Niklaus:
    Zumindest die Mehrheit der Internetnutzer haben irgendwann entweder bewusst oder unbewusst gegen das Urheberrecht verstossen. Das muss nicht, wird aber meistens Filesharing gewesen sein.

    “Wenn die Stimmbürger über eine Änderung abstimmen könnten, kennen sie die Konsequenzen auch auf andere Bereiche wie Marken- und Patentrechte?”

    Eine Änderung des Urheberrechts muss nicht gleichzeitig eine Änderung des Markenrechts und des Patentrechts beinhalten. Keine Ahnung, warum Du das immer zusammenwirfst. (Davon abgesehen sehe ich Patente grundsätzlich auch als eher problematisch.)

    @Hugo E. Martin:
    Ja, die Überschrift ist unfair den Entwicklungsländern gegenüber. Und ja, es ist eine Umkehrung, deswegen “degeneriert”. :)

    @FFD:
    Meines Wissens nach kannst Du als Betreiber in D. für den Content Deiner User aufgrund der Störerhaftung belangt werden.
    In den USA gibt es bezgl Copyrights den DMCA. Der ist auch problematisch, sichert Dich als Betreiber aber insoweit ab, als dass der betroffene Rechteinhaber erstmal das Entfernen der Inhalte fordern muss bevor er rechtliche Schritte unternehmen kann. In Dtl. kannst du als Betreiber sofort mit rechtlichen Schritten der Rechteinhaber konfrontiert werden (afaik).
    Sollte ich mich da irren, bitte ich um Aufköäurung und Hinweise auf weitere Literatur zum Thema. :)

    @”26. april”:
    “Mit diesem “argument” kannst Du gleich und als allererstes die ganze straßenverkehrsordnung abschaffen …”

    Nein, zum einen sehe ich nicht, dass trotz ständig erhöhter Strafen weite Teile der Gesellschaft gegen die STVO verstossen (genau das findet aber im P2P-Bereich statt) zum anderen sprechen wir hier von einer Verschiebung der Einkommenströme in bestimmten Wirtschaftszweigen. Bei niemand wird Leib und Leben bedroht.

    “Denn die wenigsten (wollen) begreifen, daß es einfach nicht machbar ist – und zwar logisch und (gesamtwirtschaftlich) mathematisch nicht machbar -, einerseits für alles wenig bis nichts bezahlen zu wollen, andererseits selbst ein hohes einkommen zu beziehen.”

    Nein. Du wirfst alles zusammen, ohne zu unterscheiden. Lies Dir bitte diesen Artikel durch, der dürfte einiges erklären.
    Grundsätzlich werden Preise auf dem Markt bestimmt. Du kannst Dich darüber beschweren. Aber das ist müßig. Es hält Dich ja niemand davon ab, für qualitativ hochwertiges viel zu bezahlen. Wenn die Mehrheit es anders will, ist das ihre freie Entscheidung. Sollten Strukturen dadurch nicht nachhaltig betreibbar sein, dann existiert für diese eben kein Markt. Das ist nichts neues in der Marktwirtschaft.

    @Störungsquelle:
    Ja, da ist was dran. Das fürchte ich leider auch.

    @Nikjo:
    “Joa, das stimmt vielleicht. Deshalb muss ich diese Entwicklung, nämlich die Verdrängung von Qualität durch Masse, aber noch lange nicht gut finden.”

    Du gehst irrtümlich davon aus, dass mit der zunehmenden Quantität ein Qualtitätsverlust einhergeht. Das ist nicht der Fall. Siehe zum Beispiel:
    http://www.flickr.com/explore/interesting/7days/

    “Der Karren Marktwirtschaft ist soeben ungebremst und eindrucksvoll gegen die Wand gerasselt; sie als Maßstab aller Dinge zu betrachten halte ich für unmodern (die s.g. “entfesselte”, wohlgemerkt).”

    Hm. Das ist aber schon weit hergeholt, das alles in einen Topf zu werfen. Ich bin kein Verfechter unkontrollierter Märkte. Rahmenbedingungen sind wichtig. Das heißt aber auch, dass eben nicht SChutzwälle gezogen werden, weil etablierte Strukturen erschütternde Disruptionen stattfinden.

    @ben_:
    “Das sind Gesetze und Mechanismen, die sich wieder rückgängig machen lassen und werden, sobald unsere Generation ihren Weg durch die Institutionen beendet hat.”

    Das ist in meine Augen eine naive Sichtweise. Die Weichen werden heute gestellt. Vieles, einmal eingeführt, lässt sich nur sehr schwer wieder rückgängig machen.

  22. @ Nikjo

    Handelt es sich denn bei dem Wegfall der Geschäftsgrundlage deines Fotografen um das Vorhandensein illegalen Contents, die die Leute an sich nehmen oder entfällt die Geschäftsgrundlage deines Freundes einfach aus dem Grund, dass sich die (Web)Fotografen selber mit Dumpingpreisen unterbieten?

    Sollte letzteres der Fall sein ist dies eigentlich nicht Thema dieses Artikels. Hier geht es ja um Zensurpläne, um Seiten illegaler Natur (in deinem Fall mit geklauten Bildrn) aus der Welt zu schaffen. Diese würden natürlich nicht verhindern, dass Fotografen sich gegenseitig immer weiter unterbieten, das ist einfach nur Marktwirtschaft.

  23. Zumindest die Mehrheit der Internetnutzer haben irgendwann entweder bewusst oder unbewusst gegen das Urheberrecht verstossen.

    Weisst du das oder ist es nur eine Vermutung? Wenn sie es einmal gemacht haben, würden Sie es wieder machen und finden sie es richtig? Ich fahre auf der Autobahn durchaus auch einmal zu schnell (o.k. vielleicht auch zweimal) trotzdem bin ich nicht für eine Freigabe des Tempolimits.

    Wir sind uns einig, ja zur Entkriminalisierung. Die Frage ist nur auf welchem Weg und zu welchem Preis. Willst du die Diskussion weiter bringen? Dann schlage ich vor, stell konkrete Forderungen. Sag uns, was und wie geändert werden muss. Dann können wir über die Konsequenzen sprechen.

    ps:
    Warum ich das Marken- und Patentrecht immer wieder bringe? Deine Argumentation von Diebstahl läuft immer gleich, du sagt: beim kopieren nimmt niemand dem Urheber etwas weg. Das ist beim kopierten T-Shirt mit dem Adidas Logo und dem nachgemachte Smart aus China genau gleich.

  24. @Marcel
    Zu den Schwächen des amerikanischen Gesetzes siehe hier:
    http://linksandlaw.de/new…notice-take-down.htm

    Im deutschen Telemediengesetz heißt es:

    §7 (2) Diensteanbieter im Sinne der §§ 8 bis 10 sind nicht verpflichtet, die von ihnen übermittelten oder gespeicherten Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen. Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben auch im Falle der Nichtverantwortlichkeit des Diensteanbieters nach den §§ 8 bis 10 unberührt. Das Fernmeldegeheimnis nach § 88 des Telekommunikationsgesetzes ist zu wahren.

    und

    §8 (1) Diensteanbieter sind für fremde Informationen, die sie in einem Kommunikationsnetz übermitteln oder zu denen sie den Zugang zur Nutzung vermitteln, nicht verantwortlich, sofern sie
    1.die Übermittlung nicht veranlasst,
    2.den Adressaten der übermittelten Informationen nicht ausgewählt und
    3.die übermittelten Informationen nicht ausgewählt oder verändert haben.

    Dies liest sich doch ganz brauchbar! Die Störerhaftung:

    Nach der Störerhaftung kann derjenige, der – ohne Täter oder Teilnehmer zu sein – in irgendeiner Weise willentlich und adäquat kausal zur Verletzung eines geschützten Gutes beiträgt, als Störer für eine Schutzrechtsverletzung auf Unterlassung in Anspruch genommen werden[...] Eine solche Haftung setzt allerdings voraus, dass der Störer die ihm zumutbaren Prüfpflichten verletzt hat. (http://de.wikipedia.org/wiki/Störerhaftung)

    wird in der Praxis sehr unterschiedlich ausgelegt. Die teilweise abstrusen Entscheidungen zu dem Thema sind aber eher auf die Inkompetenz der jeweiligen Richter zurückzuführen, und meines Erachtens nicht auf das Gesetz. Generell glaube ich, müssen sich die Richter mehr spezialisieren, auch im allgemeinen Wirtschaftsrecht haben wir in der Vergangenheit stark überforderte Richter (z.B. beim Falk-Prozeß) gesehen.

    Ich bin kein Jurist, und kann es daher nicht endgültig beurteilen, aber ich verfolge die einschlägige Rechtssprechung und finde, die Länder nehmen sich im Vergleich nichts. Ganz im Gegenteil, Frankreich oder gar Belgien haben schon viel größere Schoten produziert als man sie hierzulande gesehen hat.

  25. Guter Artikel, ABER: Das Internet ist für mich nützliches Alltagsmedium seit Jahren. Und trotzdem denke ich immer noch, das reale Hand-und Kopfarbeit die Menschheit weiter bringt. Viele Diskussionen im Internet sind einfach nur ein Um-sich-selbst-Kreiseln. Also: das ganze nicht höher hängen, als es ist.

  26. @Daniel Niklaus:
    “Willst du die Diskussion weiter bringen? Dann schlage ich vor, stell konkrete Forderungen. Sag uns, was und wie geändert werden muss. ”

    Ich sehe das wie Lessig: Das Urheberrecht muss zwischen kommerzieller und nichtkommerzieller Nutzung unterscheiden lernen. Ähnlich wie man das bei Creative Commons bereits in den Lizenzen entscheiden kann. Das muss aber in’s Gesetz geschrieben werden. Das Problem ist hier die Trennlinie richtig zu ziehen. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob selbst das bereits reicht.
    Gleich als Ankündigung: Darüber werde ich jetzt hier in den Kommentaren aus Zeitgründen nicht weiter diskutieren. (Außerdem geht es am eigentlichen Thema schon fast wieder vorbei)

    “Deine Argumentation von Diebstahl läuft immer gleich, du sagt: beim kopieren nimmt niemand dem Urheber etwas weg. Das ist beim kopierten T-Shirt mit dem Adidas Logo und dem nachgemachte Smart aus China genau gleich.”

    Du wirfst kommerzielle und nichtkommerzielle Nutzung zusammen.

  27. @Daniel
    Das mit dem Markenrecht ist völlig anders gelagert, und deine folgende Aussage ist nicht haltbar:

    “Deine Argumentation von Diebstahl läuft immer gleich, du sagt: beim kopieren nimmt niemand dem Urheber etwas weg. Das ist beim kopierten T-Shirt mit dem Adidas Logo und dem nachgemachte Smart aus China genau gleich.”

    Nein, denn beim Markenrecht geht es primär um den Schutz des Verbrauchers. Die Marke ist eine Garantie, daß das T-Shirt wirklich von Adidas oder Smart stammt. So daß der Verbraucher auch von entsprechender Qualität und Herkunft ausgehen kann. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Markenrecht:

    Die Hauptfunktion der Marke besteht darin, dem Verbraucher oder Endabnehmer die Ursprungsidentität der gekennzeichneten Waren oder Dienstleistungen zu garantieren, indem sie ihm ermöglicht, diese Ware oder Dienstleistung ohne Verwechslungsgefahr von Waren und Dienstleistungen anderer Herkunft zu unterscheiden.

  28. Danke, FFD. Das kommt noch hinzu.

  29. @FFD
    Hier wäre jetzt ein Anwalt für die Aufklärung nötig. Zwei wären problematisch, weil wir dann wohl drei Meinungen hätten ;-)
    Der Markenschutz ist ein Teil des Geistigen Eigentums wie auch das Patentrecht. Darauf bezog ich meine Aussage. Wie stehst du dazu?

  30. Ernsthafte Frage, verstehst du Lessigs Forderungen?

    Er will zum Beispiel, dass ein Verlag die Veröffentlichung eines Buches im Internet zu nichtkommerziellen Zwecken nicht verhindern kann. Als Ausgleich fordert er eine Regelung vom Staat für die Lizenzierung des geistigen Eigentums. Der Schöpfer des Buchs soll entsprechend den Downloadzahlen anteilig an den Einnahmen beteiligt werden.

    Damit sind wir 3 Millimeter vor der Kulturflatrate und 1 Millimeter vor einem zentralen Datenbanksystem für Downloads.

  31. @Marcel
    Kennst Du die Rangliste der “world’s
    most innovative countries” vom Economist?

    http://a330.g.akamai.net/…ovation_Complete.pdf

    Ohne die Studie jetzt genau analysiert zu haben, so scheinen mir der anhaltende Aufstieg Chinas (strikte Internetzenur und trotzdem innovativ) sowie die Erwartungen in Bezug auf die Entwicklung der Innovationsfähigkeit in den USA und in Deutschland Deine Analyse ad absurdum zu führen.

    “Under our forecast, there are some shifts among the top countries in 2009-13 compared with 2004-08.
    Japan, Switzerland and Finland remain the first-, second- and third-ranked countries respectively. Germany
    rises to 4th from its previous 6th position, pushing the US to 5th place and Sweden out of the top five.” (Seite 7)

  32. @ DieterK

    Die Studie berücksichtigt aber sämtliche Faktoren, die eine Rolle spielen, wie Steuern, qualifizierte Arbeitskräfte, etc.. Das China trotz Zensur exzellent da steht verwundert nicht, da sich die Zensur in China insbesondere auf Bereiche konzentriert (politische Meinungsäußerungen, Pornographie), die wirtschaftlich nicht von so großer Bedeutung sind. In Sachen Urheberrechtsverletzungen (und dieser Bereich ist ja wirtschaftlich so interessant, nicht wegen Warez Seiten, sondern wegen Youtube, Last.fm, etc..) spielt Chinas Zensurpolitik ja so gut wie keine Rolle. Hinzukommt, dass China die best ausgebildesten Computerspezialisten beherbergt (ca. 80% der Hackerangriffe weltweit kommen aus China, dies kann die Zensurbehörde anscheinend nicht verhindern). So gesehen muss man sagen, dass Chinas Vorreiterposition nicht verwundert, ohne Zensur wäre China halt nochmal ein Stückchen besser.

  33. @DieterK:
    China ist der größte Binnenmarkt der Welt, mit viel Potential nach oben. Dass der am schnellsten wächst, wird nicht von Internetzensur aufgehalten, weil die meisten Chinesen noch gar kein Internet haben. Man die Stufe also noch gar nicht erreicht hat.
    Ich habe die Studie jetzt nicht gelesen, aber in Bezug auf China wird oft die rechtliche Unsicherheit völlig unterschätzt. Dort kommt man zB ohne das Schmieren von örtlichen Beamten als Unternehmer nirgendwo hin. Das ist ein riesiges Problem, das auch in China noch Folgen haben wird. Aktuell wird die Unsicherheit durch das volkswirtschafltiche Wachstum Chinas kompensiert.
    Dass Deutschland auf Platz 4 aufsteigt: Dtl. ist in vielen Bereichen noch gut und innovativ. Ich sehe aber, wie im Artikel beschrieben, massive gesellschaftliche Defizite, die langfristig zum Problem werden; Dtl. versagt zum Beispiel völlig beim Einsatz des Internets. Diese Defizite lassen sich nicht oder zumindest schwer quantifizieren und sind deshalb vielleicht nicht in der Studie berücksichtigt. Sie haben aber konkrete Auswirkungen, wie man zb an den aktuellen Internetsperren oder der Gesetzgebung allg. sehen kann. (Und im Gegenteil zu China, wo unautorisiertes Kopieren zum nicht geahndeten Alltag zählt, wird bei noch vor der Implementierung der Filter gefordert, dass auch Filesharing-Sites auf die Liste kommen.)

  34. @Marcel: Sicher lässt sich mit Filesharing für manchen Musiker ein Geschäftsmodell aufbauen. Wer seine eigenen Inhalte in der Weise freigeben möchte, weil er sich ausrechnet, dass es für ihn der bessere Weg ist, soll es tun.

    Aber das muss der Rechteinhaber bzw. der Künstler selbst entscheiden.

    Nein, nur weil mehr und mehr Menschen etwas falsch machen, wird es nicht richtig.

    @Wolf: Ja, was wir brauchen, ist eine Weiterentwicklung in Deutschland. Diejenigen, die sich für fortschrittlich halten, sollten die Meinungsführerschaft nicht denen überlassen, die vom Internet keine Ahnung haben.

    nochmal @Marcel: Solch eine Unterscheidung von kommerzieller und nicht kommerzieller Nutzung geht in die richtige Richtung – wobei es angesichts der vielfältigen Vernetzung der Angebote untereinander schwer wird mit der Trennung.

    Wer ein Lied in einem selbst aufgenommenen Webvideo nachsummt und es aus Spaß auf seine eigene private Website stellt, befindet sich im privaten Raum. Wenn er seine Site aber beim einem kostenlosen Hoster hat, der eigene Werbung einblendet, ist das Ganze nicht mehr privat.

    Im ganz großen Maßstab besteht dieses Problem bei YouTube.

  35. @Oliver Springer:
    “Nein, nur weil mehr und mehr Menschen etwas falsch machen, wird es nicht richtig.”

    Der Status Quo in der Gesetzgebung ist nicht gottgegeben und unveränderbar.
    Erkläre, warum etwas “falsch” ist und warum es deswegen gesellschaftlich wünschenswert ist, dass es verboten sein soll (und erkläre, wie das ohne massive Kollateralschäden umgesetzt werden kann) und wir können weiterreden.

    “Wer ein Lied in einem selbst aufgenommenen Webvideo nachsummt und es aus Spaß auf seine eigene private Website stellt, befindet sich im privaten Raum. Wenn er seine Site aber beim einem kostenlosen Hoster hat, der eigene Werbung einblendet, ist das Ganze nicht mehr privat.”

    Deshalb sagte ich, dass das Ziehen der Trennlinie problematisch ist. Ich bin mir der Schwierigkeiten bewusst. In diesem Beispiel und bei YouTube könnte man etwa argumentieren, dass mit der Werbung die Grundlage der privaten Nutzung finanziert wird (=die genutzte UGC-Plattform). Das viele hier das anders sehen, ist mir aber klar.

  36. Das war doch schon imemr so, die Politiker (oder zumindest der GRoßteil dessen) geht nicht mit der ZEit und der Entwicklung, wie könnten dann auch Gesetze entworfen werden die Zeitgerecht wären.

  37. @Marcel Weiss
    “Der Status Quo in der Gesetzgebung ist nicht gottgegeben und unveränderbar.
    Erkläre, warum etwas “falsch” ist und warum es deswegen gesellschaftlich wünschenswert ist, dass es verboten sein soll (und erkläre, wie das ohne massive Kollateralschäden umgesetzt werden kann) und wir können weiterreden.”

    Nach meinem Rechtsempfinden sind Handlungen falsch, die andere Menschen schädigen. Und das ist der Fall, wenn ich mir eine Leistung erschleiche, durch deren Erbringung andere Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen – also Musik oder Filme über ein Filesharing-Netz ziehe, anstatt dafür zu bezahlen. Schließlich haben Menschen dafür gearbeitet, diese Musik oder diese Filme zu machen und sie sollten dafür auch eine finanzielle Gegenleistung bekommen.
    Die von Dir angeführten “Kollateralschäden” haben die Leute zu verantworten, die Musik oder Filme über Wege wie Pirate Bay klauen.
    Ich habe auch nicht immer für Software oder Filme bezahlt – aber ich weiss, dass ich ich damit eine Handlung begangen habe, die Unrecht ist und konstruiere deswegen kein abstruses Grundrecht auf Filesharing. Auch die Leute, die in der Musik- oder Filindustrie arbeiten, erbringen eine Leistung, indem sie für Marketing oder Vertrieb sorgen. Wieviel wer vom Kuchen bekommt, ist eine andere Frage, die Künstler und Industrie unter sich abmachen müssen.
    Künsterische Arbeit, die auf Kunst andere Leute basiert, wie etwa das angesprochene Webvideo, steht auf einem anderen Blatt. Hier muss man tatsächlich eine angemessene rechtliche Lösung finden.

  38. @Klaus:
    Wenn zB Musiker mithilfe von Filesharing sehr erfolgreich Geld verdienen können, dann kann Filesharing keine a priori Schädigung sein, sondern lediglich ein Umstand, der die Verschiebung des Geschäftsmodells erforderlich macht (und dieser Umstand ist nicht das Filesharing, sondern die Grenzkosten von Null; Filesharing ist eine Folge davon).
    Warum das Gesetz eine Art von Geschäftsmodellen gegenüber anderen Arten von Geschäftsmodellen absichern soll, sehe ich nicht.

  39. Sorry, aber die Wahl ihres Geschäftsmodells ist immer noch die Sache der Musiker oder der Firmen, mit denen die Musiker entsprechende Verträge abgeschlossen haben – alles andere liefe auf eine Enteignung heraus, die Grenzkosten spielen hier für mich keine Rolle. Wer bestimmte Musikstücke oder Filme nicht kaufen will, der muss halt warten, bis sie im Radio oder im Fernsehen laufen. Auf diesem Weg bekommen die Musiker wenigstens Geld über die Verwertungsgesellschaften. Wenn es eine Kulturflatrate gäbe, wäre das etwas anderes, aber die gibt es eben nicht.

  40. Sehr guter Artikel. Prinzipiell reift die Erkenntnis, dass es eigentlich keine wählbare Partei in Deutschland gibt, wenn man die Freiheit des Internets für wichtig hält. Hinzu kommt die absolut unterirdische Internetkompetenz – momentan ja auch im Internet Wahlkampf – ersichtlich, die sich aber auch durch zahlreiche andere Institutionen und Organisationen zieht.
    Aus dem Artikel sollte aber bitte mehr werden. Gibt es schon Vereinigungen oder z.B. eine Facebook Gruppe, die für die Freiheit im Internet eintreten.? Wenn nicht, sollte man was machen.

  41. @6: www – wenige, weise worte!

    Damit faßt Du das eigentliche “Problem” präzise zusammen, denn das Netz katalysiert und komprimiert einfach nur menschliche Eigenschaften, Wünsche, Handlungen und – wichtig! – eben auch Schattenseiten. Wenn es Kipo im Netz gibt, dann nur, weil es Kipo auch ohne Netz gibt. Und nicht, weil es plötzlich das Netz gibt. Diese Interpretation ist aber erschreckend verbreitet, speziell in Deutschland, und gründet mit Sicherheit auf die im Artikel erwähnte Technophobie.

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