Plakat-Kampagne:
Zeitunglesen nur zu Hause
Zeitungen sind nicht erwünscht: In Tokio macht eine U-Bahngesellschaft Front gegen Zeitungsleser. Die sollen Rücksicht nehmen – und das Papier gefälligst zu Hause lassen.
Kein Eis essen, keine laute Musik hören: Im öffentlichen Nahverkehr fordern mahnende Plakate zur Rücksichtnahme auf. Die Tokio Metro möchte ihren Fahrgästen auch das Zeitungslesen abgewöhnen.Große Plakate an den Stationen machen unmissverständlich klar, dass man seine Zeitung doch lieber zu Hause lesen sollte. Eine richtige Kampagne! Da sage noch einmal jemand, wir würden hier gegen das Gedruckte schießen. Wir bedauern es hingegen sehr, dass die Jugend die Umwelt schützt und weniger Zeitung liest und freuen uns noch über jede Tram, die mit ausgelesenen Pendlerzeitungen gepflastert ist. Vor allem fordern wir: Die Diskriminierung von Zeitungslesern muss aufhören! Statt aktueller Nachrichten auf mobilen Endgeräten – vulgo Handys – fordern wir abgehangene News von gestern in unhandlichen Formaten! Oder so ähnlich.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.















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@Ole:
Du hast leider den unteren Teil des Plakats abgeschnitten. Dort erkennt man, dass es nicht um Zeitungslesen per se geht, sondern um das Stören von anderen Fahrgästen:
Die übrigen Plakate der Kampagne sind unter http://tokyometro.jp/ansh…ki/poster/index.html verfügbar.
Sollen die Tokioter Zeitungen halt auf nem kleineren Format gedruckt werden! In London sieht man Underground auch nur die schmalen Zeitungen im Berliner-Format oder sogar noch kleiner!
Das kann doch echt kein Grund sein!
Was sagt denn der NSK (Nihon Shinbun Kyokai) dazu? Der BDVZ wäre gegen solche Plakate sicher schon Sturm gelaufen …
Die Kampagne in den Tokioter U-Bahnhöfen richtet sich ganz klar nicht gegen Zeitungleser, sondern gegen jede Sorte rücksichtslosen Verhaltens. Auf dem Bild geht es um Leute, die ihre großformatige Zeitung komplett ausklappen; in den überfüllten Bahnen nimmt das einen ganzen Sitzplatz weg. Andere Motive betreffen das Schminken in der U-Bahn und die Benutzung von Handys in der Nähe von Sitzen für Schwerbehinderte (deren Herschrittmacher dadurch aus dem Takt kommen könnten).
Also: Tokyo Metro verbietet Zeitunglesen, Handys und Make-upe — wenn es andere Fahrgäste stört.
“Please do it at home”, du meine Güte, das klingt ja, als handele es sich um eine Bitte, nicht öffentlich zu masturbieren.
@Ole:
Könnt Ihr Vorschaubildchen allenfalls kennzeichnen, damit man sie als solche erkennt?
Gemäss Deinem Titel: «Zeitungslesen nur zu Hause» … ;)
@base rate:
Es gibt noch einige andere Varianten, beispielsweise «Please do it on the beach» … :)
Aber viel genialer ist doch das hier:
http://tokyometro.jp/ansh…r/manner_200812.html
“Please do it at home”….mwuahahaha!^^
Aber nur in der Vorschau, man kann auf das Bild klicken, dann sieht man das Plakat ganz! Und natürlich geht es “nur” darum, rücksichtsvoll zu sein, siehe oben die Beispiele Essen und Musik. Worum denn sonst?