kottke.org:
Jason schickt die Leser weg

Intelligente Zerstreuung: Seit elf Jahren füllt Jason Kottke sein populäres Weblog, lebt mittlerweile davon. In einem Interview gibt er Einblicke in seine Arbeit.

Blogger Kottke nimmt sich zurück (M, Zach Klein, cc-Lizenz)
Blogger Kottke nimmt sich zurück (M, Zach Klein, cc-Lizenz)

Jason Kottke schreibt seit mehr als zehn Jahren sein Blog kottke.org, seit 2005 lebt er von seiner Seite. 30-35.000 Besucher schauen täglich vorbei. Seine Hinweise auf interessante Artikel und Web-Fundstücke fasst er unter dem Begriff “liberal arts 2.0″ zusammen – eine intelligente Mischung, die ohne den heißen Scheiß auskommt. Jason war nun zu Gast bei Nora Young in der kanadischen Radiosendung “Spark” auf CBC Radio One (so etwas wie die BBC von Kanada) und sprach mit ihr über das Netzkultur, Blogs als Filter und “extreme borrowing”.

Viele Blogs seien mit der Zeit unpersönlicher geworden, die Huffington Post sei gar ein richtiges Medienunternehmen, sagt Kottke im Interview. Das betreffe auch sein Blog, in dem er sich immer mehr zurücknehme. Gleichzeitig beobachtet er eine Tendenz, fremde Inhalte so abzuhandeln, zu kopieren und zusammenzufassen, dass man die Originalseite gar nicht mehr besuchen muss. Das volle Interview gibt’s auf der “Spark”-Seite, auch ungeschnitten in voller Länge, 20 Minuten inklusive “uhm” und “ähm”.

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Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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