Chris Anderson:
“Free” als Teil von Geschäftsmodellen (Video)

Marcel Weiss, 17. April 2009 00:22 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Chris Anderson, Autor von The Long Tail (Affiliate-Link) und dem kommenden Buch Free, erzählt in einem sehenswerten Video (ca. 16 Min.) darüber, wie Free immer wichtiger wird und bald alle Branchen durchdringen wird.

Er spricht unter anderem auch darüber, dass es bei “Free”, also dem “Verschenken” von Gütern, nicht darum geht, alles zu verschenken, sondern dass es sich nur um eine Komponente eines mehrere Komponenten umfassenden Geschäftsmodells handelt. Etwas, das auch in Deutschland von unbedarften Beobachtern oft ignoriert wird.

(via Leander Wattig )

Er erzählt auch von einer brasilianischen Band, welche ihre Musik umsonst hergibt und fasst in wenigen Sätzen zusammen, was wir hier über die künftige Situation und das einzig ökonomisch sinnvolle Vorgehen für die Musikindustrie und andere betroffene Industrien auch schon geschrieben haben:

You’re giving away the things with zero marginal costs to sell the things with high marginal costs.

You give away the abundance to sell the scarcity.

Du bietest die Komponenten mit Grenzkosten von Null umsonst an und verkaufst die Komponenten mit hohen Grenzkosten.

Du verschenkst den Überfluss und verkaufst die Knappheit.

und über “Piraterie”:

We fight free, we fight piracy. But this is just a law of physics. A law of digital gravity. And what is happening in Brazil and China is that they’re just not fighting gravity anymore.

Wir bekämpfen “free”, wir bekämpfen Piraterie. Aber das ist einfach ein Gesetz der Physik. Ein Gesetz der digitalen Schwerkraft. Und was in Brazilien und China passiert, ist, dass sie nicht mehr die Schwerkraft bekämpfen.

Jedes Unternehmen, so Anderson, wird künftig “Free” als eine wie auch immer geartete Komponente in seinem Geschäftsmodell benötigen. Warum? Weil es die Konkurrenz ebenfalls so handhaben wird.

Siehe hierzu auch unsere Artikel zum Thema Freeconomics.

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1 Kommentar

  1. mds
    schrieb am 7. Juli 2009 um 18:33 Uhr (#)

    «Free» kann man nun via Scribd lesen: http://scribd.com/doc/171…ok-by-Chris-Anderson

    Leider ohne Druck- und Downloadmöglichkeit … so ernst scheint es Anderson mit «free» leider nicht zu nehmen.

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