Spot.us:
Kauf Dir einen Journalisten

Auf Spot.us schlagen Nutzer und Journalisten Themen vor, zu denen recherchiert werden sollte – dann werden so lange Spenden gesammelt, bis ein Journalist beauftragt werden kann.

Es ist nicht die Antwort auf die Medienkrise und kein Ersatz für richtige, gut ausgestattete Redaktionen – aber es ist ein interessantes Experiment: Auf Spot.us sammeln die Nutzer Geld, um journalistische Recherchen, zunächst beschränkt auf die Region um San Francisco, in Auftrag zu geben. Die Themen schlagen sie selber vor – oder unterstützen einen Journalisten bei seinem Vorhaben. Ist das nötige Geld (meist Beiträge um 500 Dollar) zusammen, wird ein Journalist beauftragt, das Ergebnis gibt es dann für alle kostenlos auf der Spot.us-Website: “community funded reporting”. Es sei denn, ein Verlag kauft die Geschichte exklusiv, dann gibt’s das gespendete Geld zurück. Schon eine Woche nach Start der Seite In den ersten fünf Monaten wurden 19 Artikel von den Nutzern gesponsert. So haben zum Beispiel 15 Nutzer 400 Dollar für einen Radiobeitrag über Abwasser in San Francisco gesammelt. Medienblogger John Welsh hat mit David Cohn von Spot.us ein Video-Interview geführt:


Interview with David Cohn from John Welsh/These Digital Times on Vimeo.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

 

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2 Kommentare

  1. Übrigens nicht das einzige Projekt zu community-founded Reporting … und eine kleine Korrektur, es waren 19 Stories in fünf Monaten die man finanziert hat, nicht 19 Stories in der ersten Woche!

  2. Danke für den Hinweis. Coole Idee.

    [Edit: Link entfernt, bitte keine SEO-Versuche in den Kommentaren]

2 Pingbacks

  1. [...] Medienlese erklärt das System von Spot.us: Journalisten schlagen Themen vor und die Gemeinschaft finanziert sie. [...]

  2. [...] bekommt derzeit viel Aufmerksamkeit. Ich hatte vor ein paar Tagen über sie berichtet, ebenso Medienlese. Sie präsentiert uns einen innovativen Ansatz, um Journalismus in Zeiten kriselnder Medienhäuser [...]

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