6 zur re:publica’09:
Leerlauf, Internetgemüse, Babykotze

1. “Die Blogger-Twitter-Internetgemüse-Riege”
(mevme.com/lizblog)
“Ich frage mich, für wen diese Veranstaltung eigentlich gemacht ist? Zum einen tummelt sich die Blogger-Twitter-Internetgemüse-Riege in einem Kreis und schmiert sich entspannt Smalltalk auf die Tastatur, zum anderen werden in Panels und Diskussionsrunden Dinge erklärt, von denen ich dachte, die seien Grundvoraussetzungen, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen.”

2. “nett, aber ein bisschen zu wenig”
(misscaro.blogspot.com)
“bei der re:publica soll es um netzkultur gehen, nicht um weltprobleme, und deshalb ist das babykotze-panel auch genau richtig und wichtig. wo, wenn nicht hier? was aber nicht gut ist, ist der inhalt der panels. das ist alles so verdammt basic. und dann auch noch größtenteils verdammt schlecht vorgetragen. und immer noch so ohne jeden diskurs, jeden streit, jedes disagreement, so vollkommen ohne eier.”

3. “Linkschleudern im Leerlauf”
(maerkischeallgemeine.de, Jörg Giese)
“Ausgerechnet auf einem Treffen von und für Blogger, deren Selbstverständnis verlangt, in Online-Tagebüchern permanent über ihren Alltag zu kommunizieren, war das Web weg, leuchteten die schicken Laptops funktionslos im Saal. Zum Trost fotografierte man sich gegenseitig mit dem I-Phone.”

4. “Referenten elektronisch angeranzt”
(morgenpost.de, Dirk Nolde)
“Im Friedrichstadtpalast projiziert ein Beamer Twitter-Kommentare und SMS-Beiträge auf die Leinwand. Alles flimmert sofort, in bunte Grafik-Blasen eingesetzt, im Raum – im Rücken derer, die auf der Bühne stehen. Was das Publikum teils diebisch freut. Bei der Diskussionsrunde ‘Die Medienwelt im Wandel’ beschwerte sich Helmut Lehnert, Leiter des Programmbereichs Film und Unterhaltung beim RBB, dass die Kommentare hinter ihm erscheinen, wo er sie gar nicht sehen kann. Reaktion auf der Twitterwall: ‘Heul doch.’”

5. “Internet wird weltweit zensiert”
(taz.de, Ben Schwan)
“Auf der Web-Konferenz re:publica in Berlin stellte der US-Think Tank ‘Freedom House’ eine Untersuchung zur Online-Freiheit vor. Das Ergebnis: Das Netz ist fast überall zensiert.” (Studie als pdf-file auf freedomhouse.org)

6. “Erst ein Erfahrungsbericht – dann ein Aufruf zur Rettung der Welt”
(maeandertal.de/blog)
“Es wird verflucht noch mal Zeit, dass die Akteure des Web 2.0, die Social Networker, Twitterer und vor allem die Blogger, von sich ablassen, die selbstbeschworene Macht ausüben und ihren Fokus auf die Probleme unserer Zeit richten! Vom Pathos hingerissen, möchte ich sagen: Nehmt die Zügel in die Hand, macht Stimmung im Land, reißt die Grenzen ein und zeigt der Politik wo der Hase läuft.”

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier von Montag bis Freitag handverlesene Links zu Online-Storys aus alten und neuen Medien. Link-Tipps gerne bis 8 Uhr an tipps.medienlese bei blogwerk punkt com.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Mehr lesen

6.4.2009, 0 Kommentare6 zur re:publica'09:
Frauen, Freaks oder Geeks

Der Abschluss der re:publica'09 in den Blogs: Wenn Frauen bloggen, kein Status Quo mehr, kein Bock auf Recherche, die Vorträge als Videos online.

2.4.2009, 0 Kommentare6 zur re:publica'09:
Klowände, Augenringe, Hosenträger

Der Tag 1 der re:publica'09 in den Blogs: Helden in Hosenträgern, eine internetferne Elite, Augenringe. Und immer noch: Klowände.

4.1.2009, 1 KommentareWochenrückblick:
NZZ, Heidenreich, Multikulti

Bei der NZZ wird das Sparen konkret, Elke Heidenreich fehlen im Internet die Zuschauer, Radio Multikulti geht ins Netz und mehr in unserem ersten Wochenrückblick 2009.

11.5.2009, 2 KommentareLong Hello and Short Goodbye

Was für ein Spaß. Fast zwei Jahre habe ich, die eckige schwarze Hornimitatbrille auf der Nase, was mit Medien gemacht. Gegen Geld aus der Schweiz.

7.5.2009, 30 KommentareG wie Google:
"Wenn wir nur noch die Hälfte der Journalisten hätten, wären es immer noch zu viele"

Das Magazin der Süddeutschen Zeitung widmet sich am 8. Mai 2009 der Zukunft der Medien. In Kooperation mit dem SZ-Magazin stellen wir hier ein Interview mit Jeff Jarvis zur Diskussion.

Journalismus 2.0: Die Diskussion mitgestalten

5.5.2009, 14 KommentareJournalismus 2.0:
Die Diskussion mitgestalten

Die Digitalisierung verändert mehr als das Medium. Was Journalisten tun können.

Linkwertig: SoundCloud, Ilse Aigner,  Berlin Web Week, Chromebook

13.9.2011, 0 KommentareLinkwertig:
SoundCloud, Ilse Aigner, Berlin Web Week, Chromebook

SoundCloud öffnet US-Büro, Ilse Aigner rät Kabinettskollegen von Facebook ab, re:publica und NEXT im Doppelpack und mehr.

Die Apps der re:publica 2011: Digital Natives setzen  auf Altbewährtes

18.4.2011, 10 KommentareDie Apps der re:publica 2011:
Digital Natives setzen auf Altbewährtes

Netzaffine junge Menschen, die auf ein Notebook, Tablet oder Smartphone starren - ein allgegenwärtiges Bild auf der re:publica. Doch mit welchen Social-Web-Anwendungen vertrieben sich die Digital Natives während der Konferenz die Zeit?

re:publica 2011: Der mit Abstand beste Vortrag...

16.4.2011, 9 Kommentarere:publica 2011:
Der mit Abstand beste Vortrag...

Über 250 Vortragende präsentierten auf der re:publica in Berlin ihre Perspektiven zur digitalen Welt. IBM-CTO Gunter Dueck hinterließ einen der nachhaltigsten Eindrücke.

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.