Media Coffee Blog:
Zum Abschied leise Servus

Die geballte Dialog-Power von rund 40 Autoren verstummt: Das Media Coffee Blog der dpa-Tochter news aktuell wird eingestellt. Haben sich Public Relations und Dialog nicht verstanden?

Mit zuletzt drei Postings im Monat bei knapp 40 Autoren war das media coffee blog sicherlich kein Durchlauferhitzer unserer Informationsgesellschaft. Trotzdem ist es schade, dass dieses Projekt der news aktuell/dpa-Gruppe eingestellt wird. Zukünftig wird das Blog nur noch “eine Begleitseite für die Offline-Veranstaltungsreihe gleichen Namens sein“.

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Linkwertig:
IT-Investitionsprogramm, Guardian, Crowdsourcing

IT-Investitionsprogramm
Im Rahmen des Konjunkturprogramms wird der Bund 2009 und 2010 500 Millionen Euro in Informationstechnik investieren. Neben Sicherheit liegt der Fokus auf Open Source und Umweltfreundlichkeit. Zwei Green-IT-Rechenzentren werden aufgebaut.

» Konjunkturprogramm: Bundesregierung investiert 500 Mio. in Open Source, Green IT und IT-Sicherheit

 

Guardian
Der Guardian startet eine offene Plattform. Nach der New York Times sehen wir mit dem Guardian die zweite wichtige Zeitung, die ihre Zukunft in Offenheit und Vernetzbarkeit sieht.

» What is the Open Platform?

 

Crowdsourcing
Seit fast drei Jahren beschäftigt das Prinzip Crowdsourcing so manchen Gründer. Andere arbeiten zu lassen leuchtet als gute Idee unmittelbar ein. Jeff Howe, der den Begriff ins kollektive Bewusstsein gebracht hat, berichtet über einigen Widerstand, den Crowdsourcing-Projekte aus der Design-Community erfahren.

» Is Crowdsourcing Evil? The Design Community Weighs In

 

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Die neue Viralität:
Social Media verändert das Web

Facebook liefert den ersten Sites mehr Traffic als Google, während das Social Network erst ein Drittel der Zugriffe von Google hat. Mit dem Wachstum von Angeboten wie Facebook verändern sich die Aufmerksamkeitsströme im Netz fundamental.

Perez Hilton hat für den Zeitraum der Verleihung der Oscars für seine gleichnamige Promiklatsch-Website einen Rekordzugriff von 13,9 Millionen Seitenaufrufen verkündet. Hitwise hat für diesen Zeitraum sich die Quellen des Traffics angeschaut und bekanntgegeben, dass Facebook Traffic-Quelle Nummer Eins war. Seit Dezember steht Facebook bei Perez Hilton auf Platz Eins der Referrer. Wie Liz Gannes auf NewTeeVee zu recht feststellt, ist das eine bemerkenswerte Entwicklung. Für nahezu alle Websites ist der größte Trafficlieferant immer Google gewesen.

Das ändert sich jetzt.

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Quatsch ausblenden:
Einfach Artikel lesen

Wenn überall Werbung blinkt und unzählige Links Aufmerksamkeit fordern, wird das Lesen von Texten im Internet zur Qual – das kleine Tool Readability hilft weiter.


Vollkommen willkürliches Beispiel von einer großen deutschen Nachrichtenseite: Ein Interview mit Andy Müller-Maghun vom Chaos Computer Club auf Zeit Online. Der Artikel ist auf drei Seiten aufgeteilt, man braucht die Klicks, will den Leser nicht mit einer ellenlangen Seite verschrecken. Geschenkt. Aber selbst wenn man die Werbung über dem Seitenlogo und neben dem Inhaltsblock wegschneidet, ist die Seite immer noch fast doppelt so hoch wie der eigentliche Artikel. Der im Bild abgedunkelte Bereich verhält sich zum farblich hervorgehobenen Artikel etwa im Verhältnis eins zu zwei.

Das nützliche Beiwerk, Links auf weitere Artikel, Nachrichten seriöser Werbepartner, lenkt aber mitunter vom Lesen des eigentlichen Textes ab. Webdesigner sprechen vom sogenannten “clutter”, vom störenden Wirrwarr. Dagegen hat die Agentur arc90 ein kleines Programm entwickelt. Readabilty entfernt den “clutter” mit einem einfachen Klick. So funktioniert’s: Man speichert das Readability-Lesezeichen, das aus ein wenig JavaScript besteht, besucht eine verkleisterte Website, klickt auf das Lesezeichen – im Hintergrund wird nun die Adresse der Website an den Readability-Server übertragen, der daraufhin dem Browser mitteilt, welche Element der Seite überhaupt angezeigt werden sollen. Das sogenannte “Bookmarklet” funktioniert erstaunlich gut und ist vor allem sehr einfach.

» weiterlesen: Moralische Gewissensbisse

WAZ-Werbeidee:
Bye-bye, Glaubwürdigkeit

Parteien sollen auf derWesten.de für 25.000 Euro plus Mehrwertsteuer prominente Werbeplätze kaufen – das Wörtchen “Anzeige” kommt in der Präsentation gar nicht erst vor.


Es geht schon los mit der ersten Folie der Präsentation: Die WAZ NewMedia GmbH will Parteien Werbung für die Kommunalwahl verkaufen, passend dazu sitzt eine Frau mit heruntergelassener Unterwäsche auf dem Klo. Kommunalwahlen für den Arsch? Wählen mal so schnell nebenbei, auf dem WC? Was für eine Steilvorlage, “platte sexistische Attitüde”, freut sich Linkspartei in der taz, “sexistisch und geschmacklos” finden es die Grünen. Mittlerweile lenkt auch derWesten.de-Chefin Katharina Borchert ein und nannte das Bild gegenüber news.de “total daneben”.

Also alles wieder in Ordnung? Nein. Es kommt noch schlimmer.

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Zeitung ohne Funktion:
Frank A. Meyer irrt sich

Das ständige Geschreibe vom Ende der Zeitung verschreckt doch die Leser, findet Ringier-Chefpublizist Frank A. Meyer. Der Umkehrschluss funktioniert nur leider überhaupt nicht.

Am Vorabend der französischen Revolution führten die Aufklärer einen langen Disput über Freiheit und Notwendigkeit. Melchior Grimm, der Pariser Korrespondent und große Multiplikator aufgeklärten Denkens, plädierte für die Notwendigkeit: Die Freiheit sei eine zugebenermaßen manchmal recht nützliche Illusion, die sich die Menschen machten. In Wahrheit aber regiere die Notwendigkeit selbst dort, wo sie sich das Gewand der Freiheit hülle, um rascher fortschreiten zu können. Bei allem Anschein von Freiheit seien die Dinge durch die geheimen Strukturen und Gesetze im Innern des Gesellschaftskörpers vorherbestimmt.

An den Streit zwischen Voluntaristen (“Es geschieht, was ich will“) und Deterministen (“Mir geschieht, was ‘es’ will“) fühlte ich mich erinnert, als ich diese Einlassung von Frank A. Meyer im Sonntag las, die Ronnie hier bereits aufgespießt hat:

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Linkwertig:
NoseRub, BuddyPress, IVW, Technorati

NoseRub
NoseRub, der dezentrale Activity-Stream Aggregator von Dirk Olbertz, stellt eine Studie des kommenden Designs vor.

» NoseRub Re-Design: Preview

 

BuddyPress
BuddyPress, eine Reihe von Plugins, die WordPress MU in ein soziales Netzwerk transformieren, wird bald auch für das normale WordPress verfügbar sein.

Damit wird von der bisherigen Strategie, dass BuddyPress nur für WordPress MU entwickelt werden soll, abgerückt. Grund für diese Entscheidung ist vermutlich das starke Feedback aus der Community.

» BuddyPress soll auch für das normale WordPress erscheinen

 

Soziale Netzwerke
Eine Studie von Nielsen Online zeigt, dass wir im Jahr 2008 kollektiv mehr Zeit auf sozialen Netzwerken als mit Email verbracht haben. Die Aussage ist keine Überraschung, aber sie markiert doch einen Übergang.

» Social Networking Now More Popular Than Email, Report Finds

 

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Frisches Geld:
New York Times verscherbelt Zuhause

Die Schulden drücken: Die New York Times hat mitten in der Immobilienkrise 21 Stockwerke ihres Zuhauses für 225 Millionen Dollar verkauft und zahlt künftig Miete.

Die New York Times hat einen Großteil ihres neuen Zuhauses an einen Immobilienfirma verkauft. 21 von 28 Stockwerken des im November 2007 eröffneten Hochhauses, die dem Verlag gehören, wechselten für 225 Millionen Dollar den Besitzer, berichtet unter anderem die Washington Post. Mit dem dringend benötigten Geld kann die New York Times fällige Kredite bedienen, muss dafür ihre Zentrale für 24 Millionen Dollar im Jahr zurückmieten. Der Vertrag, der über 15 Jahre läuft, sieht Erhöhungen vor – und einen möglichen Rückkauf der Stockwerke in zehn Jahren für 250 Million Dollar. Ein teures Geschäft:

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Net-Metrix:
Solider Februar ohne Feierlaune

tagesanzeiger.ch holt Page Impressions, 20minuten.ch verliert welche – insgesamt machten sich im Februar weniger Tage und weniger Wochenende bemerkbar.

Magerer Monat: 9,7 Prozent kürzer als der erste Monat des Jahres ist der Februar. Dafür können sich die im Net-Metrix-Audit gemessenen Zugriffszahlen Schweizer Websites sehen lassen: Von 172 erfassten Angeboten mit vorliegenden Zahlen haben aber nur 48 mehr Page Impressions verloren als diese 9,7 Prozent – für die anderen ging es auf den Tag gerechnet nicht abwärts. Rein rechnerisch steht im Februar ein PI-Plus bei 124 Angeboten, ohne Zahlentrick immer noch bei 44 Angeboten.

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MapTheQ:
Restaurants und Cafés von Qype auf der Karte

MapTheQ bringt Restaurants und Cafés von Qype auf eine Karte. Zusätzlich können auf der Karte Artikel aus der Wikipedia, Fotos von Panoramio und einige andere Informationen eingeblendet werden.

MapTheQ ist ein nettes Mashup von Qype, das vom Wiener Unternehmen toursprung im Rahmen der Qype API Challenge entwickelt wurde. MapTheQ liest die Geo-Daten von Restaurants und Cafés via der API (Programmierschnittstelle) von Qype aus und visualisiert sie auf einer Map.

Das Besondere dabei: Gibt es in einem Bereich bei aktueller Zoom-Stufe sehr viele verzeichnete Locations, werden diese in Clustern gruppiert. Die jeweilige Ansicht bleibt also immer übersichtlich. (Eine ähnliche Technologie wurde auch von geocubes entwickelt, siehe unsere Review.)

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