Der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels kündigt Massenklagen gegen Filesharer an, welche urheberrechtlich geschützte E-Books teilen. Er will, so scheint es, den Gang der Musikindustrie komplett wiederholen.
Das war mir entgangen.
Spiegel Online berichtet über präventives Säbelrasseln des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels pünktlich zur
Einführung von massentauglichen E-Books in Deutschland:
“Wir werden in aller Schärfe gegen den illegalen Download, gegen den Diebstahl im Internet, vorgehen” und “die Gerichte mit Tausenden von Verfahren beschäftigen”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis, zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse am Donnerstag. “Die Politik zwingt uns zu diesem Schritt.” Sie neige zur Bagatellisierung dieses “organisierten Verbrechens”.
Das ist natürlich starker Tobak für jeden, der sich mit dem Thema ein bisschen beschäftigt. Zum einen zeigt die Politik bei Gesetzesänderungen im Themenfeld Urheberrecht eine starke Tendenz zugunsten der Urheber und Rechteinhaber und zum Nachteil der Konsumenten. Zum anderen handelt es sich bei Filesharing nicht um Diebstahl, geschweige denn um ‘organisiertes Verbrechen’.
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Lange Zeit erschien ein Kauf von studiVZ durch Facebook nicht unwahrscheinlich. Seit einigen Monaten kann sich das US-Netzwerk in Deutschland jedoch über ordentliche Wachstumsraten freuen. Eine Akquisition ist damit vom Tisch.
Nur ein Traum?
Ich spreche sicherlich nicht nur für mich, wenn ich sage, dass eine Übernahme von
studiVZ durch
Facebook die spannendste Nachricht wäre, über die ich jemals bloggen würde. studiVZ als führendes soziales Network in Deutschland war immer für einen Skandal gut, hat aber gleichzeitig Social Networking (und in gewisser Weise das Web 2.0) in Deutschland massentauglich gemacht.
Kaum ein anderes Webangebot in Deutschland bot seit seinem Durchbruch 2006 so viel Stoff für Schlagzeilen wie das Studentennetzwerk und seine Nachkömmlinge schülerVZ und meinVZ. Eine Akquisition des Holtzbrinck-Netzwerkes durch Facebook erschien nie unmöglich, Gespräche zwischen beiden Parteien soll es häufiger gegeben haben. Eine Meldung über den Kauf von studiVZ verkünden zu können, womöglich sogar als Erster, das dürfte der Traum für eine ganze Reihe von Bloggern sein.
Doch in Erfüllung gehen wird dieser Traum wahrscheinlich nicht. Mit jedem Tag, an dem Facebook in Deutschland wächst, sinken die Chancen, dass es doch noch zum großen Showdown kommen könnte.
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AOL startet unter anderem eine deutschsprachige Version seines Social Networks Bebo. Mit wenig Erfolgsaussichten.
Das von AOL
im März 2008 für überteuerte 850 Millionen Dollar übernommene Social Network
Bebo steht ab sofort auch in einer deutschen Version zur Verfügung. Gleichzeitig wurden Versionen in Frankreich, Spanien, Italien und den Niederlanden gestartet.
Bebo, das besonders im UK stark vertreten ist, hat laut Aussage von Eigentümer AOL 22 Millionen Mitglieder. Bebo hat erst vor wenigen Wochen den Schwerpunkt der Möglichkeiten für Nutzeraktivitäten auf Lifestreaming gelegt.
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Vom Ende der gedruckten Zeitung, der Zukunft des Journalismus und den Unsicherheiten und Unwägbarkeiten einer echten Revolution.
Es findet eine Revolution statt und wir wissen nicht, wie sie ausgehen wird: Der amerikanische Internet-Berater und Professor Clay Shirky hat einen viel beachteten Essay über das Ende der Zeitung und den Medienwandel geschrieben. Wie man denn Zeitungen und den für die Gesellschaft unverzichtbaren Journalismus retten könne, sei zwar eine gute Frage – die man so aber nicht stellen könne, denn bei einer Revolution sei das Ergebnis eben nicht absehbar, argumentiert Shirky.
» Clay Shirky: Newspapers and Thinking the Unthinkable
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Medien
Clay Shirky verfasst eine treffsichere, unhysterische Beschreibung des Verhältnisses zwischen Zeitungen, Journalismus und Gesellschaft. Wir stecken in einem medialen Wandel, der so transformativ wie die Erfindung der Druckerpresse ist. Das Modell Zeitung implodiert vor unseren Augen, und niemand weiß was kommt. Aber die Koppelung von Journalismus und Zeitungen ist keine natürliche, andere Formen werden die Funktionen übernehmen.
» Newspapers and Thinking the Unthinkable
Mikrotext
Ein wesentlicher Faktor der von Shirky beschriebenen Transformation der Medien ist die durch das Web verschobene Ökonomie der Produktion und Rezeption von Text. Martin Lindner analysiert die Funktionsweise von Text im Webzeitalter.
» Text-Definition. Mikrotexte, Hypertexte, Medientexte, Buchkultur, mündliche Texte.
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Milliarden-Betrüger, trauernde Kinder, wilde Tiere: Wir blicken zurück und zeigen die vergangenen Woche aus Sicht unserer Bildagentur Keystone.
Acht, sieben, sechs: Seit drei Wochen zeigen wir die Keystone-Bilder der Woche, jedes mal wurde es eins weniger. Das ist keine Absicht und schnell erklärt:
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Facebook stellt Facebook Connect für iPhone-Applikationen bereit. Damit können iPhone-Entwickler auf den Social Graph von Facebook zugreifen und ihre Applikationen sozial machen.
Auf dem aktuell stattfindenden SXSW-Festival hat Facebook gestern eine wichtige Bekanntgabe gemacht: Das im Mai angekündigte und im Dezember 2008 gestartete Facebook Connect, Facebooks Service um mit anderen Webdiensten Daten auszutauschen, steht jetzt für eine Implementierung in iPhone-Apps bereit. Applikationen mit Facebook Connect bieten dann einen Button an, über den man sich in Facebook einloggt. Man kann anschließend der Applikation Zugang zu Facebook-Daten erlauben. Ebenso kann man der Applikation erlauben, Aktivitäten zurück zum Facebook-Newsfeed zu schicken.
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Laufschrift, verstecke Links und Blogs ohne RSS: Die Schweizer Wochenzeitung Sonntag gibt sich auf sonntagonline.ch einen neuen Online-Auftritt.
Kein anderer grosser Schweizer Verlag tritt online so unzeitgemäss und unübersichtlich auf wie die
AZ Medien von Peter Wanner. Man hat sich längst daran gewöhnt, dass es die Titel zwar auf Papier gibt, sie online aber keinen Besuch wert sind. Dem seit 2007 erscheinenden und kürzlich von Roger Schawinski hochgelobten Sonntagsblatt
Sonntag hätte man einen Ausweg aus der Online-Misere zugetraut. Doch dem ist leider kaum so:
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WEB.DE hat die Beta-Phase seiner neuen Kommunikationszentrale gestartet. Der WEB.DE Navigator umfasst unter anderem eine Loginverwaltung für das Social Web, einen browserbasierten Instant Messenger, einen RSS-Reader und ein Social-Bookmarking-Tool.
WEB.DE ist hinter T-Online Deutschlands zweitgrößtes Internetportal mit laut AGOF fast 13 Millionen monatlichen Unique Visitors. Vom Social Web hat sich das zu United Internet AG gehörende Unternehmen allerdings bisher fern gehalten.
Kurz nach seinem Amtsantritt im Oktober verkündete der neue WEB.DE-Geschaftsführer Jan Oetjen jedoch, das Portal wolle zu einem zentralen Kommunikationspunkt im Internet werden und verschiedene Services wie E-Mail und soziale Netzwerke auf einen Blick zusammenführen.
Oetjen hat sein Wort gehalten. Eine geschlossene Nutzergruppe hat vor wenigen Tagen Zugriff auf die Beta-Version des neuen WEB.DE Navigator erhalten. Wir haben uns die neue Kommunikationszentrale von WEB.DE angeschaut.
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In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal: Helpedia – eine Plattform zum Unterstützen von karitativen Projekten; TwitVIP – aggregiert die Tweets von Prominenten; und simplythesearch – eine Meta-Suchmaschine mit wohltätigen Ambitionen.
helpedia
Helpedia ist eine Plattform zum Organisieren von
karitativen Projekten. Engagierte Personen, Vereine oder andere Institutionen können sich in den Dienst einer guten Sache stellen und auf verschiedenste Art Spenden sammeln.
Einerseits können Aktionen beschrieben und beworben werden. Man erklärt um was es geht, wem es zugute kommt und welches Spendenziel angepeilt wird. Andererseits können sich Organisationen des gemeinnützigen Sektors in Deutschland präsentieren. Besucher können sich informieren, spenden oder eine ehrenamtliche Tätigkeit übernehmen.
Ein Widget und eine Facebook-App gibt es auch.
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