Armer Robert Scoble: Keiner will ihm was per Twitter verkaufen. Liegt das an der Unfähigkeit der Firmen oder vielleicht daran, dass Twitter kein wirtschaftliches Verkaufsmedium ist?
Oberblogger Robert Scoble
ist beleidigt. Da kündigte er am Wochenende stolz an, dass er und seine Frau ein weiteres Kind erwarten, und was passiert? Zwar gingen viele Glückwünsche über den Mikrobloggingdienst
Twitter ein, aber keine einzige Firma wollte den Scobles irgendwas verkaufen. Dabei wäre der gute Robert jetzt für Vorschläge zu Babynahrung, Kinderwagen, einem neuen Auto, Digitalkameras, Versicherungen, Windeln usw. empfänglich. Aber er hat nichts gehört per Twitter, nicht von Nestlé, nicht von Ford, nicht von Canon, nicht von Pampers.
Ganz offensichtlich haben diese Grosskonzerne noch nicht entdeckt, dass man auf Twitter Informationen über individuelle Lebenssituationen finden könnte, die den jeweiligen Twitterer zu einem interessanten potentiellen Kunden machen. Dazu gibt es zwei mögliche Erklärungen.
Erstens: vielleicht
kommen grosse Firmen mit der besonderen Struktur von Social Media einfach (noch?) nicht zurecht?
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Wie geht es dem Journalismus? Zwei aktuelle Studien zeigen, wie es um die Medien in Deutschland steht. Mit reichlich Zahlenmaterial belegen sie einen heftigen Strukturwandel.
Zwei grundlegende Texte gibt es in Deutschland, die jeder kennen und zur Hand haben sollte, der sich ernsthaft mit Medienfragen beschäftigt. Beide sind auch als kostenlose pdf-Dateien im Internet verfügbar. Zunächst einmal ist dort
der zweiteilige Medienbericht der Bundesregierung, erstellt vom Hans-Bredow-Institut. In ihm finden sich alle relevanten Daten und Fakten zur Medienlandschaft, auf der statistischen Basis des Jahres 2008. Insbesondere der zweite Teil, das Gutachten, trägt auf knapp 400 Seiten alles zusammen, was heutzutage für die Zahlengarnitur eines fundierten Artikels zur Lage der Medien erforderlich ist – von der Marktentwicklung über die Studierendenzahlen bis hin zum grassierenden Titelschwund gerade auch in der Fläche.
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Urteil
Das Oberlandesgericht Hamburg hat eine für Forenbetreiber erfreuliche Entscheidung getroffen.
Denn der Betreiber eines zulässigen Geschäftsmodells im Internet sei nicht zur vorsorglichen Überprüfung sämtlicher Inhalte auf etwaige Rechtsverletzungen verpflichtet.
» OLG Hamburg: Gute Nachrichten für Forenbetreiber
United Internet
Holger Schmidt berichtet wenig erfreuliches über United Internet.
Hohe Abschreibungen auf die Beteiligungen an Freenet und Versatel, Verfehlen der selbstgesteckten DSL-Ziele und fast eine halbe Milliarde Euro Verschuldung lautet die Bilanz, die das Unternehmen am Donnerstag bekanntgeben wird.
» Definitiv kein gutes Quartal von United Internet
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Facebooks neu strukturierte Homepage stösst fast universell auf Ablehnung. Der Kommentar dazu von Facebook-Chef Mark Zuckerberg? Wirklich coole Firmen hören nicht auf ihre Kunden.
Vor einigen Tagen strukturierte das weltweit grösste Social Network Facebook seine Homepage radikal um. Dass man sich dabei bei den kleineren Konkurrenten
Twitter und
FriendFeed mehr als nur ein paar Inspirationen geholt hat, ist offensichtlich. Die neue Einstiegsseite ahmt diese schnell wachsenden Dienste, die Facebooks Dominanz irgendwann bedrohen könnten, fast eins zu eins nach. Im Vordergrund steht nun ein endloser Strom von Statusmeldungen, nicht mehr der bisher ausgewogene Mix an verschiedenartigen Updates.
Die Reaktion der User war überwiegend negativ. Ob man das nun an den vielen negativen Kommentaren im eigenen Freundesnetz misst, an den schnell wachsenden Anti-Redesign-Gruppen oder an Umfragen: Etwa 90%-95% der Facebook-User scheinen das neue Konzept abzulehnen. Für Facebook ist diese Situation eigentlich nichts Neues: Jede grössere Änderung an Design und Features in den letzten Jahren wurde von Userprotesten begleitet. Doch selten waren die so heftig und überwiegend negativ wie jetzt.
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Wenn E-Reader und E-Books massentauglich werden, was passiert dann mit den Bibliotheken? Ein paar Gedanken zur Digitalisierung der Bibliotheksidee und den Implikationen für die Verlagsbranche.
E-Reader mit Massentauglichkeit im iPod-Sinne sind nur noch ein, zwei maximal drei Iterationen von ihren heutigen Vertretern entfernt. Egal ob von
Amazon,
Sony,
txtr oder einem anderen Anbieter:
In den nächsten Jahren werden E-Reader in den Massenmarkt eindringen. Was das für Bücher und das Leseverhalten allgemein bedeutet, haben wir letztes Jahr ausführlich beleuchtet. In den USA mehren sich bereits die euphorischen Stimmen der Benutzer des Amazon-Readers Kindle, der zeigt, dass der Übergang von papiernen zu digitalen Büchern durchaus ein Gewinn an allen Fronten für den Leser sein kann (vom nicht zu vergessenden DRM-Problem mit dem Kindle einmal abgesehen).
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Eine Studie des Magazins Nature zum Wissenschaftsjournalismus zeigt: Ressorts werden geschlossen, Stellen gestrichen. Dafür werden Blogs immer wichtiger – und was ist mit der Qualität?
“Die unabhängige Wissenschaftsberichterstattung ist vom Aussterben bedroht.” – Das ist ein Zitat des
Wall Street Journal-Wissenschaftsjournalisten Robert Lee Hotz und zugleich die Quintessenz
einer Studie, die das britische Wissenschaftsmagazin
Nature gerade veröffentlicht hat. Immer mehr Wissenschaftsressorts werden demnach geschlossen, die Wissenschaftsberichterstattung verlagert sich in die Blogosphäre, und Kritiker bezweifeln, dass die oft hochwissenschaftlichen Themen dort mit ausreichender Distanz und dem notwendigen kritischen Blick betrachtet werden.
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Mehr als hundert Blogger trafen sich am Samstag zum vierten Schweizer Blogcamp. Ausgetauscht wurde sich über aktuelle Themen und Trends – zum Beispiel über “Social Media Newsrooms”.
Während sich die Schweizer Blogger
im Jahr zuvor im Zürcher Technopark versammelten und sogar den bloggenden Minister Moritz Leuenberger für Foto-Shootings begeistern konnte, kehrte das Blogcamp Switzerland mit seiner vierten Ausgabe in die ehrwürdigen Säle der Technischen Hochschule in Zürich zurück.
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Wir haben die ersten fünfzehn Jahre der Internet-Welle hinter uns und damit einen der grössten Innovationsschübe in der Menschheitsgeschichte. Da stellt sich natürlich die Frage: Was kommt als Nächstes in der IT? Eins ist fast sicher: Es wird nicht auf einem konventionellen Bildschirm stattfinden. Und das iPhone, der Amazon Kindle und die Nintendo Wii sind die Vorboten der nächsten Welle.
Manchmal muss man einen Schritt zurücktreten und einfach nur staunen: In weniger als dreissig Jahren haben wir es aus dem Schreibmaschinen- und Zettelkastenzeitalter in eine Welt geschafft, in der das Wissen der Menschheit auf Millionen von Bildschirmen jederzeit abrufbar zur Verfügung steht. Und aktuell erleben wir gerade die totale Mobilisierung dieser Funktionalität — selbst im hintersten Amazonas-Dschungel hat man heute prinzipiell die Möglichkeit, aufs Internet und damit auf einen für unsere Vorfahren unvorstellbaren Reichtum an Informationen zuzugreifen.
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Burda
Burda erhöht die Beteiligung am Frauen-Netzwerk Glam.
Für die Aufstockung auf 49 Prozent, die damit wohl gemeint ist, investiert Burda einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag, der auch die Burda-Beteiligung an der Muttergesellschaft erhöht. Der Umsatz des Netzwerks in Deutschland liegt ebenfalls im einstelligen Millionenbereich.
» Burda stockt Beteiligung an Glam auf
Twitter
Twitter wurde drei Jahre alt. Bis zum öffentlichen Start sollten zwar noch ein paar Monate vergehen, aber am 21. 3. 2006 hat Jack Dorsey den ersten Tweet verfasst.
» Twitter ist heute drei Jahre alt geworden!
MySpace
Carsten Pötter gibt einen Erfahrungsbericht mit MySpaceID – MySpaces Antwort auf Facebook Connect, die zu Teilen auf offene Standards setzt.
» More Social Features by MySpaceID
Google
Die Google-Bildsuche kann durch Verwendung eines versteckten Parameters auch nach Farben suchen. Philipp Lenssen zeigt, wie es funktioniert.
» Search Google Images By Color
Lifestreaming
Mark Krynsky hat an der Indiana University die erste Vorlesung zum Thema Lifestreaming / neue Webtechnologien ausfindig gemacht.
» First College Course on Lifestreaming Taught at IUPUI
Hier erscheint von Montag bis Freitag ein ausgewähltes Link-Potpourri. Viel Spaß bei der Lektüre!
Ein grimmiger Fernseher, Amy Winehouse vor Gericht und ein gefährlicher Leopard: Wir blicken zurück und zeigen die besten Nachrichtenbilder der vergangenen Woche.
Journalisten sehen im Schweizer Bundeshaus eine Rede von Hans-Rudolf Merz, Amy Winehouse musste vor Gericht, AIG-Chef Edward Liddy Bonuszahlungen erklären, in China wurde getanzt, in El Salvador gewählt, in Indien ein Leopard eingefangen und ein blauer Aktenordner viel fotografiert.
» Alle 7 Bilder ansehen
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.