Blogwerk auf der re:publica

Marcel Weiss, 31. März 2009 18:48 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Ein paar Anmerkungen und Veranstaltungshinweise zur re:publica-Konferenz.

Wie bereits in der Stellenausschreibung angemerkt, werde ich die nächsten Tage auf der Blogger- und Webkonferenz re:publica sein. Ich freue mich bereits darauf, wieder ein paar mehr unserer Leser persönlich kennenzulernen!

Neben mir werden von Blogwerk unter anderem noch Don Dahlmann (Redakteur von neuerdings.com), Florian Steglich (Redakteur von imgriff.com, stellv. Chefredakteur von Blogwerk) und Peter Hogenkamp (Blogwerk-Geschäftsführer) die Konferenz besuchen. Für medienlese.com werden außerdem Ronnie Grob und Carolin Neumann vor Ort sein.

Paneldiskussion zum Thema “Medienwelt im Wandel”

Am ersten Tag, den 1.4., wird Peter Hogenkamp mit Petra Müller, Jakob Augstein, Helmut Lehnert und Johnny Haeusler über eins der spannendsten Themen unserer Zeit diskutieren:

Shift happens? Die Medienwelt befindet sich im Wandel. Darüber möchten wir mit Vertretern verschiedener Medienformen diskutieren. Wie unterscheidet sich die neue von der traditionellen Medienwelt? Was sind neue Ansätze und welche Geschäftsmodelle können im Netz funktionieren?

Zeit und Ort: Mittwoch, 1.4., 15 Uhr, Friedrichstadtpalast

 

Paneldiskussion zum Thema Kulturflatrate

 

Am Donnerstag, den 2.4., werde ich an einer Paneldiskussion zum Thema Kulturflatrate teilnehmen:

Es gibt wenig Themen, die momentan so polarisieren wie die Kulturflatrate. Die einen sehen es als die einzig machbare Alternative, um das Wettrüsten im Kampf um das Urheberrecht durch Risikotechnologien wie Netzfilter und DRM zu beenden und die Offenheit des Internets zu erhalten. Für die anderen ist es eine Zwangsabgabe und/oder die Einführung des Kommunismus und nicht die richtige Lösung für die Frage: Wie werden in der digitalen Welt Künstler kompensiert.

Diese Diskussion soll dazu dienen, den Diskurs aus den Blogs auf die Bühne zu bringen. Ist die Kulturflatrate sinnvoll oder gibt es besser Alternativen?

Interessanterweise stört mich bereits die Beschreibung der Diskussion und der unterschiedlichen Standpunkte.

Diskutieren werden Markus Beckedahl, Volker Grassmuck und Oliver Passek auf der Pro-Kulturflatrate-Seite und Johnny Haeusler und ich auf der Kontra-Kulturflatrate-Seite bzw. zumindest auf der Seite der Skeptiker des Prinzips.

Was ich von der Kulturflatrate halte, kann man hier nachlesen. Mittlerweile habe ich mich noch ein bisschen mehr mit dem Thema beschäftigt und einige weitere Einwände gegen das Flatrate-Prinzip angesammelt, die mich in meiner ursprünglichen Haltung nur bestätigen. Nichts konnte bis jetzt meine Zweifel zerstreuen. Die Diskussion wird ein Massaker interessant, denke ich.

Zeit und Ort: Donnerstag, 2.4., 19:30 Uhr, Kalkscheune, Kleiner Saal

 

Die FriendFeed-Wette

Vor geraumer Zeit hatte ich, die Älteren mögen sich erinnern, einen recht enthusiastischen Artikel über den Lifestreaming-und-mehr-Dienst FriendFeed geschrieben. Darin hatte ich die Leser zu einer Wette herausgefordert:

Mein Angebot: Ich werde nächstes Jahr wieder auf der re:publica in Berlin sein. Im Artikel vertrete ich die Meinung, dass Friendfeed spätestens dann das große Thema sein wird so wie es heute Twitter ist. Wer ebenfalls vorhat, auf der re:publica zu sein und anderer Überzeugung ist, kann mich in den Kommentaren herausfordern und gegen mich wetten. Ich nehme die Herausforderung mit dem originellsten Wetteinsatz (der dann für den jeweiligen Gewinner/Verlierer gilt) an.

Jan Schmidt hatte seinerzeit angenommen und hat, das muss ich unumwunden zugeben, gewonnen. Jan wollte erst eine öffentliche Abstimmung über die Twitterwall oder ähnliches (wahrscheinlich um mich noch weiter zu demütigen), aber das war nicht notwendig. Meine Niederlage ist recht offensichtlich. FriendFeed, nach wie vor der wichtigste Dienst für mich nach GMail und GReader, hat im deutschen Sprachraum nicht so an Fahrt aufgenommen, wie ich das erwartet hatte.

Interessanterweise hat Facebook auf seiner überarbeiteten Startseite mittlerweile viele Features des kleineren Startups übernommen. So kann man mittlerweile auf Facebook Feedeinträge kommentieren und mit ‘Like’ bewerten, so dass sie mehr Sichtbarkeit innerhalb des Netzwerkes bekommen. Auch werden Listen zum Filtern des Feeds angeboten und befinden sich bei beiden Webdiensten an der gleichen Stelle. Bei all diesen Features war FriendFeed der Vorreiter. Das grundlegende Konzept halte also anscheinend nicht nur ich für wegweisend und zukunftsträchtig.

Wie dem auch sei.

Der Wetteinsatz zwischen Jan und mir betrug 50 Euro an den Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, welche ich in den nächsten Tagen überweisen werde.

Eine symbolische Überreichung der 50 Euro an den AK Vorratsdatenspeicherung wird auf der re:publica stattfinden.

Zeit und Ort: TBA

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2 Kommentare

  1. Martin
    schrieb am 31. März 2009 um 19:18 Uhr (#)

    Schade, dass es keine Stände gibt auf der re-publica gibt. Das würde die Kontaktaufnahme etwas erleichtern.

  2. APP
    schrieb am 31. März 2009 um 21:41 Uhr (#)

    Interessant wäre eine Analyse, warum es sich nicht wie prophezeit durchgesetzt hat.

    Vor allem, wenn Early Adopter nach dem neuesten Facebook Redesign nicht nur Twitter, sondern auch FriendFeed zugunsten von Facebook verlassen.

    http://friendfeed.com/e/1…ount-would-a-kitten/

    Wobei ich mir nicht sicher bin, ob die normalen Nutzer von Facebook ähnlich wie nach der Newsfeed Einführung Gefallen finden werden an den FriendFeed Features. Facebook rudert ja auch schon zurück

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