Twitter bestätigt kostenpflichtige Premium-Accounts

Markus Spath, 26. März 2009 12:34 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Twitter bestätigt Pläne für kostenpflichtige Premium-Accounts für Unternehmen.

Das Geschäftsmodell des populären Mikrobloggingdienstes Twitter bewegt viele Gemüter. Der Dienst wächst und wächst und Investoren drängen sich fast von selbst auf, doch Umsätze gibt es kaum. Ist man erst einmal die Plattform der Wahl, ergibt sich die Monetarisierung von selbst, scheint das Motto der Gründer zu sein. Wir haben einige Ideen, aber im Moment sind die alle nicht urgent, wurde in Interviews gerne kommuniziert.

Google Trends für Twitter in Deutschland
Google Trends für Twitter in Deutschland

Biz Stone, Mitgründer und Creative Director von Twitter, hat nun gegenüber dem Silicon Alley Insider das Gerücht bestätigt, dass Twitter in absehbarer Zeit kostenpflichtige Premium-Accounts für Unternehmen anbieten wird.

We are thinking about simple business products that enhance and encourage what is already happening.

Welche zusätzlichen Features im Detail angeboten werden, wurde nicht näher spezifiziert. Aber Stone erwähnt Funktionen wie Verifikation von Accounts, Analysetools oder die Möglichkeit, sich Kunden vorzustellen. In jedem Fall bleibt Twitter aber – auch für Prominente und Unternehmen – kostenlos.

Die Strategie User, die Twitter mit dem Hintergedanken eines geschäftlichen Interesses verwenden, für Features bezahlen zu lassen, die deren Effizienz erhöhen, scheint nicht die schlechteste zu sein. Beim Geschäftsmodell den Freemium-Weg gehen, ergibt Sinn für Twitter.

Laut einer Studie von O2 gibt es derzeit etwa 700.000 Unternehmen, die Twitter verwenden. 16% der befragten Unternehmen gaben an, mehr als 5.000 Pfund dank Twitter gespart zu haben, ein Drittel zumindest £1.000. Man braucht wohl nicht allzuviel Phantasie, um sich konkrete Features mit echtem Mehrwert auszudenken, für die viele davon sehr gerne (und nicht nur Peanuts) bezahlen würden.

Aber nicht alles, wofür Unternehmen gerne bezahlen, ist gut für das Ökosystem Twitter. Die Kunst wird für Twitter im Spagat liegen, Informationen zu verkaufen, die nicht unmittelbar in Spam transformiert werden können.

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5 Kommentare

  1. Philipp
    schrieb am 26. März 2009 um 15:45 Uhr (#)

    Welche zusätzlichen Features im Detail angeboten werden, wurde nicht näher spezifiziert.

    Kein Wunder – der Dienst hat ja in der Basisausführung schon keine sinnvollen Features.
    Twitter ist doch ein reiner Selbstzweck für Blogger, die sich gegenseitig auf ihre neuesten Belanglosigkeiten aufmerksam machen.

    Man braucht wohl nicht allzuviel Phantasie, um sich konkrete Features mit echtem Mehrwert auszudenken, für die viele davon sehr gerne (und nicht nur Peanuts) bezahlen würden.

    In dem Fall hab ich wohl gar keine Fantasie: Was soll das sein und wer ist so dämlich würde dafür auch noch Geld bezahlen?

    SecondLife ich hör dir trappsen…

    Ich muss weg – ich mach mich als Twitter-Consultant selbstständig und verarsche irgendwelche Firmen mit virtuellem Twitter-Mehrwert.

  2. Ben
    schrieb am 26. März 2009 um 16:42 Uhr (#)

    Die sollten zusehen dass sie die Kuh melken, so lange sie noch als der heisse Scheiss gilt:
    Twitpic kaufen/selber machen, in Twitter integrieren und bei der Bildanzeige (google)Ads schalten. Permium SMS Zeug, Kooperation mit Mobilfunkanbietern/Handyherstellern.

    Ein bisschen verhält sich Twitter wie Microsoft, genug Geld im Rücken, Quasimonopol… dann muss man sich ja nicht beeilen.

    Firmen als zahlende Kunden mag zwar verlockend klingen, aber warum das wesentlich erfolgreicher sein soll als die Welle der Corporate Blogs die letzten Endes doch keiner gelesen hat?

    Da bleibt vieeeeel Skepsis angebracht.

  3. Malte Landwehr
    schrieb am 26. März 2009 um 17:53 Uhr (#)

    Dürfte nur eine Frage der Zeit sein bis Twitter Usern Werbefeeds unterjubelt. Oder man Premium-Tweets kauft, die nicht mit der Zeit absinken sondern solange oben bleiben bis ein User ihn auch wirklich gelesen hat. Ich glaube so weit war der Premium-Twitter Fake gar nicht von der Realität entfernt.

  4. Timo
    schrieb am 28. März 2009 um 15:07 Uhr (#)

    Für Twitter ist es ein sinvoller Schritt, so können sie nochmal Geld verdienen, bevor der Dienst aus der Mode kommt. Man kann ja nie wissen, ob die Blase nicht irgendwann platzt. Bisher sieht es ja gut für Twitter aus, aber die Vergangenheit hat schon viele Träume platzen lassen.

    Wünschen wir es dem Dienst nicht, gegen Geld verdienen im ertragbaren Maßen habe ich nichts.

  5. Ben Anlauf
    schrieb am 13. Januar 2010 um 16:33 Uhr (#)

    Bin sehr gespannt wie die die weiteren Schritte zur Monetarisierung Twitters ausschauen werden.

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