WEB.DE Navigator:
Social Web für 13 Millionen Nutzer

WEB.DE hat die Beta-Phase seiner neuen Kommunikationszentrale gestartet. Der WEB.DE Navigator umfasst unter anderem eine Loginverwaltung für das Social Web, einen browserbasierten Instant Messenger, einen RSS-Reader und ein Social-Bookmarking-Tool.

WEB.DE ist hinter T-Online Deutschlands zweitgrößtes Internetportal mit laut AGOF fast 13 Millionen monatlichen Unique Visitors. Vom Social Web hat sich das zu United Internet AG gehörende Unternehmen allerdings bisher fern gehalten.

Kurz nach seinem Amtsantritt im Oktober verkündete der neue WEB.DE-Geschaftsführer Jan Oetjen jedoch, das Portal wolle zu einem zentralen Kommunikationspunkt im Internet werden und verschiedene Services wie E-Mail und soziale Netzwerke auf einen Blick zusammenführen.

Oetjen hat sein Wort gehalten. Eine geschlossene Nutzergruppe hat vor wenigen Tagen Zugriff auf die Beta-Version des neuen WEB.DE Navigator erhalten. Wir haben uns die neue Kommunikationszentrale von WEB.DE angeschaut.

Der WEB.DE Navigator erscheint nach dem Login in den WEB.DE-Mitgliederbereich in Form einer Menüzeile am oberen Browserrand und vereint diverse neue Dienste, die sich gut und gerne unter das Web-2.0-Label einordnen lassen.

Das offensichtliche Kernfeature ist die zentrale Loginverwaltung für zahlreiche deutsche Social Networks, Social Web-Angebote und Onlineshops. Ähnlich wie das Hamburger Startup allyve setzt WEB.DE hierfür auf die zentrale Speicherung sämtlicher Logins. Nutzer müssen anschließend im WEB.DE Navigator nur noch auf den Link zum jeweiligen Service klicken und werden dorthin weitergeleitet, ohne sich neu anmelden zu müssen.

Loginverwaltung

Wie bei allyve ist mir dieses Verfahren nur bedingt geheuer. Zugangsdaten auf einem Webserver zu speichern, ist grundsätzlich die schlechteste Alternative. Da kann der Anbieter noch so sehr auf die Sicherheit der Daten verweisen. Andere Wege der Authentifizierung wie z.B. über oAuth bieten einen erheblich sichereren Prozess, der User zudem nicht eine Entscheidung abfordert, ob sie nun ihre Benutzerkonten preisgeben sollen oder nicht.

In der Beta-Phase mit dabei sind unter anderem Schwergewichte wie lokalisten oder wer-kennt-wen.de, diverse andere Web-2.0-Services sowie eine ganze Reihe großer Onlineshops. Während die von WEB.DE im vergangenen Jahr übernommene Community ShortView auch im Navigator vertreten ist, fehlt das hauseigene und von Misserfolg geprägte Social Network Unddu.de aufälligerweise.

Interessanter als die Loginverwaltung sind jedoch die anderen neuen Services, die der WEB.DE Navigator mit sich bringt. Einen webbasierten Instant Messenger, der den WEB.DE MultiMessenger sowie andere Jabber-Netzwerke wie Google Talk unterstützt, einen RSS-Reader, einen Social Bookmarking-Dienst sowie eine Pinnwand für kurzfristige Notizen.

RSS-FeedCenter

Gerade der Launch eines eigenen, webbasierten RSS-Readers ist aus unserer Sicht zu begrüßen. Bekanntermaßen lieben wir die RSS-Technik und bedauern zugleich, wie wenig diese doch in Kreisen außerhalb der Social-Web-Gemeinde eingesetzt wird. Das “RSS-FeedCenter” von WEB.DE hat zwar (derzeit) einen sehr geringen Funktionsumfang, aber alles andere würde den durchschnittlichen WEB.DE-Nutzer – der mit dem durchschnittlichen Internetnutzer gleichzusetzen ist – sowieso überfordern.

WEB.DE bringt nun knapp 13 Millionen Menschen in Deutschland die Möglichkeit näher, RSS zu entdecken, und erklärt ihnen auch, wie es funktioniert. Gleiches gilt auch für das Social Bookmarking-Tool, das ebenfalls einfach gestaltet ist, aber gerade deshalb die Chance hat, tatsächlich von den WEB.DE-Mitgliedern eingesetzt zu werden. Schön auch zu sehen, dass bei Web-2.0-Avancen bisher traditionell eingestellter Internetportale zu erwartende Anfangsfehler wie z.B das Fehlen einer Importfunktion für Bookmarks von Beginn an vermieden wurden.

Als Jan Oetjen die Web-2.0-Pläne von WEB.DE verkündete, war ich eher skeptisch. Zu oft sind derartige Ankündigungen nichts weiter als heiße Luft. Doch in diesem Fall war meine Skepsis nicht berechtigt. Der WEB.DE Navigator ist sicherlich nichts für anspruchsvolle Early Adopter, die ein breites Funktionsspektrum und zahlreiche externe und interne Integrationsmöglichkeiten erwarten.

Für WEB.DE ist die Entwicklung jedoch ein großer Wurf. Abgesehen von den Sicherheitsbedenken im Bezug auf die Loginverwaltung bietet der Navigator eine interessante Sammlung an nützlichen Werkzeugen, von deren Existenz oder Realisierbarkeit das ein oder andere WEB.DE-Mitglied bisher vermutlich noch nichts gehört hat – und sieht dazu wirklich super aus.

Bei WEB.DE wollte man noch keine Angaben dazu machen, wie lange die Beta-Phase des Navigators laufen wird und ab wann alle Nutzer Zugriff auf die neuen Dienste erhalten.

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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35 Kommentare

  1. wie kommt man denn an so nen beta-zugang ran?

  2. Ich hatte bereits nach der Vorankündigung direkt bei Web.de meine Bedanken hinsichtlich der Zugangsdatenspeicherung angemeldet .. ne Rückmeldung kam leider nicht.

  3. @ Silke
    Bei WEB.DEs Presseabteilung anfragen.

  4. Endlich passiert mal was bei United Internet in dieser Richtung. Sicherlich ein guter und richtiger erster Schritt.
    Bleibt nur zu hoffen, das Otto-Normal-Nutzer damit nicht schon wieder überfordert ist.

  5. Da bin ich mal gespannt wie die das umsetzen….

  6. Web.de bringt m.E. zwei ganz entscheidende Pluspunkte mit: Eine große Zahl von Nutzern die den Dienst regelmäßig nutzen. Und einen gewissen Vertrauensvorsprung, den die vielen kleinen Aggregationsdienste a la iForia und Yiid eben nicht haben. (Die Speicherung der Daten ist dabei aber ein ganz anderes Thema…) Von daher stehen die Chancen für den neuen Web.de Navigator in meinen Augen gar nicht so schlecht, wenn das Konzept aktiv weiterverfolgt und weiterentwickelt werden sollte.
    Alles andere werden die nächsten Monate zeigen. Auch die Beantwortung der Frage, ob dieser Schritt gerade rechtzeitig oder evtl. doch etwas zu spät kommt.

  7. Hallo Daniel,

    wie schnell ist ein möglicher Vertrauensvorsprung denn verspielt, wenn einem klar wird was man da eigentich tut.

    An einer zentralen Stelle seine Benutzernamen und seine Passwörter gezielt zu den einzelnen Anwendungen zu hinterlegen … also ich weiß nicht.

    Wir als einer der “vielen kleinen Aggregationsdienste” werden unser Möglichstes tun um den Nutzern einen Dienst zu bieten der Komfort und Sicherheit bietet.

    Grüße
    Marco

  8. @marco: Wenn die Dienste eine Login-Schnittstelle ala OpenID und/oder oAuth anbieten würden, wäre die Problematik der Speicherung der Logindaten schon lange gegessen.

    *ups* was muß ich lesen: http://www.yiid.com/static/help/faq – 1. Eintrag

    Also jeder Dienst, welche noch einfacher Kunden durch den dann nicht vorhandenen Registrierungsschritt schleußen will, bei großen wie kleinen Login-Portalen angebunden ist und/oder seinen Kunden die größtmögliche Sicherheit bietet will, sollte sich der Login-problematik annehmen.

    Und da wäre ein großer Anbieter mit vielen Nutzern ala Web.de als oauth-Provider wohl die bessere Wahl?

  9. @Wingi

    Du hast absolut recht. Bleibt die Frage, warum Web.de nicht gleich diesen Weg gewählt hat?

    Bzgl. des “ups”! Hast Du nur die Überschrift gelesen oder den ganzen Thread? yiid.com ist nicht nur openID consumer, sondern auch openID provider.

    Grüße
    Marco

  10. War ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann web.de und Konsorten auf den Zug aufspringen. Wenn ich das allerdings richtig sehe, ist die Funktionalität bei web.de doch sehr eingeschränkt.
    Die auch in dem Artikel erwähnten Jungs von allyve sind da echt weiter. Ich habe dort nicht nur Einlogghilfen, sondern kann ständig sehen, was auf meinen accounts los ist.Über das Thema Sicherheit mache ich mir echt nicht so wahnsinnige Gedanken, denn erstens gibt es dort diverse Sicherheitszertifikate und zweitens haben glaube ich die Hälfte der Deutschen für alle accounts ohnehin dasselbe Passwort. Wie sicher ist das denn?
    Schöne Grüße, Bernd

  11. Da bin ich ja mal gespannt, ob sie mir einen Login schicken.

    Ich nutze Web.de seit Ewigkeiten, komme irgendwie nicht davon los …

  12. @Marco: Ein OpenId-Privider, welcher per OpenId Logins erlaubt – puh. Hab es kapiert … aber Provider sollten doch die spielen, welche schon die Menge an Kunden haben, oder? Andererseits schiebt man mit diesen “kleinen Diensten” (sorry, aber geringe Benutzerbasis) immerhin die Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit einer richtigen Lösung.

  13. Ich würde mir ja wünschen, dass Web.de zuerst seine Basis-Services wie E-Mail und Kallender auf aktuellen Stand bringt. Wenn ich als zahlendes Mitglied meine Mail-Adressen nicht mehr aus einem separaten Popup angeln muss, die nervigen Blinke-Smilys und Freemail-Newsletter abschalten kann und von nerviger Lotto-/Weiterempfehlungs-/Hastenichgesehen-Eigenwerbung verschont bleibe, DANN würde für mich vielleicht auch eine Social Network Komponente Sinn machen.

  14. Ist der Web.de Navigator denn überhaupt kosten frei?
    KOmisch ist nur ich habe zwei Web Accounts und nur einer der beiden hat jetzt diesen Navigator…
    Weis da jemand mehr???

  15. @Trenskater: Als zahlender Kunde kannst du doch imap nutzen, und die Newsletter per Regel sortieren lassen. Und der Kalender ist im Gegensatz zum Webmail doch deutlich aktueller.

    @mcdeekey: Es werden scheinbar immer mehr Benutzer freigeschalten.

  16. hi zusammen!
    ich hab auch den völlig überflüssigen navigator bei einer meiner 2 web.de-adressen…weiß jemand wie ich den wieder los bekomme? bin sehr dankbar für echte hilfe!
    bitte an: goatee@web.de
    danke + hugs aus hessen

  17. Ich hatte den Mist auch… mit Betonung auf ´hatte´ :)

    Wer heutzutage Firefox nutzt, aber die Erweiterung Adblock Plus nicht installiert hat, der sollte schnellstens nachbessern. Und mit Adblock Plus kann man auch den nervigen Navigator abstellen.

    Adblock Plus (kurz ABP) gibts hier:
    https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/1865

    Ist ABP einmal installiert, macht man folgendes:
    1. Im Firefox-Menü “Extras” -> “Adblock Plus – Einstellungen” ruft man die Filterliste von ABP auf

    2. Dort im Menü “Filter” -> “Filter hinzufügen” klicken

    3. Folgendes eingeben:
    web.de#*(navigator)
    und mit der Enter-/Eingabe-Taste oder mit einem Klick auf “OK” bestätigen/speichern.

    4. Ta-daa, weg ist das Ding!

    Der Abstand bleibt jedoch. Das liegt daran, dass der gesamte Bereich unterhalb des Navigators einen bestimmten Abstand (41px) zum oberen Rand der Anzeigefläche einhalten soll. Diesen Raum füllt dann normalerweise der lästige Navigator. Das ist von web.de im Quellcode der Webseite so festgelegt worden.

    (Habe versucht, die Anleitung kurz und verständlich zu gestalten und Fachbegriffe weg zu lassen. Hoffe, dass nun jeder diesen Navigator ins Nirvana schicken kann ;)

    Roman

  18. Dann wollen wir mal auch den Abstand beseitigen (nur Firefox) ;)

    So gehts:
    1. Unter Windows versteckte Dateien anzeigen lassen.

    2. Profilordner von Firefox öffnen und in den Ordner ´chrome´ wechseln.
    Bei mir wäre das hier:
    C:Dokumente und EinstellungenBENUTZERNAMEAnwendungsdatenMozillaFirefoxProfilesxxx.defaultchrome

    3. Die Datei ´userContent-example´ kopieren, einfügen und zu ´userContent´ umbenennen.

    4. ´userContent´ öffnen und ganz unten folgende Zeilen dranhängen:
    @-moz-document domain(web.de) {
    div#canvas { top: 0px !important; }
    }

    5. Abspeichern.

    6. Firefox neustarten.

    Fertig :)
    Diese Veränderung wirkt sich nur auf die Freemail-Seiten von web.de aus, also keine Angst, dass die Darstellung anderer Seiten verändert wird.

    Passende Links:
    Versteckte Dateien unter Windows anzeigen…
    http://tippscout.de/windo…assen_tipp_2446.html

    Darstellung fremder Webseiten verändern…
    http://firefox-browser.de…eiten_ver%C3%A4ndern

  19. Der Navigator ist vollkommen überflüssig. Er nimmt unnötig Platz weg (mehr als eine zusätzliche Taskleiste) – was besonders auf kleinen Notebooks ärgerlich ist, und er lässt sich nicht abschalten. @Roman – die Anleitung ist gut, aber Platz wird dadurch keiner gespart, denn statt der breiten Navigator-Leiste ist dort nun ein breiter weißer Rand. Den will ich wieder los sein!!!!!
    Wen’s interessiert, wie viele Menschen den Navigator wirklich nützlich finden (nämlich ungefähr 0,02%):
    http://meinungen.web.de/f…e/post/5568010?sp=35

  20. Bisher ist das nur ein Stein des Anstoßes. In der Praxis ist das ein miserabel durchgeführtes Teil, das für mehr Ärger sorgt, als es hilft.
    Unter anderem hat sich web.de dadurch deutlich verlangsamt.

    Im Prinzip hofft jeder web.de-Nutzer, dass das so schnell wi möglich wieder abgeschafft wird.

    Neulich hatte ich auch wieder eine große Veranstaltung, wo ich das als deutlich negative Entwicklung vorgestellt und kritisiert habe.

  21. Ich weiß ja nicht was die ersten fünfzehn Kommentatoren am web.de Navigator so toll finden, ich mag das Ding nicht.

    Außerdem hat web.de den Aus-Knopf vergessen. Soll das Ding ja nutzen wer mag, aber wer es nicht mag der sollte es bitte abschalten können und es nie wieder sehen.

    Also web.de, ich warte auf den Aus-Knopf – sonst fange ich auch an mich zu fragen warum ich mich mit 12 Megabyte (Mega, nicht Giga) und einem Maximum von 500 Mails begnüge.

  22. Interessant, wie hier geklagt wird. Für viele scheint es noch immer schwer zu sein, Veränderungen und Neuerungen erst einmal als etwas Positives zu sehen.

    Der Navigator nimmt Platz weg? WEB.DE hat sich dadurch verlangsamt? Der Aus-Knopf fehlt?

    Nun verstehe ich auch, warum WEB.DE so lange mit Neuerungen gezögert hat.

  23. @webkenner:
    Augen auf: genau über deinem post habe ich eine Möglichkeit beschrieben, auch den Abstand verschwinden zu lassen.

  24. Ist doch eine feine Sache. Bin ja mal gespannt, wie gut das anläuft.

  25. @Martin Weigert:
    Ich habe kein Problem mit Neuerungen, vorausgesetzt, sie werden dann eingeführt, wenn sie ausgereift sind. Das einzige Kriterium, das ich gelten lasse, ist die Benutzerfreundlichkeit.

    Und hier ist die Arbeit bisher stümperhaft oder unvollständig erledigt worden. Auch wenn die Idee vielleicht interessant sein mag (zumindest für web.de, das durch die Klicks Geld verdient; und die Kunden stärker an sich fesseln will – aber vielleicht auch für den Kunden interessant, das streite ich gar nicht ab), so ist die Art der jetzigen Einführung insgesamt eher schädlich.

  26. >Für viele scheint es noch immer schwer zu sein,
    >Veränderungen und Neuerungen erst einmal als etwas
    >Positives zu sehen.
    Diese Einstellung finde ich ehrlich gesagt wenig intelligent. Warum sollte etwas gut sein, nur weil es neu ist??? BTW: Die Mexikanische Grippe ist auch neu…

    Wer diesen komischen Navigator haben will, der soll ihn ja gerne nutzen. Die meisten Pro-User haben ihn wohl aber als billige Einkommensquelle für web.de durchschaut. Was auch gleich der Grund sein dürfte, warum man das Teil nicht wieder abschalten kann.

    Ganz sicher werde ich nicht web.de meine Zugangsdaten für alle möglichen Seiten oder gar Shops anvertrauen, damit sie online abgespeichert werden. Unsicherer geht’s ja wohl kaum noch.

  27. @Martin Weigert
    Der Versuch der Meinungsmache für den Navigator klappt nicht so ganz. Denn es ist wohl wirklich berechtigt, dass er schlecht ist. Eine zusätzliche horizontale Leiste ein zu führen ist nicht wirklich praktisch. Nicht umsonst habe nahezu alle Programm die Möglichkeit Symbolleisten aus zu schalten! Laut diverser Adressen ist es nicht gut sämtliche Dienste mit dem selben Passwort zu versehn (ich stimme zu) aber wie blöd muss man sein, dann ein Tool zu nutzen, dass gleiche alle Dienste erreichen lässt, da es all diese Passwörter gespeichert hat? Da läuft es doch auch so habe ich das Web.de Passwort komm ich an alles Adere auch dran. Ich sehe die Verbesserung nicht!

  28. Weigert, kein Mensch braucht den Dreck. Mach nicht so ne Werbung dafür, wir können selbst denken.

  29. @ Martin Weigert
    Was ich den Kritiken am Navigator entnehme ist weniger die Ablehnung des Neuen an sich, sondern eine Reaktion darauf, unmündig behandelt zu werden. Die Qualitäten des Navigators seien dahingestellt, als mündiger Mensch möchte ich aber die Möglichkeit haben, auf das Teil zu verzichten oder es nur bei Bedarf hervorzuholen. Alles Andere hat was von sozialistischer Zwangsbeglückung.

  30. Probiert das mal auf einem alten PC, z.B. im Internetcafe. Zum einschlafen, wenns überhaupt geht…

    Ich will ein flottes Webmail, denn ich nutze dasunterwegs und nicht zuhause, stattdessen wird es ständig fetter :-(

  31. Ich bin ja selbst WEB.DE-Mail-Nutzer (zwar stets über IMAP), und in meinen Augen ist nicht der Navigator das Problem, sondern das generell veraltete Mailinterface von WEB.DE, welches UNBEDINGT überarbeitet werden muss.

    @ Achim
    Die Sache mit der “Mündigkeit”… Internetdienste entwickeln sich weiter, und es ist üblich, dass Neuerungen lanciert werden, ohne dass User vorher gefragt werden.

    Die Möglichkeit zum Opt-Out wäre gut, ja. Aber wiegesagt – das Problem ist in meine Augen nicht der Navigator, sondern die altertümliche Oberfläche von Freemail.

  32. martin, wenn ich dein aktuelles posting (32) mit dem aus mai (23) vergleiche, sehe ich bei dir auch langsam unmut aufkommen… ich habe den club mittlerweile gekündigt und bin happy mit webmail über meinen hoster. ansonsten kann ich nur wiederholen, was ich schon mal gepostet habe: Wenn ich als zahlendes Mitglied meine Mail-Adressen nicht mehr aus einem separaten Popup angeln muss, die nervigen Blinke-Smilys und Freemail-Newsletter abschalten kann und von nerviger Lotto-/Weiterempfehlungs-/Hastenichgesehen-Eigenwerbung verschont bleibe, DANN würde (hätte) für mich vielleicht auch eine Social Network Komponente Sinn machen (gemacht).

  33. Wie gesagt – ich nutze eh nur IMAP, auf dem Desktop via Thunderbird, und sonst auf dem iPhone. Was für mich daher ausschließlich zählt, ist die Performance. Und die ist in meinen Augen einwandfrei. Siehe auch.

  34. @ Martin Weigert
    Mündigkeit heißt für mich, Neuerungen erstmal kennenzulernen und dann entscheiden zu können, ob ich sie für mich nutzen will oder nicht. Wie du schon sagst, ein Opt-Out und die Sache wär gegessen, und – ein Opt-Out kann ganz schnell wieder zum Opt-On werden.
    Und wahrscheinlich würde mich die Angelegenheit deutlich weniger tangieren, wenn der Navigator nicht so breitbeinig durch den Bildschirm laufen würde – ich nehme an, das ist es, was du mit altertümlicher Oberfläche meinst. Schau’n wir mal, ob sich da noch was tut.

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