Evolution des Webs:
Friedliches Wettrüsten
– aber ohne Deutschland

Wir befinden uns mitten in der digitalen Revolution. Das Web verändert Wirtschaft, Medien und Gesellschaft. US-Innovationstreiber wie Google und Facebook sind ganz vorne mit dabei. Von Impulsen aus Deutschland aber keine Spur.

International erfolgreiche, führende Internet- und Technologieunternehmen mit disruptivem Charakter kommen aus den USA. Klar, das ist etwas stark verallgemeinert ausgedrückt und gewiss gibt es Ausnahmen, doch im Großen und Ganzen trifft diese Aussage zu. Google, Amazon, Microsoft, eBay, Apple, MySpace, Facebook oder Twitter – alles Firmen, die auf unterschiedliche Art und Weise den Alltag von Millionen von Menschen verändert haben oder dies gerade tun. Und alles Firmen, die ihren Sitz auf der anderen Seite des Atlantiks haben.

Während sich die USA in den letzten zehn Jahren speziell Dank der Hotspot-Region Silicon Valley/ San Francisco als erste Adresse für Visionäre, Startups und Kapitalgeber etabliert hat, die mit Hilfe des Internets etwas Neues, ja teilweise revolutionäres aufbauen wollen, schuf sich Deutschland in der Branche ein weniger schmeichelhaftes Image: Wenn ein Webkonzept in den USA funktioniert, wird es hierzulande kopiert.

Nun ist die so genannte Copycat-Diskussion ein alter Hut und muss nicht noch einmal aufgewärmt werden. Zudem hat sich gezeigt, dass das uninspirierte Klonen eines US-Services nicht automatisch einen Garant für Erfolg darstellt. In einigen Fällen lag die Schuld für das Entstehen von plumpen Imitationen außerdem ganz einfach bei den betroffenen US-Diensten selbst, die nicht rechtzeitig erkannten, dass auch außerhalb des englischen Sprachraums attraktive Märkte zu finden sind.

Zwar haben wir das Copycat-Thema nun hinter uns gelassen, doch wird erst dadurch die Sicht auf ein Problem frei, das viel ernsthafter und beunruhigender ist. Marcel hat dieses neulich sehr treffend in diesem Tweet auf den Punkt gebracht: “Den immer absurd größer werdenden technologischen Abstand zw. dt. und US-Startups zu beobachten, ist vor allem: frustrierend.” Dieser Aussage muss ich mich leider anschließen.

Die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft, klassischen Medien und dem Internet verändern sich dramatisch. Das Web wird immer mehr zum elementaren Bestandteil des Alltags, bricht alte Strukturen auf, schafft neue Märkte und bringt Menschen rund um den Globus in ein und das selbe Boot. Viele der eingangs aufgezählten US-Unternehmen sind die Triebkräfte dieser Entwicklung. Ihre Technologien verursachen die beschriebenen Prozesse und treiben sie gleichzeitig weiter voran. Und der internationale Erfolg gibt ihnen recht.

Traurigerweise sind die führenden deutschen Webunternehmen bei diesem globalen “friedlichen Wettrüsten” um die beste, nutzerfreundlichste und innovativste Technik nicht mit dabei. Ja, auch in Deutschland existieren clevere und wegweisende Internetdienste. Doch zumeist in der Nische und ohne die Tragweite und den Einfluss der führenden sozialen Netzwerke und Portale.

Bei den deutschen “Dickschiffen” hingegen werden in der Regel statt echter Funktionserweiterungen Mini-Updates und Werbekooperationen als Innovationen verkauft. Auch verweist man gerne darauf, dass die Nutzer zu viel funktionelles Klimbim sowieso nicht mögen würden. Wenn dann doch einmal eine grundlegende Neuerung ansteht, wird sie wie im Falle von Xings Applikations-Plattform gerne angekündigt, ist aber über ein Jahr später noch immer nicht zu sehen.

Das Problem der technologischen Rückständigkeit deutscher Internetangebote hat viele mögliche Ursachen: mangelnde Entwickler-Ressourcen; zu geringe Bereitschaft, langfristig zu investieren; zu kleiner Markt; Verweigerung, neuartige Distributionskanäle von Inhalten z.B. über offene Schnittstellen zu akzeptieren; rechtliche und datenschutzrechtliche Beweggründe usw.

Doch was auch immer die Gründe für die völlig mangelhafte Zukunftsausrichtung deutscher Webangebote sein mögen – die unausweichliche Konsequenz ist, dass die heute schon über einen enormen Vorsprung verfügenden (US-)Onlineservice alles andere wie Staubsauger an sich ziehen und aufsaugen werden: User, Know-how, Talente, Nutzerdaten sowie Umsätze und Gewinne.

Für hiesige Unternehmen wird nicht viel vom Kuchen übrig bleiben. Und das sind keine guten Aussichten für den zukünftigen IT- und Medien-Standort Deutschland.

(Foto: ToastyKen; CC-Lizenz)

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

33 Kommentare

  1. Ein recht simpler Grund ist aus meiner Sicht: kein amerikanisches Unternehmen muss sich “internationalisieren” sie sind es quasi “automatisch”.
    Die Sprache “stimmt” und – noch wichtiger – weltweit ist die Aufmerksamkeit auf amerikanische Startups gerichtet. Die brauchen sich nur um den Aufbau innerhalb Ihres Stammmarktes – den USA – zu kümmern, sobald sie dort erfolgreich sind, haben sie die internationale Aufmerksamkeit quasi inklusive. Und aufgrund der Größe Ihres Heimatmarktes sind sie fast automatisch Weltmarktführer. Das funktioniert in keinem anderen Land der Welt.

    Als rein praktischer Grund ist die Finanzierungsfreudigkeit in den USA einfach unvergleichlich. Das findet man halt nirgendwo anders – und auch amerikanische VC/Investoren bemühen sich eher eingeschränkt auserhalb der USA zu suchen – sie sagen eher “Kommt doch zu uns”

  2. Einen hab ich noch:

    Die amerikanischen Startups profitieren sehr stark von der Führungsrolle der Universitäten in der weltweiten Forschung. Viele Startups entstehen ja als Spin-Offs und da die USA ja quasi “Bildungs-Weltmarktführer” im universitären Bereich sind, gibt es einen ständigen Fluss an Ideen und Konvertierungen von Forschungsergebnissen zu praktischen Anwendungen.

  3. “Die amerikanischen Startups profitieren sehr stark von der Führungsrolle der Universitäten in der weltweiten Forschung.”

    Glaube ich nicht. Heutzutage brauchst du auch keine Uni um ein guter Webdeveloper zu werden… Das Internet ist voll mit Informationen. “In Stanford entwickeln sie Facebook Apps” So what? Zudem habe ich schon einige Leute getroffen die mal für ein Semester im europäischen Ausland oder auch den USA studiert haben oder dort den Master machen. Von allen hört man, dass das Niveau in deutsprachigen Ländern auf jeden Fall höher ist. Das hört man einfach immer wieder.

    Außerdem: So klischeehaft es klingen mag, aber ich denke der Hauptgrund liegt einfach in der Mentalität. In Deutschland sagt man sich: “Ach, die Sache funktioniert doch… warum etwas ändern?” In den USA wird Wandel gerne gesehen und begrüßt. Ich behaupte die Amis haben es einfach im Blut. Denn schließlich hat von jedem Ami irgendjemand in der Blutlinie den mutigen Schritt zum Abenteuer USA gemacht und diesen Spirit vererbt ;)

  4. Das hat IMHO weder mit Mentalität noch technischer Rückständigkeit zu tun, sondern schlicht und ergreifend damit, dass US-Startups per se cool sind, deutsche nicht. Stellen wir uns einmal vor, Twitter wäre in Deutschland entwickelt worden: Würde heute ein Hahn danach krähen? Nie und nimmer!

    Und werfen wir einen Blick auf deine Auflistung: “Google, Amazon, Microsoft, eBay, Apple, MySpace, Facebook oder Twitter”
    Da können wir Apple und Microsoft streichen, die waren vor über 30 Jahren mal ein Start-Up. eBay, Amazon, Facebook, Myspace und Twitter als Ausweis technischer Fähigkeiten? Der Witz war gut! Das waren, zumindest bevor sie Riesendinger wurden, technisch höchst simple Webanwendungen. Mal gelesen, was etwa Myspace alles getrieben hat, bis sie auf die brillante Idee kamen, Indizes auf ihre Datenbank-Tabellen zu setzen?
    Bleibt noch Google. Unbestritten ein technisches Meisterwerk, bereits als Start-Up. Aber reicht ein Beispiel dafür aus, einen Trend daraus zu machen?

  5. @ Thomas
    Sicherlich ist die Sprache und der originär enorm große Heimatmarkt förderlich.

    Felix hat meiner Ansicht nach aber völlig Recht – ein wichtiger Unterschied ist die Mentalität. Und die der US-Amerikaner ist zweifelsohne ein Vorteil für die Gründung. Hier in Schweden ist das ganz ähnlich. Die Technologiefreundlichkeit der Bevölkerung macht das Gründen von Webdiensten leichter, weil allgemein hinter einem gestanden wird.

    @ Stefan
    Der Einwurf mit Twitter ist berechtigt. Vermutlich wäre Twitter nicht abgehoben, wenn es aus Deutschland gekommen wäre.

    Dass du aber komplett die Behauptung anzweifelst, US-Startups seien technisch überlegen, verwundert mich. Dann solltest du dich wohl doch noch einmal etwas intensiver mit Facebook oder Amazon und seinen zahlreichen Services (inklusive Cloud Computing, IMDb etc) auseinandersetzen.

    Wir bei netzwertig.com erleben täglich, wie sich Dienste aus der USA von denen in DE unterscheiden. Wenn wir also den deutlichen Eindruck bekommen, DE hängt weit zurück, dann hat diese Aussage Hand und Fuß.

  6. “Stellen wir uns einmal vor, Twitter wäre in Deutschland entwickelt worden: Würde heute ein Hahn danach krähen? Nie und nimmer!”

    Das genau unterstreicht ja meine Aussage.

    In Deutschland wäre der Sache kritischer gesehen worden und in den USA denken alle sofort an die neue Webrevolution (wobei mir die aktuelle Medienpräsenz von Twitter in den USA schon zu “spanisch” vorkommt)

    Aber ob in den USA oder Deutschland gegründet wird, sollte eigentlich ohnehin keine Rolle mehr spielen (vorallem bezogen auf klassische B2C Start-Ups). Warum nicht direkt eine Website primär in Englisch entwickeln? Der Markt ist doch erheblich größer.

    Ein Google, Twitter, MySpace, Facebook, eBay hätte auch aus Deutschland kommen können.

  7. Und dann waere da noch die Kultur alles zu zerreden statt selbst was zu tun.. *zaunpfahlwink*

  8. @Felix
    Zum einen gehts mal wieder um die enorme Menge an Universitäten/Studenten/Absolventen.
    Außerdem hast du meiner Meinung nach einen entscheidenen (um nicht sogar zu sagen “typisch deutschen”) Denkfehler:
    Es geht gerade nicht um “Webdeveloper” – Davon hat jedes modernere Land mehr als genug – das macht aber kein Business. Es ist ja gerade eher das deutsche Problem, dass sich deutsche Startups auf simple Web-Seiten/Applikationen beschränken, die kaum/keine technische Innovation beinhalten.
    Genau da, kommt die Rolle der Universitäten und des riesigen KnowHows der Amis ins Spiel.

    Das Argument des niedrigen Bildungsstands würde ich für die Universitäten stark anzweifeln – was Spitzenforschung angeht gibt es zu den großen amerikanischen Universitäten weltweit fast keine Konkurrenz.

    @Stefan
    Ich denke wir meinen etwas ähnliches nur bezeichnen es unterschiedlich. Was du als “cool” bezeichnest, meine ich mit der medialen Aufmerksamkeit, die amerikanischen Firmen sehr stark bekommen.

    Deutschland ist innerhalb der westlichen Staaten noch sehr stark auf Industrie fokussiert (hab die Zahl von 15% Anteil am BIP gegenüber 4% bei den USA und England vor kurzem gehört). Zusammen mit unserem sehr stark ausgeprägen Mittelstand und der Güter-Export-Orientierung kommt es nunmal, dass sich Internet/Web-Technologie-Startups hierzulande eher schwer tun.

    Es ist z.B. interessant zu sehen, dass neue deutsche Firmen im Bereich von anderen Hochtechnologien (Medizintechnik, Biotech, Automatisierung) sehr wohl vorne mitspielen im globalen Markt. Da sieht man einfach, dass die wirtschaftlichen Standortvorraussetzungen eine große Rolle spielen.

  9. Martin,
    die Behauptung, US-Start-Ups seien technisch überlegen, ist mir einfach zu pauschal – egal ob ihr euch täglich damit beschäftigt oder nicht.
    Stichwort Amazon: Amazon wurde 1994 gegründet. Erst 2002, acht Jahre nach Gründung, kamen die Web Services; Cloud Computing startete erst 2006 – zwölf Jahre nach Gründung. Und IMDb wurde zugekauft. Das ist alles kein Beleg für die technologische Überlegenheit eines Start-Ups.
    Stichwort Facebook: Die Apps kamen zwar deutlich schneller als bei den Amazon-Beispielen. Aber auch hier war das Ding bereits Milliarden wert, als man sich diese (sorry) Spielerei erlaubte.
    Was ich damit sagen will: Ich habe den Eindruck, du vertauscht Ursache und Wirkung. Auch die US-Startups kochen zumindest anfangs nur mit Wasser. Da die erfolgreichen darunter aber schnell eine kritische Größe erreichen, können sie leichter fortschrittliche Technologien umsetzen.
    Oder nochmals anders, etwas abstakter, formuliert: Du vergleichst die creme de la creme der US-Startups mit dem durchschnittlichen deutschen Startup. Das ist unfair. Denn das durchschnittliche US-Startup, das genau so schnell wieder verschwindet wie das deutsche, nehmen wir hierzulande gar nicht erst wahr.
    Unterm Strich kommt natürlich genau das heraus, was du zurecht monierst: Ein großer Rückstand für deutsche Startups. Aber um den zu erklären, lenkt der Verweis auf technologischen Rückstand oder gar Technologiefeindlichkeit viel zu sehr von den eigentlichen Problemen ab.
    Und die eigentlichen Probleme sehe ich im Marketing der Start-Ups und daraus folgend in der öffentlichen Wahrnehmung. Ich verfolge seit mehr als zwölf Jahren intensiv die Suchmaschinenbranche. US-Startups wie Cuil, Wikia oder aktuell Wolfram landen in der Tagesschau, über innovative deutsche Ansätze wie Semager oder Metager2 wird nicht berichtet. Daran müssen wir viel mehr arbeiten als an einem vermeintlichen technologischen Rückstand.

  10. @Adrian
    Und Kritik ist auch gut. Stell dir vor wir würden den ganzen Blödsinn der Amis nachmachen!

    @Thomas
    Webdeveloping is no rocket science. Ich sehe das Problem eher, dass viele deutsche Uni Absolventen einfach kein Interesse haben sich in einem Start-Up mit PHP und JavaScript zu langweilen. Denn viel mehr ist das so tolle Facebook auch nicht.

    Oder welches Know-How meinst du wenn nicht technisches? Innovationen wie z.B. im Business (oder noch besser) Banking?

  11. Das Umfeld in den USA, und vor allem in San Francisco, is völlig anders. Deshalb ziehen noch heute dienjenigen die sich weiterentwickeln wollen oft dort hin. Das Kapital, der Markt und die Early Adopters sind dort in einer Region konzentriert.

    Allerdings spielt darüberhinaus auch die Mentalität eine entscheidende Rolle. Die großen Firmen sind nur Beispiele dafür, dass grundlegende Innovationen nicht aus DE kommen.

    Persönlich habe ich das immer wider erlebt in Diskussionen mit deutschen Informatikern, die ein Problem theoretisch angehen. Oft kommen dann Argumente, die eine Idee einfach zerreden, oder unnötig komplizieren, anstatt mit der Umsetzung zu beginnen oder anstatt die Möglichkeiten zu sehen. In Amerika wird unter immensem Druck gearbeitet mit dem Ziel, der Erste zu sein. Das muss nicht alles perfekt und durchgeplant sein. Es kommt auf den Ansatz und auf den Prozess an.

    Es ist schwierig den Nagel genau auf den Kopf zu treffen. Aber es hat sicherlich etwas mit den Eigentümlichkeiten deutschen Denkens zu tun. Methodisch, mathematisch, erfolgreich in den Ingeneurwissenschaften (na ja, heute auch nicht mehr…). Aber gedanklich flexibel? Neugierig? Ich habe ähnliche Erfahrungen mit anderen Europäern gehabt, oft theoretisch hoch qualifiziert, aber einfach nicht in der Lage zu träumen, was denn alles möglich wäre… und dann die Gedanken auf ihren Realitätswert zu prüfen und zu implementieren.

    In den USA ist inzwischen ein Gebiet wie San Francisco nicht mehr mono-kulturell, es ist so durch und durch internationalisiert, dass Ideen einfach viel offener angegangen werden. Ähnlich wie in London in gewissen Branchen. Leider gibt es in Deutschland nichts vergleichbares.

    Das Potential von Städten wie Berlin wurde nie entwickelt. Dafür fehlt es an Mitteln und Möglichkeiten für kleine Firmen. In San Francisco kostet mich die Firmengründung einer LLC etwa $1000. In Berlin oder München wären das gut und gerne 10.000 oder mehr für eine GmbH. Venture Capital ist inzwischen in Deutschland vorhanden, aber in viel zu geringen Mengen.

    Auch wenn die Namen wie Apple oder Microsoft oder Google heute riesige Firmen sind, sie haben alle klein angefangen. Aus abertausenden von kleine Firmen sind dann die paar Grossen entstanden. Wenn DE anfängt tausende von kleinen Firmen zu schaffen, dann wird es auch ein paar grosse Erfolge haben.

  12. @William
    Ich denke man sollte hier unterscheiden: Informatiker sollen gar nicht träumen oder voraus schauen können… Dafür sollte das Alpha-Männchen im Start-Up zuständig sein.

    Und ob der Standort oder die Kosten für die Gründung sooo wichtig sind wage ich auch zu bezweifeln. Gut. In SanFran kommt man vielleicht schneller an mehr VC Capital, aber sonst?

  13. @Felix A.
    Das meine ich ja genau – Webdeveloping kann “jeder”. Darauf kommt es nicht an.
    Das Konzept bzw. die Innovation dahinter ist wichtig. Und! die Art und Weise, wie etwas in ein Business umgesetzt wird.

    Es ist halt nicht damit getan eine Webseite zu programmieren sich dann hinzusetzen und zu warten. Da fängt der Spaß nämlich erst richtig an. Marketing, PR, Unternehmensentwicklung, etc. Und dieses “business-drive” haben die Amis einfach mehr im Blut – da steht sich der Deutsche mit seiner Vorsicht und den Vorbehalten oft selbst im Weg. Und da kommt auch der Standort ins Spiel – wie sind die Business-Kontakte zu Konkurrenten, Partnern, Entwicklern etc. Und natürlich – wie groß ist mein Heimatmarkt in dem ich die geringsten regulatorischen Hemmnisse habe, wo ich die Bedürfnisse meiner Kundschaft kenne und direkt erfahre und die rechtlichen Rahmenbedingungen kenne und verstehe usw..

    @Stefan
    Die “Spielerei” der facebook-Apps sind einer der Gründe warum facebook so erfolgreich war/ist. Ähnlich wie Apple mit seinem App-Store haben die es geschafft, dass sich tausende externer Entwickler darum kümmern es für facebook-Nutzer interessant zu machen die Plattform zu nutzen. Das ist also alles andere als eine “Spielerei”.

    Und die Innvoationen von amazon zeigen extrem deutlich was die Amis drauf haben. Man muss sich nur überlegen, dass amazon ja ursprünglich nen Buch-Shop war. Und während alle anderen Buch-Shops dieser Welt dabei stehengeblieben sind, hat sich amazon immer weiter entwickelt und echt innovative Produkte wie eben das cloud-computing entwickelt.

  14. @Thomas
    Innovation: Womit wir wieder am Anfang der Diskussion sind ;) Ich behaupte man kann niemanden zum Unternehmer ausbilden. Entweder man ist es, oder nicht. Aber sonst stimme ich dir zu.

  15. Meiner Erfahrung nach hat dies nicht nur etwas mit den Großenverhältnissen zu tun. Sondern entschieden auch mit dem, was Felix A. bezeichnete als:

    “Stell dir vor wir würden den ganzen Blödsinn der Amis nachmachen!”

    Ich bitte doch darum – genau hieraus resultiert nämlich der kulturelle Unterschied, der zu der Entstehung der Twitters dieser Welt im Valley führt: massive, wiederholte Toleranz gegenüber unternehmerischem Scheitern.

    Viele US-Ideen haben nur geringe Überlebenschance, aber man versucht es wenigstens. Und wenn’s nicht klappt, dann ist man smarter geworden für’s nächste Projekt. Walmart ist das 12. Venture von Sam Walton gewesen – in D hätte er sich schon nach dem 2. vermutlich in die Hartz-IV-Matte schwingen dürfen: a) als ex-Unternehmer kaum noch in den Arbeitsmarkt vermittelbar und b) nie wieder kreditwürdig.

    Man kann noch so viele Entrepreneurship-Lehrstühle einrichten: so lange sich diese Mentalität nicht ändert, wird in diesem Land auch weiterhin das vorhandene Talent zum Teil fehlalloziert oder – in Sachen Ventures – in freundlichere Länder wie USA, UK oder Schweden abgeschoben.

  16. Felix über Twitter:
    “In Deutschland wäre der Sache kritischer gesehen worden und in den USA denken alle sofort an die neue Webrevolution”
    Genau das ist die Einschätzung, die dem ganzen Artikel zugrunde liegt – und genau das kritisiere ich. Schaut euch doch mal an, wie viele kritische Stimmen es zu Twitter in den USA gab!

    Thomas,
    die Facebook-Apps hab ich als Spielerei bezeichnet, weil Facebook das auch erst starten konnte, als sie längst etabliert waren, an die hundert Millionen Nutzer und mehrere erfolgreiche Finanzierungsrunden hatten. Solche Startups haben wir in Deutschland nicht, weshalb wir hier ständig Äpfel mit Birnen vergleichen.

    “In SanFran kommt man vielleicht schneller an mehr VC Capital, aber sonst?”
    An Beziehungen. Die VCs liefern nicht nur Geld, sondern Connections und, vor allem, Renommee. In Twitter investierte halt Netscape-Gründer Marc Andreessen, das hilft im globalen Massstab enorm.

    Apropos global: Das ist auch eines unserer hiesigen Probleme. Der deutschsprachige Markt ist groß genug, um erfolgreich zu sein. Damit haben wir nicht den Druck, gleich global zu denken – und viele Webideen funktionieren halt nur global oder eben gar nicht.

    Die deutsche Start-Up-Szene hat Probleme, ohne Frage. Aber es sind nicht technologische Rückständigkeit und erst recht nicht eine vermeintliche Technologiefeindlichkeit. Damit machen wir es uns zu einfach.

  17. Stefan, wie oft trifft man nicht in Deutschland auf Aussagen à la “das brauche ich nicht” “das ging doch früher auch ohne” “nee das ist nichts für mich” – bei jung und alt. Für mich ist genau DAS Ausdruck einer latenten Technologiefeindlichkeit, die aber gerne unter dem Vorwand des kritischen Hinterfragens in ein positives Licht gerückt wird. In meinen drei Jahren in Schweden ist mir noch nicht ein einziges Mal eine solche Einstellung begegnet. Meist reichen dann aber ein paar Tage in der alten Heimat aus, um mehrere derartiger Statements zu sammeln.

    Was Maschinenbau, Biotech etc betrifft, sind Deutsche gerne stolz. Aber im Bezug auf das Web und neue digitale Technologien herrscht allgemeine Skepsis und Angst vor Veränderung.

  18. Martin,
    “Angst vor Veränderung” ist ein sehr gutes Stichwort. Das beschreibt ein weiteres unserer Probleme ganz treffend. Die von dir zitierten Aussagen wie etwa: “das brauche ich nicht” gibt es ebenfalls zuhauf hierzulande. Wobei ich aber sehr bezweifle, dass das mit Technologiefeindlichkeit zu tun hat; viel mehr allerdings mit der von dir beschriebenen Angst vor Veränderungen.
    Und deshalb bin ich überzeugt, dass die beobachtete technologische Rückständigkeit deutscher Startups die Folge anderer Probleme ist, nicht ihre Ursache.

  19. @Stefan2
    Ich denke ich habe mich nicht ausreichend ausgedrückt: Eigentlich meinte ich nicht Business Modelle ansich, sondern eher kulturelle Ansichten oder auch “Finanzinnovationen” welche aus den USA rüberschwappen und bei uns als das non-plus Ultra angepriesen werden. Daher wollte ich nur anmerken, dass es auch sehr vorteilhaft sein kann Dinge kritisch zu prüfen und nicht sofort alles zu übernehmen. Die deutsche, sowie amerikanische Mentalität hat nunmal Vor- auch Nachteile. Und bezogen auf den Mut im Business haben uns die Amis da wohl was voraus.

    Wäre vielleicht auch mal ganz interessant die Meinung von Andreas Göldi zu dem Thema zu hören.

  20. ich denke, es hat zu tun mit (1) kritischer masse von kulturell versierten web-nutzern, (2) fließenden übergängen zwischen techno-avantgarde, business-mainstream und kultur-avantgarde, (3) die letztlich auf quasi-mündlicher sprache & lakonischen no-nonsense-diskursformen aufbauende web-kultur selbst, (4) selbstverständlicher globaler ansatz.

    die deutsche sind extrem eingesperrt in ihre sprache und in ihre geschäfts/techno/web-kulturen: etwa die aufspaltung in eine ernsthafte, immer etwas umständliche und büromäßige art “geschäft” zu denken, und eine flott-zynische werbeagentur-medien-mentalität. da ist kaum etwas dazwischen.

    spricht alles für US/UK. interessant wären vergleiche mit anderen ländern: finnland? (die leben alle imenglischen sprachraum.)

    irre ich mich, oder sind kleine länder generell besser (zugleich globaler und schneller kritische masse?) wie ist es z.b. in frankreich?

  21. Das ist mir zu pauschal. Der Vorläufer vom amazon in Deutschland telebuch wurde bereits 3 Jahre zuvor gegründet und betrieb eCommerce. Es gibt genügend Deutsche die auch im Silicon Valley prägend für Startups waren.

    Ein großer Vorteil von US-StartUps ist meiner Meinung die bereits erreichte Marktmacht im Vorfeld der Internationalisierung. Die kritische Kundenmasse ist in den USA einfach größer, als Folge sind größere Ressourcen in den Unternehmen vorhanden. Sprache ist natürlich auch ein Grund, aber das ist eine Frage der Rolle eines Landes. In verschiedenen Bereichen, in den deutsche Unternehmen prägend sind, haben sich weltweit auch deutsche Bezeichnungen dafür durchgesetzt.

    Sicherlich ist die Akzeptanz des ständigen Wandels ein Vorteil der Amerikaner. Aber ich sehe das nicht als “im Blut liegend”, sondern eine Frage der Sozialisierung. Neugier wird in Deutschland in der Schule unterdrückt, Kreativität nicht oder unzureichend gefördert (es gibt hierzu ein interessentes Video von der TED Conference, dass gesagte gilt in meinen Augen für kein Land mehr als für D).

    Und schlußendlich erfordert es von deutschen Unternehmen / Entwicklern ein Umdenken, was die Vermarktung von Innovationen angeht. mp3 ist hier sicherlich ein sehr gutes Beispiel. Zusätzich denke ich der ständige Wandel (dauerhaftes Beta-Stadium) wird in deutschen Unternehmen/Startups nicht akzeptiert (StudiVZ).

    Grundsätzlich ist es in meinen Augen keine Frage der Nationalität, sondern eine Folge eines Sozialisierungs-/ Lernprozesses. Aber dieser Lernprozess muss schon im Kindesalter beginnen und nicht erst im Studium.

  22. @Martin

    wie oft trifft man nicht in Deutschland auf Aussagen à la “das brauche ich nicht” “das ging doch früher auch ohne” “nee das ist nichts für mich” – bei jung und alt. Für mich ist genau DAS Ausdruck einer latenten Technologiefeindlichkeit

    Für mich ist das eher ein Anzeichen dafür, dass der Innovationsgrad der Angebote zu niedrig ist. Selbst wenn kein High-Tech dahinter steckt, muss der Vorteil im Vergleich zur vorherigen Technologie groß genug sein, damit die Kunden auf den Zug aufzuspringen. Google Mail ist bei der Markteinführung eingeschlagen wie eine Bombe. Aber nicht weil man plötzlich E-Mail revolutioniert hatte, sondern weil es 1 GB Speicher – statt den 10 MB bei anderen Anbietern – gab. Das ist keine “rocket-science”. Deutsche Ingenieure denken da wohl manchmal ein bisschen zu kompliziert (wenn überhaupt Ingeniere in der deutschen Web-Szene unterwegs sind… ich habe überwiegend den Eindruck, dass die Szene aus Business-Buzzword-Junkies und unterbezahlten Web-Fricklern besteht). Im Webumfeld gibt es eben (fast) nur Copycats in D… ist halt wie in der Schule: wer bei anderen abschreibt hat selten die Nase vorne, wenn das Ergebnis zurückkommt.

  23. @Thomas: Ich kann Dir in fast allen Punkten zustimmen, besonders beim ersten Posting.

    Die Sache mit dem Sprachraum halte ich auch für entscheidend. Wie Stefan richtig anmerkt, ist der deutsche Sprachraum groß genug, um nicht den Druck zu haben, gleich etwas global anzugehen.

    Das sehe ich zunächst als Vorteil, nicht als Nachteil. Wenn dann allerdings ein Unternehmen aus den USA global den Markt aufrollt, hat man ein Problem.

    In absehbarer Zeit wird das Englische die deutsche Sprache nicht verdrängen. Davon können wir wohl ausgehen.

    Man könnte also an der Mentalität arbeiten. Nun, einen gewissen Mentalitätswechsel – wie genau der auch aussehen möge – wünschen sich bestimmte viele.

    Doch vielleicht wäre es wichtiger, die Stärken auszubauen, anstatt zu gucken, wie man den US-Erfolg kopieren könnte. Im internationalen Vergleich steht Deutschland doch in vielerlei Hinsicht gut da, das sollte man nicht vergessen.

    Das Problem sehe mit Blick auf den Artikel nicht daran, dass zu wenige Innovationen aus Deutschland kommen, sondern viel mehr darin – da sind wir aber wieder bei der Mentalität – dass die Potenziale der neuen Möglichkeiten nicht erkannt bzw. nicht ausreichend genutzt werden.

    Mit echtem Bürokratieabbau und einem Rechtswesen, dass den Entwicklungen in Technik und Gesellschaft nicht hinterherhinkt ließe sich die Wettbewerbsfähigkeit signifikant steigern. Attraktive Rahmenbedingungen in diesem Bereich kosten noch nicht einmal viel Geld, im Gegenteil.

  24. http://natalie.feedroom.c…ies=12&env=prod

    the economist: Special Report on Entrepreneurship (podcast)
    relativ aktuell, ab 9:30 zum Thema US-Kultur

  25. Danke für den Podcast Tipp.

  26. @Martin(18):Stefan, wie oft trifft man nicht in Deutschland auf Aussagen à la “das brauche ich nicht” “das ging doch früher auch ohne” “nee das ist nichts für mich” – bei jung und alt. Für mich ist genau DAS Ausdruck einer latenten Technologiefeindlichkeit, die aber gerne unter dem Vorwand des kritischen Hinterfragens in ein positives Licht gerückt wird.
    Du bist also der Meinung, dass man sich Technologien generell diktieren lassen muss? Man wäre ja sonst technologiefeindlich, oder?

  27. Danke für eure klugen Ergänzungen. So langsam finden wir doch einen Konsens, woran es liegen könnte. Bleibt die Frage, ob sich das Steuer noch herumreißen lässt.

    @ Stephan
    Es gibt nicht nur schwarz oder weiß.

  28. Was ich bislang weder aus dem Artikel noch aus den Kommentaren heraus lesen konnte: um welchen technologischen Vorsprung geht es? Kann da mal jemand Beispiele anführen? Mir fällt es nämlich einfach schwer, die von Martin gebrachten Beispiele Twitter und MySpace in einem technologischen Kontext zu sehen. In der Diskussion zu dem Artikel hier geht es auch nicht um Technologie, sondern eher um Mentalitäten, Randbedingungen,… die ein Unternehmen wie Twitter erst möglich machen.

    Also, was ist mit technologischem Vorsprung gemeint?

  29. Einige Stichwörter:

    - weitreichender Einsatz von APIs
    - Entwicklerplattformen für Apps
    - Facebook Connect & Google Friend Connect
    - Exportmöglichkeiten – zwar begrenzt, aber in gewissem Rahmen (über RSS) vorhanden
    - Integration externen Contents durch den User
    - Apps für mobile Geräte (z.B. iPhone, Android, Blackberry), die durch Funktionsvielfalt glänzen
    - Generell enorme Optionsvielfalt für den, der daran Interesse hat
    - Neue Features (echte Features) im Wochentakt
    - Experimentierbereitschaft: d.h. die Bereitschaft, eine neue Funktion nach einiger Zeit auch wieder zu entfernen, wenn sie von den Usern nicht angenommen wurde.

    Zusammenfassend ist das die Bereitschaft, neue Möglichkeiten der Verknüpfung von Usern und Distribution von beliebigem Content zu nutzen und auszuprobieren. Und jetzt vergleich diese Liste mit dem, was Deutschlands führende Social Web-Dienste zu bieten haben!

    Und jetzt rechne bitte nicht das Fehlen von OpenID bei Facebook als das K.O-Kriterium an. Darum geht’s jetzt nicht ;)

  30. Danke. Zuvor war mir wirklich nicht klar, was gemeint war.

    Kann es nicht sein, dass das Problem in Deutschland Verlage sind? Wer hat denn die bekannten SNs gekauft und wer war schon im Privatfernsehen und -hörfunk aktiv? Die orientieren sich an dem kleinsten gemeinsamen Nenner des Massengeschmacks. Da bleibt kein Geld und keine Zeit für Experimente.

    Und OpenID? Nee, ich habe auch noch andere Interessen. ;)

  31. Telebuch als Vorläufer von Amazon.de ist ein sehr gutes Beispiel. Die waren 1995 hochprofitabel und innovativ.

    Anfang 1996 organisierte ich den “ersten” offiziellen deutschen Internet-Workshop, an dem u.a. Vertreter großer Verlage, Händler, Software-Unternehmen teilnahmen. Alle fanden Telebuch “interessant” aber nahmen die nicht ernst.

    Nur Amazon hat das Potenzial bald erkannt UND beschlossen, den Geldbeutel aufzumachen, statt langwierig selbst zu entwickeln.

    In Deutschland wird immer noch lieber selbst schlecht entwickelt (das können wir auch…), statt zugekauft, kooperiert, ausgelagert etc. Dadurch verlieren wir Zeit und die Fokussierung auf die Vermarktung.

    Die amerikanischen Lösungen in allen Industrie-Bereichen ausserhalb des Militärischen sind den deutschen massiv unterlegen – technisch.

    Doch finanziell rechnen sie sich, sie sind schneller im Markt, aggressiver und wenn Angriff nicht hilft, wird eben kooperiert. Aus den Gewinnen werden Übernahmen, weitere Forschung finanziert und Marketing.

    Und so sammelt man die teuer erforschten Früchte anderer Unternehmen und Staaten einfach ein, Rosinen picken genannt (ein paar Köpfe und Patente reichen meist, den Rest kann man anreichern).

    Wo es nicht so funktioniert: überall wo ganze Prozessketten und ein auf allen Ebenen geschultes Personal notwendig sind. Auto-Industrie, Mechatronik, Logistik, Umwelttechnologie… und hier sind Deutschland/Frankreich/Japan gar nicht schlecht im Rennen.

    Ob eine Low Tech Front End Anwendung wie Facebook wirklichen Einfluss auf die Welt hat, wage ich zu bezweifeln.

    Die oben genannten Industrie-Bereiche haben jedoch massiven Einfluss auf unser tägliches Leben und Wohlergehen.

  32. Dieser Artikel des Massen-Start-Up-Investors Y Combinator zeigt indirekt, welche Nachteile deutsche Start-Ups einfach aufgrund ihrer Standortes haben:
    Y Combinator geht ganzjährig nach Kalifornien
    “We never tried to claim to the startups (..) that it was a net advantage to be in Boston. It has more startup culture than anywhere else, but the gap between number 1 (Silicon Valley) and number 2 (Boston) is huge.”
    Wenn schon Boston einen derartig großen Rückstand hat gegenüber Kalifornien, wie eklatant muss sich das dann erst auf deutsche Start-Ups auswirken. Und am Geld liegt es nicht, denn Y Combinator zahlt durchschnittlich gerade mal 15.000 Dollar.

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