Schweizer Medien:
Boulevard-Zirkus um Satireseite

Ein Deutscher macht eine satirische Website und lässt damit die politische Schweiz tanzen. Mit dabei sind Tamedias Online-Portale – das Fernsehen kapituliert vor der “Kampfzone Internet”.


Wenn es in der Deutschschweiz online um Boulevard geht, dann hat Tamedia schon längst das Heft in der Hand. Tagesanzeiger.ch und 20min.ch bauschen täglich irgendwelche irrelevanten Storys gross auf – und handeln damit so, wie es kürzlich noch bei Bloggern kritisiert wurde.

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Twitter + Retweet = Twitter-Effekt

Twitter bringt das erste Mal einen Server zum Zusammenbruch. Anders als bei anderen Sites wird bei Twitter die dafür notwendige Aufmerksamkeit nicht zentral gebündelt, sondern organisiert sich selbst im Schwarm.

Bis dato war es einer Handvoll an Websites vorbehalten, verlinkten Seiten so viel Traffic zu schicken, dass deren Server unter der Last keuchend zusammenbrachen. Man spricht dabei vom Slashdot-Effekt, vom Digg-Effekt, oder dass eine Seite techcrunched wurde. Im deutschsprachigen Web ist der heise-Effekt bekannt.

Sehr viel Traffic in sehr kurzer Zeit entsteht üblicherweise, wenn ein Artikel oder Webdienst auf der Startseite eines sehr populären Dienstes verlinkt wird.

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Linkwertig:
Internet-Filter, OpenID, freie Bücher auf Mobiltelefonen

Internet-Filter
Neue Entwicklungen auf EU-Ebene: Ohne Diskussion im Plenum soll der sogenannte Medina-Report verabschiedet werden. Zum Medina-Report:

Die Formel der verpflichtenden “Kooperation” von Internet-Providern mit den Rechteinhabern – also der Medienindustrie – findet sich da ebenso wieder wie eine Passage, die eine Filterung der Netzinhalte durch den Zugangsanbieter vorraussetzt.

Die Aufforderung an die EU, das Instrumentarium bereitzustellen, mit dem sich Originale von Raubkopien unterscheiden ließen, impliziert eine Filterung des Verkehrs. [..]

Zwar ist der Medina-Bericht nicht bindend, sondern stellt eine Empfehlung dar, doch würde das Parlament bei Verabschiedung in unveränderter Form dem Ministerrat Vorgangsweisen empfehlen, die jenen im Telekompaket derzeit enthaltenen widersprechen.

“Originale von Raubkopien unterscheiden” – da bleibt mir die Spucke weg.

» EU: Die Medienindustrie schlägt zurück – futurezone.ORF.at (via netzpolitik.org)

siehe zum Thema Internet-Filter auch:

» Das Problem mit den Internet-Filtern » netzwertig.com

 

Facebook und OpenID
Das weltweit mitgliederstärkste Social Network ist dem OpenID Board of Directors beigetreten und plant, das Single-SignOn-System OpenID zu unterstützen. In welcher Form das geschehen wird, ist noch unklar.

» Facebook to provide OpenID support for users (and financial support for OpenID) » VentureBeat

 

1,5 Millionen freie Bücher auf dem Mobiltelefon
Das Team von Google Book Search hat eine mobilfreundliche Version der Suche unter http://books.google.com/m bereitgestellt. Alle frei verfügbaren Bücher stehen unter der Public Domain. Vor allem Klassiker findet man da. Bemerkenswert, was Google da aufbaut. Von den 1,5 Millionen freien Büchern sind über eine halbe Million (ungefähr 620.000) auch außerhalb der USA abrufbar.
Alle Bücher leider nur auf englisch. Update:  Nach einem weiteren Test habe ich festgestellt, dass auch freie Bücher in anderen Sprachen verfügbar sind. Man findet zum Beispiel auch Goethe-Werke auf deutsch.

» Inside Google Book Search: 1.5 million books in your pocket

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Warner Music gegen Songbeat:
Die Geister, die sie riefen

Songbeat, Betreiber des gleichnamigen Dienstes zum Download von Musik aus dem Netz, hat Ärger mit der Musikindustrie: Warner Music fordert von dem jungen Unternehmen, sämtliche Titel des Labels auszuklammern. Am kommenden Mittwoch trifft man sich vor Gericht.

Rechtsstreit
Rechtsstreit
Als wir am 26. November über die neueste Version von Songbeat berichteten, titelten wir “Musikindustrie in Bedrängnis: Songbeat launcht Version 2.0“. Das Berliner Startup bietet eine Desktop-Software zum kostenlosen und bequemen Herunterladen von Musik aus dem Netz.

Dass sich die beiden Gründer Philip Eggersglüß und Marco Rydman mit dem Dienst, der den Download von Millionen urheberrechtlich geschützter, im Netz verstreuter Titel ermöglicht, auf dünnes Eis begaben, war ihnen bewusst. Die Geister, die sie damit riefen, ließen auch nicht lange auf sich warten.

In einem mit dem Bundesverband der Musikindustrie (BVMI) abgestimmten Verfahren hat Warner Music, eines der vier größten Musiklabels, dem jungen Unternehmen eine einstweilige Verfügung zukommen lassen. Der Plattenkonzern fordert von Songbeat, sämtliche Warner-Titel von der Suche auszunehmen.

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“Blogwart Mehdorn” gegen die Pressefreiheit

Die Aufmerksamkeitsspirale von Blogosphäre und Medien dreht schnell wie nie: Markus Beckedahl hat Interna zur Bahn-Spähaffäre veröffentlicht und dafür eine Abmahnung bekommen.


Handelsblatt, FAZ, taz, Deutschlandradio Kultur: Markus Beckedahl ist dieser Tage ein gefragter Gesprächspartner. Auf seinem Blog netzpolitik.org veröffentlichte der Netz-Aktivist das interne Protokoll einer Unterredung zwischen dem Berliner Datenschutzbeauftragen und Bahn-Mitarbeitern. Es geht um die Ausspähung von Mitarbeitern, Überwachungsmaßnahmen, über die möglicherweise Bahn-Chef Mehdorn stürzen könnte. Wegen der Veröffentlichung des Dokuments bekam Beckedahl eine Abmahnung, die Unterstützung der Blogosphäre und große mediale Aufmerksamkeit.

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Google Latitude, Soziale Netzwerke und Referendumsrecht

Soziale Netzwerke und das Schweizer Initiativ- und Referendumsrecht

Es sei eine Tatsache, dass über das Internet relativ schnell Unterschriften gesammelt werden können, erläuterte der Sprecher der Bundeskanzlei, Hansruedi Moser, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Genutzt werden dabei vor allem soziale Netzwerke wie Facebook oder MySpace, wo diverse Gruppierungen aus der Schweiz auch aktuell Unterstützer für unterschiedlichste Anliegen suchen. Geprüft werden soll nach dem Willen der Regierung deshalb nun, ob die in der Verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft verankerten Vorgaben für Referenden und Volksinitiativen noch zeitgemäß sind.

» heise online – Facebook und Co. könnten Schweizer Initiativ- und Referendumsrecht verändern

 

Googles Ajax-Suche und Keywordtracking
Google testet eine neue auf Ajax setzende Oberfläche für seine Suche. Sollte diese künftig zum Einsatz kommen, ist es technisch nicht mehr möglich, herauszufinden mit welchen Suchbegriffen Leute auf die eigene Site gefunden haben.

» Google’s new Ajax-powered search results breaks search keyword tracking for everyone | Clicky Blog

 

Google Latitude

Mit Google Latitude greift der Suchmaschinenanbieter in einem einzigen Atemzug all die ‘ich-bin-hier-und-mache-jenes’-Dienste an. Über das Google Maps-Kartenmaterial verteilt, kann man so verfolgen wo sich seine Freunde gerade aufhalten und was sie tun.

» Google Latitude

 

Amazon Spieleshop

Der Onlinehändler Amazon bietet einen Downloadshop für Spiele an. Noch ist das Angebot im offenen Betatest und beschränkt sich auf Gelegenheitsspiele und US-Kunden.

» Amazon eröffnet Downloadshop für Spiele – Golem.de

 

Musikeranalyse
Band Metrics will Musikern helfen, den Erfolg ihrer Musik online zu verfolgen.

» Band Metrics: Music Analytics Service Readies Public Beta – ReadWriteWeb

 

Hier erscheinen von Montag bis Freitag ausgewählte Links zu lesenswerten Texten und aktuellen Entwicklungen.

Wie sich ein hochbezahlter Redakteur durch den Alltag mogelt

Schon wieder ein anonymer Brief – aber diesmal schreibt ein Festangestellter. Sein Alltag in der Redaktion: Kaffee schlürfen, beschäftigt tun, Raucherpausen und aufs Gehalt warten.


Wie sieht es eigentlich in einer Zeitungsredaktion in Deutschland aus? Alle unmotiviert und arrogant? Gar drogenabhängig? Sicher nicht. Aber einige Redaktionsmitglieder gibt es schon, die schon seit Jahren, seit Jahrzehnten in den Redaktionen rumfläzen oder rumlungern und im besten Fall die Kollegen nicht von der Arbeit abhalten. Sie sind da, weil sie von Rechts wegen nicht so leicht gekündigt werden können. Man kriegt sie nicht weg, weil es ein Unternehmen viel Geld kostet, sich von einem Journalisten, der 15 oder 20 Jahre im Unternehmen verbracht hat, zu trennen.

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Jamendo:
GEMA war gestern

Die Musikplattform Jamendo bietet ab sofort ein Lizenzierungsportal für gewerbliche Nutzung von auf Jamendo gehosteter Musik auch für Deutschland an. Ein Angriff auf Verwertungsgesellschaften wie die GEMA in Deutschland.

Jamendo ist eine Musikplattform, auf der Musiker ihre Musik hosten können. Die auf Jamendo verfügbare Musik wird unter Creative-Commons-Lizenzen veröffentlicht. Die Musikdateien werden bandbreitenschonend teilweise über BitTorrent verteilt.

Jamendo dürfte die weltweit größte Plattform mit freier Musik sein. Mittlerweile findet man dort über 15.500 Alben. Auch die Community um die Musik ist äußerst rege: Auf Jamendo werden über 488.000 aktive Mitglieder gezählt.

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Übernahme:
Lifestream.fm-Mutter construktiv kauft FreundeNews

Konsolidierung im Bereich der Lifestreamingdienste: construktiv, das Unternehmen hinter Mister Wong und Lifestream.fm, übernimmt den kleineren Konkurrenten FreundeNews.

FreundeNews
FreundeNews
Update am Ende das Artikels

Noch bevor Lifestreaming, also das Aggregieren von Aktivitäten von verschiedenen Social-Web-Diensten, in Deutschland seinen Durchbruch erlebt, beginnt bereits die Konsolidierung des bisher kleinen Marktes. Die Berliner Internetagentur und Mister Wong-Mutter construktiv hat den Lifestreaminganbieter FreundeNews für eine nicht näher genannte Summe übernommen. Das bestätigte construktiv-Pressesprecher Christian Clawien im Gespräch mit netzwertig.com.

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Linkwertig:
Realtimeweb, Online-TV-Programmplaner, Skype 4.0

netzpolitik.org und das Realtimeweb
Dass netzpolitik.org von der deutschen Bahn gestern abgemahnt wurde, dürfte mittlerweile nahezu jeder im Web erfahren haben. Ich möchte in diesem Zusammenhang lediglich auf die beachtliche Sogwirkung hinwirken, die durch das Realtimeweb entstand:

Zum ersten Mal hab ich bewusst bemerkt, wieviele Follower ich bei Twitter habe, denn die Weiterleitungen meines Hilfe-Tweets hören gar nicht mehr auf. Und in der nächsten Welle kamen die Blog-Postings. Und innerhalb ganz weniger Stunden schwappt die Geschichte gerade in die Mainstream-Medien rüber. Und findet sich von Spiegel bis Heise auf immer mehr News-Seiten. Auch bekam ich schon Hilfsangebote aus den Reihen der Grünen, der FDP-Fraktion und der Linksfraktion, die das thematisieren wollen.

Diese Geschwindigkeit hat eine neue Qualität und dürfte den Abmahner auf dem falschen Fuss erwischt haben.

» Die Welle nach der Abmahnung : netzpolitik.org

Android-Apps
Auf dem 2-Blog werden nützliche Applikationen für das noch junge Google-Betriebssystem für Mobilgeräte zusammengestellt.

» Die besten Android Apps | 2-Blog

TV-Programm-Sites
Unsere Kollegen von medienlese.com haben den Status quo von Online-TV-Programmplanern untersucht und geben den Betreibern außerdem Tipps.

» Bye-bye Programmies: Im Internet gibt’s was zu sehen » medienlese.com

E-Reader
Sony bringt den PRS-505 nach Deutschland. Noch vor Amazons Kindle.

Bereits einen Tag vor Messebeginn [der Leipziger Buchmesse, Anm. d. Bl.] werde der Sony Reader am 11. März unter anderem in 230 Filialen der Buchhandelskette Thalia erhältlich sein. “Unter anderem” deshalb, weil als zusätzlicher Vertriebspartner nun auch der Buchhandels-Grossist Libri mit an Bord ist.

» Jetzt geht’s los: Sony eröffnet den deutschen E-Book-Markt – SPIEGEL ONLINE

siehe zum Thema auch bei uns:

» Zur Zukunft von gedruckten Büchern und E-Readern » netzwertig.com

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