Die Satire-Website eines Deutschen zeigt die Verunsicherung der helvetischen Qualitätsmedien – und einen gefährlichen Trend: Die Streichung des journalistischen Relevanzkriteriums.
“All the news that’s fit to print – alle Nachrichten, die den Abdruck wert sind”: Der Slogan der New York Times gibt auch im Informationszeitalter noch ein gutes Motto ab. Vielleicht müsste man es aber konkretisieren: Lag die Betonung bisher auf der Vollständigkeit der Berichterstattung, so müsste sie im Internet-Zeitalter auf der bewussten Auslassung liegen.
Mike Masnicks unzählige Artikel auf Techdirt zum Thema Musikbranche und Internet haben erheblich dazu beigetragen, dass ich die ökonomische Situation, in der sich Musiker heute und in der Zukunft befinden und die damit einhergehenden Möglichkeiten verstehen konnte.
Mike Masnick befasste sich in seiner Präsentation auf der MidemNet ausführlich mit NINs Trent Reznor und dessen Experimente im Umgang mit dem Web. Besonders für Skeptiker eine sehr sehenswerte Zusammenfassung.
Für tagesanzeiger.ch und 20minuten.ch gibt es kein Halten mehr: Die Schweizer Internet-Statistik Net-Metrix-Audit zeigt neue Rekordzahlen für den Januar.
Neues Jahr, neues Glück: Der chronisch schwache Dezember ist vergessen, die Schweizer Klick-Statistik Net-Metrix-Audit zeigt für den Januar weitgehend Entspannung. Für 135 der beobachteten Websites ging es in Sachen Visits wieder bergauf, nur 33 Angebote verloren im Vergleich zum Vormonat weiter, klassische Online-Medien kaum darunter. Wer im Januar nicht an den November anknüpfen konnte, braucht zumindest eine gute Ausrede.
Deutschlands mitgliederstärkstes Social Network studiVZ scheint erkannt zu haben, was 2009 das Wachstum treibt: die mobile Nutzung. Heute wurde der Start einer iPhone-Applikation angekündigt. Eine plattformunabhängige mobile Site lässt weiter auf sich warten.
studiVZ auf dem iPhone
Was die mobilen Zugriffsmöglichkeiten von Deutschlands führenden Social Networks angeht, sah es bisher alles andere als rosig aus. Nur rund die Hälfte der tonangebenden Netzwerke bietet speziell für Handys angepasste Sites. Anbieter lassen damit wertvolles Potenzial ungenutzt, bestehende Mitglieder enger an sich zu binden und ihre Plattformen mit Hilfe von Nachrichten- und Chat-Funktionen als Ersatz für E-Mail und gar SMS zu etablieren.
Neue Medien, neuer Wahlkampf? Warum im deutschen Superwahl alle Hoffnungen auf eine Mitmach-Politik mit Blogs und Blockpartys à la Obama vergebens sind, erklärt Klaus Jarchow.
Das Superwahljahr 2009 soll also das Jahr werden, in dem endgültig die amerikanischen Wahlkampfmodelle in Deutschland Einzug halten sollen – insbesondere Obamas Online-Wahlkampf hat es den Politikern angetan. Nur leider bietet das Modell kaum Aussicht auf Erfolg in Deutschland. Gute Gründe hierfür hat uns bereits Jens Berger vom Spiegelfechter-Blog dort im neuen Freitag aufgezählt. Das Haupthindernis dürften in meinen Augen die Parteien selbst sein. Wer jemals erlebte, wie ein deutscher Politiker auf der berüchtigten ‘Ochsentour’ nach oben in den politischen Olymp gelangte, der weiß, dass von dort oben eben auch nur Ochsen herunterschauen können – und keine Vollblut-Charismatiker wie der Obama.
In 30 Tagen um die Welt
Ein Reise-Experiment der etwas anderen Art startet Paul Smith, ein Autor für den Guardian, am 1. März. Die 30-tägige Reise soll ihn so weit wie möglich tragen, das Besondere dabei: Unterkunft und Transport darf er ausschliesslich via Twitter organisieren.
Dalai Lama
Seit gestern twittert auch der Dalai Lama, genau genommen The Office of His Holiness the Dalai Lama, unter dem Twitter-Account OHHDL. Innerhalb von wenigen Stunden haben sich bereits mehr als 10.000 Follower eingefunden. Der erste kommunikative Ansturm ist dementsprechend gross, aber es scheint tatsächlich kommuniziert und auf Fragen reagiert zu werden.
His Holiness thought it was prudent to make his office open and assessable to a more youth and technologically advancing audience.
Update: Das Account wurde mittlerweile gesperrt. Nach Angaben einer Mitarbeiterin von Twitter war es wohl ein Imitator. Twitter wird aber versuchen, das echte Büro des Dalai Lama zum Twittern zu bringen.
Die rumänische Firma Norc ist schneller als Google und startet Street Views in Wien und einigen anderen osteuropäischen Städten.
Die Street View der Google Maps ist sicherlich eine der nettesten Errungenschaften des Web in den letzten zwei Jahren. Man kann Stunden damit verbringen, durch Gegenden zu streunen, in denen man gelebt hat, oder einen Eindruck von Orten zu gewinnen, die man besuchen möchte.
Doch seit die Street View im Mai 2007 in San Francisco, Las Vegas, Denver, Miami und New York gestartet ist, lässt sich Google etwas Zeit. Vor allem in Europa sind derzeit nur wenige Städte in Frankreich, Spanien und Italien erfasst.
norc Wien
Im deutschsprachigen Raum ist eine rumänische Firma Google zuvorgekommen und hat mit norc.at eine Street View für Wien lanciert.
Facebook öffnet seine Programmierschnittstelle (API) noch ein Stück weiter. Updates können jetzt direkt von Drittanbieter-Applikationen gesetzt und angesprochen werden.
Facebook, das weltweit mitgliederstärkste Social Network, hat weitreichende Veränderungen an seiner API vorgenommen. Die wohl wichtigste Änderung ist die Öffnung der Status-Updates. Applikationen können jetzt direkt Status-Updates, Links und Notes abfragen und setzen. Ebenso ist es nun über die API möglich, Videos auf Facebook hochzuladen.
In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal: Tagcrumbs – Plätze sammeln und entdecken; twittersphere – ein Aggregator von Links auf Twitter; und StreamDrag – ein Player für Musikvideos auf YouTube.
tagcrumbs
Auf Tagcrumbs kann man die eigenen Lieblingsplätze sammeln, mit Freunden teilen, oder die Plätze anderer erkunden. Flickr für Orte, wenn man so will.
Die Seite ist nett gemacht. Plätze werden mit einem Marker auf einer Map positioniert, können beschrieben und getaggt werden. Verschiedene Views – Tagcrumbs kann etwa auch in Google Earth importiert werden – ermöglichen in der Folge das Verwalten der eigenen Plätze, das Empfehlen an Freunde oder das Entdecken von Plätzen in der aktuellen Umgebung. Eine iPhone-App und Widgets sind geplant.
Nach den Zeitungen und Online-Diensten entdecken nun auch immer mehr Fernsehsender den Kurznachrichtendienst Twitter. Was dabei rauskommt?
Unter den klassischen Medien ist Springers Tageszeitung Welt Kompakt mit aktuell 2603 Followern nach wie vor unangefochtener Twitter-Spitzenreiter. So belanglos manche der sogenannten Tweets sein mögen – die Redakteure haben verstanden, dass Twitter mehr ist als eine Möglichkeit, Pressemeldungen oder aktuelle Nachrichten abzusetzen. Es gilt, Kontakte zu knüpfen, seinen Followern zuzuhören, Trends zu erkennen, Themen zu finden.
Doch wie sieht es mit den deutschen TV-Stationen aus, die zunehmend ihren Weg in die Welt des Microbloggings finden? » weiterlesen
Mit rightclearing startet restorm.com heute eine Plattform für private und gewerbliche Nutzer, um in drei Schritten Musiklizenzen für beliebige Projekte zu erwerben. » weiterlesen
Chirpify, ein junges Ein-Mann-Startup, möchte den E-Commerce im Umfeld sozialer Netzwerke vorantreiben und erlaubt das Kaufen und Spenden mit nur einem Tweet, in Echtzeit. » weiterlesen