Noch mehr Zitate:
50 waren nicht genug
Wie sieht die Zukunft der Medien aus – und welcher Platz bleibt für die gedruckte Zeitung? Wir haben 50 Zitate gesammelt, unsere Leser haben die Liste ergänzt.
Klaus Jarchow im Spiegel: Mit sogenannten “Grubenhunden”, bewusst lancierten Falschmeldungen, beschäftigt sich der aktuelle Spiegel. Anlass ist, klar, die Manipulation der Wikipedia durch einen jungen Journalisten, der dem neuen Wirtschaftsminister Guttenberg einen weiteren Vornamen verpasst hatte, der es bis auf die Titelseite der Bild-Zeitung brachte. Zu Wort kommt auch Klaus Jarchow “vom Weblog Medienlese”, der sich zum Spannungsverhältnis von klassischen Medien und Internet-Community äußert (Seite 55).
Die Medienschweiz wird zurzeit von einer tragischen Geschichte heimgesucht. Eine Frau wurde mit Schnittverletzungen an einem Bahnhof aufgefunden, wie sich später herausstellt, ist sie entgegen ihrer Angaben jedoch nicht schwanger und hat sich die Verletzungen womöglich selber zugefügt. Viele Online-Medien haben die Horror-Geschichte längst verbreitet – wie gehen sie nun mit den neuen Erkenntnissen um? Die NZZ schreibt im Artikel mit dem Untertitel “Wende bei angeblich rassistisch motivierter Gewalt an Brasilianerin“.
Von mehreren brasilianischen Zeitungen und in der Folge in erschreckendem Ausmass auch von Schweizer Online-Medien wurde der Fall zunächst weitgehend unreflektiert als fremdenfeindlicher Gewaltakt von Neonazis an einer Ausländerin rapportiert.
So muss man das sagen. Tagesanzeiger.ch schrieb am 11. Februar 2009:
Dieses Mal: 21Tweets – in 21 Tagen neue Gewohnheiten annehmen; Tweetshirt – Tweets auf T-Shirts drucken; und Gutscheine-Verkaufen – ein Marktplatz für Geschenkgutscheine.
Es dauert 21 Tage, heisst es, um eine Gewohnheit anzunehmen. Wer an 21 aufeinanderfolgenden Tagen an 21Tweets einen bestätigenden Tweet schickt, macht sich zu seines eigenen Glückes Schmied. Gewohnheiten werden bei 21Tweets als Hashtags verwaltet (etwa #Nordicwalking oder #Walkingthedog).
Von der Optik ist 21Tweets sicher nicht das hippste Twitter-Mashup, aber hier zählt die Idee.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Musik im Internet-Zeitalter
Spreeblick befasst sich ebenfalls mit diesem Thema. Rene Walter zeigt das Video der Präsentation über Trent Reznors Herangehensweise, das wir hier ebenfalls bereits behandelt haben, und fasst nochmal zusammen, was an der neuen Situation für den Hörer so toll ist und dass die Musiker keine andere Wahl haben, als zu tun, was wir hier breit diskutiert haben. Nichts Neues im Grunde.
Johnny Haeusler fasst in einem zweiten Artikel die Bedenken gegenüber den Modellen der Querfinanzierung zusammen und endet mit einem Wunsch nach All-in-one-Lösungen:
Dabei gäbe es soviel zu tun: Wann wurde der Song aufgenommen, wer hat ihn produziert und geschrieben? In welchen anderen Bands war der Gitarrist, wo finde ich das aktuellste Interview? Schickt mir eine Mail, wenn die Band auf Tour ist, gebt mir die einzelnen Tonspuren des Songs, damit ich damit meine eigene Version mixen kann, lasst mich die Karaoke-Version auf der nächsten Party verhunzen.
Solche Services kann eine neue Form einer Musikindustrie schaffen. Und wenn die Künstler der wichtigste Teil davon sind, würde ich dafür sogar bezahlen.
» Musik 2.0 – Eine Replik | Spreeblick
Hier noch einmal unsere Artikel zum Thema in der Übersicht:
» Wie Musiker in Zeiten des Internets Geld verdienen (können)
» Optimismus und Midem: Beispiele erfolgreicher alternativer Erlösmodelle für Musiker
» Wie Musiker mit dem Web Geld verdienen: Antworten auf Kritikpunkte
» Musik und Internet: Trent Reznors erfolgreiche Experimente (Video)
Vier Tage lang sei er ständig befragt worden, vier Tage ohne Schlaf, die Augen verbunden, die Hände meist gefesselt, berichtet Philip Rizk am Donnerstag nach seiner Freilassung. In der Nacht von Freitag auf Samstag war der 27-jährige Aktivist nach einer Demonstration für die Palästinenser in Gaza in der Nähe von Kairo festgenommen worden. Familie und Freunde organisierten daraufhin weltweiten Protest, die deutsche Botschaft schaltete sich ein, unter anderem New York Times, BBC, und der Guardian berichteten.
Entwickler und Mitgründer Dennis Blöte schreibt im venteria-Blog:
Here’s the deal: Verkaufsobjekt ist das komplette Projekt venteria, inklusive existierender Markenanmeldung (für Deutschland) und den Domains venteria.com und venteria.de (Google PageRank 5). Sowohl die Software (implementiert mit Ruby on Rails) als auch die Inhalte gehen in den Besitz des Käufers über – auf Wunsch kann auch das Hostingpaket (aktuell ein Virtual Server bei HostEurope) übernommen werden.
Einige Zahlen nennt Blöte auch. Für Januar 2009 sehen diese wie folgt aus:
- Unterschiedliche Besucher: 63363
- Anzahl der Besuche: 86627
- Seiten: 244527
- Zugriffe: 506890
Aber einen der wichtigsten und erfolgreichsten Aspekte hat Google die längste Zeit verschlafen: Das soziale Web. Auch wenn sich Google seit kurzem die Phrase ‘The web is better when it’s social’ auf die eigene Fahne schreibt und diese Woche sogar ein Social Web Blog gestartet hat, wirkt fast alles, was Google im Umfeld des sozialen Webs unternimmt, wie ein unbeholfener Versuch, die Elemente erfolgreicher Sites zu kopieren. Sozial ist nicht in Googles DNA.