Lasst sie nur reden:
Der Journalismus ist nicht tot

“Was ist schwarzweiß und total hinüber?”, fragt US-Talker Jon Stewart – und meint die Zeitung. Das Medienblog 10,000 Words hat deprimierende Zitate gesammelt.


Die Zukunft der Medien ist ja vielleicht düster, aber muss man gleich die Apokalypse herbeireden? Das US-Medienblog 10,000 Words ist sich sicher, dass sich die Medien zwar wandeln, der Journalismus aber sei gekommen, um zu bleiben. Wie das mit den neuen Medien und dem Journalismus zusammengeht, präsentiert das Blog tagtäglich. Trotzdem hat 10,000 Words eine ganze Reihe Aussagen über das vermeintliche Ende des Journalismus und die Krise der Zeitungen gesammelt. Zu lesen gibt’s wenig erbauliche Sprüchlein wie zum Beispiel:

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Internet-Fernsehen:
Hulu kappt die Kanäle

Sendungen der amerikanischen Fernseh-Website Hulu lassen sich nicht mehr über Boxee und TV.com ansehen – die Medienkonzerne begehen Selbstmord auf Raten, findet Andreas Göldi.

Auf Hulu lassen sich abgelegte Serien der Sender NBC und Fox ansehen – kostenlos, finanziert durch Werbung. Nur muss man dazu in den USA wohnen oder ein wenig tricksen, da das Angebot eine Ländersperre hat. Bisher konnte man Hulu auch über Boxee und TV.com ansehen – besonders praktisch, da man mit der Media-Center Software Boxee die Sendungen auch auf den heimischen Fernseher beamen konnte. Doch die Lieferanten der Inhalte machen Hulu Druck, die Sendungen gibt’s fortan nur noch über die Hulu-Website. Was das bedeutet, erklärt Andreas Göldi auf unserem Schwesterblog netzwertig.com.

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Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

PowerPoint, erstarre in Ehrfurcht:
Prezi revolutioniert Präsentationen

Präsentationen müssen nicht trocken und langweilig sein. Das beweist Prezi, ein neues Onlinetool aus Budapest, das PowerPoint so altbacken aussehen lässt wie einen Schwarz-Weiß-Fernseher.

Seit vielen Jahren ist Microsofts PowerPoint-Format der unangefochtene Standard für Präsentationen. Selbst wenn sich mit Onlinetools wie Google Docs, Zoho, SlideRocket oder Live Documents einige Services anschicken, die Dominanz des Microsoft-Klassikers anzugreifen, folgen auch diese Webalternativen dem bekannten Muster: Chart für Chart klickt man sich durch starre Darstellungen, die den Betrachter gelegentlich durch begrenzt gelungene Übergänge und Animationen zu beeindrucken versuchen – in der Regel vergeblich.

Prezi, ein kürzlich gestarteter Dienst aus Budapest, möchte das Image von Präsentationen gründlich entstauben und privaten sowie beruflichen Anwendern dabei helfen, die Zuhörer ihrer Vorträge durch eine anspruchsvolle visuelle Unterstützung ordentlich zu beeindrucken.

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Swiss Music Awards:
Musikblogger berichten live

Indie gegen Majors: ProSieben und 20 Minuten könnten live von den Swiss Music Awards berichten – stattdessen überlassen sie die Bühne den Musikbloggern von 78s.

Eintrittskarten gab es nicht zu kaufen: Am Donnerstag werden die Swiss Music Awards vor VIP-Gästen, Künstlern und Medienvertretern verliehen. Viva-Djane Jubaira Bachmann ist für das Schweizer ProSieben am roten Teppich – zu sehen gibt’s die Zusammenfassung der Preisverleihung aber erst einen Tag später, am Freitag um 20.15 Uhr. Auch 20 Minuten, das größte Schweizer Nachrichtenportal, ist im Zürcher Kaufleuten, macht Interviews – für den nächsten Tag, am Abend wird die Redaktion mit Agenturmaterial auskommen. Live von der Veranstaltung wird nicht berichtet. Wird es doch, aber nicht von den großen Medien:

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Hulu:
Medienkonzerne und ihr Selbstmord auf Raten

Aufregung in der amerikanischen Internet-Szene: Die Fernseh-Website Hulu zieht ihre Inhalte aus den Konkurrenzkanälen Boxee und TV.com ab. Droht bei den Fernsehinhalten ein weiterer desaströser Verteilungskampf nach dem Vorbild der beinahe ruinierten Musikbranche?

Hulu.com, eine gemeinsame Website der Medienkonzerne NBC und Fox, startete letztes Jahr zu lauten Spottrufen aus der Internetbranche. Inzwischen hat sich diese Recyclingsite für Fernsehserien allerdings ein stattliches Stammpublikum gesichert und viel Anerkennung gewonnen. Nicht wenige sahen in Hulu einen ersten Lichtblick in den sonst grandios erfolglosen Digital-Strategien der klassischen Medienkonzerne.

Besonders sympatisch an Hulu war bisher, dass die Inhalte über verschiedene andere Online-Kanäle zugänglich gemacht wurden, nicht zuletzt auf der Website TV.com des Konkurrenten CBS und über die kürzlich neu gestartete Mediacenter-Software Boxee.

Doch mit dieser einträchtigen Content-Teilerei ist nun plötzlich Schluss. Hulu kündigte heute zerknirscht an, sich auf Druck seiner Inhaltslieferanten aus diesen Alternativkanälen zurückziehen zu müssen.

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WAZ-Strategie:
Meinung als bloße Ware

Das geht doch gar nicht – vor allem nicht gut: Die Lokalteile von Westfalenpost und Westfälischen Rundschau für die Region Hagen sollen zusammengelegt werden.

Jedem Menschen gestehen wir einen Set an politischen und sozialen Grundüberzeugungen zu – natürlich auch Journalisten. Diese Überzeugungen wiederum formen das, was wir Persönlichkeit oder Charakter nennen.

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Linkwertig:
AGB, Wikianswers, Sevenload

Privatsphäre, Datenschutz und AGBs
Angesichts der aktuellen Facebook-Geschichte ein wenig Kontext von Silicon Alley Insider:

  • Google kann Email jederzeit ändern und löschen (Google “reserves the right (but shall have no obligation) to pre-screen, review, flag, filter, modify, refuse or remove any or all Content from any Service.”)
  • Man darf keine bösen Wörter auf AIM verwenden
  • YouTube behält hochgeladene Videos für immer

» Verizon’s Porn Ban And 3 Other Terms Of Service To Actually Freak Out About

 

Wikianswers

Das Ziel sei, sagte Wales im Interview mit Golem.de, eine Website aufzubauen, über die Nutzer möglichst schnell qualitativ hochwertige Antworten auf Fragen bekommen, die sie bewegen.

» Wikia startet deutsche Frage-Antwort-Seite – Golem.de

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Geschäftsbedingungen:
Das eigentliche Problem mit Facebook

Facebook krebst zurück: Die vor einigen Tagen veröffentlichten und kontrovers aufgenommenen neuen Geschäftsbedingungen werden züruckgenommen. Aber das Problem sind nicht die AGBs, sondern das, was diese Aktion über Facebook aussagt.

Wer noch daran gezweifelt hat, dass Social Media zumindest in den USA den Mainstream erreicht hat, brauchte gestern abend nur die amerikanischen Fernsehnachrichten zu verfolgen. Restlos jeder Sender berichtete zur besten Sendezeit über die Kontroverse, die Facebooks neue “Terms of Service” ausgelöst hatten.

Facebook hatte in seinen neuen Geschäftsbedingungen festgelegt, dass alle von den Usern hochgeladenen Inhalte (also Fotos, Videos, Texte, …) auch nach dem Löschen des Useraccounts weiter von Facebook nach Gutdünken verwendet werden können. Das kam bei den Usern vorsichtig gesagt nicht so gut an, und ein Sturm der Entrüstung brach los. Auch Erklärungsversuche von Firmenchef Mark Zuckerberg liefen ins Leere.

Nach nur zwei Tagen gibt Facebook jetzt klein bei und setzt die alten AGBs wieder ein, nicht aber ohne trotzig zu verkünden, dass man weiter an einer neuen Version arbeite, die auch die ungewaschenen Massen verstehen können.

So weit, so gut? Nicht ganz. Der Stil dieser Aktion sagt leider ziemlich viel über Facebooks Firmenkultur, Mentalität und zunehmend schwierigere geschäftliche Situation aus.

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Nicht verpassen:
Lokale Anzeigen als Chance

Kleine, regionale Unternehmen brauchen mehr als nur Anzeigen in Zeitungen und im Internet – Jeff Jarvis sieht hier Chancen für neue, zielgerichtete Angebote.

Die Hoffnung darauf, dass die Werbebuchungen kleinerer, lokaler Unternehmen das Nachrichtengeschäft im Internet finanzieren können, wird sich nur erfüllen, wenn diesen Unternehmen neue und bessere Angebote gemacht werden – und zwar, bevor Google das Feld besetzt hat. Das geht aus Studien von Webvisible und Nielsen hervor, über die MediaPost (via Marketing Pilgrim und Frank Thinking) berichtet hat. Sie zeigen, dass lokale Unternehmen in den USA sich aus den Zeitungen und Gelben Seiten verabschieden, mit Werbung im Internet aber noch unzufrieden sind und ihr nicht genügend Aufmerksamkeit widmen. Die Ergebnisse im Detail:

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Twitter-Nachrichten:
Mit twe2 zurück auf deutsche Mobiltelefone

Mit twe2 kehrt eine sehr beliebte Twitter-Funktion zurück auf Mobiltelefone außerhalb der USA: Private Nachrichten und Replies werden wieder kostenlos auf das Telefon weitergeleitet.

Es war eines dieser Twitter-Features, welches vielen Twitter-Nutzern hierzulande direkt an’s Herz gewachsen war und so war es umso bedauerlicher, als Twitter fast der kompletten Welt außerhalb der USA eröffnete, dass man sich seine Direktnachrichten und die Tweets ausgewählter Follower nun nicht mehr kostenlos auf sein mobiles Telefon schicken lassen kann. twe2 schickt sich nun an, diesen Makel zu beseitigen.

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