Businessnetzwerke:
LinkedIn startet deutsche Version

Konkurrenz für Xing: Das weltweit größte Businessnetzwerk LinkedIn startet seine deutsche Version.

Das 2003 gegründete Business-Netzwerk LinkedIn, das weltweit über 35 Millionen Nutzer vorweisen kann, startet heute mit einer eigenen deutschen Version.

Der FAZ gegenüber spricht LinkedIns Europa-Chef Kevin Eyres von einer halben Million deutscher Nutzer, die bereits auf LinkedIn angemeldet sind. In ganz Europa seien es neun Millionen LinkedIn-Mitglieder, wie der LinkedIn-CEO auch im Interview mit Arrington (siehe unten) erwähnt.

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Eilmeldung:
Facebook übernimmt studiVZ

Die Sensation ist perfekt: Facebook übernimmt das einst als Facebook-Klon gestartete studiVZ.

ACHTUNG SOLLTE JEMAND HIER INFOS HINZUFÜGEN VOR VÖ, AUTORENNAMEN AM ENDE DES ARTIKEL NENNEN (KURSIV).

TK= ZU ÜBERARBEITENDE UND/ODER VON AKTUALITÄT ABHÄNGIGE PUNKTE

studiVZ-logo
studiVZ-logo
Das von Holtzbrinck Anfang 2007 übernommene Social Network studiVZ wird von Facebook für TK übernommen.

Übernahmeinfos, Konditionen, Preis, etc.

was passiert mit meinvz, schülervz

Gegründet wurde studiVZ im Oktober 2005. In der Anfangszeit begleiteten vor allem Skandale das schnell wachsende Berliner Netzwerk. StudiVZ hatte Sicherheitsprobleme und das Design war offensichtlich von Facebook kopiert. Das dreiste Kopieren, bereits seit 2006 in deutschen Blogs dokumentiert, führte im Juli 2008 schließlich zur von vielen Beobachtern längst erwarteten Klage von Facebook gegen studiVZ.

Damals vermutete ich:

Möglich, dass Facebook über diese Klage nun versucht, den Kaufpreis zu drücken und letztlich StudiVZ für eine geringere Summe zu übernehmen und so mit einem Schlag zum größten deutschen SocialNetwork-Anbieter zu werden.

Im August wurde dann bekannt, dass Facebook tatsächlich Versuche unternommen hatte, seinen deutschen Klon zu übernehmen.

Anscheinend wurden hinter den Kulissen die Gespräche trotz oder wegen der Klage wieder aufgenommen.

Martin lag mit seiner Vermutung im Juli 2008, warum es studiVZ in einem Jahr nicht mehr geben könnte, also gar nicht so falsch:

Zugegeben, es ist eine gewagte These, aber die Chancen, dass studiVZ in einem Jahr noch als eigenständiges soziales Netzwerk existiert, sind gering. Da Facebook studiVZ öffentlich als Ursache für seinen Misserfolg in Deutschland ausgemacht hat, braucht es sich nicht mehr verstecken. Facebook wird alles tun, um seinen Nachahmer aus dem Weg zu räumen – was in diesem Fall eine Übernahme bedeutet.

studiVZ hatte während seines innovationsunfreudigen Bestehens einen negativen Einfluss auf die Mentalität der deutschen Webstartup-Szene. Meiner Meinung nach hätte ein technisch radikaleres Vorgehen mit Plattform und APIs (Programmierschnittstellen) studiVZ vor dem Bedrängnis aus dem Ausland retten können.

So aber sah studiVZ gegenüber dem mittlerweile weltweit größten Social Network Facebook technisch immer veralteter aus. Facebook konnte zuletzt 2 Millionen deutsche Nutzer TK AKTUALITÄT verzeichnen, fing also an, zuzulegen. Die Trennung des VZ-Netzwerkes in schuelerVZ, studiVZ und meinVZ hat dem Netzwerkeffekt entgegengearbeitet. Das Anfang Februar von RTL komplett übernommene wer-kennt-wen.de hat an Unique Visitors und Page Impressions zugelegt und zog bereits im Dezember 2008 in Page Impressions an studiVZ vorbei.

Und als wäre das alles noch nicht genug, kam die Monetarisierung nie richtig in Gang. Bannerwerbung auf Social Networks haben noch nie sonderlich gut funktioniert. Mangels technischer Weiterentwicklung blieben andere Wege studiVZ allerdings von vornherein verwehrt.

Angesichts der Wirtschaftskrise scheint Holtzbrinck nun endgültig der Geduldsfaden in Bezug auf das seit Bestehen defizitäre Netzwerk gerissen.

studiVZ wird ein Teil von Facebook und Facebook ist mit einem Schlag nicht nur global sondern auch lokal in Deutschland die übermächtige Social-Networking-Macht schlechthin.

xy hat an diesem Artikel mitgeschrieben.

Bye-bye Programmies:
Im Internet gibt’s was zu sehen

Von einfachen Listen bis zu multimedialen Communities mit individueller Planung: Wie das Fernsehprogramm aus dem Internet die gedruckten Programmzeitschriften ersetzt.


Ein wichtiges Segment im deutschen Zeitschriftenmarkt verliert an Relevanz: Die Programmzeitschriften kämpfen gegen sinkenden Auflagen, führen einen erbitterten Wettbewerb und verlieren Jugendliche ans kostenlos-Medium Internet. Aber noch immer haben es die Verlage nicht geschafft, eine neue Generation der Programmplanung fürs Netz zu schaffen. Stattdessen erwecken viele Online-Angebote den Eindruck, dass hier insgeheim eine ganz andere Agenda verfolgt wird: Bloß kein übersichtliches, multimediales Programm anbieten, damit die Leute weiterhin die bunten, gedruckten Hefte von TV 14 bis TV Movie kaufen.

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Eine Lösung für das
Spam-Problem?

Eine mögliche Lösung für Spam? Die Idee: Wie Spam aufgebaute Emails werden von Regierungsorganisationen verschickt. Wer auf die enthaltenen Links klickt, wird über die Risiken aufgeklärt. Die Spammer verlieren ihre Profitquelle.

Jeder, der länger als fünf Minuten einen Email-Account sein eigen nennen darf, kennt das Problem Spam:

unerwünschte, in der Regel auf elektronischem Weg übertragene Nachrichten [..], die dem Empfänger unverlangt zugestellt werden und werbenden Inhalt haben.

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Linkwertig:
eBooks, Rivva, Sevenload, Qype

eBooks
Exciting Commerce kontextualisiert ein Interview mit dem kaufmännischen Geschäftsführer des S. Fischer Verlags, in dem dieser recht ausführlich seine Ideen zur Preisgestaltung von eBooks beschreibt. In der doch etwas webfremden Wahrnehmung sind Datenautobahnen ganz sicher nicht billiger als echte Autobahnen. Insgesamt scheinen jedenfalls ganze Abteilungen bei S. Fischer damit beschäftigt zu sein, Kosten in eine mögliche digitale Distribution hineinzubauen.

» Debatte: Wieviel dürfen eBooks kosten?

Rivva
Rivva will den aus der Blogosphäre extrahierten Memen einen weiteren Hauch der Verbreitung verpassen und spendiert den Titelstories einen ‘Tweet’-Button. Weitergezwitscherte Tweets werden dabei von Rivva auch auf den jeweiligen Seiten für Artikel aggregiert.

» Caroline says I

Sevenload
Sevenload bekommt einen neuen Player. Wichtigste Verbesserung: Videos werden – sofern das Originalmaterial des Videos in High Definition vorliegt – auch in HD abgespielt.

» Neu: sevenload Videoplayer in High Definition und Itemsite

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Offene Antwort:
Vom Glück eines freien Journalisten

Die Freiberuflichkeit hat viele Vorteile – findet Don Dahlmann und hat gute Argumente gegen eine Festanstellung. Außerdem gibt’s fünf Tipps für angehende freie Journalisten.


Ich bin seit vielen Jahren freier Journalist und lebe ohne Festanstellung. Angefangen habe ich in den neunziger Jahren, wie so viele neben dem Studium. Dann folgten ein paar Jahre in verschiedenen Firmen, aber auch immer wieder unterbrochen von Phasen, in denen ich wieder solo unterwegs war. Meine letzte Festanstellung habe ich 2001 gekündigt. Freiwillig. Ich kann die Klagen des Kollegen an dieser Stelle nachvollziehen.

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3 Freemium-Strategien

Wir stellen drei verschiedene Herangehensweisen an das Freemium-Geschäftsmodell vor.

Über das Freemium-Geschäftsmodell, kostenlose Basisaccounts und kostenpflichtige Premiumaccounts anzubieten, haben wir einige Male berichtet. Auf dem Blog “Startuplessons learned” werden drei Strategien beziehungsweise Herangehensweisen an das Freemium-Modell identifiziert:

1. Kostenlos unterstützt Bezahlt: Hier opfern die Benutzer der kostenlosen Accounts ihre Zeit zum Nutzen der User mit Premium-Accounts. Das Blog führt als Beispiel Puzzle Pirates an. Andere Beispiele sind Sites mit User-Generated-Content, wo mehr bzw. besserer Content allen Usern oder speziell den Premium-Usern zugute kommt. Premium-Nutzer können dann schon per se mehr mit diesem Content anstellen, da ihre Accounts mit mehr Funktionalität ausgestattet sind.

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RTL übernimmt
“Volksnetzwerk” wer-kennt-wen.de

Die RTL Group, Deutschlands größter privater Fernsehsender, hat das populäre Social Network wer-kennt-wen.de komplett übernommen. Bereits vor knapp einem Jahr sicherten sich die Kölner 49 Prozent der Anteile an der populären Plattform, die auf dem Weg zum mitgliederstärksten Netzwerk Deutschlands ist.

RTL Interactive, die Onlinetochter von Deutschlands größtem TV-Konzern, hat ihre Beteiligung am schnell wachsenden Social Network wer-kennt-wen.de (WKW) auf 100 Prozent erhöht und das Kölner Unternehmen damit komplett übernommen. Das erfuhren wir aus Unternehmenskreisen.

Vor knapp einem Jahr hatte RTL 49 Prozent der Anteile am damals eine Million Mitglieder zählenden Dienst erworben. In den Folgemonaten wuchs WKW wie kein anderes deutsches Netzwerk und verzeichnet aktuell 5,5 Millionen Mitglieder – für RTL offenbar Argument genug, um sich die Plattform jetzt ganz einzuverleiben.

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Am Kiosk:
brand eins über Public Relations

Lernen vom PR-Berater der Maddie-Eltern: Die aktuelle brand eins beschäftigt sich mit Kommunikation und Public Relations. Inklusive einer Anleitung, wie man endlich diese Blogger versteht.

brand eins
brand eins
Das monatliche Wirtschaftsmagazin brand eins aus Hamburg fällt auf durch den stolzen Einzelverkaufspreis von 7,60 Euro – dafür kriegt man jedes Mal herausragenden Journalismus geboten. Die 148-seitige Februar-Ausgabe kümmert sich um ein Thema, dass auch medienlese.com-Leser interessieren könnte: Kommunikation und PR.

Sehr lesenswert ist das Interview mit dem PR-Mann der Eltern der vermissten Madeleine McCann, Clarence Mitchell. Der ehemalige Journalist gibt im Vorabdruck aus dem im Februar erscheinenden Buch “Skandal! Die Macht öffentlicher Empörung” (Affiliate-Link) Auskunft über seine Zeit als Berater der McCanns. Eine Tätigkeit, die sich überraschenderweise zum Geschäftsmodell entwickelte, denn er berät derzeit “drei andere Familien in ähnlich tragischen Situationen”. Sehr nachdenklich stimmen seine Worte über die zur wilden Meute mutierten Boulevardmedien, die nach einer Klage gezwungen waren, sich auf der Titelseite zu entschuldigen und Schadenersatz in der Höhe von 550.000 Pfund zu zahlen:

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Apps, RSS, APIs & Co.:
Alles viel zu kompliziert

Warum setzt sich RSS nicht durch? Warum tut sich Facebooks App-Plattform inzwischen so schwer? Warum scheint hingegen eine eigentlich primitive Website wie Twitter richtig durchzustarten? Die Antwort ist simpel: Weil Einfachheit im Konsumentenmarkt immer siegt.

Einer der intelligentesten Sätze über Technologie, die ich je gelesen habe, lautet:

“Konsumenten kaufen keine Systeme, sondern Produkte.”

Was ist damit gemeint? Wenn sich Firmen eine technologische Lösung kaufen, ist die Situation meistens komplex, und die Firma will eine umfassende Problembewältigung haben. Das erfordert fast naturgemäss eine komplexe, aus mehreren Komponenten bestehende, speziell angepasste technische Lösung — Eine Firma kauft ein System, kein isoliertes Produkt. Darum ist es kein Wunder, dass beispielsweise bei der Einführung eines Softwarepaketes à la SAP typischerweise nur etwa ein Viertel der Kosten auf die Soft- und Hardware entfällt und der Rest für Consulting-Dienstleistungen draufgeht. Das ist der Preis der Komplexität.

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