Cargo und Programm:
Hoffnung für Filmophile

Ole Reißmann, 26. Februar 2009 11:46 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Eine Alternative zum bunt-blöden Mainstream wollen Cargo und das Programm-Magazin bieten. Cargo gibt’s bereits gedruckt und im Netz – das Programm-Magazin sucht noch Abonnenten.

In Cargo gibt’s eine ganze Seite mit den Namen von hundert Filmen, die bislang noch nicht in P2P-Börsen raubkopiert werden – als Tipp für Programmkinos, die so mit exklusivem Programm Besucher in die verwaisten Säle locken können.

Gemacht wird Cargo unter anderem von Ekkehard Knörer, der in der Blogosphäre durch sein auf Antville beheimatetes Filmblog Jump Cut bekannt ist. Was man nicht alles schreiben könnte zu dieser textlastigen und leicht verkopften Zeitschrift – Dietmar Kammerer hat das in der taz bereits getan.

Nur so viel noch: Gemacht wird Cargo von Enthusiasten, ohne Verlag im Hintergrund, einfach so. Dazu gibt’s aktuelle Filmrezensionen auf der Website. Vielleicht ein Konzept, dass die Machern des Programm-Magazins Mut schöpfen lässt: Die auf Kultur ausgerichtete Fernsehzeitschrift, die Schund einfach weglassen will und dafür auf sonstwie wertvolles Programm hinweist, hat bisher keinen Verlag gefunden, eine Herausgabe im Selbstverlag wird dort überlegt. Konzept und Seiten aus dem Dummy, einer Testausgabe, kann man sich im Internet ansehen – und gleich ein Abo bestellen, auf dass die Macher mit ein wenig festen Kaufzusagen das Risiko eingehen, ein nischiges Printprodukt zu lancieren.

Und wenn hier schon lose assoziiert wird: Den Niedergang der einst so stolzen Filmzeitschrift Cinema zur listenlastigen PR-Abladestelle der Filmfirmen haben wir im September 2007 betrauert.

Links:

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Dieser Text ist mir was wert:

Weiterempfehlen

Mehr lesen

15.7.2008, 2 KommentareVanity Fair:
Porno, Adorno, Lifestyle

Die in letzter Zeit schön geschminkte und weichgespülte Vanity Fair bekommt Profil: Peter Praschl, zuvor Chefredakteur der eingestellten Matador, soll neuer Leiter des Kulturressorts werden.

3.7.2008, 0 KommentareLiteraturseite Mindestens haltbar:
Verfallsdatum abgelaufen?

Das Blog-Literaturmagazin Mindestens haltbar wird offenbar eingestellt. Wie der Chefredakteur mitteilte, habe die Agentur kein Interesse an einer Fortführung des Projekts.

Gratis-Streaming von Filmen: Voddler will zum weltweit  größten Filmdienst werden

7.6.2010, 4 KommentareGratis-Streaming von Filmen:
Voddler will zum weltweit größten Filmdienst werden

Europa fehlt, was die USA mit Hulu hat: Ein qualitativer, werbefinanzierter Gratis-Service zum On-Demand-Streaming von Filmen und Serien. Voddler hat große Ambitionen.

Schau an, Telekom: Videoload bekommt Gratisecke

27.2.2009, 6 KommentareSchau an, Telekom:
Videoload bekommt Gratisecke

Die Telekom will an digitalen Inhalten verdienen, nicht nur die Leitungen dafür bereitstellen. Auf Videoload gibt's jetzt auch werbefinanzierte Videos – aber nur für Windows-Nutzer.

31.7.2008, 2 Kommentare"The Dark Knight":
Böser Batman, mächtiger Film

Ein düsterer, bitterer Actionfilm voller tragischer und kaputter Charaktere sorgt für volle Kinos: "The Dark Knight", der achte Batman-Auftritt, bricht schon jetzt Zuschauerrekorde.

11.5.2009, 2 KommentareLong Hello and Short Goodbye

Was für ein Spaß. Fast zwei Jahre habe ich, die eckige schwarze Hornimitatbrille auf der Nase, was mit Medien gemacht. Gegen Geld aus der Schweiz.

7.5.2009, 30 KommentareG wie Google:
"Wenn wir nur noch die Hälfte der Journalisten hätten, wären es immer noch zu viele"

Das Magazin der Süddeutschen Zeitung widmet sich am 8. Mai 2009 der Zukunft der Medien. In Kooperation mit dem SZ-Magazin stellen wir hier ein Interview mit Jeff Jarvis zur Diskussion.

5.5.2009, 14 KommentareJournalismus 2.0:
Die Diskussion mitgestalten

Die Digitalisierung verändert mehr als das Medium. Was Journalisten tun können.

11.5.2009, 2 KommentareLong Hello and Short Goodbye

Was für ein Spaß. Fast zwei Jahre habe ich, die eckige schwarze Hornimitatbrille auf der Nase, was mit Medien gemacht. Gegen Geld aus der Schweiz.

1.5.2009, 19 KommentareUnd noch'n Gedicht:
Als Dank an meine Leser

30.4.2009, 8 Kommentaremedienlese.com:
Eine vorläufige Bilanz

Nach fast drei Jahren eingestellt, die Rubrik “6 vor 9” mit 2000 Euro Spenden in drei Tagen gerettet. Was soll dieses Blog? Wie hat sich die Medienlandschaft verändert in der Zeit?

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.