Cargo und Programm:
Hoffnung für Filmophile

Eine Alternative zum bunt-blöden Mainstream wollen Cargo und das Programm-Magazin bieten. Cargo gibt’s bereits gedruckt und im Netz – das Programm-Magazin sucht noch Abonnenten.

In Cargo gibt’s eine ganze Seite mit den Namen von hundert Filmen, die bislang noch nicht in P2P-Börsen raubkopiert werden – als Tipp für Programmkinos, die so mit exklusivem Programm Besucher in die verwaisten Säle locken können.

Gemacht wird Cargo unter anderem von Ekkehard Knörer, der in der Blogosphäre durch sein auf Antville beheimatetes Filmblog Jump Cut bekannt ist. Was man nicht alles schreiben könnte zu dieser textlastigen und leicht verkopften Zeitschrift – Dietmar Kammerer hat das in der taz bereits getan.

Nur so viel noch: Gemacht wird Cargo von Enthusiasten, ohne Verlag im Hintergrund, einfach so. Dazu gibt’s aktuelle Filmrezensionen auf der Website. Vielleicht ein Konzept, dass die Machern des Programm-Magazins Mut schöpfen lässt: Die auf Kultur ausgerichtete Fernsehzeitschrift, die Schund einfach weglassen will und dafür auf sonstwie wertvolles Programm hinweist, hat bisher keinen Verlag gefunden, eine Herausgabe im Selbstverlag wird dort überlegt. Konzept und Seiten aus dem Dummy, einer Testausgabe, kann man sich im Internet ansehen – und gleich ein Abo bestellen, auf dass die Macher mit ein wenig festen Kaufzusagen das Risiko eingehen, ein nischiges Printprodukt zu lancieren.

Und wenn hier schon lose assoziiert wird: Den Niedergang der einst so stolzen Filmzeitschrift Cinema zur listenlastigen PR-Abladestelle der Filmfirmen haben wir im September 2007 betrauert.

Links:

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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