Samstag App Fieber:
21Tweets, Tweetshirt, Gutscheine

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: 21Tweets – in 21 Tagen neue Gewohnheiten annehmen; Tweetshirt – Tweets auf T-Shirts drucken; und Gutscheine-Verkaufen – ein Marktplatz für Geschenkgutscheine.

21tweets
21tweets
21Tweets verwandelt den Microblogging-Dienst Twitter in eine Selbstmotivationsmaschine. Idee dabei ist, den Aufbau von positiven Gewohnheiten zu unterstützen, indem auf Twitter die Regelmässigkeit der damit verbundenen Handlungen dokumentiert wird.

Es dauert 21 Tage, heisst es, um eine Gewohnheit anzunehmen. Wer an 21 aufeinanderfolgenden Tagen an 21Tweets einen bestätigenden Tweet schickt, macht sich zu seines eigenen Glückes Schmied. Gewohnheiten werden bei 21Tweets als Hashtags verwaltet (etwa #Nordicwalking oder #Walkingthedog).

Von der Optik ist 21Tweets sicher nicht das hippste Twitter-Mashup, aber hier zählt die Idee.

tweetshirt
tweetshirt
Wer die Genialität der eigenen Tweets, oder auch der Tweets beliebiger anderer, als T-Shirt verewigen möchte, kann das fortan mit Tweetshirt tun. Nach der Auswahl des geeigneten Tweets wird man wahlweise zu Zazzle bzw. der TShirt.AG weitergeleitet. Dort ist das Tool zum Designen des T-Shirts dann mit dem Text des Tweets vorpopuliert.

Auch hier ist die Leistung weniger im softwaretechnischen, als im konzeptionellen Bereich anzusiedeln. Der Medientyp Tweet wird als Tweetshirt in die ‘reale’ Welt geführt, der eigene Körper wird zu einem Twitter-Client.

 

gutscheine-verkaufen
gutscheine-verkaufen
Auch Menschen die Möglichkeit zu geben, nicht wirklich ins eigene Lebenskonzept passende Geschenkgutscheine zu verkaufen, ist keine schlechte Idee. Gutscheine-Verkaufen ist ein Marktplatz, auf dem gut gemeinte, aber unglücklich gewählte Gutscheine verkauft bzw. gekauft werden können. Derzeit werden Gutscheine von 12 Anbietern unterstützt. Die Verkäufer erhalten zwischen 60 und 80% des Gutscheinwertes, verkauft werden sie bis zu 30% unter dem Gutscheinwert.

Kleine Nebenbemerkung: Gutscheine-Verkaufen läuft über mehrere Domains verteilt, mit jedem zweiten Klick landet man auf einer anderen, auch der Name wechselt gelegentlich. Wahrscheinlich freut das Suchmaschinen, aber mich macht so was nervös.

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Image Search by Drawing – nach Zeichnungen suchen; Vermisst Add-on – nach Vermissten suchen; und mahlzeit.tv – nach Rezepten suchen.

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28.1.2012, 0 KommentareSamstag App Fieber:
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vio:networks – ein virtuelles Büro; CentralStationCRM – leichtgewichtiges CRM; Userlike – Chat für Websites; und AgreeDo – Meetings koordinieren.

10 Kommentare

  1. Hans Hirse
    schrieb am 14. Februar 2009 um 11:55 Uhr (#)

    Ich kann dieses ganze Gehype um diese Spam-Schleudern und den ganzen Pseudosozial-Müll nicht mehr hören.

    Nur arbeitsscheues Gesindel kann diese Dienste überhaupt nutzen. Wenn jemand in meinem Betrieb diese Dienste nutzt oder darüber Interna verbreitet, der kann sofort gehen und braucht nicht wieder zu kommen. Geschäftskontakte werden auf klassischen Wegen geführt und revisionssicher verwaltet, sonst nix. Und wer sein ganzes Privatleben der Öffentlichkeit mitteilen muss, der hat eine Vollklatsche.

    Wer etwas zu sagen hat, der sollte entweder eine eigene Homepage betreiben, E-Mail oder Instant Messenger nutzen.

    Wer informiert sein will, der sollte einen Feedreader nutzen und möglichst viele Quellen anzapfen. Es ist doch egal, ob man es 5 Minuten früher oder später erfährt, wenn in China ein Sack Reis umgefallen ist.

    Alles Andere ist überflüssig und einfach nur ein Zeitfresser.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn der ganze Dreck crashed oder einfach nicht mehr so ein Hype darum gemacht wird, sondern sich die Internet-Aposteln mal wieder den wirklich wichtigen Dingen widmen würden.

    Hört auf die Leute mit dieser Zwitter-Face-Sch***e zu verdummen! Ihr seid nicht besser als das Randgruppen-TV.

    Gruß Hans Hirse

  2. Hans Hirse
    schrieb am 14. Februar 2009 um 12:06 Uhr (#)

    Vielleicht solltet Ihr lieber sowas Berichten wie: “Zwitter noch mehr Kohle in der Ar*** geblasen… wann platzt die Web 2.0-Blase?”

  3. bulldrinker
    schrieb am 14. Februar 2009 um 12:44 Uhr (#)

    Genau, immer schön andere Leute beschimpfen, nur weil man mit der Zeit nicht klar kommt! Aber in einem gebe ich meinem Vorposter Recht: 21tweets finde ich auch sinnlos!

  4. Felix A.
    schrieb am 14. Februar 2009 um 15:14 Uhr (#)

    Ich glaube auch manchmal Twitter User haben sehr viel Zeit und ein ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis.

    Das ist auch der Grund warum ich davon ausgehe, dass Twitter nicht auf lange Sicht Erfolg haben wird. Wenn ich mir meine WG-Mitbewohner so anschauen, welche aus jeweils einem Psychologie-, Bio-, und Chemiestudenten besteht, so bin ich mir zu 1000% sicher, dass diese niemals Twitter verwenden werden.

    1) die haben einfach nicht genug Zeit
    2) wollen sie nicht alles und überall mitteilen
    3) nutzen das Internet ohnehin vorwiegend passiv
    4) haben zuviele andere Hobbies im Real Life

    Andererseits bin ich der Meinung Twitter Meldungen haben in diesem Blog durchaus eine Berechtigung, da dieser doch auch sehr viele Tekkies anspricht. Lediglich davon auszugehen, dass Twitter ein Massenphänomen wird halte ich für falsch.

    Blogs sind übrigens auch nur eine gehypte Blase mMn. Oder verdient damit jemand richtig Geld?

  5. Holderiooooo
    schrieb am 14. Februar 2009 um 19:33 Uhr (#)

    Bin nicht einverstanden mit Hans Hirse. Heute hat Twitter einen Wert, weil es global gesehen immer noch ein sehr exklusiver Club ist. In Zukunft wird Twitter nicht mehr exklusiv sein, aber trotzdem einen Wert haben, nämlich den des Superkanals.

    Jemandem, der Interna ausplaudert, würde ich ebenfalls den Schuh geben. Hat mit Twitter allerdings wenig zu tun. Interna ausplaudern kann man auch beim Lunch im Szene-Restaurant oder am Mobiltelefon im Zug.

  6. Felix M
    schrieb am 14. Februar 2009 um 21:01 Uhr (#)

    Hallo Hans,

    du scheinst jemand zu sein der sich nicht dauernd mitteilen muss. Das ist deine Sache und stört oder erfreut mich in keinster Weisse.

    Was mich jedoch extrem stört ist, dass du

    1) unterstellst, dass alle regelmässigen Twitter Nutzer arbeitsscheu sind
    2) implizierst, dass ein Newsfeed mit Twitter oder ähnlichen Diensten verglichen werden kann

    Bezüglich deiner unflätigen Ausdrucksweisse solltest du vielleicht einmal einen Aggressionsterapeuthen aufsuchen.

  7. Schreibt hier auf dem Blog Markus Spath
    schrieb am 14. Februar 2009 um 21:32 Uhr (#)

    Über den Sinn oder Unsinn von Twitter wurde schon viel geschrieben, meistens wird es aus den falschen Gründer über- aber auch unterschätzt. Twitter ist etwas, was jeder für sich selbst erfinden muss. Wer dabei kreativ ist, für den ist Twitter ganz wunderbar, oft auch mit geringem Zeitaufwand; wem nichts einfällt, der kann auch ohne Twitter ein schönes Leben haben.

    Aber egal wie man zu Twitter steht – es handelt sich ganz sicher nicht mehr um ein Randphänomen für Geeks mit zu viel Zeit. In England ist Twitter mittlerweile eine der 100 meistbesuchten Seiten, auch weltweit dürfte es bald soweit sein.

  8. Felix A.
    schrieb am 14. Februar 2009 um 22:37 Uhr (#)

    Ich habe auch irgendwie das Gefühl, dass urplötzlich alle möglichen mainstream Nachrichtenportale wie Spiegel Online über Twitter berichten… das erinnert mich irgendwie an den Second Life Hype damals.

  9. a.
    schrieb am 15. Februar 2009 um 20:33 Uhr (#)

    Wer in neuen Applikationen wie z.B. Twitter nur Zeitfresser sieht, hat am Web und an “Technologie” einiges nicht verstanden und sitzt selber viel zu tief im “Randmedien-Matsch”, als dass er noch etwas sehen würde.

    Beispiel:
    Als Twitter noch die Option “Tweet2cellphone (SMS)” weltweit anbot (cellphone2tweet gibt es nach wie vor für alle), tat sich hier eine Kommunikationsmöglichkeit auf, die besonders für Afrika interessant und “affordable” war, da die Internet-/ Telefonnutzung in Afrika sehr teuer sein kann, aber oft auch die Infrastruktur einfach nicht vorhanden ist.

    Diese Idee, die Twitter hier entwickelt hatte, könnte die Kommunikationslücke in weiten Teilen Afrikas schliessen, und zwar schneller, als die Kupferpreise für Telefonkabel wieder sinken. Davon wiederum könnten Kleinunternehmer und medizinische Versorger profitieren, indem sie besseren Service und schnellere Hilfe leisten können.

    Der Vorzug einer beschleunigten Berichterstattung über Medienkanäle wie Twitter? Aus Krisenregionen vielleicht, wo Medien wie Blogs, Zeitungen, Rundfunk und TV staatlich zensiert werden – definitiv hilfreich, da eine echte Alternative.

    Aber darüber müssen wir uns hier ja keine Gedanken machen und können daher auch ruhig pöbeln.

    *kopfschüttel*

  10. Siegfried
    schrieb am 16. Februar 2009 um 17:11 Uhr (#)

    > Optik ist 21Tweets …
    Die haben wir jetzt ein bisschen aufgefrischt und um Kalender ergänzt.
    Das schöne an Twitter und seine Apps stellt für mich die Möglichkeit dar, ohne Login/Passwort Erweiterungen zu bauen, die sich Twitter zunutze machen. Wenn endilch OAuth für Twitter da ist, wird das dann endlich auch noch sinniger.

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