Schweinejournalismus, Medienwichser, Bla-Bla-Blogger und eine Sensation im letzten Teil unseres Rückblicks. Ein lesenswertes Jahr medienlese.com – und woran wir uns gern erinnern.
Da war doch noch was – der dritte und letzte Teil unseres Jahresrückblicks 2008. Von Januar bis April und Mai bis August sind wir schon gekommen, nun folgen die verbleibenden vier Monate.
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Soll man Blödsinn auch noch kommentieren? Das war mein erster Gedanke, als Robert Basic seine Schnapsidee verkündete, sein Blog Basic Thinking zu verkaufen.
Basic denkt (Neezee, CC-Lizenz)
Jetzt tut er’s tatsächlich – und es wird absehbar einer der inhaltsleersten Deals, für die jemals jemand auf Ebay Bieter suchte. Grundsätzlich – und vereinfacht gesagt – gibt es zwei Arten von Blogs: Portale, wie unser ‘Blogwerk’ hier, wo mehrere Autoren gewissermaßen eine Online-Redaktion bilden, unter einem gemeinsamen Dach arbeiten und verschiedene Unterblogs mit Inhalten füllen. Diesen Autoren gehört dieses Gebilde nicht, es gibt einen Besitzer, der natürlich sein Portal durchaus auch verkaufen könnte, ohne dass die Qualität sich dadurch notwendigerweise verändern würde: Die Autoren schreiben einfach weiter, sie verhandeln über ihre Vergütung jetzt mit jemand anderem, was nicht unbedingt schlechter oder ausbeuterisch ausfallen muss. Und ebensowenig muss das Portal durch einen Verkauf schlechter werden, die meisten Leser würden vermutlich noch nicht einmal einen Unterschied merken. Zu den Blogportalen zählen bspw. das
Bildblog oder auch das
Media Coffee Blog …
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Nicht nur Google bietet neben seiner Suche eine ganze Reihe nützlicher Onlinedienste. Auch Microsoft tut dies, primär unter seiner Marke Windows Live. Die Ansätze sind nicht schlecht, aber als Nutzer fühlt man sich schnell verloren.
Wenn man mehr als eine halbe Stunde braucht, um die Struktur und Zusammenhänge der Webservices eines großen Onlineanbieters zu verstehen, was verrät das dann über dessen zukünftige Erfolgschancen? Wie wahrscheinlich ist es, dass es ihm gelingt, einem deutlich überlegeneren Konkurrenten Paroli zu bieten? Ich spreche (natürlich) von Microsoft. Ich hatte mir schon länger vorgenommen, mich intensiver mit den Kommunikations- und Produktivitätswerkzeugen des IT- und Software-Riesens zu beschäftigen, die vor einiger Zeit unter der Marke
Windows Live gebündelt wurden.
Ähnlich wie Google bietet Microsoft mit Windows Live eine ganze Reihe kostenloser Services rund um Kommunikation, Social Networking und Produktivität. Während Google diese durch vorbildliche Pressearbeit und eine klare und differenzierte Struktur seiner Angebote erfolgreich bei den Internetnutzern bekannt gemacht hat, kann man dies vom Wettbewerber aus Redmond leider nicht sagen.
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Saarbrücker Zeitung und Saar TV starten eine eigene Nachrichtensendung – im Fernsehen und im Internet. Noch ist das ganze aber herzlich langweilig.
Print-Redakteurin Karoline Roos
Da bewegt sich was im Saarland: Die regionale Zeitung und ein kleiner Fernsehsender stemmen eine eigene Nachrichtensendung. “Saarland Aktuell” präsentiert täglich zwischen 18 und 21 Uhr zur vollen Stunde ein paar Minuten Nachrichten, berichtet der Branchendienst Kress. Wir haben uns
“Saarland Aktuell” am Dienstagabend auf den Seiten der
Saarbrücker Zeitung angesehen.
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Die wohl größter Nachricht von der Macworld: Apple killt DRM für über iTunes verkaufte Musik. Ab April werden alle Songs ohne DRM verkauft. Dafür werden die Preise der Songs variabel.
Im deutschen iTunes Store sind ab sofort auch “große Alben” für unter 7, 6 und 5 Euro erhältlich. iTunes-Nutzer, die dort bereits DRM-geschützte Musikstücke erworben haben, können für jeweils 30 Euro-Cent ihre Stücke “aktualisieren”, wie es Apple in einer Mitteilung ausdrückt.
Damit dürfte DRM endgültig zumindest für Musik tot sein. Siehe hierzu auch unsere Übersicht zu 6 geschlossenen DRM-Musikshops.
» heise online – Macworld: iTunes-Musik wird vom Kopierschutz befreit
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Bekanntlich hat netzwertig.com zwei Vorgänger-Blogs: Ursprünglich ist netzwertig.com aus medienkonvergenz.com hervorgegangen. Einige Wochen nach dem Start von netzwertig.com durften wir Martin Weigert und zweinull.cc bei uns begrüßen.
Von beiden ehemaligen Blogs sind noch Altlasten in Form alter Feeds vorhanden. Namentlich http://feeds.feedburner.com/medienkonvergenz und http://feeds.feedburner.com/zweinullcc. Beide Feeds werden wir nun am 13. Januar 2009, also heute in einer Woche, in Feedburner an den offiziellen netzwertig.com-Feed umleiten.
Aus Erfahrung wissen wir, das nicht jeder Feedreader mit dieser eigentlich für den Abonnenten nicht spürbaren Umstellung klarkommt. Deswegen kann es je nach verwendeten Reader dazu kommen, dass die alten Feeds nach der Umschaltung nicht mehr funktionieren. Deswegen empfehlen wir, sich nicht auf die Umleitung zu verlassen und den offiziellen Feed manuell zu abonnieren.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wer am Ende jeden Artikels von netzwertig.com im Feed die folgende Zeile vorfindet, tut gut daran, spätestens jetzt dem Aufruf in dieser Zeile zu folgen:
Bitte den neuen netzwertig.com-Feed abonnieren
Der offizielle netzwertig.com-Feed: http://netzwertig.com/feed/
Für alle, die RSS noch nicht benutzen: Hier eine Einführung in das Thema RSS von unseren Kollegen bei medienlese.com. Und noch ein ausführlicher Artikel von Martin zum Thema RSS auf netzwertig.com.
Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind 2008 viele Startups an den Start gegangen. Nicht wenige Anbieter sind oft naturgemäß keine Erwähnung wert. Von denen, die sich von der Masse abheben, haben wir die unserer Meinung nach neun besten, ausgeklügelsten und erfolgversprechendsten Startups ausgesucht und stellen sie hier vor.
Die von uns ausgewählten neun besten neuen Startups 2008 sind: Wuala, Amiando, Mento, berlin.unlike, Statista, SoundCloud, Songbeat, picabee und wer-kennt-wen.de.
Im Folgenden stellen wir jedes Startup einzeln kurz vor. Sie werden in keiner bestimmten Reihenfolge vorgestellt, stehen also alle auf einer Stufe.
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Futter für den Feedreader: Wir haben 20 Medienblogs und -seiten zusammengestellt und in eine Datei gepackt, die sich mit einem Klick in RSS-Reader übernehmen lässt.
Was RSS bedeutet und warum das für Journalisten interessant ist, haben wir
hier vorgestellt. Nun gibt es Futter für den Feedreader – 20 RSS-Feeds, Medienblogs und ein paar wenige Medienseiten. Eine bunte Auswahl von persönlichen Seiten und Medienblogs, die sich ganz einfach in den eigenen Feedreader importieren lassen. Ein paar wenige Klicks reichen aus – dazu nur unsere Datei herunterladen und im Feedreader auf “Import” gehen (zum Beispiel bei Bloglines unten links, beim Google Reader unter “Settings” oben rechts und dann “Import/Export”) und die vorher von uns heruntergeladene Datei auswählen. So einfach!
» Unsere Datei und welche Medienblogs dabei sind
Mit RSS kann man sich seinen persönlichen Nachrichtenticker zusammenstellen. Hunderte Websites, Nachrichtenportale und Blogs, lassen sich so blitzschnell lesen.
Was interessiert mich RSS?
In Redaktionen gibt es ungeheuer praktische Programme, mit denen die aktuellen Meldungen von Nachrichtenagenturen abgerufen werden können. Automatisch laufen die Nachrichten über den Ticker – und als Journalist schaut man zu, pickt sich eine Meldung raus oder durchsucht das Tagesprogramm nach einem bestimmten Stichwort oder Ressort.
Das alles gibt es so ähnlich auch für Websites, Nachrichtenportale und Blogs. Viele Seiten lassen sich wie Nachrichtenagenturen abonnieren. Künftig lassen sich die neusten Artikel aller bestellen Seiten unter einer Oberfläche ansehen – Tausende Quellen, Hunderte Websites, ganz einfach, praktisch und übersichtlich. RSS-Feeds sind in etwa so wie Newsletter, nur ohne E-Mail. Dafür muss keine Extra-Software installiert werden – wir zeigen, wie es geht.
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Glückwunsch zum 65. Geburtstag: medienlese.com-Autor Ronnie Grob hat dem Schweizer Alphajournalisten Frank A. Meyer einen Brief geschrieben.
Gratulation, Würdigung – und Kritik: Ronnie hält Frank A. Meyer die eigenen Ansprüche an den Journalismus vor und fragt, inwiefern diese denn bei “seinem” Verlag Ringier noch gelten. Den ganzen Brief gibt es in Ronnies Blog, hier ein Auszug:
“Sie prangern an, dass Journalisten nicht mehr raus gehen, keine Meinung mehr haben. Richtig, meine Rede! Ist Ihnen aber schon aufgefallen, dass das besonders in dem Ihnen doch sehr nahe stehenden Ringier-Verlag der Fall ist? Dass genau dort alle, die mitarbeiten und über die geschrieben wird, perfekt zurechtgeschliffen werden und dann sind? Und darum alle irgendwann glänzen wie der Kopf von Marc Walder? Dass Sie, jedenfalls in der Führungsebene, eines der letzten selbständig denkenden und lebenden Elemente waren in diesem Verlag? Sie wissen schon: Menschen! Nicht so gesichts- und charakterlose Manager…”
Mehr über die Wunschwelt-Blasen des Linkspopulisten Frank A. Meyer hier auf medienlese.com.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.