Linkwertig:
Twitter, Comscore, FluidDB, Kevin Kelly

Twitter
TechCrunch will aus informierten Kreisen wissen, dass bei Twitter eine weitere Finanzierungsrunde in der Höhe von 20 Mio. Dollar bei einer Bewertung von 250 Mio. im Raum steht.

» Twitter Raising New Cash At $250 Million Valuation

Eine Milliarde Internetbenutzer
Laut Comscore wurde im Dezember 2008 das erste Mal die eine Milliarde Internetbenutzer-Marke geknackt. Deutschland ist mit 37 Millionen Nutzern nach China, USA und Japan die viert-aktivste Nation.

» Global Internet Audience Surpasses 1 billion Visitors, According to comScore (via)

Warteliste
FluidDB wartet mit einer innovativen Form der Voranmeldung für den kommenden Webdienst auf: Wer dem Twitter-Account folgt, bekommt den eigenen Twitternamen bei FluidDB reserviert. In weniger als 24 Stunden haben sich bereits mehr als 1000 Wartende versammelt.

» FluidDB domain names available early (and free) for Twitter users

Wo bin ich?
Ein Artikel, wie er eigentlich nur in Wired stehen kann: Mathew Honan macht sich selbst zu einem ‘geo-guinea pig’, indem er einige Wochen sein Leben mit allen zur Verfügung stehenden Geo-Anwendungen registriert und publiziert.

» I Am Here: One Man’s Experiment With the Location-Aware Lifestyle (via)

Digitale Güter
Kevin Kelly sinniert über den Übergang vom Besitz hin zum universellen Zugang von Produkten, von dem nicht nur Musik, Bücher und Videos betroffen sein werden.

The trend is clear: access trumps possession. Access is better than ownership.

» Better Than Owning

Hier erscheint von Montag bis Freitag ein ausgewähltes Link-Potpourri. Viel Spaß bei der Lektüre!

Savianos “Gomorrha” (1):
Im Reich der Camorra

Mit “Gomorrha” legte Roberto Saviano eine beeindruckende Recherche über die Mafia vor – eine Reportage in Buchform. Ronnie Grob ist mitgereist, vier Blogeinträge sind das Ergebnis.

Zu Weihnachten habe ich ein bemerkenswertes Buch geschenkt gekriegt: “Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra” von Roberto Saviano. “Gomorrha” ist sowas wie eine einzige lange literarische Reportage, 365 Seiten, die sich mit einem Thema beschäftigen: der Camorra. ‘O Sistema. Der organisierten Wirtschaftskriminalität rund um Neapel. Während es unsere Lokalzeitungen oft nicht mal wagen, sich mit den Lokalfürsten anzulegen, hat sich Saviano einen furchtbaren Gegner ausgesucht.

» weiterlesen

Wie Musiker mit dem Web Geld verdienen:
Antworten auf Kritikpunkte

Zu den Aussagen in meinem Artikel “Wie Musiker in Zeiten des Internets Geld verdienen (können)” entstand eine rege Debatte in den Kommentaren und auf anderen Blogs rund um die geäußerten Thesen und Empfehlungen an die Musikbranche. In diesem Artikel versuche ich, auf die am häufigsten geäußerten Kritikpunkte einzugehen.

Die zwei wesentlichen Punkte meiner Ausführungen zur ökonomischen Situation und den daraus entstehenden Konsequenzen für Musiker lassen sich wie folgt zusammenfassen:

1. Musikdateien können ohne Kosten kopiert und verbreitet werden.

2. Musiker können in Zeiten des Webs nicht nur ebenso gut, sondern auch besser verdienen als in den Zeiten, als es nur physische Tonträger gab, indem sie die Kosten für die Musikaufnahmen nicht durch den Verkauf der Kopien dieser Aufnahmen versuchen einzunehmen, sondern über andere Wege. Die erfolgversprechendste Strategie ist, die digitalen Musikaufnahmen stattdessen kostenfrei unter das Volk zu bringen, um so den eigenen Bekanntheitsgrad zu maximieren. Und diesen dann mit dem Verkauf knapper Güter in Einnahmen zu verwandeln.

Zur detaillierten Argumentation siehe den ursprünglichen Artikel.

Kommen wir nun zu den am häufigsten geäußerten Kritikpunkten. Die Kritikpunkte sind fett hervorgehoben, darunter stehen meine Antworten.

» weiterlesen

Sex-Werbung:
Heise hat’s nötig

Deutschlands geilstes Portal, der Heisetreff? Nicht ganz – aber das kostenlose Anzeigenportal aus dem Haus der c’t wirbt für eine “kostenlose Sex-Community”.


An einem Sonntagnachmittag sieht die Website des Heisetreffs schon aus wie Bild.de spät nachts: Erotik-Werbung in Text und Bild prangt am rechten Seitenrand, das Angebot ist eindeutig – so eindeutig wie viele der Kontaktanzeigen auf der Plattform.

» weiterlesen

Samstag App Fieber:
Cobocards, tweet-rank, wunschlikör

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: Cobocards – mit Online-Karteikarten lernen; tweet-rank – ein Twitter-Analysetool; und wunschlikör – eigene Liköre mischen.

cobocards
cobocards
Cobocards ist ein schickes Tool zum (sozialen) Lernen mit Karteikarten. Alleine oder vorzugsweise in Gruppen können Karteikarten erstellt, in Kartensätzen organisiert und in der Folge gepaukt werden. Die Teammitglieder können sich dabei auch gegenseitig abfragen und bewerten, der eigene Lernfortschritt wird entsprechend visualisiert.

Karteikarten können auch ausgedruckt oder veröffentlicht werden.

» weiterlesen

Online-Fieber beim ZDF:
“Ich blogge, weil …”

Die Info-Elite des ZDF lässt sich zum Bloggen herab: Neun Journalisten und drei Journalistinnen begleiten das Superwahljahr im Internet. Ist das die Zukunft des Journalismus?

Wahlbog des ZDF (Screenshot)
Wahlbog des ZDF (Screenshot)

Dankenswerterweise hat uns Thomas Knüwer auf das neue Gemeinschaftsblog des ZDF zum Superwahljahr hingewiesen. Doch er kapriziert sich dort – arg einseitig – auf die Anspracheverrenkungen des Eckart Gaddum (“Hallo, liebe Blogger …” – “Hallo, lieber Eckart“), dabei wären in meinen Augen die besinnlichen Sätze seiner Mitblogger dort viel ergiebiger gewesen.

» weiterlesen

Monty Python steigert DVD-Verkäufe um 23000 Prozent, dank kostenloser YouTube-Videos

Wenn wir hier immer wieder auf die Macht, kostenlos über das Internet verbreiteter Produkte verweisen, weil sie unter anderem hervorragende Werbung für den Rest des Angebots sind, werden immer wieder die Einwürfe gebracht:

  • dass niemand davon leben könne, Produkte zu verschenken,
  • dass man sich dann Peanuts begnügen müsste,
  • und das man das Freerider- bzw. Trittbrettfahrerproblem massiv bekämpfen muss, um maximale Gewinne einfahren zu können.

Die Kritiker ignorieren dabei natürlich die neuen Gesetzmässigkeiten des Internetmarktes und vor allem das Potential, das man bei einer intelligenten Herangehensweise abschöpfen kann.

Das jüngste Beispiel ist die UK-Komikergruppe Monty Python:

» weiterlesen

Fünf Twitter-Tools für Journalisten

Durchblick im Twitter-Dschungel? Mit den richtigen Twitter-Tools kein Problem. medienlese.com zeigt fünf Werkzeuge, die Journalisten die Arbeit im Microblogging-Kosmos erleichtern.

Von Carolin Neumann

Die Blog-Suchmaschine twingly macht neuerdings auch die Suche in Microblogs möglich. Ihr Vorteil gegenüber anderen Such-Tools: Neben Twitter können auch andere, weniger bekannte Dienste wie Identica oder Jaiku in die Suche mit einbezogen und nach Belieben herausgefiltert werden.

Mit dem Firefox-Addon Power Twitter kann außerdem in den Updates einzelner Twitterer nach Begriffen gesucht werden. Das Addon hält noch andere Extras bereit, zum Beispiel werden in manchen Fällen statt der URLs die Titel einer Website im Tweet angezeigt – das steigert die Übersichtlichkeit und hilft bei der Auswahl.

» weiterlesen

Optimismus und Midem:
Beispiele erfolgreicher alternativer Erlösmodelle für Musiker

Auf der Musikmesse Midem haben mehrere Musiker ihre erfolgreichen Versuche vorgestellt, Geld abseits des langfristig zum Scheitern verurteilten Verkaufs von digitalen Musikaufnahmen zu verdienen.

Michael Masnick war auf der Musikmesse Midem und berichtet auf Techdirt von dort vorgestellten innovativen und erfolgreichen Ansätzen von Musikern, Geld zu verdienen.

Die vorgestellten Beispiele fallen allesamt in die von Masnick, mir und anderen propagierten neuen Erlösmodelle für Musiker, die den Möglichkeiten als auch den veränderten Rahmenbedingungen des Webzeitalters Rechnung tragen.

Ich fasse einige der Beispiele kurz zusammen:

» weiterlesen

Präventive Überwachung:
“Nicht vom Büro aus anrufen”

Wer mit wem: Seit Anfang des Jahres werden in Deutschland Verbindungsdaten gespeichert. Wie Journalisten darauf reagieren können, erklärt Markus Beckedahl im Interview.

Was hat sich für Journalisten mit dem 1. Januar verändert – was müssen sie beim Umgang mit Quellen und Kontakten beachten?

Die Vorratsdatenspeicherung ist für das Internet in Kraft getreten. Damit kann festgestellt werden, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS wird auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten.

» weiterlesen