Fotostrecke:
Journalisten in Guantanamo

Soldaten beim Freizeitspaß, blitzsauberes Gefängnis: Rodrigo Abd zeigt, was Journalisten auf dem US-Militärstützpunkt Guantanamo präsentiert bekommen und wie ihre Arbeit zensiert wird.

Die Bildagentur Keystone hat ihren Kunden Bilder des AP-Fotografen Rodrigo Abd vom US-Militärstützpunkt Guantanamo auf Kuba zur Verfügung gestellt – und damit auch uns. Wir zeigen eine Auswahl von neun Bildern, die man sonst nicht häufig in den Medien finden. Zu sehen sind Journalisten bei ihrer streng kontrollierten Arbeit und Soldaten, die das gerade aufgenommene Material durchsehen. Dazu Bilder vom Freizeitleben der Soldaten beim Wasserski oder Sonnenbaden, die ganze groteske Normalität eben. Natürlich sieht Guantanamo auf den freigegebenen Bildern aus wie ein sauberer Freizeitpark – und nicht wie ein Hochsicherheitsgefängnis, in dem rechtswidrig Gefangene gefoltert wurden.

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Die Bilder hat der mehrfach preisgekrönte argentinische Fotografen Abd Mitte Mai 2008 aufgenommen. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Aufnahmen von Gangmitgliedern in einem Gefängnis in Guatemala.

Über den Umgang der deutschen Medien mit Guantanamo und zur aktuellen Diskussion um die Aufnahme unschuldig Inhaftierter hat sich Roger Willemsen gerade in einem taz-Interview geäußert. Es ist mit Anlass für uns, die Fotos aus dem vergangenem Jahr zu zeigen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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3 Kommentare

  1. netzhappen
    schrieb am 26. Januar 2009 um 14:33 Uhr (#)

    Beim Boston Globe wurde im Dezember eine weitere Fotostrecke von Guantanamo veröffentlicht. Darunter viele bemerkenswerte Fotos:

    http://boston.com/bigpict…_guantanamo_bay.html

  2. Manuel
    schrieb am 26. Januar 2009 um 14:50 Uhr (#)

    Warum postet ihr nicht einfach die Fotos, sondern fangt nun auch mit diesem “Fotostrecken”-Mist an, um die page impressions künstlich zu erhöhen?

  3. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
    schrieb am 7. Februar 2009 um 06:45 Uhr (#)

    @Manuel: weil Deine Spende für unsere tägliche Arbeit bis heute noch nicht eingetroffen ist?

    Im ernst: es ist kein Geheimnis, dass wir uns über Werbung finanzieren, und die Werbewirtschaft will derzeit PI sehen. Irgendwo habe ich über Dich gelesen, dass Du gerne für mehr Geld weniger arbeiten möchtest. Nun, uns gehts eigentlich genau gleich.

    Im übrigen sind unsere Spalten zu schmal für die Bilder.

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