Medien unter Druck:
Das Gespenst Staatsfinanzierung

Soll der Staat den Medien helfen? Eine Stiftung für unabhängigen Journalismus gründen, die aufwendige und kostenintensive Arbeit der dpa unterstützen?

Ein Marktversagen auf dem Zeitungsmarkt könne sich keine Demokratie leisten, schrieb Jürgen Habermas anlässlich des Verkaufs der Süddeutschen Zeitung. Das war vor zwei Jahren, man fürchtete den Einstieg Rendite-hungriger Investoren, der seriöse Journalismus stand auf dem Spiel – und damit die Grundfesten der Demokratie. Dass der Staat die Qualitätspresse schützen und stützen müsse, diese Arena der Öffentlichkeit, das Leitmedium der politischen Kommunikation, stand außer Frage. Übrig blieb für Habermas allein die pragmatische Frage, wie das denn am besten erreicht werden könne.

Statt ausländischer Kapitalgeber machte dann zur allgemeinen Erleichterung ein baden-württembergischer Verband von Klein- und Regionalverlegern das Rennen, die Südwestdeutsche Medienholding. Keine „Heuschrecken“ in München – wohl aber in Berlin, wo David Montgomery die Redaktionen von Berliner Zeitung, Berliner Kurier, Hamburger Morgenpost und netzeitung.de mit seinen Erwartungen an eine ordentliche Rendite schockte.

Zwei Jahre später war auch dieser Spuk vorbei, der selber unter Druck geratene Montgomery verkaufte den gesamten Laden an den Kölner Verlag M. DuMont Schauberg – und die Medien, die über beide Fälle ausgiebig berichtet hatten, atmeten auf. Gleichwohl werden auch die neuen Eigentümer nicht auf Sparmaßnahmen verzichten können, denn – keine große Überraschung – Zeitungshäuser plagt ein noch viel dringenderes Problem. Werbegelder wandern ins Internet ab, junge Leser fehlen.

Weswegen auch Hans-Jürgen Jakobs, Chefredakteur von sueddeutsche.de, in seinem Buch „Geist oder Geld“ auf die Habermas-Idee von der staatlich unterstützten Presse zurückkommt. Die erste seiner acht Thesen zur Rettung des Qualitätsjournalismus alter Prägung in Zeiten der digitalen Revolution lautet:

„Die Gesellschaft finanziert über die Rundfunkgebühr bereits seit Jahrzehnten wertvolle elektronische Medien – warum nicht auch die ihr wichtigen gedruckten Medien?“

Es geht nicht um Subventionen, es geht um „die Erhaltung der geistigen Infrastruktur“ und um einen „Schutzwall gegen aggressive Finanzinvestoren“. Man könne in die Ausbildung von Pressejournalisten investieren. Oder nach dem Vorbild des amerikanischen Milliardär-Ehepaars Sandler, die einfach so mit 10 Millionen Dollar jährlich ein Büro für unabhängigen Journalismus finanzieren, eine unabhängige Redaktion für investigativen Journalismus gründen, die ihre Artikel den Zeitungen zum freien Abdruck anbieten. Klasse Journalismus – staatlich unterstützt.

Klasse und Masse

Während die Mitarbeiter eines solchen Büros die „schwierigen Stoffe recherchieren“ sollen, für die in der täglichen Arbeit in den Redaktionen Zeit und Geld fehlt, gibt es eine grundsätzlichere Überlegung, wie der Staat die Medien unterstützen könnte. Peter Zschunke formuliert sie in seinem Blog agenturjournalismus.de, ohne für sie Partei zu ergreifen. Ausgangspunkt ist ein Beitrag des Medienmagazins „Zapp“ über die Kündigung der dpa-Dienste durch die WAZ.

Die WAZ-Gruppe verzichtet auf die Dienste der Nachrichtenagentur und spart so rund zwei Millionen Euro im Jahr ein, mit dem Geld sollen lieber 25 Stellen weiter besetzt bleiben. Statt auf das Agenturmaterial der dpa wird auf eigene Geschichten gesetzt – und auf andere Nachrichtenagenturen.

Der Mainzer Publizistik-Professor Jürgen Wilke wirft im „Zapp“-Beitrag der WAZ deshalb unsolidarisches Verhalten vor. Schließlich ist die dpa im Besitz deutscher Verlage und Sender, die sich die Agentur gemeinsam leisten. Nun kündigt zum ersten Mal eine große Gruppe, sofort werden Einschnitte notwendig. Wenn aus diesem Zweckverband nun Verlage ausscheren, werde das Unternehmen geschwächt. Zschunke bietet für das Verhalten der WAZ eine treffende Erklärung: Der gemeinsame Nutzen am Agenturmaterial sinkt, weil die Meldungen ohnehin schnell im Internet für alle verfügbar sind, während die Kosten tendenziell steigen.

Also lieber eine günstigere Nachrichtenagentur nutzen – wie zum Beispiel die französische AFP, für die deutsche Verlage nach dem „Zapp“-Bericht nur einen Bruchteil dessen bezahlen müssen, was die dpa verlangen muss. Die AFP könne so günstig sein, weil der französische Staat wichtiger Abnehmer der Meldungen sei, immer noch 40 Prozent des Gesamterlöses der Agentur kämen so zustande. Gegen die Vorwürfe der staatlichen Finanzierung wehrt sich die deutsche AFP mittlerweile heftig. Die deutsche Tochter biete zu Marktpreisen an und erziele sogar Überschüsse, gutes Management eben.

Zschunke fragt sich, ob das Genossenschaftsmodell der dpa auf dem Spiel steht, warum der deutsche Staat im Gegensatz zum französischen keinen so großen Bedarf an gesicherten Nachrichten hat und wie man den Medien „ausreichende Mittel zur Erfüllung ihrer öffentlichen Informationsaufgaben“ geben könnte.

Aber die dpa ist aus guten Gründen staatsfern organisiert, stellen Bund und Co. politisch gewollt nicht 40 Prozent der Erlöse, können Gesellschafter nicht mehr als 1,5 Prozent des Stammkapitals erwerben, um eine Einflussnahme auszuschließen. Dass das Modell der Genossenschaft trotzdem unter Druck gerät, wenn Verlage aus Kostengründen dem gemeinsamen Unternehmen die Mitwirkung versagen, steht außer Frage. Besonders brisant ist, dass ein großer Traditionsverlag den Pakt aufkündigt – und nicht eine sogenannte Heuschrecke.

Wenn nun tatsächlich über staatliche Hilfe nachgedacht wird – warum nur Pralinen subventionieren und nicht das tägliche Brot?

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

 

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20 Kommentare

  1. dpa ist mit- wenn nicht ausschließlich verantwortlich für die Kündigung durch die WAZ-Gruppe. Es ist nicht nur der Preis, es ist vor allem die “Qualität” eines beachtlichen Teils der Meldungen, die mehr und mehr Journalisten negativ auffällt. Am schlimmsten ist die (Un-)Art, wie Falschmeldungen “korrigiert” werden. Wenn üerhaupt, dann so versteckt, dass es niemandem auffällt (so à la “Zusammenfassung mit neuem Material”).

  2. „Wenn nun tatsächlich über staatliche Hilfe nachgedacht wird – warum nur Pralinen subventionieren und nicht das tägliche Brot?“ Die Antwort ist doch ganz einfach, es ist in jeder Branche und auf jedem Gebiet so. Das soll nicht heißen, dass ich es unterstütze, aber dagegen anzugehen ist nicht so einfach.

    @Gernot Walter Ich kann mich da nur anschließen. Ich finde auch, dass man Falschmeldungen anders korrigieren sollte. Denn so ist es derzeit kein Zustand. Sie wollen ihren Ruf nicht verlieren, aber stehen nicht zu ihren Fehlern. Finde ich nicht gut.

  3. Man könnte auch davon ausgehen, dass eine Zeitung, die stirbt, zurecht stirbt. Weil sie nicht überlebensfähig war am Markt. Auch wenn es die Süddeutsche Zeitung wäre, die vielleicht manche als “Praline” sehen.

    Es geht nicht um Subventionen? Um Subventionen geht es immer, wenn der Staat Gelder an solche am Markt nicht überlebensfähigen Produkte zahlt. Doch das heisst natürlich nicht, dass nur durch Unterstützung überlebensfähigen Produkte nicht wichtig wären. Vielleicht sind sie sogar viel wichtiger als die Produkte, die sich selbst am Leben erhalten können.

    Dass es gebührenfinanziertes Radio und TV gibt und keine gebührenfinanzierten Zeitungen und Zeitschriften (dafür sonst jede Menge an Papier aus Staatsbetrieben), das ist historisch bedingt und hat meines Erachtens keine tieferen Gründe.

    Man sollte sich bei den Überlegungen bewusst sein, dass gebührenfinanzierte Printprodukte qualitativ nur in Einzelfällen überhaupt besser sein werden, als der Markt sie bereits produziert. Und dass sich damit eine Kostenspirale zu drehen beginnt, die Jahr für Jahr mehr fordert (das zeigen die jährlich erhöhten Gebührenforderungen von ARD und ZDF).

    Ist die dpa wirklich unverzichtbar? Für die Leser der WAZ-Gruppe offenbar nicht, es wird sich zeigen, ob sie weiterhin deren Produkte kaufen.

    Ist eine Welt ohne Nachrichtenagenturen vorstellbar? Warum denn nicht? Es fragt sich, wie dramatisch der Tod der gesicherten Nachricht wäre.

  4. Nennen wir es doch Bürgerfinanzierung und nicht Staatsfinanzierung. Und da wäre ein Gebührenmodell nach Art des Rundfunks eine ernst zu nehmende Alternative. Aber viel dringender noch als eine Neu-Finanzierung des gedruckten Journalismus wäre ein Geschäftsmodell für den Netzjournalismus. Oder sind die Honorare bei der medienlese schon so gut?
    Siehe auch: http://carta.info/3260/flatrate-journalismus/

  5. Wolfgang Michal,

    Nennen wir es doch Bürgerfinanzierung und nicht Staatsfinanzierung.

    Genau, einfach dem Kind einen anderen Namen geben und schon wird aus einer autoritären, sozialistischen Zwangsphantasie was Wunderbares.

    Also, mir wird echt speiübel, angesichts Ihres Kommentars und Ihres Beitrags bei Charta. Ich würde ja durchaus mit Ihnen herzhaft lachen, ob der gelungenen Satire auf den ganzen sozialistischen Irrsinn, der sich im Zuge der staatsgemachten Wirtschaftskrise abspielt.

    Allerdings werde ich bei ihnen, im Gegensatz zu einem Larry Flint, der ein Bailout für die Pornobranche gefordert hat, den Verdacht nicht los, das die ganze Kacke ernstgemeint ist.

    Mal ganz davon abgesehen, dass der Vorschlag, dem sie anhängen, aus ethisch-moralischen bzw. prinzipiellen Gründen eine Frechheit ist, weil Angriff auf die Freiheit und Eigentum jedes Einzelnen, wer würde denn ihrer Meinung nach “anspruchsberechtigt” sein auf das Geld, das mir im Falle der staatlichen Finanzierung von (Online-)Medien zwangsweise abgenommen werden würde?

    Und “Mit Geld kommt Qualität” ist ja wohl die dümmste, eindimensionale Parole, die ich je gehört habe. Naja, zumindest eine davon. Wenn ich mein Geld bekomme, egal ob ich besser oder schlechter arbeite, dann werde ich mich nicht anstrengen, besser zu arbeiten. Wozu auch? Das ist der grundlegende Unterschied zwischen Markt und Sozialismus und der Grund, warum die DDR gescheitert ist und die semisozialistische BRD zu scheitern droht.

    Dass das deutsche Bildungssystem, das sich fast zu 100% in staatlicher Hand befindet, Leute wie sie produziert, denen jedes Verständnis von Marktwirtschaft und jeglicher Respekt vor den Freiheits- und Eigentumsrechten anderer abzugehen schein, beweist ja nur, dass Staat nicht funktioniert.

  6. Ein marktradikaler “Rebell” wie Sie sieht natürlich in jeder zivilgesellschaftlichen Gemeinschaftsleistung eine Art Staatsterror. Am besten, Sie hören sich zur Beruhigung noch mal die Antrittsrede von Barack Obama an. (Aber den ganzen Obamahype halten Sie ja für rassistisch, wie man Ihrer Website entnehmen kann).
    P.S. Eine Gebühr muss nur der zahlen, der eine Leistung in Anspruch nehmen will. D.h. Ihre Zwangsphantasien können Sie sich sparen.

  7. Mit den Medien ist es eigentlich wie mit den Banken und Automobilherstellern: (fast) jeder weiss eigentlich, dass man sie alle am besten Konkurs gehen liesse anstatt die Lebensdauer dieser Dinosaurier mit Staatsknete künstlich zu verlängern und so auf Kosten zukünftiger Generationen noch mehr Schulden anzuhäufen (Hallo, Nachhaltigkeit? Ist doch so ein Trendwort!). Nur getraut sich keiner, schliesslich steht die eigene Position zur Diskussion. Lieber verbreitet man Volksmärchen: “Deren [Selbständige und Unternehmer] Kohle wird gebraucht, um politische Fehler von Politikern und Managern zu kaschieren. Einmal mehr. Wie gehabt. Und was immer in solche Machenschaften verstrickte Politiker wie Beck auch erzählen, liebe Selbstständige: Das ist nicht euer Rettungspaket. Die Krise hingegen ist ein Segen für Dilettanten. Missmanagement und Größenwahn werden belohnt. Am Markt vorbeiproduzieren wird belohnt. Es gilt die alte Schuldnerregel: Nur möglichst viele Schulden haben, dann wirst du gut behandelt.” (brand eins)

  8. Angesichts dessen, was derzeit die marktkonformen Banken an Steuern und anderem staatssozialistischem Happipappi verdrücken möchten, erscheinen mir staatlich finanzierte Printmedien doch geradezu als “Peanuts” (Hilmar Kopper / Deutsche Bank).

  9. Das ist eine wichtige Diskussion, die aber über das übliche “Markt hui, Staat pfui” bez. umgekehrt hinaus gehen sollte. Es ist auch nicht in erster Linie eine Frage von web und Holz.

    Infomationsmedien (ich rede nicht von “Gala”-Ballaballa und ähnlichem) sind keine Wurstfabriken. Sie erfüllen ein Grundbedürfnis. Wenn sie nicht mehr richtig funktionieren, funktionieren Demokratie und Wirtschaft nicht mehr richtig.

    Wenn Zeitungen hingegen sterben , selbst wenn es die sehr geschätzte SZ wäre, ist das aber noch kein Weltuntergang. Es könnte ja etwas von Grund auf Neues entstehen, immer noch unter dem Namen SZ, das aber näher am Markt ist, deswegen aber nicht zwanglsäufig schlechter sein muss.

    Beispiel: Die SZ leidet an ihrem Zwitterdasein als Regionalzeitung für Mittelbayern ,Hinterallgäu & Co und ihrem gleichzeitigen Anspruch als grosse nationale Zeitung. An diesem Spagat leiden viele (in der Schweiz: “Tages-Anzeiger”, “Bund”, NZZ).Es zerreist sie fast.

    Vielleicht liegt die Lösung wirklich im radikalen Abspecken: weniger, kleiner, feiner, dafür national, sogar international und in der direkten Kopplung mit dem Netz. Das hiesse: Eine völlig neue, wesentlich dünnere, kleinformatigere SZ, die gezielter auf ein anspruchsvolles Publikum ausgerichtet ist.

    Das Regionale und Lokale würde völlig abgekoppelt (mit Ausnahme von “metropolian Munich”). Alles übrige findet seinen eigenen Markt. Weg mit dem ganzen teuren Beilagen-Unwesen, das in der Regel ohnehin nicht den Anzeigeneffekt bringt, den man erwartet.

    Drei, vier nationale Zeitungen dieses Zuschnitts würden genügen, jede mit ihrer eigenen und hoffentlich unterschiedlichen politischen Einfärbung, aber ohne all den teuren redaktionellen Ballast (sorry an alle betroffenenen Kolleginnen und Kollegen) den FAZ,SZ,Welt, FR heute noch mit sich rumschleppen: reduced to the max.

    Die Redaktionen wären viel kleiner, spezialisierter und könnten könnten Kosten teilen, in dem sie mit gleichfalls spezialisierten Blättern anderer Ländern in einzelnenen Bereichen (z.B. Wirtschaft) auch inhaltlich zusammenarbeiten.

    Aber das alles bitte ohne Subventionen. Die sind weder erwünscht noch nötig.

    Die FAZ meine ich, macht es vor, wie es gehen kann. Seit in der Redaktion die Abgabe ideologischer Scheuklappen aus Spargründen drastisch eingeschränkt wurde, ist daraus eine ausgesprochen attraktive, frische Zeitung mit stetig steigender Auflage geworden – wenn auch noch mit viel zu viel teurem Ballast drumrum.

    Ueber die Finanzierung einer Grundinfrsatruktur von Nachrichtenagenturen – ohne dpa geht es wirklich nicht – muss man aber verschärft nachdenken. Die Lösung einer Mischfinanzierung – alle Medienhäuser als Miteigentümer plus eine Grundgebühr wie für Radio und TV , viel niedriger natürlich, wäre sinnvoll, machbar und den Konsumenten vermittelbar.

    Die Gebühr müsste jeder zahlen, der Holzmedien kauft bez. über einen Internetanschluss verfügt. Im web soll daran partizipieren, wer spezifische Informationsvermittlung anbietet (ähnlich wie das bei Privatradios und TV geregelt wird).

    Damit könnte man den Staat völlig aussen vor lassen. Er müsste nur das entsprechende Gesetz erlassen. Der Einzug der Gebühr erfolgte autmatisch via Abo- bez. Kaufpreis (Holz) bez. via Rechnung des Telefon- bez. Internetanbieters (web).

  10. Michal,

    Ein marktradikaler “Rebell” wie Sie sieht natürlich in jeder zivilgesellschaftlichen Gemeinschaftsleistung eine Art Staatsterror.

    Jemanden mit Zwang und Gewalt zu drohen oder diese zu initiieren, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, hat beim besten Willen nichts mit “zivilgesellschaftlich” zu tun. Das nennt man im Allgemeinen Kriminalität.

    Darüber hinaus ist habe ich überhaupt nichts gegen Gemeinschaftlichkeit, so lange sie eben nicht erzwungen wird, sondern auf einer freiwilligen Übereinkunft fußt. Alle anderen Konzeptionen von “Gemeinschaft” lehne ich ab, egal ob sie “Solidargemeinschaft” oder “Volksgemeinschaft” heißen, was im Grunde ja die selbe Konzequenz hat, nämlich Formation und die Erzwingung von Konformität nach innen und Abschottung nach außen (siehe Heuchreckendebatte, böse Amerikanisierung etc.).

    Am besten, Sie hören sich zur Beruhigung noch mal die Antrittsrede von Barack Obama an.

    Das habe ich getan. Ich wüsste aber nicht, welchen Wert diese für mich haben sollte. Im Gegensatz zu kollektivistischen und autorutären Geistern wie Ihnen, brauche ich keinen Führer, der mir mal so richtig sagt, wo’s lang geht und dem ich zujubeln kann. Ich denke lieber selbst.

    (Aber den ganzen Obamahype halten Sie ja für rassistisch, wie man Ihrer Website entnehmen kann).

    Nicht den Ganzen, aber die Rezeption Obamas in dt. Mainstreammedien und -Blogs auf jeden Fall. Wer die ganze Zeit betont, dass Obama “der erste schwarze Präsident” sei, jedoch nie ein Wort über dessen politische Agenda verliert, ja was soll das denn sonst sein? Als ob es nicht vollkommen egal wäre, ob Obama schwarz, gelb, rot, weiß oder lilafarben wäre. Die Inhalte, der Charakter eines Menschen, darum gehts. Das interessiert aber niemanden.

    P.S. Eine Gebühr muss nur der zahlen, der eine Leistung in Anspruch nehmen will. D.h. Ihre Zwangsphantasien können Sie sich sparen.

    Jetzt lügen Sie hier auch noch rum. Wie verkommen sind sie eigentlich. Die GEZ-Zwangsgebühr muss natürlich auch zahlen, wer die öffentlich-rechtlichen Medien nicht in Anspruch nimmt. Wenn nur jene für die Staatsmedien zahlen müssten, die deren Inhalte konsumierte, gäbe es aber einige der Staatsmedien nicht mehr.

    Aber sie haben meine Hauptfrage nicht beantwortet, wohl wissend, dass die Antwort problematisch wäre.

    Wer würde im Falle der staatlichen Zwangsfinanzierung von weiteren (Online-)Medien anspruchsberechtigt sein?

    Klaus Jarchow,

    es geht aber um’s Prinzip. Es wären auch Peanuts für den Staat, mir mal ‘ne Million zu überweisen.

    gis,

    Zustimmung!

    Fred David,

    die Behauptung, die Medien würden in ihrer derzeitigen Ausformung ein “Grundbedürfnis” abdecken, ist schlicht erlogen. Wenn sie das tun würden, wie wäre dieses “Grundbedürfnis” vor 1000 Jahren gedeckt wurden. Darüber hinaus scheint Ihnen der Unterschied zwischen Bedürfnis und Bedarf nicht klar zu sein. Es gibt einen Bedarf nach Online- und Printmedien, aber kein Bedürfnis. Das Bedürfnis heißt Information, nicht Zeitung oder Online. Wie dieses Bedürfnis befriedigt wird, hängt auch vom Angebot ab. Und das ändert sich im Laufe der technischen Entwicklung nun einmal. Hier etwas für alle Menschen festschreiben zu wollen, halte ich für ziemlich arrogant. Sie stellen sich über mich und alle anderen Menschen. Ich habe keinen Bedarf an Holzmedien und auch nicht an bestimmten Onlinemedien. Also zahle ich nicht dafür. Fertig.

  11. @ marco: Es gäbe gemäß der reinen Lehre Stirners vom merkbefreiten Wirtschaftsanarchismus (‘Das Ich und sein Eigentum’), die Sie mir zu vertreten scheinen, auch keinen Grund, speziell für die ach so ‘notleidenden Banken’ einen gigantischen Rettungsschirm aus Steuergeldern zu spannen. Das viele Geld wäre dann in einer neuen Bank wahrlich besser angelegt, die – vielleicht unter Zuhilfenahme der Infrastruktur von Sparkassen und Volksbanken – die nötigen Kredite für Wirtschaft und Privatverbraucher staatlicherseits am Laufen hält, statt Billionen in einem neoliberal ausgeschlabberten Fass ohne Boden und Restinhalt streng privatwirtschaftlich zu versenken. Die Privatbanken möchten also sehen, wie sie klar kommen – und ihre Aktionäre auch. So spricht’s das marktradikale Gesetz, auch wenn aus Spekulanten und Milliardären dann wieder Popel würden und über Nacht durch konsequente Selbstversenkung des Liberalismus nur eine gigantische Staatsbank entstünde. Dann erst wäre Ihre Haltung konsequent. Anders ist sie nur parteiisch. Und statt SZ und FAZ käme auch und gerade nach Ihrem System dann wieder das Monopol einer regierungstreuen Prawda über uns, die uns den reinen Merkelismus oder Blocherismus (je nachdem) verkündet. Die Funktion der Öffentlichkeit in einer Gesellschaft ist Ihnen jedenfalls Hekuba …

  12. Jarchow,

    ich vertrete mal zu allerst meine Meinung und nicht die eines Dritten. Wenn sich das hier und da deckt, schön.

    Und ja, ich bin dagegen, dass der Staat, also die Gang von Menschen, die sich Staat nennt, einen “Rettungsschirm” für Banken oder für sonstige Unternehmen aufspannt, mit dem Geld, das diese Gang anderen Menschen raubt.

    Aber sicherlich will ich nicht, dass das Geld, das in diesem Falle gespart würde, vom Staat wie auch immer anderweitig zu verwendet wird. Ja, mein Ziel ist die Abschaffung des Staates, weil ich gerade als “sozial benachteiligter Mensch” es nicht mehr ertragen kann, dass durch die Gewalt des Staates jeder auf Kosten der anderen zu leben versucht.

    Und spielen Sie mir hier bloß nicht den großen Sozialadvokaten. Ob und wie “Öffentlichkeit” “funktioniert”, darüber kann man sich streiten. Worum es hier aber geht, ist einzig und allein, dass mal wieder Menschen, in diesem Falle Journalisten, auf Kosten anderer leben wollen. Und das ist ja nur konsequent, haben sie doch -in der BRD- schon bisher auf Kosten anderer gelebt. Die Mutter von zwei Kindern, die sich beim Aldi abmüht, deren Kinder nie ein Gymnasium besuchen werden, die jedoch bisher schon Ihren Ober- und Hochschulbesuch bezahlen musste, die soll jetzt noch Staatsjournalisten finanzieren, ihnen ihren verfickten Arbeitsplatz sichern, damit sie, diese ganze abartige, freiheitsfeindliche Journalistenkaste, weiterhin auf die sozial(istisch)e Tränendrüse drücken kann, während sie gleichzeitig nur Verachtung für die übrig hat, die auf Grund der Ausbeutung und Unterdrückung durch den Staat, die Ihnen zu gute kommt, an sozialer Mobilität und sozialem Aufstieg gehindert werden.

    Und darum, genau darum geht es hier. Staat ist niemals sozial, denn Zwang und Gewalt kann nicht “sozial” sein. Nur freiwilliges und freies Miteinander ist sozial und gerecht. Alles andere ist Propaganda, um die Staatssklaverei zu bemänteln und den Ausgebeuteten und Unterdrückten als deren Heil zu verkaufen.

  13. » Marco: Nichts gegen engagiertes Diskutieren, aber ich wäre Dir dankbar, wenn Du Dich hier im Ton etwas mäßigen und “verfickt” und “abartig” und ähnliches steckenlassen würdest.

  14. Sag’ ich doch: radikaler Wirtschaftsanarchismus. Solche Staatslosigkeit führt bloß meistens nach ‘Zimbabwe’ oder ‘Somalia’ – das wusste schon Thomas Hobbes

  15. Lustig: Auf einmal soll der Staat überall helfen. Und das sind natürlich alles keine “Subventionen”, aondern um die “Erhaltung der geistigen Infrastruktur”. Genau wie die jahrzehntelange unergiebige Subventiniererei der Landwirtschaft in der EU als “Landschaftspflege” verkauft wird.

    Die Frage ist, warum ein Medium wie die “Süddeutsche Zeitung” am MArkt nicht reüssiert. Ist sie schlecht? Ehrlich gesagt (ich bin kein regelmässiger Leser): Nein. Die “SZ” ist eine gute, vielleicht sogar eine sehr gute Zeitung. Sie wird aber weniger gekauft. Statt die Gründe zu eruieren, wird nach Hilfen geschrieen. Da sind Zeitungsmacher genau so wie Bauern und Banker.

    Die tieferliegenden Gründe spricht kaum jemand an: Sie liegen in der sukzessiven, erodierenden Bildung in diesem Land. Vielen sind die Artikel der “SZ” schon zu lang, zu komplex; die ziehen die einfachen Schlagzeilen (und Lösungen) der Boulevard-Medien vor. Infotainment statt Information. Und wer will denn in Anbetracht von “tagesschau” und “heute” die Nahrichten noch einmal nachlesen? Und wer interessiert sich für die Lokal- und Kommunalpolitik?

    An der grassierenden Infotainmentseuche und Trivialiserung von “Information” haben sicherlich etliche der Journalisten, die heute um ihren Arbeitsplatz fürchten, mitgearbeitet. Dennoch lamentiert die Branche auch von einen ziemlich hohen Level. In Zeiten atomisierender Informationsbeschaffung setzen Leser andere Prioritäten. Man kann ihnen nun mit seichten Modellen nachlaufen oder einen Gang zurückschalten und eine Seriositätsoffensive versuchen.

  16. @ Gregor Keuschnig: Die Bildung erodiert keineswegs. Die Lektürekompetenz steigt unter jungen Menschen von Jahr zu Jahr (PISA misst ja nur synchron die Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern, aber nicht diachron die Unterschiede zwischen damals und heute). Es wäre ja auch ein Wunder, wenn das anders wäre, weil Bloggen, Chatten, Twittern, Simmsen usw. nun mal Schreib- und Lesekompetenz erfordern. Zeitungen verlieren also TROTZ steigender Medienkompetenz bei jungen Leuten. Man darf nur nicht auf das große Verlegermärchen vom immerfort wachsenden ‘Qualitätsjournalismus’ hereinfallen …

  17. In den Kommentarregeln der medienlese steht: “Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare … zu editieren oder zu löschen.” Zählt “verfickt”, “abartig”, “lügen” bei der medienlese noch zu den Argumenten?

  18. » Wolfgang Michal: Nein, das zählt zu den Pöbeleien, weswegen ich weiter oben um Mäßigung gebeten habe. Nicht umsonst ist die Formulierung in den Kommentarregeln allerdings “behalten wir uns vor”.

  19. @Florian Steglich
    Das heißt, Sie finden, dass man solche Pöbeleien (“ihren verfickten Arbeitsplatz”, “diese ganze abartige, freiheitsfeindliche Journalistenkaste”, “Wie verkommen sind Sie eigentlich?” usw.) stehen lassen sollte. Redigiert oder gelöscht wurde ja nichts. Sie behalten sich das nur vor.
    Bestimmt bitten Sie auch Leute um Mäßigung, die Ihnen eins über die Rübe geben. “Dudu”, werden Sie dann sagen, “das darf man aber nicht.” Und dann werden Sie sich vorbehalten, ganz ganz böse mit dem Rüpel zu sein.
    Gute Nacht, medienlese.

  20. @Wolfgang Michal: Und der Ihre war nun wohl ein sachlich argumentierender Kommentar?

    Es heißt, daß ich finde, daß man diese Pöbeleien in diesem Fall stehen lassen kann. Kommentierende, die mit soviel Schaum vor dem Mund kommentieren wie hier oben Marco, disqualifizieren sich damit doch in erster Linie selbst.