Aupeo:
Webradio und Musikempfehlungsdienst

Mit Aupeo startet ein weiterer deutscher Musikdienst. Vor allem der Empfehlungsmechanismus überzeugt.

Über einen Mangel an teilweise durchaus auch innovativen Musikdiensten kann man sich wirklich nicht beklagen. Gestern hat ein weiterer seine Tore geöffnet, und auch der kann sich durchaus sehen lassen:

Das Berliner Aupeo ist eine Mischung aus Webradio, Musik-Entdeckungsdienst und sozialem Netzwerk, welches den Zugriff auf mehrere Hunderttausend Musiktitel ermöglicht. Laut Heise werden alle Titel von Aupeo als CD gekauft und gerippt, um unabhängig über die angebotene Qualität des Streams entscheiden zu können. Derzeit wird mit 64 oder 128 kBit/s übertragen, 192 kBit/s sind geplant.

aupeo
aupeo

Die Seite lässt sich teilweise auch ohne Anmeldung benützen, mit einer Anmeldung sind aber einige Vorteile verbunden. Das eigene Webradio lässt sich personalisieren und passt sich durch einen vom Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie entwickelten Empfehlungsmechanismus zunehmend an den eigenen Musikgeschmack an. Man bekommt ein Profil, das die letzten Aktivitäten aggregiert und man kann sich mit anderen Usern befreunden und sieht deren Tracks.

Die meisten Features hat man zwar schon auf dem einen oder anderen Dienst gesehen, aber die Seite ist schlüssig, in sich stimmig und hat den besten Empfehlungsmechanismus, über den ich bisher gestolpert bin.

aupeo
aupeo

Zumindest meinen Geschmack hat Aupeo schon nach wenigen Bewertungen auf fast schon unheimliche Weise schnell erkannt und mir in der Folge einen guten Track nach dem anderen serviert. Interessant dabei: Während der Empfehlungsmechanismus von etwa last.fm dazu tendiert, Songs sehr schnell auf bestimmte Genres zu begrenzen, liefert Aupeo eine wilde Mischung quer durch das musikalische Gemüsebeet, die aber dennoch funktioniert.

Den Desktop-Player konnte ich als Linux-User leider nicht testen, der ist Windows- und Mac-Usern vorbehalten.

Über das Monetarisierungsmodell gibt weder die Webseite noch die Begrüssungsmail Auskunft. Laut Heise ist Aupeo jedoch kostenpflichtig. Die ersten 30 Tage sind gratis, danach fallen einmalig 30 Euro für die nächsten zwei Jahre an.

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12 Kommentare

  1. Andreas
    schrieb am 16. Januar 2009 um 12:39 Uhr (#)

    Yet another music service, und dann auch noch einer, der auf schon fast unverschämte Weise Last.fm nachahmt. Bin mal gespannt, ob und was daraus wird, mich hat es jedenfalls noch nicht vom Hocker hauen können!

  2. schrieb am 16. Januar 2009 um 13:13 Uhr (#)

    Wenn der Anbieter Gatekeeper spielt (“…werden alle Titel von Aupeo als CD gekauft und gerippt…” und es damit nicht für jedermusiker möglich ist zum Musikerleben beizutragen, dann ist das Angebot nix wert, weil nicht offen.

  3. FFD
    schrieb am 16. Januar 2009 um 13:35 Uhr (#)

    Nicht gerade die feine Art: kein Impressum, keine AGBs/Terms, kein Datenschutzstatement. Oder bin ich blind?

  4. martin
    schrieb am 16. Januar 2009 um 14:08 Uhr (#)

    Ich mag LastFM .. basta.

  5. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 16. Januar 2009 um 14:21 Uhr (#)

    Laut Heise werden alle Titel von Aupeo als CD gekauft und gerippt, um unabhängig über die angebotene Qualität des Streams entscheiden zu können.

    Das ist herrlich. Ich stelle mir gerade vor, wie eine Dienst für aggregierte Zeitungsmeldungen jeden Morgen am Kiosk 30 Tageszeitungen kauft und die danach abtippt…

  6. Andreas
    schrieb am 16. Januar 2009 um 14:28 Uhr (#)

    I love my Last.fm too!!! ;-)

    Und der Aupeo Blog ist nicht mal als RSS Feed verfügbar, sehe ich das richtig?

  7. Andreas
    schrieb am 16. Januar 2009 um 14:36 Uhr (#)

    Impressum und Blog findet man übrigens hier: http://aupeo.com/company und Links zum Datenschutz etc. hier: http://aupeo.com/legal/privacy , http://aupeo.com/legal/terms_of_use , http://aupeo.com/legal/acceptable_use_policy (siehe Seitenfuß)!

    Achso: 64 kBit/s ist ja wohl eine Frechheit für heutige Verhältnisse, oder?

  8. Schreibt hier auf dem Blog Markus Spath
    schrieb am 16. Januar 2009 um 14:53 Uhr (#)

    huch, viele Last.fm Fans ;) – wobei auch ich mir etwas mehr Abgrenzung wünschen würde (scrobblen wurde etwa in tracken umbenannt, tut aber das gleiche).

  9. mike
    schrieb am 16. Januar 2009 um 16:09 Uhr (#)

    Der Dienst erscheint mir dann doch recht dubios. Deshalb wollte ich nach kurzem Umsehen meinen Account wieder löschen. Löschen? Zu all den Merkwürdigkeiten gehört wohl auch die fehlende Möglichkeit, einen Account wieder zu löschen. Ich weiß ja nicht, ob man sich so Freunde macht ;) …

  10. AK-74
    schrieb am 17. Januar 2009 um 00:49 Uhr (#)

    Der Desktop Player basiert auf Adobe AIR und funktioniert auch unter Linux, wenn auch nicht auf Anhieb. Trotzdem wird der Dienst mich nicht von Last.fm abbringen..

  11. Andreas
    schrieb am 17. Januar 2009 um 11:37 Uhr (#)

    Nicht mal nach Last.fm scrobbeln kann man die auf Aupeo gehörten Tracks…ich denke, so wird das nichts! ;-)

  12. Johann Meisel
    schrieb am 21. Januar 2009 um 18:43 Uhr (#)

    Tut mir leid, aber mir gefällt es einfach nicht. Über Design kann man sich streiten aber die Usability ist leider wirklich auf der Strecke geblieben. Ich mag schon last.fm nicht besonders, weil ich es viel zu unübersichtlich halte (gut, wenigstens das hat sich nach dem Redesign verbessert).
    Wenn man was kopiert könnte man doch die guten Sachen kopieren und die schlechten Dinge neu machen!? Aber nein, wir machen es noch besch*** und kopieren nur die Hälfte. Warum kopieren wir deutschen eigentlich immer? Haben wir selber keine Ideen? Sind wir zu feige mal was neues auszuprobieren? Wollen Investoen ihr Geld lieber in bekannte Gräber versenken als mal ein neues zu schaufeln?

    Joh.

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