Google macht Diät, stoppt Jaiku-Entwicklung und schließt Dienste
Google verschlankt sein Produktportfolio. Neben der Schließung einiger Dienste stoppt das Unternehmen die Weiterentwicklung des Microbloggingservices Jaiku und leitet das Ende von Google Video als (überflüssige) zweite Videohostingplattform neben YouTube ein.
Betroffen ist unter anderem der Microbloggingdienst Jaiku, der keine weiteren Entwickler-Ressourcen mehr erhält und dessen Code als Open Source veröffentlicht wird, sowie Google Video, bei dem man in Kürze die Funktion zum Hochladen von Clips entfernt.
Schließen will Google demnächst das mobile Social Network Dodgeball, die Katalogsuche Google Catalog Search, das Notizwerkzeug Google Notebook (existierende User können dies weiter benutzen, Neuregistrierungen sind nicht mehr möglich) sowie den Google Mashup Editor, der durch die Google App Engine ersetzt wird.
Während die Veränderung bei Google Video sowie die Schließungen größtenteils konsequente Schritte darstellen, um Überschneidungen mit anderen, teilweise neueren Google-Produkten zu verhindern, ist die gestoppte Weiterentwicklung von Jaiku das Eingeständnis, mit dem im Oktober 2007 gekauften finnischen Microbloggingdienst nicht gegen Marktführer Twitter ankommen zu können. Vor einigen Wochen hatte mit Pownce bereits ein anderer Twitter-Konkurrent aufgegeben.
Neben den Verschlankungen des Produktportfolios gab Google außerdem bekannt, aufgrund eines geringeren Rekrutierungsbedarfes die Zahl der Angestellten im HR-Bereich um rund 100 reduzieren zu wollen.
Diese erste nennenswerte Kürzung von festangestelltem Personal seit Firmengründung verdeutlicht, dass die schwache Konjunktur und die pessimistischen wirtschaftlichen Aussichten auch am größten Webunternehmen der Welt nicht spurlos vorbeigehen. Allerdings will man auch in Zukunft weiter einstellen, nur vorsichtiger als bisher. Google hat zirka 25.000 Angestellte weltweit.

















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Das teilweise Aus (oder langsame Ende?) von Google Notebook ist schade – war bzw. ist noch immer ein praktischer Dienst.
Das Produktportfolio von Zeit zu Zeit zu optimieren/verschlanken ist ein normaler & sehr vernünftiger Prozess. Auch google hat keine unendlichen Ressourchen, und kann wohl nur weiter innovativ bleiben wenn Altlasten über Bord geworfen werden.
Das ist wohl heute der große Trend sein Unternehmen zu reduzieren, also sprich Arbeitsplätze abzubauen, das hört man ja überall heutzutage. Doch bei einigen Unternehmen müsste es bestimmt nicht sein. Aber anscheinend schlägt bei Google auch die große Finanzkrise zu.
Google Notebook – Anmeldung zum heutigen Tage noch möglich.
Naja, man kann Google nicht übel nehmen, dass die Firma unrentable Zweige schließt und sich auf andere Sparten konzentriert. Schade finde ich es um Google Notebook.
Edit: Link gelöscht, SEO-Spam bitte anderswo. F.S.
Mal sehen, wann Google Twitter kauft ;-)
Genug Kapital hat der Primus vermutlich und ganz abwegig finde ich den Gedanken nicht.