Zehn Dinge, die Journalisten 2009 wissen sollten

Ole Reißmann, 14. Januar 2009 17:42 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Multimedia, Linkjournalism, Twitter, RSS-Feeds: Wir zeigen in Zusammenarbeit mit Journalism.co.uk zehn Dinge, mit denen sich Journalisten spätestens jetzt auskennen sollten.


Ten things every journalist should know in 2009: Die britische Seite Journalism.co.uk hat zehn Dinge gesammelt, die man als Journalist 2009 einfach wissen sollte. Wir haben nach Rücksprache mit dem Autor, Journalism.co.uk-Gründer John Thompson, die Liste zum Teil übersetzt, kommentiert und verlinken auf interessante Websites und Artikel.

  1. Wie man Twitter für die eigene Arbeit nutzt, sich dort eine Community aufbaut und mit dieser kommuniziert. Seit mehr als einem Jahr gibt es Twitter schon – jetzt wird aus dem Hype ein Handwerkszeug. Medien schicken Eilmeldungen über den Kurznachrichtendienst, Augenzeugen twittern von Flugzeugabstürzen und Terror-Angriffen.
    » How We Use Twitter for Journalism (ReadWriteWeb)
    » Using Twitter for journalism (Wired Journalists)
  2. Wie man mit RSS-Feeds und intelligenten Filtern Informationen sammelt und organisiert. Mit RSS-Feeds kann man sich aus Hunderten Internet-Seiten seinen eigenen Nachrichtenticker zusammenstellen. Wie das funktioniert, zeigen wir hier:
    » So geht’s: RSS (nicht nur) für Jounalisten (medienlese.com)
  3. Den Unterschied zwischen Linkjournalism und Copy-und-Paste. Zur eigenen Berichterstattung Quellen aus dem Internet verlinken, um den Artikel anzureichern, zu vervollständigen und Kontext anzubieten: Das ist Linkjournalism. Nicht zu verwechseln mit Copy-und-Paste, dem bloßen Kopieren von Online-Quellen.
    » What is link journalism? (Publish2 Blog)
  4. Leser sind schlauer, als viele Journalisten denken. Vor allem gibt es immer welche, die mehr wissen als man selbst. Das Internet ist eine Herausforderung für Journalisten – auf einmal müssen sie mit ihren Lesern direkt kommunizieren.
    » Sieben Thesen zum Journalismus (medienlese.com)
  5. Es fällt auf, wenn jemand dauernd nur PR-Mitteilungen abschreibt.
  6. Google ist Dein Freund. Aber wer nicht die erweiterten Funktionen nutzt, hat keine Ahnung von der wahren Macht der Maschine.? Wirklich jeder sollte dieses wichtige Handwerkszeug beherrschen. Wer vor seiner Telefonrecherche zu Google greift, muss sich klar darüber sein, was er tut. Sonst steht am Ende nicht Qualität, sondern Google-Journalismus.
    » Google: Die verfeinerte Suche (Dr. Web Magazin)
    » 12 Google-Tricks, die Ihr noch nicht kanntet (imgriff.com)
    » How to: use search engines fpr precision surfing (Journalism.co.uk)
  7. Web-2.0-Technologien muss man nicht erst selber entwickeln und auf eigenen Servern laufen lassen – es gibt bereits genug kostenlose oder günstige Tools im Internet, mit denen experimentiert werden kann. Warum können Videos noch nicht überall im Web eingebettet werden? Warum können Artikel nicht einfach zu Bookmark-Sammlungen hinzugefügt werden? Wo ist der RSS-Feed für einzelne Autoren?
  8. Multimedia nur um Multimedia willen funktioniert selten und ist oft peinlich. Also steht eine Entscheidung an: Entweder in ein professionelles Format investieren und eigenständige multimediale Inhalte anbieten oder Artikel mit zusätzlichen Angeboten multimedial aufwerten.
    » Audio im Netz: Ton fürs Internet (medienlese.com)
    » Regionalnachrichten: Kein Spaß bei Saarland-Aktuell (medienlese.com)
    » Radio im Internet – aber warum? (medienlese.com)
  9. Wie man auch für Suchmaschinen schreibt, damit Artikel im Internet gefunden werden. Außerdem wie Tags, Kategorien und Links funktionieren.
    » 9 Tips to Improve Search Engine Optimization (MediaShift)
    » SEO for Newspapers (Yoast)
    » Dramatische Entwicklungen – Wie Google den Journalismus verändert (Zapp)
  10. Mehr über Privatsphäre und Datenschutz. In sozialen Netzwerken (Xing, StudiVZ, Facebook und Co.) finden sich viele Informationen. Was lässt sich davon nutzen, was auf keinen Fall? Was gibt man selber über sich preis?
    » Bild-Zeitung und StudiVZ: Wie praktisch (sueddeutsche.de)
    » Witwenschütteln 2.0 (BildBlog)

Viele der hier von uns gesammelten Links führen noch nicht auf unser Archiv, sondern auf englischsprachige Seiten. Zum Beispiel zum Thema RSS finden sich aber schon Artikel auf medienlese.com – zu den anderen angesprochenen Themen soll es künftig hier Artikel geben.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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3 Kommentare

  1. Patricia
    schrieb am 15. Januar 2009 um 18:15 Uhr (#)

    Zu 3.: Einen Text umformulieren, ins Internet stellen und dann zur ursprünglichen Quelle verlinken. Auffälliger geht ’s nicht ;o)

    Die Liste ist gut gemacht. Hut ab. Und wer bezahlt die sorgfältige Recherche der Journalisten?

  2. Leuchten
    schrieb am 17. Januar 2009 um 18:19 Uhr (#)

    Edit: Kommentar gelöscht, SEO-Spam bitte anderswo absetzen. F.S.

  3. bugsierer
    schrieb am 18. Januar 2009 um 19:20 Uhr (#)

    sehr gute zusammenstellung, danke.

    zum thema seo hat der texter aurel gergey kürzlich ein tolles manual publiziert.

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