Google-Suchen nicht umweltschädlich
Die Nutzung von Google oder dem Web insgesamt muss für eine ökologische Betrachtung im Kontext gesehen werden.
Eine der weniger gehaltvollen, größeren Techstories am Wochenende in den USA und dann seit Montag auch in den deutschen größeren Medien war eine Studie zu den CO2-Emissionen durch das Ausführen einer Google-Suche. Eine Suche auf Google erzeuge demnach 1 bis 10 Gramm CO2, je nachdem ob man den eigenen Rechner erst starten muss oder nicht.
Unabhängig davon, ob diese Spannbreite oder die von Google benannten 0,2 Gramm zutreffen, recht aussagekräftig ist so eine von der übrigen Realität losgelöste Messung nicht.
Völlig ausser Acht gelassen wird dabei nämlich natürlich, wie auch Mike Masnick auf Techdirt ausführt, wie viel Mehrwert und Effizienz Google und das ganze Web der Gesellschaft bringen können.
Wenn ich, zum Beispiel, statt in die Bibliothek fahren zu müssen, eine Suche auf Google ausführen kann, um meine Information zu bekommen, sorgt die Nutzung von Google für eine Senkung an Emissionen. Allein das einmalige Auftreten eines solchen oder vergleichbaren Falles dürfte die ökologischen Auswirkungen jahrelangen Googelns nach LOLcat- und Promibildern aufwiegen.
Führt man diese Betrachtungsweise im Kontext auf das ganze Web weiter, wird es noch offensichtlicher, dass die Nutzung des Netzes insgesamt wohl eher einer nachhaltigeren Gesellschaft zuarbeitet, als umgekehrt.
Natürlich sollten sich auch Webunternehmen um Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit bemühen. Besonders solche, welche große Datencenter unterhalten müssen. Aber mit einem Anteil von zwei Prozent am gesamten Ausstoss an Treibhausgasemissionen, die laut Gartner von der Informations- und Kommunikationstechnologiebranche insgesamt verursacht werden, kann man nicht von einer Branche von Umweltsündern sprechen.
Gerade in Deutschland sollte man sich beim Thema Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein stattdessen besser mit unverantwortlichen Wahlinstrumenten wie der Pendlerpauschale befassen.

















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Einmal mehr, CO2 ungleich Umweltverschmutzung, mehr Infos dazu hier:
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@Anonymuser: Es gibt unter Experten keine Zweifel mehr, dass die aktuellen Klimaveränderungen vom Menschen verursacht werden.
Und wie verhält sich meine Ökobilanz, wenn ich rege onlineshoppe?
Lieber Marcel,
viel schlimmer: hast Du Dich mal gefragt, wieviel CO2 Deine Seite erzeugt. Nicht als Kritik gemeint – im Prinzip gebe ich Dir ja recht in Deiner Analyse. Aber ab und zu mal einen “.” am Satzende zu unterschlagen für den Umweltschutz ist doch nicht zuviel verlangt, oder ?
;)
sicher hat marcus recht, aber wir sind doch geradezu die googlemaniageneration…
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ich gebe zu, mich hat die nachricht doch ein wenig nachdenklich gemacht
Welcher Marcus?